Ein Plug-in-Hybrid muss kein SUV sein

Diese Plug-in-Hybride sind förderfähig

2020 ist das Jahr des Plug-in-Hybrid. E-Prämie und Steuervorteile machen ihn wirtschaftlich. Welche Angebote es in der Kompakt- und Mittelklasse gibt, steht hier.

  • Heiko Dilk
  • 0
  • Veröffentlicht am 01/17/2020, 8:30 AM
Mercedes- und Audi-Plug-in-Hybride nebeneinander stehend
Quelle: Mercedes/ Audi/ Peter Besser Bei den meisten Plug-in-Hybriden wird ein Benzin- an einen Elektro-Motor gekoppelt

Hart kritisiert, großzügig gefördert: Plug-in-Hybride sind derzeit umstritten wie keine andere Fahrzeuggattung. Die Hersteller sehen darin einen Weg, ihre CO2-Flottenbilanz zu drücken und so Strafzahlungen zu vermeiden – wobei sie Unterstützung vom Staat bekommen. Kritiker monieren, dass die Verbrenner mit elektrischer Unterstützung und an der Steckdose aufladbaren Akkus nur auf dem Papier sparsam seien.

Die Wahrheit liegt, wie so oft, dazwischen. Wer Plug-in-Hybrid-Autos (auch: PHEV genannt, für „Plug-in-Hybrid Electric Vehicle“) sinnvoll nutzt, kann damit extrem viel Sprit sparen. Doch dafür müssen Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge regelmäßig an die Steckdose. Nur wenn der Akku voll ist, kann der Elektromotor im Antriebsstrang den Verbrenner entlasten und Benzin (meistens) oder Diesel (seltener) sparen. Wer nie lädt oder überwiegend lange Strecken ohne Ladestopp fährt, spart im Vergleich zum Auto nur mit Verbrennungsmotor wenig bis nichts.

Aktuelle Autos mit Plug-in-Hybrid verfügen über rein elektrische Reichweiten von mindestens 50 Kilometern und entsprechend große Akkus. Nur so lässt sich ihr Normverbrauch nach dem geltenden Messzyklus so weit drücken, dass sie weniger als 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen – Voraussetzung für die Plug-in-Hybrid-Förderung (derzeit 3.285 Euro brutto, bezahlt von Staat und Hersteller). Nur dann gibt es auch den Steuervorteil für privat genutzte Firmenautos, die nur mit 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil versteuert werden müssen und nicht mit 1 Prozent wie Verbrenner. Alternativ müssen sie mindestens 40 Kilometer weit rein elektrisch fahren können. Und teurer als 60.000 Euro netto dürfen sie laut Liste ohnehin nicht sein.

Die Voraussetzungen erfüllen aktuell zahlreiche Modelle. Weitere Plug-in-Hybride kommen 2020 auf den Markt. Am liebsten elektrifizieren die Hersteller SUVs, weil sie steigende Zulassungszahlen aufweisen und ohne Elektrohilfe meist besonders viel verbrauchen. Das hohe Gewicht, die schlechte Aerodynamik und hohe Rollwiderstände aufgrund der großen Räder sind schuld. Doch es gibt auch ein vernünftiges Angebot an Plug-in-Hybrid-Modellen aus anderen Segmenten. Die sparen vor allem in der Praxis noch mehr und fahren bei gleicher Akkugröße rein elektrisch weiter als SUVs. Weshalb wir Dir in unserem Marktüberblick die aktuell erhältlichen und für 2020 vorgestellten PHEVs vorstellen, die keine SUVs sind. Im ersten Teil geht es um die Kompakt- und die Mittelklasse.

Plug-in-Hybride in der Kompaktklasse

Die Plug-in-Hybrid-Technik ist teuer – weshalb sie in den kleineren Fahrzeugklassen kaum Sinn ergibt. Da sind die Kunden zu preisbewusst. Das merkt man am Angebot, unterhalb der Kompaktklasse bieten die Hersteller kaum Autos mit Stecker. In der Kompaktklasse wächst das Angebot jedoch. Hier sind alle Modelle, die laut Bafa derzeit (Stand: 3.12.2019) gefördert werden – und keine SUVs sind.

