Günstigere Busse anderer Hersteller

Günstige Alternativen zum VW Bus

Ob Familie, Freizeit oder Firma – wer Platz braucht, träumt oft vom Bulli. Das weiß VW und lässt sich den Bus teuer bezahlen. Geht das nicht auch günstiger?

  • Thomas Geiger
  • Veröffentlicht am 08.02.2022, 10:20
Eine Miniatur eines VW Busses steht auf einem Parkplatz
Quelle: UnsplashKaum ein Auto steht so für Van-Life-Kult wie der VW-Bus. Doch die Konkurrenz kann durchaus mit dem Bulli mithalten

Gute und günstige Alternativen zum VW Bus

Ob als Pritschen- oder Kastenwagen mit viel Stauraum für Handwerker und Unternehmen als Platzwunder für den Familienurlaub: Der Bulli ist der Inbegriff eines Kleinbusses und hat sich in mehr als einem halben Jahrhundert als Multitalent etabliert. Seit der Premiere im Jahr 1950 hat VW die Modellpalette dabei immer weiter aufgefächert, weitere Wünsche geweckt und mehr Bedürfnisse befriedigt. Es gibt deshalb nicht nur zahlreiche Varianten für den Einsatz im Handel, im Service oder auf der Baustelle. Sondern auch Familien kommen immer besser auf ihre Kosten. Als California ist der Multivan ein günstiger Bus zum Campen für die ganze Familie. Bequemer und vor allem günstiger fährt sich ein Kleinbus mit Luxusausstattung im Vergleich zu einem Siebener oder einer S-Klasse.

Was den Bulli darüber hinaus auszeichnet, das ist seine Beständigkeit: Das gilt für die ununterbrochene Modellpolitik genau wie für die Preise. Der Bulli war nie ein günstiger Bus und er wird auch als Gebrauchter allenfalls günstiger, aber nie wirklich billig. Und auch wenn VW sich nur ganz selten große Technologiesprünge wie etwa den Wechsel vom Heck- zum Frontmotor erlaubt hat, waren die Niedersachsen bei Antrieb und Ausstattung immer auf der Höhe der Zeit, haben tief in das Teilelager von Golf & Co. gegriffen und hatten oft Technik wie das adaptive Fahrwerk an Bord, die ein günstiger Bus der Konkurrenz meist nicht zu bieten hatte.  

In mittlerweile sieben Generationen ist der Bulli so zum Traumwagen für Praktiker, Familienväter und Menschen mit Fernweh geworden. Und mit jeder Generation sind die Preise gestiegen. Deshalb bleibt der Bulli für viele Interessenten ein Traum und der Bedarf an günstigen Alternativen zum VW Bus ist groß. Das haben die Konkurrenten längst erkannt und ihr Angebot um einen günstigen Kleinbus erweitert. Bei einigen Modellen gehen sie dabei bewusst einen ganz anderen Weg als VW und bauen keinen Alleskönner. Stattdessen bedienen nur Teile des Spektrums und dafür dann aber besser oder billiger und im besten Falle beides.

Konkurrenz gibt’s in allen Klassen

Auf der Suche nach einer günstigen Alternative zum VW Bus solltest Du nicht nur bei den Transportern anderer Marken schauen. Sondern egal, ob Nutzfahrzeug oder Pkw - es gibt auch in anderen Segmenten entsprechende Fahrzeuge, die Deine Bedürfnisse nach Platz und Variabilität befriedigen können. Wenn Du keinen günstigen Bus zum Campen brauchst, sondern viele Menschen bequem von A nach B bringen möchtest, ist vielleicht eine Großraumlimousine für Dich besser geeignet.

Wenn Du auf etwas Platz und auf die hohe Sitzposition verzichten kannst, sind die Langversionen der Hochdachkombis aus der Klasse unterhalb von Bulli & Co für Dich die günstigeren Kleinbusse. Und wenn es Dir bei der Suche nach einer günstigen Alternative zum VW Bus allein ums Campen geht, gibt auch in dieser Klasse maßgeschneiderte Lösungen. Allerdings bieten die Wohnmobilhersteller selten günstigere Busse, als es die Großserienhersteller mit ihren standardisierten Ausbauten können.

