Der wohl größte Kostenfaktor beim Autofahren

Spritkostenrechner: So berechnest Du Deine Spritkosten korrekt

Die Spritkosten zu berechnen schafft Übersicht über die Ausgaben Deiner Autofahrten. Mit einem Spritkostenrechner kannst Du vorab zum Beispiel den Beitrag für jeden Mitfahrer einer Fahrgemeinschaft ermitteln. Oder du berechnest Anteil von Diesel- und Benzinpreis an Deiner nächsten Urlaubsreise. Mit den Ergebnissen des Spritrechners kannst Du feststellen, ob eine Bahnreise nicht vielleicht günstiger ist.  

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  • Veröffentlicht am 08/30/2019, 12:00 AM
  • Aktualisiert am 10/24/2019, 12:07 PM
Mit Spritkostenrechnern kannst Du die Höhe Deiner Spritkosten berechnen – und sie auf die Mitfahrer aufteilen.
Quelle: picture-alliance/dpa-Zentralbild Mit Spritkostenrechnern kannst Du die Höhe Deiner Spritkosten berechnen – und sie auf die Mitfahrer aufteilen

Sich einen Überblick zu machen, verschafft Klarheit – das ist auch bei den Spritkosten nicht anders. Diese genau zu kennen, kann sinnvoll sein, um den Mitgliedern einer Fahrgemeinschaft, die sich an den Kosten beteiligen wollen, ihren Anteil vorab nennen zu können.
Das Gleiche gilt, wenn Du mit Freunden oder Bekannten auf Reisen gehst. Die anfallenden Kosten für die getankten Liter Benzin, Diesel oder für Strom auf den Tisch zu legen, hilft auch bei der Entscheidung, welches Verkehrsmittel das günstigste ist. Womöglich kommst Du mit einem Spartarif für die nächste Bahnfahrt oder dem Billigflieger günstiger von A nach B.

Diese Daten musst Du in den Spritkostenrechner eingeben

Die Spritkosten kannst Du mit den Grundrechenarten auch selbst berechnen. Bequemer sind Spritkostenrechner, von denen es im Internet jede Menge gibt. Auch entsprechende Apps für das Smartphone gibt es. Eine einfache Suchmaschineneingabe führt Dich schnell ans Ziel. Folgende Dinge werden in der Maske der Spritrechner in der Regel abgefragt, ehe die Spritkostenrechner die Ausgaben automatisch berechnen: 

  • die Länge der Strecke in Kilometern (km)
  • der Preis für einen Liter Benzin oder Diesel
  • der durchschnittliche Spritverbrauch Deines Fahrzeugs
  • die Anzahl der Mitreisenden 
  • gegebenenfalls Maut und Parkgebühren

Der Spritkostenrechner zeigt Dir dann die Gesamtkosten sowie den Anteil für jeden Mitfahrenden an.

Die Höhe der Spritkosten hängt stark vom Preis für den Kraftstoff Deines Autos ab.
Quelle: picture alliance/dpa/Wolfram Steinberg Die Höhe der Spritkosten hängt stark vom Preis für den Kraftstoff Deines Autos ab

So ermittelst Du den Spritverbrauch Deines Autos und die exakte Wegstrecke

Die Wegstrecke ist schnell mit Google Maps oder einem anderen Kartendienst bestimmt. Dort gibst Du die exakten Start- und Zieladressen Deiner geplanten Fahrt oder Reise ein. Startet Ihr nicht an einem gemeinsamen Sammelpunkt, kannst Du für möglichst exakte Berechnungen zusätzlich die Adressen eingeben, an denen Du die Mitreisenden abholst. Manche Spritrechner sehen auch schon die Eingabe von Start und Ziel vor – dann besteht diese Möglichkeit nicht. 
Du willst die Spritkosten möglichst genau berechnen? Dann sollte auch der möglichst korrekte Verbrauch Deines Autos in die Rechnung einfließen. Die Herstellerangaben sind dabei kaum hilfreich, denn sie weichen oft stark vom Realverbrauch Deines Pkw ab. Du findest im Internet auch sogenannte Verbrauchsrechner.
Den Verbrauch des Fahrzeugs kannst Du aber auch schnell selbst ermitteln. Dazu tankst Du voll und notierst den Kilometerstand. Beim nächsten Volltanken liest Du an der Zapfsäule oder auf der Tankquittung die nachgefüllte Literzahl ab. Dann liest Du auf dem Kilometerzähler die seit dem letzten Tankstopp gefahrenen Kilometer ab. Um nun den Verbrauchswert zu ermitteln, musst Du lediglich die getankte Literzahl mit 100 multiplizieren und durch die Zahl der zurückgelegten Kilometer teilen.
Weil Du mal Langstrecke fährst, mal in der Stadt unterwegs bist, lohnt es sich, für diese variierenden Fahrten jeweils den Verbrauch zu ermitteln und daraus einen Durchschnittswert zu ermitteln. 