Audi A3 Sportback 40 e-tron

Der Audi A3 Sportback e-tron hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Bereits 2014 brachte Audi das Hybridauto auf Basis des VW Golf 7 GTE (derzeit nicht im Angebot) mit Akku und Elektromotor. Für den Antrieb sorgt ein Verbrennungsmotor mit 1,4 Litern Hubraum, vier Zylindern, 150 PS und 250 Newtonmeter Drehmoment. Der E-Motor verfügt über 75 kW (102 PS) und 330 Nm. Gute Verarbeitung im Innenraum, eine klassische fünftürige Karosserie und ein insgesamt komfortables Fahrverhalten machen den A3 e-tron zum unauffälligen Begleiter im Alltag. Beim Kofferraumvolumen muss man, wie bei den meisten Plug-ins, Abstriche machen. Der große Akku schluckt Raum, sodass nur 280 Liter hinter die fünfte Tür passen – 100 Liter weniger als beim normalen Verbrenner.


Audi A3 Sportback e-Tron
Audi A3 Sportback e-Tron

Den A3 mit Hybrid-Antrieb brachte Audi schon 2014 auf die Straße.


Audi A3 Sportback 40 e-tron: Technische Daten

Modell Audi A3 Sportback 40 e-tron
Motor 1,4-l-Vierzylinder-Benziner und Elektromotor
Systemleistung 150 kW (204 PS)
System-Drehmoment 350 Nm
0-100 km/h 7,6 s
Geschwindigkeit 222 km/h
Verbrauch (WLTP) 2,2-1,8 l/100 km
CO2-Ausstoß 50-41 g/km
El. Reichweite 34-40 km
Preis (exkl. Förderung) ab 35.900 Euro


BMW 225xe Active Tourer

Mit dem 225xe Active Tourer stellt BMW einen der wenigen Vans mit Plug-in-Hybrid-Antrieb. Das Fahrzeug verfügt mit 400 bis 1.350 Litern über ein ordentliches Kofferraumvolumen, sonst aber nicht viel Variabilität. 224 PS Systemleistung ordnen den 2er am oberen Ende des Portfolios ein. Serienmäßig gibt es Allradantrieb, wobei nur der Elektromotor mit 65 kW (88 PS) und 165 Newtonmeter Drehmoment die Hinterachse bedient. Der Verbrennungsmotor treibt bei diesem Hybrid die Vorderachse an.



BMW 225xe Active Tourer: Technische Daten

Modell BMW 225xe Active Tourer
Motor 1,5-Liter-Turbobenziner und E-Motor
Systemleistung 165 kW (224 PS)
System-Drehmoment 385 Nm
0-100 km/h 6,7 s
Geschwindigkeit 202 km/h
Verbrauch 1,9 l/100 km
CO2-Ausstoß 42 g/km
El. Reichweite 57 km
Preis (exkl. Förderung) ab 39.650 Euro


Kia Ceed Sportswagon Plug-in-Hybrid

Gerade erst vorgestellt, nimmt der Ceed Sportswagon Plug-in-Hybrid eine Sonderrolle ein: Er ist der einzige Plug-in-Kombi in der Kompaktklasse. Der Kofferraum fasst solide 437 bis 1.506 Liter – was im Vergleich zum Ceed SW ohne Stecker allerdings eine erhebliche Einschränkung bedeutet. Ein Verbrenner-Ceed mit Kombiheck kann 625 bis 1.694 Liter einladen. Die Technik ist aus dem Ioniq der Schwestermarke Hyundai bekannt. 8,9 kWh Akkukapazität reichen für 60 Kilometer elektrische Reichweite.



Kia Ceed SW Plug-in: Technische Daten

Modell Kia Ceed SW Plug-in
Motor 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner und Elektromotor
Systemleistung 104 kW (141 PS)
Systemdrehmoment 265 Nm
0-100 km/h 10,8 s
Geschwindigkeit 195 km/h
Verbrauch 1,3 bis 1,1 l/100 km
CO2-Ausstoß 33,6 bis 28 g/km
El. Reichweite 60 km
Preis (exkl. Förderung) ab 34.990 Euro


Hyundai Ioniq Plug-in-Hybrid

Der Hyundai Ioniq gehört mit einer Länge von 4,47 Metern zu den größeren Modellen in der Kompaktklasse, die Karosserieform mit Fließheck trifft man eher selten an. Das Modell an sich steht bei Hyundai für alternative Antriebsformen. Neben dem Plug-in-Hybrid wird der Ioniq als (Voll-)Hybrid ohne Stecker und als rein batterieelektrisches Modell angeboten. Der Elektromotor des PHEV leistet seit einer Modellpflege im Sommer 2017 45 kW, der Verbrenner kommt auf 77 kW/105 PS. Das Gesamtsystem bringt 141 PS/104 kW an die Vorderräder. Verbrauch: sehr sparsame 1,1 Liter auf 100 Kilometer.