Diese günstigen Alternativen zum VW Bus bieten sich Dir:

  • Transporter
  • Hochdachkombis
  • Großraumlimousinen
  • Wohnmobile

Fürs Klima gibt es günstigere Busse als den Bulli

Mit dem Erkennen und dem Folgen von Trends tut sich VW bekanntermaßen etwas schwer, und bei so einem Langläufer wie dem Bulli sind sie in Niedersachsen besonders langsam. So gibt es zwar für die neueste Generation jetzt zumindest einen Plug-in-Hybriden. Doch der elektrische ID Buzz lässt noch mindestens bis Ende 2022 auf sich warten. Da ist die Konkurrenz bereits deutlich weiter und bietet eine Reihe von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben an. Fürs Klima und zum Teil auch fürs Treibstoffbudget gibt es deshalb zum Beispiel mit dem elektrischen Opel Zafira oder dem Nissan NV200 günstigere Busse als den Bulli. Dennoch gibt es auch unter den günstigeren Bulli-Alternativen Diesel und Benziner.

Opel Zafira Life: Der Aufsteiger

Seit 2019 zeigt der Opel Zafira wahre Größe. Früher eine pfiffige aber kompakte Großraumlimousine, ist er seitdem zum Kleinbus aufgestiegen und damit zu einem Konkurrenten des Bulli gereift. Genau wie der VW Bus Bulli basiert der Zafira jetzt auf einem Nutzfahrzeug und bietet entsprechend viel Platz. Es gibt ihn für Firmen oder für Familien. Als Crosscamp ist er sogar ein günstiger Bus zum Campen. Auch bei den Antrieben fährt Opel voraus: Neben Benzinern und Dieseln bietet Opel den Zafira auch als Elektroauto an und arbeitet an der Brennstoffzelle.

Die Preisliste des Zafira ist so weit gefächert wie das Modellprogramm, und unterschiedliche Radstände oder Längen machen es Dir leicht, den für Dich passenden Zafira zu finden.  Los geht es für den Zafira Life bei knapp 40.000 Euro, die Elektroversion gibt es ab 53.800 Euro und wenn es ein günstiger Bus zum Campen sein soll, bist Du mit mindestens 44.499 Euro dabei. Gebraucht wird es günstiger und Du findest etwa den Zafira Life bei mobile.de schon unter 30.000 Euro. Zudem lohnt der Blick auf den Rest der Familie. Auf der gleichen Plattform gibt es mit minimalen Designretuschen und anderen Logos ähnliche Modelle wie den Peugeot Traveller, den Citroen SpaceStar sowie den Toyota ProAce.

Ein grauer Opel Zafira Life steht auf einem Parkplatz
Opel Zafira Life

Seit 2019 ist der Opel Zafira ein echter Kleinbus – und damit ein würdiger Herausforderer für den Bulli.


Renault Trafic: Franzose mit Flair

Ein günstiger Bus bei Renault? Da kommt neben der noch immer ziemlich beengten Maxi-Version des Kangoo nur der Trafic in Frage. Seit 1980 im Programm und mittlerweile in der dritten Generation, ist er auch für passionierte VW-Fahrer einen Blick wert. Denn bei ähnlichem Format bietet er deutlich mehr Platz für Familie, Kind und Kegel. Weil Renault zudem bei Ambiente und Ausstattung, nicht aber an Charme und Charakter oder gar an der Auswahl der Aufbauten spart, ist der Trafic eine günstige Alternative zum VW Bus, wenn Du viel Raum für wenig Geld suchst.

Neu bekommst Du den Trafic laut Liste für mindestens 34.000 Euro, Du kannst auch nahezu neuwertige Autos auf mobile.de schon für unter 25.000 Euro finden. Mit dem Alter fallen die Preise weiter und der Kleinbus wird günstiger: Die ersten Fahrzeuge der aktuellen Generation werden als Kombis in einem ordentlichen Zustand aktuell für 6.000 Euro aufwärts gehandelt.

Ein grauer Renault Trafic steht vor einer weißen Wand
Renault Trafic

Der Trafic ist sogar noch größer als der Kangoo Maxi – und bietet damit jede Menge Platz für die ganze Familie.


Seat Alhambra: Großraumlimousine statt Kleinbus

Er fährt besser, er ist handlicher, auch ältere Menschen können bequem ein- und aussteigen und es gibt obendrein deutlich mehr Komfort- und Assistenzsysteme als in einem Bulli gleichen Alters: So wird der VW Sharan für Vielfahrer schnell zum besseren Bulli, der obendrein günstiger ist als der Bus. Und wer dabei noch mehr sparen möchte, findet im Zwillingsmodell Seat Alhambra noch eine günstigere Alternative zum VW Bus.

