Dacia Spring 2026: So viel Elektroauto gibt es für 18.000 Euro
Dacia schickt den elektrischen Spring in die zweite Generation. Er wird größer, moderner und technisch aufgewertet. Am günstigen Preis soll sich aber kaum etwas ändern.
- Das Wichtigste in Kürze
- Der Dacia Spring 2 im Check
- Die Motoren des Dacia Spring 2
- Welche Karosserie-Varianten gibt es?
- Welche Ausstattungs-Varianten und Extras sind empfehlenswert?
- Vor- und Nachteile des Dacia Spring 2
- Welche bekannten Probleme gibt es beim Dacia Spring?
- Fazit: Für wen lohnt sich der Dacia Spring 2?
Das Wichtigste in Kürze
- Der Spring wächst um 15 Zentimeter in der Länge und 18 Zentimeter in der Breite. Die Fahrgastzelle profitiert spürbar davon.
- Die Reichweite steigt je nach Vergleichsversion von bis zu 225 Kilometern auf bis zu 250 Kilometer nach WLTP.
- Der neue Spring kommt ausschließlich mit einem 60-kW-Elektromotor und einem 27,5-kWh-LFP-Akku.
Der Dacia Spring startet Ende 2026 in die zweite Generation. Er wächst deutlich, bietet mehr Platz und kommt mit bis zu 250 Kilometern Reichweite.
Der Preis soll trotzdem bei rund 18.000 Euro bleiben. Ein finaler Preis für den deutschen Markt steht jedoch noch aus.
Der Dacia Spring ist eines der günstigsten Elektroautos auf dem deutschen Markt und eignet sich vor allem für die Stadt.
Der Dacia Spring 2 im Check
Einen vollständigen Fahrbericht zur zweiten Generation des Dacia Spring gibt es bislang nicht. Die Markteinführung beim Händler ist erst für Dezember 2026 angesetzt. Der ADAC konnte den neuen Spring allerdings bei einer statischen Präsentation inklusive Sitzprobe kennenlernen.
Der optische Auftritt wird als modern und stimmig beschrieben, die Karosserie erinnert in ihrer Formensprache entfernt an den Fiat Grande Panda. Im Fond, wo es beim Vorgänger für große Personen schnell eng wurde, fällt das Platzangebot nun ordentlicher aus.
Wer länger sitzt, muss allerdings weiterhin mit angewinkelten Knien auskommen, was auf langen Strecken unbequem wird.
Positiv fällt die Bedienung auf: Die Klimaregler sitzen so, dass man sie nahezu blind ertasten kann.
Die Ladeleistung von maximal 50 Kilowatt beim Schnellladen ist ausreichend für Stadt und Umland, für die Langstrecke aber zu gering.
Der Vorgänger-Spring wurde bislang mehr als 210.000-mal verkauft und in über vierzig Ländern angeboten. Für viele Kundinnen und Kunden war er der Einstieg in die Elektromobilität.
Vergleichbare Modelle im Kleinstwagen-Segment
- Hyundai Inster: Elektrischer Kleinwagen mit größerem Akku und höherer Reichweite. Je nach Ausstattung und Test liegt er deutlich über dem Preisniveau des Spring.
- Renault R5 E-Tech: Elektrischer Kleinwagen mit hochwertigerer Ausstattung und einem deutlich höheren Neupreis als der Spring.
- Mini Cooper SE: Elektrischer Kleinwagen mit sportlicher Ausrichtung und einem deutlich höheren Anschaffungspreis als der Spring.
Der Hyundai Inster bietet trotz kompakter Maße ein geräumiges Interieur sowie eine ordentliche Reichweite..
Die Motoren des Dacia Spring 2
Der neue Spring kommt zunächst mit nur einer Antriebsvariante, aber in zwei Ausstattungslinien.
Beide Ausstattungslinien teilen sich denselben Elektromotor, denselben Akku und denselben Bordlader.
| Antrieb | Leistung | Drehmoment | Akku | Reichweite (WLTP) | 0 bis 100 km/h | Höchstgeschwindigkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| E-Motor | 60 kW (80 PS) | 175 Nm | 27,5 kWh (LFP) | bis zu 250 km | 12,1 s | 130 km/h |
Empfehlung: Da es nur eine Motorisierung gibt, entfällt die Auswahl.
Wer regelmäßig längere Strecken fährt oder öffentlich lädt, sollte das optionale Fast-Charging-Paket mit 11-kW-AC-Lader und 50-kW-DC-Schnellladefunktion bestellen.
Damit sinkt die Ladezeit (von 15 auf 80 Prozent) an einer Schnellladesäule auf 28 Minuten und an einer dreiphasigen Wallbox auf 1 Stunde und 55 Minuten.
Wer nur zu Hause an der Haushaltssteckdose lädt, kommt mit dem serienmäßigen 6,6-kW-Lader aus: Eine Ladung von 15 auf 80 Prozent dauert dann rund 9 Stunden. An einer haushaltsüblichen Wallbox mit 7 kW sind es 2 Stunden und 55 Minuten.
Der Renault R5 E-Tech verbindet Retro-Design mit moderner Elektro-Technik und weckt Erinnerungen an den Kult-Kleinwagen der 1970er-Jahre.
Welche Karosserie-Varianten gibt es?
Der Dacia Spring wird ausschließlich als fünftüriger Kleinstwagen mit vier Sitzplätzen angeboten. Eine Kombi- oder SUV-Variante gibt es nicht.
