Ford Focus (2019)

Der Ford Focus Active im Alltagstest

SUV-Gefühl in der regulären Kompaktklasse: Wir testen den Ford Focus Active im Alltag. Und sagen, was ihn vom normalen Focus Mk4 unterscheidet.

  • Sven Förster
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  • Veröffentlicht am 10/24/2019, 12:07 PM
Ford Focus Active Test: Front, Seite
Quelle: Marlene Gawrisch für TeamOn Der Focus Active ist ein modisches Auto, kein Offroader

Grundsätzlich passt der Ford Focus Active treffsicher in unsere Zeit. Als Bindeglied zwischen gewöhnlichen Kompaktwagen und absatzstarken Gelände-Derivaten: Ein regulärer Focus Mk4 streckt sich hier mit Plastik-Zierrat und höherer Karosserie in Richtung SUV.

Zugegeben, die Idee ist nicht neu und nicht von Ford: Audi etwa verfolgt mit dem A6 Allroad schon lange einen ähnlichen Ansatz, nur eben in der oberen Mittelklasse. Wer noch weiter zurückdenkt, kann für die Kompaktklasse Parallelen zum Golf Country auf Basis eines Golf II ziehen.

Das Prinzip erfasste einige größere Kombis, aber selten das reguläre Kompakt-Segment. Vergleichbare Konkurrenten sind damit rar. Wir klären im Alltagstest, was den Focus im schmalen Feld besonders macht und ob sein Fahrverhalten eher Feldweg, Landstraße oder Hauptstraße gereicht. Außerdem soll das Schrägheck mit dem Einstiegsbenziner zeigen, was ihn im Detail von gewohnten Versionen des aktuellen Focus unterscheidet.



Abmessungen, Platzangebot, Karosserie

Der rund 1,50 Meter hohe Focus Active überragt sämtliche andere Varianten des Kompakt-Ford. Die Differenz von etwa 30 Millimetern ergibt sich dabei ausschließlich aus der gesteigerten Bodenfreiheit, Grundkarosse und technische Plattform entsprechen exakt jenen der Flachbahner-Varianten.

Als erstes Modell nutzt die 2018 eingeführte, vierte Focus-Generation die neue C2-Plattform – einen Unterbau, der im Vergleich zur technischen Basis des Vorgängers mehr Verwindungssteifigkeit und weniger Gewicht ermöglichen soll. Sämtliche Focus kommen mit fünf Türen, traditionell besteht die Wahl zwischen der regulären Schrägheck-Version und der Kombi-Variante „Turnier“.

Beide Karosserie-Varianten können als Active geordert werden. Außen trägt der Focus dann typischen SUV-Schmuck: Einen angedeuteten Unterfahrschutz an Front und Heck, Plastik-Beplankung an den Radläufen, außerdem eine Dachreling. Innen bietet der Focus mit moderatem Offroad-Anspruch exakt gleich viel Platz wie herkömmliche Varianten.

In unserer 4,40 Meter langen Schrägheck-Version also mehr als in der Kompaktklasse gewohnt, jedenfalls als Fond-Passagier: Der vergleichsweise lange Radstand von 2,7 Metern ermöglicht angenehme Beinfreiheit in der zweiten Reihe. Auf dem mittleren Platz ruhen die Beine auf einem relativ flachen Mitteltunnel. Damit ist der traditionell unbequemste Platz im Auto ausgewachsenen Mitfahrern auf der Kurzstrecke zumutbar.

Eng werden kann es für Erwachsene hinten am ehesten im Kopfbereich. Wer große Mitfahrer transportiert, ist mit der Kombi-Version besser dran. Wer viel laden will natürlich sowieso. Die Transporter-Qualitäten des regulären Fünftürers liegen in etwa im Klassen-Mittel.