In der ersten Auflage sogar noch im Trio mit dem Ford Galaxy entwickelt, sind die Großraumlimousinen von VW und Seat seit 2010 nur noch im Duo unterwegs. Dabei kostet der Sharan aus Wolfsburg mindestens 42.080 und der Alhambra aus Spanien startet bei 37.640 Euro. Wenn Du auf diese Autos gebraucht mobile.de kaufst, wird es günstiger. Den Bus-Ersatz findest Du da aus der aktuellen Generation in gutem Zustand als VW ab 7.000 und als Seat ab 5.000 Euro.

Ein schwarzer Seat Alhambra steht in einem Raum mit weißen Wänden
Seat Alhambra

Zusammen mit dem VW Sharan und in der ersten Generation auch mit dem Ford Galaxy ist der Seat Alhambra die handliche Alternative zum Bulli.


 

Hyundai Staria: Großer Luxus zum kleinen Preis

Zwar haben die Kleinbusse von Hyundai bislang im Ringen mit dem Bulli nur eine Nebenrolle gespielt. Doch spätestens seit die Koreaner 2021 den H-1 mit dem Staria abgelöst haben, zählen sie zu den echten Geheimtipps. Denn schon das Design ist eine Wucht und erinnert eher an ein Raumschiff als an einen Pampersbomber. Und dann erst die Innenausstattung: Im Staria fühlt sich die Kinder wie Stars und jede Luxuslimousine verblasst gegen den Komfort des Koreaners. Er ist nicht nur bequemer und hat etwa mit seinen Loungesesseln in der zweiten Reihe Extras, von denen sie in Wolfsburg nur träumen. Sondern verglichen mit den gehobenen VW-Varianten ist er obendrein deutlich günstiger als der Bus aus Niedersachsen.

Die Preise für den immer von einem 2,2-Liter-Diesel mit 177 PS angetriebenen, anfangs aber ausschließlich mit VIP-Bestuhlung und Luxus-Ausstattung erhältlichen Staria beginnen bei 56.150 Euro. Und weil er erst Ende 2021 auf den Markt kam, gibt es bislang kaum günstigere Busse als Gebrauchte. Doch Hyundai will schnell nachlegen und auch abgespeckte Varianten anbieten. Dann wird der Kleinbus zwar günstiger, wirkt aber auch gewöhnlicher und der Preisunterschied wird schrumpfen. Dann ist der Staria womöglich keine ganz so günstige Alternative zum VW Bus mehr.

Ein grauer Hyundai Staria steht vor einer weißen Wand
Hyundai Staria

Von außen ist der Staria die futuristische Alternative zum Bulli – innen sticht der Hyundai den VW mit seiner luxuriösen Ausstattung aus.


 

VW Caddy: Günstiger als der Bus und fast so groß

Auf der Suche nach einer günstigen Alternative zum VW Bus kannst Du getrost bei der gleichen Marke bleiben. Denn als günstiger Kleinbus kommt im VW-Portfolio auch der Caddy in Frage – zumindest, wenn Du Dich für die rund 3.000 teurere Maxi-Version entscheidest. Mit mehr Radstand, gestrecktem Heck und dritter Sitzreihe kommt sie fast an den Bulli heran, ist aber immerhin ein wenig günstiger als der Bus. Außerdem gibt es den Caddy anders als den Bulli zumindest aus der letzten Generation auch mit Erdgas-Umrüstung. Dann ist auch der Betrieb des Kleinbusses günstiger.

Der Caddy hat sich für VW längst zum zweiten Standbein neben dem Dauerbrenner Bulli entwickelt. Als Hochdachkombi bereits seit 2003 im Angebot, fährt er aktuell in der zweiten Generation und ist mittlerweile so gut, dass es auch große institutionelle Kunden gibt: Nicht umsonst hat Ford den Caddy als Basis für den nächsten Transit Connect gekauft. Du musst für einen neuen Caddy Maxi aktuell mit Preisen ab 30.023 Euro kalkulieren und gebraucht findest Du die aktuelle Generation bei mobile.de für 5.000 Euro aufwärts. Das ist wie so oft bei VW viel Geld, aber Du fährst immer noch günstiger als im Bus.

Ein roter VW Caddy steht vor einem Gebäude mit Fensterfront
VW Caddy

Beliebtes Handwerkerauto mit Potenzial zur Familienkutsche: Wie der Bulli ist der Caddy für unterschiedliche Zwecke einsetzbar.