Hyundai Ioniq
Hyundai Ioniq

141 PS Systemleistung bietet die Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor im Ioniq.


Hyundai Ioniq Plug-in-Hybrid: Technische Daten

Modell Hyundai Ioniq Plug-in-Hybrid
Motor 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner und Elektromotor
Systemleistung 104 kW (141 PS)
Systemdrehmoment 265 Nm
0-100 km/h 10,6 s
Geschwindigkeit 178 km/h
Verbrauch 1,1 l/100 km
CO2-Ausstoß 26 g/km
El. Reichweite 63 km
Preis (exkl. Förderung) ab 32.000 Euro


Mercedes-Benz A 250 e (Limousine)

Seit Ende 2019 bietet Mercedes in der Kompaktklasse Plug-in-Hybride an. Die A-Klasse kommt als Fünftürer und als klassische Limousine mit viel Leistung (218 PS) und ordentlicher Reichweite (bis zu 68 km laut WLTP). Ein 1,33-Liter-Vierzylinder mit 160 PS/118 kW übernimmt den Verbrenner-Part, die E-Maschine leistet 75 kW/102 PS. Das Systemdrehmoment von 450 Newtonmetern schiebt Kompaktlimousine und klassische Limousine kräftig an.



Mercedes A 250 e: Technische Daten

Modell Mercedes A 250 e/Mercedes A 250 e Limousine
Motor 1,33-Liter-Vierzylinder-Benziner und E-Motor/1,33-Liter-Vierzylinder-Benziner und E-Motor
Systemleistung 160 kW (218 PS)/160 kW (218 PS)
Systemdrehmoment 450 Nm/450 Nm
0-100 km/h 6,6 s/6,7 s
Geschwindigkeit 235 km/h/240 km/h
Verbrauch 1,5-1,4 l/100 km/1,4 l/100 km
CO2-Ausstoß 34-33 g/km/33-32 g/km
El. Reichweite (WLTP) 60-68 km/61-69 km
Preis (exkl. Förderung) ab 36.944 Euro/ab 37.300 Euro


Mercedes B 250 e

Gleiche Technik, andere Karosserie: Die Mercedes B-Klasse baut auf der gleichen technischen Basis wie die A-Klasse auf und beherbergt als Mercedes B 250 e die gleiche Technik. Allerdings mit mehr Platz im Innenraum und aufgrund von Größe und Gewicht mit etwas höherem Verbrauch. Wunderdinge in Sachen Variabilität darf man nicht erwarten, aber eine verschiebbare Rückbank und eine verstellbare Lehne gibt es immerhin.



Mercedes B 250 e: Technische Daten

Modell Mercedes B 250 e
Motor 1,33-Liter-Vierzylinder-Benziner und E-Motor
Systemleistung 160 kW (218 PS)
Systemdrehmoment 450 Nm
0-100 km/h 6,8 s
Geschwindigkeit 235 km/h
Verbrauch 1,6-1,4 l/100 km
CO2-Ausstoß 36-32 g/km
El. Reichweite (WLTP) 56-67 km
Preis (exkl. Förderung) ab 37.633 Euro


Plug-in-Hybride in der Mittelklasse

In der Mittelklasse wird der Plug-in-Hybrid interessant für die Hersteller. Die großen Flottenbetreiber kaufen hier ein, die Preise (und Margen) steigen, das Dienstwagenprivileg schlägt voll durch. Außerdem lassen sich Antriebe mit viel Leistung darstellen, für die Kunden bereit sind, höhere Preise zu zahlen. Entsprechend wird das Angebot 2020 weiter ordentlich wachsen. Hier sind die aktuellen Mittelklässler mit Stecker.

BMW 330e

Den 3er bietet BMW bereits in der zweiten Generation (G20) als Plug-in-Hybrid an. Im Vergleich zum Vorgänger steigt die Reichweite beim 330e deutlich. Dazu soll er dynamischer fahren – mit elektrischem Extraboost von 40 PS. Das funktioniert solide, wie die erste Testfahrt im BMW 330e zeigt. Klar, mit 252 PS Systemleistung geht der 3er schon ohne Boost gut voran. Der 2,0-Liter-Benziner steuert 184 PS bei, der E-Motor liefert 113 PS (83 kW). Als rein elektrische Reichweite gibt BMW zwischen 59 und 66 Kilometer an. In der Praxis schafft man es tatsächlich beinahe so weit – jedenfalls bei entsprechend vorsichtiger Fahrt. Leider bietet BMW den PHEV aktuell nur als Limousine an. Doch die Chancen auf eine nachgereichte Touring-Version stehen gut.