Der Verbrauch Deines Autos beeinflusst die Höhe der Spritkosten.
Quelle: picture-alliance/imageBROKER Der Verbrauch Deines Autos beeinflusst die Höhe der Spritkosten

Wo findest Du die aktuellen Preise für Sprit?

Ein Faktor, der die Berechnung Deiner Spritkosten beeinflusst, sind die Literpreise für Benzin oder Diesel. Grundsätzlich gilt: Mit einem Diesel liegen die Fahrtkosten niedriger als mit einem Benziner. Die Literpreise sind niedriger, auch der Durchschnittsverbrauch eines Selbstzünders liegt in der Regel unter dem eines Benziners.
Sämtliche tagesaktuelle Literpreise entlang Deiner gefahrenen Strecke vorab zu ermitteln, ist vergleichsweise aufwendig. Jedoch sollten die Eingabewerte in etwa stimmen. Eine Umkreissuche sowie zusätzlich Preise zu Erdgas bietet der ADAC auf seiner Webseite. 

Lohnen Umwege, um die Spritkosten zu senken?

Experten raten davon ab, von der Autobahn abzufahren und eine Extratour zur nächsten Tankstelle zu machen, wo der Sprit vielleicht vier Cent günstiger ist. Dies lohnt in der Regel nicht, es sei denn, Du tankst voll und der Umweg ist nicht länger als zehn Kilometer – aber das ist nur ein Richtwert. Der Kostenvorteil des billigeren Tanken wird auch vom erhöhten Fahrzeugverschleiß relativiert.
Ohnehin solltest Du wissen: Spritkostenrechner leisten nicht mehr, als ihr Name sagt. Kfz-Steuern, Inspektionen, Reifenwechsel und Kosten für den TÜV berücksichtigen die Spritrechner nicht. Manche Spritkostenrechner geben zusätzlich den CO2-Ausstoß des Fahrzeugs aus. Das ist zwar interessant, für die Ermittlung der Kfz-Steuer ist aber allein der in Deinen Fahrzeugpapieren genannte Wert relevant – und nicht der, den der Spritrechner angibt.

Auch mögliche Parkgebühren oder Mautgebühren kannst Du bei den Spritkostenrechnern hinterlegen.
Quelle: picture alliance/imageBROKER Auch mögliche Parkgebühren oder Mautgebühren kannst Du bei den Spritkostenrechnern hinterlegen

Mit diesen Tricks sparst Du Treibstoff 

Du beeinflusst den Spritverbrauch Deines Autos vor allem mit Deiner Fahrweise. Experten gehen von einem Sparpotenzial von bis zu einem Viertel aus. Hier kommen die besten Tipps. 

  • Vorausschauend fahren: In modernen Autos zeigt ein Gasfuß-Piktogramm an, wenn Du vom Gas gehen kannst. Machst Du das rechtzeitig vor Ampeln, Abbiegungen, Stauenden oder auf Gefällen, sinkt der Verbrauch. 
  • Den Motor abschalten: Hat Dein Wagen keine Start-Stopp-Automatik, schalte die Maschine ab, wenn mehr als 20 Sekunden Wartezeit anstehen – zum Beispiel an Ampeln oder im Stau auf Autobahnen.
  • Verbraucher mit Verstand einsetzen: Auch Klimaanlage oder Sitzheizung treiben den Spritverbrauch in die Höhe. Schalte diese Verbraucher also am besten nur ein, wenn es nötig ist. Und: das Auto nur bei geschlossenen Fenstern klimatisieren.
  • Im Stadtverkehr lohnt untertouriges Fahren: früh hochschalten und im unteren Drehzahlbereich fahren, wenn möglich im fünften oder sechsten Gang – das senkt den Verbrauch.
  • Den Wagen entrümpeln: Warndreieck und Verbandskasten müssen immer an Bord sein. Das gilt aber nicht für Getränkekisten oder Blumenerde. Eine Faustregel: 100 Kilogramm Zusatzgewicht steigern den Verbrauch schon um rund 0,3 Liter Sprit.



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