Mit 375 Litern fasst der Focus bei aufgestellter Rückbank geringfügig weniger ein als ein VW Golf. Liegt die im Verhältnis 60:40 teilbare Rückbank flach, passen 1.354 Liter ins Heck. Für längliches Transportgut bietet die hintere Lehne im mittleren Bereich eine Luke – im Grunde der einzige Laderaum-Trick, den der Focus beherrscht. An den hinteren Ecken des nicht variablen Laderaumbodens gibt es zwei kleine Vertiefungen für Kleinzeug. Zum Verzurren bietet der Focus vier metallene Laschen.

Ausgefeilter sind die Stauraum-Lösungen im Passagierraum. Zum Beispiel das längliche Staufach neben der elektrischen Feststellbremse – der logische Platz für Trinkflaschen im Focus. Dessen Haltemechanismus lässt sich an die Flaschengröße anpassen. Das kleine Fach im Bereich des Fahrer-Knies entdecken wir spät, blickgeschützt lassen sich kleinere Gegenstände außerdem im Fach unter der Mittelarmlehne unterbringen. Optional liegt das Smartphone in einer induktiven Ladeschale (150 Euro Aufpreis).

Ford Focus Active: Armaturenbrett
Quelle: Marlene Gawrisch für TeamOn Das Armaturenbrett ist im Vergleich zum alten Focus aufgeräumt, die Bedienung leider noch nicht optimal

Innenraum, Verarbeitung, Materialien

Ford widersteht beim Focus Active einer Praxis, die aktuell viele Modelle mit Offroad-Anlehnung erfasst: Brettharte Materialien zu verbauen und diese mit Abenteuer-Tauglichkeit zu rechtfertigen. Das Armaturenbrett des Active ist großzügig unterfüttert. Ebenso das Kunstleder an den vorderen Seitenverkleidungen und die darüber liegenden Kunststoffflächen – wer will kann hier den Arm auflegen.

Wobei die klassischen Ellenbogen-Auflagen die angenehmere Option darstellen. Mittlere und seitliche Armlehne gerieten vorne wie hinten kuschelig. Lümmeln klappt trotzdem nur bedingt: Die serienmäßigen Sportsitze zwingen den vorderen Passagieren wegen der Stützung im Lendenbereich eine gesittete Position auf. Dafür entsteigt man dem Focus Active nach langen Fahrten denkbar frisch, die optionalen Ergonomie-Sitze (500 Euro Aufpreis) vermissen unsere Bandscheiben nicht.

Anstelle der serienmäßigen Sitzbezüge aus Stoff sind die Hocker unseres Testfahrzeuges mit einem Mix aus Textil und Leder bezogen (850 Euro Aufpreis). Das aufgestickte A tragen beide Versionen. Wer die blauen Nähte der Sitze auch zu seinen Füßen wissen will, wählt das Active-Plus Styling-Paket (370 Euro Aufpreis). Dann kommt der Focus Active außerdem mit schwarzem Dachhimmel.

Am serienmäßigen Dachhimmel unseres Testfahrzeuges stört uns nicht die Einfärbung, sondern die Verarbeitung.  Schalten die hinteren Passagiere das Deckenlicht an, gibt die Verkleidung gute zwei Zentimeter nach, ehe sie an der Unterseite des Daches ansteht. Davon abgesehen wirkt der Innenraum solide - auch im Hartplastik-Bereich, der etwas über Kniehöhe beginnt.

Federn, Dämpfer, Fahrverhalten des Ford Focus Active

Der Focus Active ist längst nicht so weich ausgelegt, wie die Offroad-Folklore vermuten ließe. Klar neigt sich der Ford mit serienmäßig um 30 Zentimeter erhöhter Karosserie etwas mehr als in der Standard-Ausführung. Doch so richtig spürt man die gesteigerte Rollbewegung um die Längsachse erst in schnelleren Kurven oder bei aggressiverem Einlenken.

Die Auslegung geriet in Summe eher fahraktiv als komfort-orientiert. Kopfsteinpflaster und Kanaldeckel federt der Focus Active gut weg, in Schlaglöcher oder tiefere Rillen plumpst er dafür recht ungalant.