BMW 330e: Technische Daten

Modell BMW 330e
Motor 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner und E-Maschine
Systemleistung 215 kW/292 PS
Systemdrehmoment 565 Nm
0-100 km/h 5,9 s
Geschwindigkeit 230 km/h
Verbrauch 1,7-1,6 l/100 km
CO2-Ausstoß 38-36 g/km
El. Reichweite (WLTP) 59-66 km
Preis (exkl. Förderung) ab 52.450 Euro


BMW 330e
Teilzeitstromer mit Kurzzeit-Boost

Wird der Elektro-Boost aktiviert, treiben den BMW 330e 40 zusätzliche PS für maximal zehn Sekunden an.


Kia Optima SW Plug-in-Hybrid

Viel Vertrauen setzt Kia nicht in den Optima. Als Limousine bieten die Koreaner das Mittelklasse-Modell seit einiger Zeit nicht mehr an. Der Kombi SW steht nur noch mit Plug-in-Hybrid-Antrieb zur Verfügung. Sein Datenblatt liest sich gut: Moderate 205 PS leistet das System. Der Vierzylinder-Benziner mit 2,0 Litern Hubraum liefert 154 PS, der Elektromotor 68 PS (50 kW). Die maximale elektrische Reichweite beträgt laut NEFZ 62 Kilometer. Etwas antiquiert wirkt allerdings die Sechsgang-Automatik. Ein bis zwei Gänge zusätzlich könnten den Verbrauch von 1,4 Litern sicher noch drücken.



Kia Optima SW Plug-in-Hybrid: Technische Daten

Modell Kia Optima Sportswagon Plug-in-Hybrid
Motor 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner und E-Maschine
Systemleistung 151 kW/205 PS
Systemdrehmoment 375 Nm
0-100 km/h 9,7 s
Geschwindigkeit 192 km/h
Verbrauch 1,4 l/100 km
CO2-Ausstoß 33 g/km
El. Reichweite (NEFZ) 62 km
Preis (exkl. Förderung) ab 42.190 Euro


Mercedes C-Klasse

Mercedes baut zwei sehr unterschiedliche Plug-in-Hybride in seine C-Klasse. Der C 300 e kombiniert einen 2,0-Liter-Benziner mit dem E-Motor. Beim C 300 de übernimmt ein 2,0-Liter-Diesel den Verbrenner-Part – einen Diesel-PHEV gibt es aktuell nur noch bei Mercedes. Die anderen Hersteller scheuen die hohen Kosten der Diesel-Kombination. Der elektrische Teil des Antriebs ist bei beiden PHEVs im Prinzip gleich: 122 PS (90 kW) leistet der E-Motor, der Benziner 211 PS, der Diesel 194 PS. Beide Antriebe werden in Limousine und dem Kombi T-Modell angeboten, nur bei der Limousine kombinieren die Stuttgarter den Benziner-Hybrid mit dem Allradantrieb 4Matic. Künftig könnte es weitere Varianten für den Kombi geben.



Mercedes C-Klasse Plug-in-Hybride: Technische Daten

ModellC 300 e (4Matic)C 300 deC 300 e TC 300 de T
Motor2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner und E-Motor2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel und E-Motor2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner und E-Motor2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel und E-Motor
Systemleistung235 kW/320 PS225 kW/306 PS235 kW/320 PS225 kW/306 PS
Systemdrehmoment700 Nm700 Nm700 Nm700 Nm
0-100 km/h5,4 s5,6 s5,5 s5,7 s
Geschwindigkeit250 km/h250 km/h250 km/h250 km/h
Verbrauch1,9-1,4 l/100 km (2,2-1,5 l/100 km)1,6-1,2 l/100 km1,9-1,5 l/100 km1,6-1,3 l/100 km
CO2-Ausstoß44-33 g/km (49-35 g/km)42-32 g/km44-35 g/km43-34 g/km
El. Reichweite54-58 km54-57 km51-56 km53-56 km
Preis (exkl. Förderung)46.725 Euro (49.105 Euro)49.105 Euro48.391 Euro50.771 Euro


Skoda Superb iV

Bei der Konzern-Mutter Volkswagen fährt die Technik schon lange im Passat GTE (s. u.). Skoda bringt den Plug-in-Hybrid erst jetzt in den großen Mittelklässler. Vom Verbrenner mit 1,4 Litern Hubraum kommen 156 PS, der Elektromotor leistet 115 PS (85 kW). Das Gesamtsystem stellt 218 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment bereit. Trotz des großen Akkus für rund 50 Kilometer elektrische Reichweite bleiben im Superb Combi 625 Liter Kofferraumvolumen übrig. Die üppige Beinfreiheit auf der Rückbank wird ohnehin  nicht angetastet. Alternativ bietet Skoda den Superb IV als Limousine mit großer Heckklappe an.