- Länge: 3,85 Meter
- Breite: 1,74 Meter (ohne Außenspiegel)
- Höhe: 1,52 Meter
- Wenderadius: 4,95 Meter
- Kofferraumvolumen: 337 Liter bei aufrechter Rückbank; bis zu 1.283 Liter sind bei umgeklappter, geteilter Rückbank (50:50) möglich.
- Frunk (Stauraum unter der Fronthaube): zusätzlich 18 Liter
Zum Vergleich: Der bisherige Spring war mit 3,70 Metern Länge und 1,58 Metern Breite spürbar kompakter und bot laut ADAC 308 bis 1.004 Liter Kofferraumvolumen.
Anders als beim technisch verwandten Renault Twingo E-Tech Electric gibt es beim Spring keine längs verschiebbare Rückbank.
Der Mini Cooper SE bringt das typische Mini-Fahrgefühl mit direkter Lenkung und flottem Antritt in die Elektro-Welt.
Welche Ausstattungs-Varianten und Extras sind empfehlenswert?
Dacia bietet den neuen Spring in zwei Ausstattungslinien an: Expression und Journey.
- Expression
Die Basisversion Expression bringt unter anderem 15-Zoll-Räder, eine manuelle Klimaanlage, eine elektrische Feststellbremse, Rückfahrsensoren und das Media-Control-System serienmäßig mit. - Journey
Die Version Journey ergänzt unter anderem 16-Zoll-Räder, eine schlüssellose Zugangskarte, eine Rückfahrkamera sowie das Media-Nav-Live-System mit 10,1 Zoll großem Touchscreen, Navigation und Online-Diensten.
Empfehlenswert ist aus praktischer Sicht die Version Journey, wenn Rückfahrkamera und das größere Infotainmentsystem mit Navigation gewünscht sind.
Wer regelmäßig unterwegs Schnellladesäulen nutzen will, sollte das optionale Fast-Charging-Paket dazubuchen. Dacia bietet außerdem das YouClip-Befestigungssystem und weiteres Zubehör an.
Vor- und Nachteile des Dacia Spring 2
Pro
- Einstiegspreis soll unter 18.000 Euro liegen
- Deutlich mehr Platz und größerer Kofferraum als beim Vorgänger
- Reichweite von bis zu 250 Kilometern nach WLTP
- Serienmäßiger 6,6-kW-AC-Lader
Contra
- Keine verschiebbare Rückbank wie beim Twingo
- Nur eine Motorisierung mit 60 kW/80 PS
- DC-Laden mit maximal 50 kW für die Langstrecke begrenzt
- Viele sinnvolle Assistenten nicht in der Basisversion
Einordnung des Modells
Der erste Dacia Spring kam 2021 auf den Markt und wurde zunächst in China gefertigt.
Er gehörte zu den günstigsten Elektroautos in Europa. Wer auf ihn setzte, musste bei Fahrsicherheit, Reichweite und Innenraumqualität Abstriche machen.
In seiner Laufzeit erhielt der Spring zwei Modellpflegen.
Mit der zweiten Generation wechselt der Spring auf die neue RG-EV-Small-Plattform von Renault, die er sich mit dem Renault Twingo E-Tech Electric teilt.
Statt in China wird der neue Spring nun gemeinsam mit dem Twingo im slowenischen Novo Mesto gebaut.
Die Karosserie wächst deutlich, die Antriebsleistung steigt von 52 auf 60 Kilowatt, während der Akku von 24,3 auf 27,5 Kilowattstunden zulegt.
Welche bekannten Probleme gibt es beim Dacia Spring?
Zur zweiten Generation liegen naturgemäß noch keine Langzeiterfahrungen vor, da die Markteinführung beim Händler für Dezember 2026 erwartet wird. Für den Vorgänger verzeichnet die ADAC-Pannenstatistik 3,1 beziehungsweise 3,2 Pannen pro 1.000 Fahrzeuge in den Zulassungsjahren 2022 und 2023.
| Kategorie | Problem / Rückruf | Betroffener Zeitraum |
|---|---|---|
| Rückruf | Sicherheitsgurt-Aufroller (0DYJ) | 26.04.–04.10.2022 |
| Rückruf (Fahr-Stopp) | Lenkungszahnstange (R/2025/490) | 28.07.–17.08.2024 |
| Herstelleraktion | Bordladegerät-Neuprogrammierung (0E3Q) | diverse 2022/2023 |
| TÜV-Mangel | Fahrwerk/Achsaufhängung/Radlager/Dämpfer | Fahrzeuge bei erster HU im Alter von 2–3 Jahren |
| TÜV-Mangel | Beleuchtung | Fahrzeuge bei erster HU im Alter von 2–3 Jahren |
| TÜV-Mangel | Bremsen/Feststellbremse | Fahrzeuge bei erster HU im Alter von 2–3 Jahren |
Fazit: Für wen lohnt sich der Dacia Spring 2?
Der neue Dacia Spring bleibt ein Angebot für alle, die ein Elektroauto vor allem für die Stadt und das Umland suchen und dabei möglichst wenig ausgeben möchten.
Mit einem erwarteten Einstiegspreis unter 18.000 Euro zielt er weiterhin auf eine Preisklasse, in der es nur wenige direkte Konkurrenten gibt.
Die größere Karosserie, mehr Kofferraum und die gestiegene Reichweite machen ihn alltagstauglicher als den Vorgänger.
Wer regelmäßig Autobahnstrecken fährt oder mehr Reichweite und eine höhere Ladeleistung benötigt, sollte sich Alternativen wie den Hyundai Inster oder den Renault 5 E-Tech ansehen.
Für kurze Pendelstrecken und als Zweitwagen bleibt der Spring eine der günstigeren Möglichkeiten, auf Elektromobilität umzusteigen.
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