Der größte Unterschied zum Fahrwerk herkömmlicher Focus: Ausgeprägteres Nicken des Aufbaus beim Beschleunigen und Bremsen. Vor allem, wenn die Verzögerung heftiger ausfällt als geplant. Fein lässt sich die Bremse nicht dosieren, was durch den ausnehmend frühen Druckpunkt noch stärker auffällt.

Außerdem lässt sich der Focus Active provozieren, wenn der Fuß auf dem mittleren Pedal ruht: Das Heck wird auf der Bremse auffallend leicht, wandert mit einem Lenkimpuls bald nach außen. Ein Effekt, den auch Kuppen mit kleinen Unebenheiten auszulösen vermögen. Allzu restriktiv programmierte Ford das Stabilitätsprogramm nicht, doch rechtzeitig kommt der ESP-Eingriff in solchen Situationen allemal.

Das Lenkrad ist von mäßiger optischer Eleganz. Wichtiger: Dazugehöriges Lenkgetriebe und verbaute Aufhängung erlauben präzises Ansteuern von Scheitelpunkten. Um die Mittelstellung spricht das Steuer schnell an, doch zackige Impulse verschluckt das Fahrwerk eher als im flachen Focus.

Der Active hat den herkömmlichen Modellen zwei Fahrmodi voraus: Einen für rutschige Verhältnisse und einen für unbefestigtes Terrain. Außerdem können über den (serienmäßigen) Fahrmodus-Schalter an der Mittelkonsole die bekannten Eco-, Sport- und Normal-Konfigurationen angewählt werden.

Die althergebrachten Modi unterscheiden sich vornehmlich durch das Ansprechverhalten des Gaspedals und den Lenkwiderstand. Bei den hinzugekommenen Optionen arbeitet darüber hinaus die Antriebs-Schlupfregelung nach anderen Logiken. Zum Kletterer macht das den Ford Focus Active nicht – die Steigfähigkeit ist schon durch den Frontantrieb limitiert.

Ford Focus Active im Profil
Quelle: Marlene Gawrisch für TeamOn Hoch wie kein anderer Focus: Der Active misst 1,50 Meter in der Höhe

Antrieb, Motor und Getriebe

Ob mit Offroad-Anlehnung oder Sport-Anspruch: Aktuell wird beim Focus ausschließlich die Vorderachse angetrieben. Allrad gibt es allenfalls beim später nachgereichten Top-Modell RS. Beim Active lässt Ford die jeweiligen Einstiegs-Aggregate von Benziner und Diesel weg. Schwächstes erhältliches Aggregat ist der 1,5-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 120 PS.

Im Motorraum unseres Testwagens arbeitet das günstigste für den Active erhältliche Aggregat: Der 1,0-Liter-Turbo-Benziner mit 125 PS. Optional bietet Ford eine 8-Gang-Wandlerautomatik (1.900 Euro Aufpreis), in unserem Modell leitet die serienmäßige 6-Gang-Handschaltung die Kraft weiter.

Für den Alltag ist der Basis-Benziner stark genug. Die maximale Leistung liefert der Dreizylinder bei 6.000 Umdrehungen, das maximale Drehmoment von 170 Newtonmetern liegt früh an. Laut Datenblatt konstant zwischen 1.400 und 4.500 Umdrehungen, gefühlt kommt der Einbruch etwas früher. Jedenfalls kann man den Großteil einer Fahrt im Drehzahlkeller bestreiten – aus dem der Focus in vertretbarer Zeit wieder nach oben findet.

Allerdings unter erbärmlicher Akustik. Ab rund 4.300 Umdrehungen klingt das Downsizing-Aggregat dagegen überraschend scharf. Unter Volllast ermöglicht eine Overboost-Funktion kurzzeitig 200 Newtonmeter Drehmoment. Im Teillastbereich verhält sich das Triebwerk mit Zylinderabschaltung angenehm ruhig.