Skoda Superb iV (Combi): Technische Daten

Modell Skoda Superb iV
Motor 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner und E-Maschine
Systemleistung 160 kW/218 PS
Systemdrehmoment 400 Nm
0-100 km/h 7,7 s (7,8 s)
Geschwindigkeit 224 km/h
Verbrauch 1,5 l/100 km (1,7-1,5 l/100 km)
CO2-Ausstoß 33 g/km (38-35 g/km)
El. Reichweite (NEFZ) 68 km (65 km)
Preis (exkl. Förderung) ab 41.590 Euro (ab 42.590 Euro)


Toyota Prius Plug-in-Hybrid

Toyota ist früh mit dem Vollhybrid auf dem Markt, den Hybrid zum Aufladen an der Steckdose bringen die Japaner erst ab dem Jahr 2010, seit 2017 fährt die zweite Generation. Die Optik bleibt gewöhnungsbedürftig. Mit seiner Länge von rund 4,60 Metern steht er denkbar zentral in der Mittelklasse. Die Systemleistung fällt mit 122 PS im Vergleich zu anderen PHEVs niedrig aus. Der Preis mit 38.150 Euro aber ebenfalls. Den Verbrauch beziffert Toyota mit einem Liter auf 100 Kilometer.



Toyota Prius Plug-in-Hybrid: Technische Daten

Modell Toyota Prius Plug-in-Hybrid
Motor 1,8-Liter-Vierzylinder-Benziner und E-Maschine
Systemleistung 90 kW/122 PS
Systemdrehmoment n. a. Nm
0-100 km/h 11,1 s
Geschwindigkeit 162 km/h
Verbrauch 1,3 l/100 km
CO2-Ausstoß 29 g/km
El. Reichweite (NEFZ) >50 km
Preis (exkl. Förderung) ab 38.150 Euro


VW Passat GTE

Die gleiche Technik wie im Skoda Superb iV rollt im Passat GTE bereits seit 2015 und seit Herbst 2019 mit größerer Batterie. Die fasst 13 kWh und ermöglicht in der Limousine eine rein elektrische Reichweite von 70 Kilometern laut Norm. Der Kombi Passat Variant kommt mit maximal 66 Kilometern nicht ganz so weit. Im Kofferraum bringt er 483 bis 1.613 Liter unter – erheblich weniger als bei den Verbrenner-Modellen. Die Preise liegen deutlich über jenen für das Schwestermodell mit Skoda-Emblem.

VW Passat GTE (Variant): Technische Daten

Modell VW Passat GTE (Variant)
Motor 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner und E-Maschine
Systemleistung 160 kW/218 PS
Systemdrehmoment 400 Nm
0-100 km/h 7,4 s (7,6 s)
Geschwindigkeit 222 km/h
Verbrauch 1,5-1,4 l/100 km (1,6 l/100 km)
CO2-Ausstoß 34-32 g/km (37-36 g/km)
El. Reichweite (NEFZ) 68-70 km (64-66 km)
Preis (exkl. Förderung) ab 44.795 Euro (ab 45.810 Euro)


VW Passat GTE
Der VW Passat GTE

In der Stadt rein elektrisch, auf der Autobahn mit Verbrenner-Unterstützung: Seit 2014 fährt der Passat als GTE-Modell teil-elektrisch.


Volvo V60 T6 und T8 Twin Engine

Volvo hängte das Plug-in-Hybrid-Thema schon mal höher auf. Die Schweden führten zeitweise einen Diesel-Plug-in im Programm und schon früh Benziner-PHEVs. Doch da Volvo mittelfristig komplett auf Diesel verzichten will, fährt die aktuelle Mittelklasse V60 und S60 ohne Diesel-Plug-in. Dafür stehen zumindest beim Kombi V60 zwei elektrifizierte 2,0-Liter-Benziner mit Elektromotor und Stecker zur Wahl. Der „kleine“ Benziner im T6 Twin Engine AWD leistet 253 PS, der größere im T8 Twin Engine AWD 303 PS. Letzterer steckt auch im S60. Der Elektromotor ergänzt 87 PS (65 kW). Macht also insgesamt 390 PS Systemleistung für den T8. Mehr als reichlich für einen schicken Mittelklasse-Wagen.