 

Ford Nugget: Günstiger Bus-Ersatz zum Campen

Was für VW der California, das ist für Ford der Nugget – ein günstiger Bus zum Campen, bei dem ein hohes Maß an Standardisierung die Preise drückt. Das Goldstück mit dem eingebauten Ferien-Feeling auf Basis des Transit Custom wird bereits seit über 30 Jahren und vier Generationen angeboten und steht aktuell mit zwei Dieselmotoren mit 130 oder 185 PS in der Liste. Beim Vergleich mit VW musst Du allerdings sehr genau hinschauen: Bei einzelnen Ausstattungsvarianten hat der Ford die Nase vorn, bei anderen fährst Du mit dem Bus womöglich günstiger.

Die laufende Generation des Ford Nugget kostet samt Hochdach, Holzboden und Küchenblock im Herbst 2021 laut Liste mindestens 54.362 Euro und fährt dafür mit einem 130 PS starken 2,0-Liter-Motor vom Hof. Angesichts des von Corona noch einmal angeheizten Camping-Booms sind große Rabatte kaum zu realisieren und auch gebraucht gibt es die ausgebauten Busse kaum günstiger: Bei mobile.de findest Du den Nugget in gutem Zustand deshalb auch im hohen Alter kaum unter 10.000 Euro.

Ein blauer Ford Nugget mit Aufstelldach vor einem weißen Hintergrund
Ford Nugget

Was für den VW Bulli der California, das ist für den Ford Transit der Nugget – ein urlaubstauglicher Campingausbau, der das Reisefieber schürt.


 

Nissan eNV200: Elektrischer Pionier

Der Nissan eNV200 hing schon an der Ladesäule, als VW & Co. noch nicht einmal über Elektroantrieb nachgedacht haben. Das macht den Japaner deshalb vor allem unter Umweltaspekten zur günstigen Alternative zum VW Bus. In der Praxis zwischen Schule, Büro und Bolzplatz musst Du allerdings gut planen: Wo moderne Stromer wie der Mercedes EQV auf bis zu 400 Reichweite kommen, sind die 40 kWh großen Akkus des Nissans bereits nach maximal 275 Kilometern leer.

Die Preise für den eNV200 beginnen auf dem Papier bei 34.105 Euro und damit deutlich unter den elektrischen Alternativen der Konkurrenz. Und weil der Staat Elektromobilität fördert und Strom oft billiger ist als Sprit, fährst du unter dem Strich sogar noch günstiger mit E-Bus. Bei Gebrauchten büßt Du zwar die Prämie ein, sparst aber dafür am Grundpreis. Denn bei mobile.de findest Du den eNV200 aus zweiter Hand bereits ab deutlich unter 20.000 Euro.

Ein weißer Nissan eNV200 steht vor einer weißen Wand
Nissan eNV200

Mit dem eNV200 zählt Nissan zu den Vorreitern für den elektrischen Kleinbus. Bei VW kommt der E-Antrieb erst mit dem ID Buzz Ende 2022.


Günstige VW-Bus-Alternativen

  • Ein weißer Opel Zafira Life fährt eine Küstenstraße entlang
    Quelle: OpelDer Opel Zafira Life ist wahlweise als Benziner oder E-Auto erhältlich, eine Version mit Brennstoffzelle ist ebenfalls in Arbeit
  • Ein grauer Renault Trafic steht auf einem Parkplatz an einem Gewässer
    Quelle: RenaultAls Gebrauchter ist der Renault Trafic schon für knapp 25.000 Euro zu haben
  • Ein roter Seat Alhambra fährt durch eine Stadt
    Quelle: SeatDer Seat Alhambra, Zwillingsmodell vom VW Sharan, eignet sich besonders für ältere Fahrer und alle, die Wert auf Komfort legen
  • Ein schwarzer Hyundai Staria fährt eine Landstraße entlang
    Quelle: HyundaiFuturistischer Transporter aus Korea: Der Hyundai Staria besticht durch seine besondere Optik
  • Ein blauer VW Caddy fährt an einem grauen Gebäude vorbei
    Quelle: VW NutzfahrzeugeDer VW Caddy, kleiner Bruder des Bullis, ist in der Maxi-Version mit 2,97 Metern mehr Radstand und dritter Sitzreihe erhältlich
  • Ein orangefarbener Ford Nugget fährt durch einen Wald
    Quelle: FordDer Ford Nugget ist seit über 30 Jahren und in vierter Generation mit wahlweise zwei Dieselmotoren mit 130 oder 185 PS zu haben
  • Ein weißer Nissan eNV200 steht bei Nacht vor einem Bürogebäude, in dem einige Lichter eingeschaltet sind
    Quelle: NissanMit 275 Kilometern ist der Nissan eNV200 der zwar weniger reichweitenstark als viele Konkurrenten – dafür aber auch deutlich günstiger