Übermäßige Vibrationen registrieren wir bei diesem Dreizylinder nicht – dabei verzichtet Ford hier auf die übliche Ausgleichswelle, ihre Aufgabe übernimmt eine modifizierte Schwungscheibe. Im Test-Alltag mit vielen Fahrten durch die Stadt und gelegentlichen flotteren Etappen über Landstraße und Autobahn zeigt der Bordcomputer 6,4 Liter Verbrauch. Die Herstellerangabe von 4,9 Litern übertrifft man bei zahmer Fahrweise auf der Autobahn um etwa einen halben Liter.

Wer lieber auf der linken Spur mitspielt, kann den Focus auf bis zu 198 km/h beschleunigen, am Tacho damit die 200er-Marke überbieten. Das klappt am ehesten im fünften Gang, die sechste Fahrstufe legt Ford als Spritspar-Option zum halten der Geschwindigkeit aus. Die Schaltwege des Getriebes sind lang, das Gefühl irgendwie schwammig. Dennoch lässt sich der Hebel exakt und schnell führen. Die rechte Hand muss ihn nur ungefähr abliefern, ehe die Gelenke den Schaltstock gierig heranziehen.

Infotainment, Radio, Bedienung

Ganz fair sind die Lademöglichkeiten im Focus Active nicht verteilt: Im vorderen Bereich verfügt unser Testwagen über zwei serienmäßige USB-Anschlüsse, für die hinteren Passagiere gibt es lediglich einen 12V-Anschluss.

Das große Infotainment-System (Sync 3) mit stehendem 8-Zoll-Display gehört beim Active-Modell zum Serienumfang und enthält bereits die Kopplungs-Funktion für Apple Car Play und Android Auto. Zum Glück, denn zweimal stürzt im Test das Navigationssystem bei der Routenberechnung ab. Immerhin kommt es nach ein paar Minuten wieder zu sich.

Die Bedienung über den Touchscreen gelingt weitgehend intuitiv, das Menü dürfte Ford aber gern liebevoller gestalten. Der von zwei analogen Rundinstrumenten flankierte Bordcomputer lässt sich ebenfalls ohne große Überraschungen bedienen. Es könnte aber einfacher gehen.

Gefühlt braucht es am Multifunktionslenkrad (serienmäßig bei Active) immer einen Tastendruck mehr als notwendig. Häufig ein „OK“ als Bestätigung für eben Ausgewähltes. Gut, den Änderungswunsch setzt das System auch ohne die Maßnahme um. Allerdings blockt das Informations-Fenster zuvor mehrere Sekunden lang die Sicht auf das reguläre Menü. Zu viel Warnung für Funktionen, die nicht gleich die Selbstzerstörung des Fahrzeuges einleiten.

Assistenzsysteme und Sicherheit beim Ford Focus Active

Ford bietet für den Focus den adaptiven Tempomaten ACC. Also ein System, mit dem das Auto das Tempo an der Geschwindigkeit des Vorausfahrenden ausrichtet. Längst keine Besonderheit in der Kompaktklasse – doch in Grundzügen ist das ACC im Focus cleverer als bei vielen Konkurrenten: Steht das System auf „intelligent“ übernimmt der Focus die über die Verkehrszeichen-Erkennung erfasste Geschwindigkeit.

Auf Wunsch lässt sich das Tempo mit festgelegter Toleranz nach oben justieren. Immer beispielsweise 5 km/h über dem erlaubten Höchsttempo? Durch die Führerscheinprüfung käme man so nicht, doch praxistauglicher als die gesetzestreue Übernahme auf Punkt und Komma ist es allemal.

Im Untermenü lässt sich die Verbindung zwischen Stereo-Kamera und Tempomat gänzlich kappen. Außerdem kann das System als herkömmlicher Tempomat genutzt werden, wenn das Tempo aller anderen herzlich egal ist. Warum man das machen sollte? Weil sich der Focus viele Fehler erlaubt. Nicht immer sicher ist, auf welcher Spur sich ein erkanntes Fahrzeug befindet.