Volvo V60 und S60 PHEVs: Technische Daten

ModellV60 T6 Twin Engine AWDV60 T8 Twin Engine AWDS60 T8 Twin Engine AWD
Motor2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner und E-Motor2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner und E-Motor2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner und E-Motor
Systemleistung322 PS/251 kW390 PS/288 kW390 PS/288 kW
Drehmoment590 Nm640 Nm640 Nm
0-100 km/h5,4 s4,9 s4,6 s
Geschwindigkeit230 km/h250 km/h250 km/h
Verbrauch1,8-1,7 l/100 km1,8-1,7 l/100 km1,8-1,7 l/100 km
CO2-Ausstoß42-39 g/km42-39 g/km42-39 g/km
El. Reichweite (WLTP)63-52 km63-52 km58-49 km
Preis (exkl. Förderung)ab 55.850 Euroab 62.200 Euroab 59.150 Euro

Unsere kompakten Plug-in-Hybride in Bildern

  • Audi A3 Sportback e-Tron in der Frontansicht, fahrend
    Quelle: Audi Der Audi A3 Sportback mit Elektro-Unterstützung teilt sich die Basis mit dem VW Golf 7 GTE
  • Audi A3 Sportback e-Tron in der Heckansicht, fahrend
    Quelle: Audi Der Hybrid-Antrieb braucht Platz im Fahrzeug. Im Kofferraum lädt der A3 Sportback als Teilzeitstromer mit 280 Litern etwa 100 Liter weniger als die Verbrenner-Variante
  • BMW 225xe Active Tourer an einer Ladesäule stehend, beim Ladevorgang
    Quelle: BMW Vans mit Plug-in-Hybrid-Antrieb sind selten. Eines der wenigen Exemplare ist der BMW 225xe Active Tourer
  • BMW 225xe Active Tourer in der Ansicht von vorne links, fahrend
    Quelle: BMW Der Verbrennungsmotor treibt im Hybrid-Van von BMW die Vorderachse an. Der Elektromotor ist für die Hinterachse zuständig
  • Hyundai Ioniq Plug-in-Hybrid in der Ansicht von vorne links, fahrend
    Quelle: Hyundai Auf 100 Kilometern verlangt der Hyundai Ioniq 1,1 Liter Kraftstoff
  • Hyundai Ioniq Plug-in-Hybrid in der Frontansicht, stehend
    Quelle: Hyundai Elektro- und Verbrennungsmotor kommen im Hyundai Ioniq auf eine Systemleistung von 141 PS
  • Kia Ceed Sportswagon Plug-in-Hybrid in der Seitenansicht, am Straßenrand parkend
    Quelle: Kia In der Klasse der Kompakt-Kombis ist der Kia Ceed Sportswagon der einzige Plug-in-Hybrid-Vertreter
  • Kia Ceed Sportswagon Plug-in-Hybrid in der Ansicht von vorne links. am Straßenrand stehend
    Quelle: Kia Der Akku im Kia Ceed Sportwagon PHEV speichert 8,9 kWh. Rein elektrisch fährt der Kombi damit bis zu 60 Kilometer weit
  • Mercedes A 250 e in der Seitenansicht, fahrend
    Quelle: Mercedes Hat der Verbrennungsmotor Pause, fährt der Mercedes A 250 e elektrisch bis zu 68 Kilometer weit
  • Mercedes A 250 e in der Frontansicht, fahrend
    Quelle: Mercedes Neben dem E-Motor arbeitet im Mercedes A 250 e ein 1,33-Liter-Vierzylinder mit 160 PS
  • Mercedes B 250 e in der Frontansicht, fahrend
    Quelle: Mercedes Technisch gleichen sich die teil-elektrische B- und A-Klasse. Allerdings bietet der B 250 e mehr Platz im Innenraum
  • Mercedes- und Audi-Plug-in-Hybride nebeneinander stehend
    Quelle: Mercedes/ Audi/ Peter Besser Bei den meisten Plug-in-Hybriden wird ein Benzin- an einen Elektro-Motor gekoppelt