Dadurch schlägt der Notbrems-Assistent weit öfter an als notwendig – stets mit nervösem piepsen und eingeblendeter Warnung in Head-Up-Display (450 Euro Aufpreis) und Bordcomputer. Immerhin selten mit entschiedener Bremsung. Und im Test nie mit ungerechtfertigtem Stopp bis zum Stillstand.

Souveräner und unaufgeregter arbeitet der Spurhalteassistent (im Paket u.a. mit ACC, 650 Euro), allerdings erst in Tempobereichen jenseits der 60 km/h. Außerdem erwies sich der Park-Assistent (im Paket 450 Euro) als nützlich. Wer vollumfänglich von den Fahrassistenten profitieren will, sollte die Automatik-Version wählen. Dann verfügt der Focus Active zusätzlich über Stau-Assistent und Fahrspur-Pilot – hält also zentraler und ab dem ersten km/h die Spur.

Ford Focus Active: Front
Quelle: Marlene Gawrisch für TeamOn Vom regulären Focus unterscheiden das Active-Modell drei Zentimeter mehr Bodenfreiheit und viel Kunststoff

Ausstattung, Preis, Kosten

Der getestete Focus mit (vorwiegend) optischem Offroad-Anspruch ist eine Ausstattungslinie, kein eigenes Modell. Der Basispreis (laut Liste) von 25.500 Euro entspricht exakt jenem der Sport-zentrierten ST-Line und der Komfort-orientierten Titanium-Variante.

Zu diesem Preis kommt der Focus Active mit dem 125-PS-Einstiegsbenziner und 6-Gang-Handschaltung. Die Preise des nächst-stärkeren Benziners mit 150 PS beginnen bei 26.800 Euro. Mit dem Basis-Diesel kostet der Focus Active ab 27.900 Euro. Für das optionale Achtgang-Automatikgetriebe verlangt Ford jeweils zusätzlich 1.900 Euro. Das Kombi-Heck kostet beim Focus 1.200 Euro Aufpreis.

Zum Serienumfang gehören beim Focus Active das Navigationssystem mit 8-Zoll-Display, Parkpiepser vorne und hinten sowie der Fahrmodus-Schalter. Außerdem unter anderem die vorderen Sportsitze sowie die dazwischen verbaute Armlehne.

Unser Testwagen kommt laut Liste auf 33.205 Euro. Größte Kostenpunkte sind die Lackierung in (800 Euro), Leder-Stoff-Polsterung (850 Euro), die Bang und Olufsen-Soundanlage mit DAB+ fähigem Radio (700 Euro) und das 450 Euro teure Head-Up-Display. Außerdem drücken mehrere Pakete den Preis nach oben.

Über das Technologie Paket 1 (650 Euro) kommt der Focus zu den gängigen Fahrassistenten, lediglich die Außenspiegel mit Totwinkel-Warner (480 Euro) kosten extra. Das Easy-Parking-Paket (450 Euro) umfasst neben dem Park-Assistent eine Rückfahrkamera. Im Komfort-Paket (650 Euro) sind unter anderem Schlüsselloser Zugang und die Zwei-Zonen-Klimaanlage enthalten.

Fazit

Der Focus Active ist einer der wenigen Kompakten seiner Art. Hinzu kommt: Die Offroad-Folklore ist anderswo mit mangelnder Entscheidungsfreiheit verbunden. Dafür teilweise auch mit höherer technischer Ernsthaftigkeit unterlegt: Volkswagen bietet etwa den Golf Alltrack (ab 38.265 Euro) ausschließlich mit 184 PS starkem 2,0-Liter-Diesel und Allradantrieb an.

Der Skoda Octavia Scout (ab 34.150 Euro) kommt ebenfalls ausschließlich mit Allrad. Genau wie der Golf gibt es ihn nur als Kombi. Der mit viel Kunststoff umrahmte, weich gefederte Citroen C4 Kaktus (ab 17.890 Euro mit 110 PS-Benziner) geriet mit 4,170 Metern deutlich kleiner als der Focus und ist nicht als Kombi erhältlich.

Beim Active besteht die Wahl zwischen beiden Karossen des Focus Mk4. Davor stehen Grundsatzentscheidungen: Will man innen geringfügig höher sitzen und außen dem Modetrend entsprechen? Dann ist dieser Focus eine Überlegung wert. Will man dies auf gut geteerten Straßen und mit moderater Sportlichkeit? Dann ist der Focus Active eine soliden Option zum vertretbaren Preis.

Wer ein Schlechtwege-Tool oder eine Sänfte sucht, wird im Focus Active nicht ganz glücklich. Scheitert es an der Fahrzeuggröße, bieten sich Marken-intern Alternativen. Eine Klasse darunter bietet Ford den Fiesta Active (ab 18.600 Euro), zwei Nummern kleiner den Ford Ka + Active (ab 13.490 Euro) nach ähnlichem Muster. Und darüber? Die SUV-Palette.

Ford Focus Active: Technische Daten

  • Motor: 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner 
  • Leistung: 125 PS (92 kW) bei 6.000 U/min
  • Drehmoment: 170 Nm bei 1.400 bis 4.500 U/min
  • Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe, Frontantrieb
  • 0-100 km/h: 10,0 s
  • Höchstgeschwindigkeit: 198 km/h
  • Verbrauch: 4,9 l/100 km laut Hersteller
  • CO2: 114 g/km
  • Abgasnorm: Euro 6d-Temp
  • Länge: 4.397 mm
  • Breite: 1.848 mm
  • Höhe: 1.502 mm
  • Leergewicht: ab 1.329 kg
  • Kofferraum: 375 bis 1.354 l
  • Basispreis Ford Focus Mk4: ab 18.700 Euro
  • Basispreis Ford Focus Active ab 25.500 Euro (als 125 PS-Benziner)
  • Preis des abgebildeten Testwagens: 33.205 Euro

Ford Focus Active: Bildergalerie

  • Ford Focus Active Test: Front, Seite
    Quelle: Marlene Gawrisch für TeamOn Der Focus Active ist ein modisches Auto, kein Offroader
  • Ford Focus Active: Front
    Quelle: Marlene Gawrisch für TeamOn Vom regulären Focus unterscheiden das Active-Modell drei Zentimeter mehr Bodenfreiheit und viel Kunststoff
  • Ford Focus Active: Seite, Heck
    Quelle: Marlene Gawrisch für TeamOn Sieht robust aus, ist aber ein ganz normaler Pkw: Ford Focus Active
  • Ford Focus Active im Profil
    Quelle: Marlene Gawrisch für TeamOn Hoch wie kein anderer Focus: Der Active misst 1,50 Meter in der Höhe
  • Ford Focus Active: Heckansicht
    Quelle: Marlene Gawrisch für TeamOn Der Unterfahrschutz am Focus Active ist nur angedeutet. Schweres Gelände geht mit ihm aber ohnehin nicht
  • Ford Focus Active: Armaturenbrett
    Quelle: Marlene Gawrisch für TeamOn Das Armaturenbrett ist im Vergleich zum alten Focus aufgeräumt, die Bedienung leider noch nicht optimal
  • Ford Focus Active: Blick in den Innenraum
    Quelle: Marlene Gawrisch für TeamOn Sportliche Sitze erzwingen eine aufrechte Haltung
  • Die Rückbank des Ford Focus Active
    Quelle: Marlene Gawrisch für TeamOn Im Fond sitzt man anständig, sogar auf dem Mittelplatz
  • Der Kofferraum des Ford Focus Active
    Quelle: Marlene Gawrisch für TeamOn Der Kofferraum des Focus Active: Im Klassenmittel, nicht auffällig clever