VW Bus zu teuer? Diese Kleinbusse kosten weniger
Der VW Multivan ist ein Traumauto für viele. Sein Preis ist es oft nicht. Wer einen geräumigen Kleinbus sucht, findet 2026 mehrere Alternativen, die weniger kosten und trotzdem viel bieten.
- Das Wichtigste in Kürze
- Kia PV5 Passenger
- Renault Trafic Combi
- Opel Zafira Electric
- Hyundai Staria Hybrid
- Toyota Proace Verso
- Nissan eNV200 Kombi
- Mercedes-Benz V-Klasse V220d
- Technische Daten im Überblick
- Was kostet ein günstiger Bus als Alternative zum VW Multivan?
- Welche Alternative zum VW Bus eignet sich am besten für Familien?
- Gibt es eine günstige elektrische Alternative zum VW Bus?
Das Wichtigste in Kürze
- Der Kia PV5 Passenger ist die günstigste elektrische Alternative zum VW Bus.
- Wer bis zu neun Sitzplätze braucht, findet diese im Renault Trafic Combi, im Opel Zafira Electric und im Hyundai Staria.
- Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist der Nissan eNV200 Kombi eine preiswerte Einstiegsoption für den elektrischen Stadtbetrieb.
Der VW Multivan ist seit Jahrzehnten das Maß der Dinge unter den Familien- und Reisebussen. Er bietet bis zu acht Sitzplätze, eine flexible Innenraumkonfiguration, moderne Assistenzsysteme und wahlweise Benzin-, Diesel- oder Plug-in-Hybrid-Antrieb.
Kurz: Der Multivan kann fast alles. Nur günstig ist er nicht. Der Einstiegspreis liegt 2026 bei rund 57.465 Euro für die Dieselversion – Tendenz steigend mit jeder Ausstattungsoption.
Wer viel Platz, viele Sitzplätze und ein variables Raumkonzept sucht, aber nicht den vollen VW-Preis zahlen möchte, hat 2026 mehr Auswahl denn je. Ob Elektrobus, Hybrid oder klassischer Diesel: Die Alternativen zum VW Bus sind gewachsen.
Kia PV5 Passenger
Der Kia PV5 Passenger ist der Neue in der Klasse: Der knapp 4,70 Meter lange Elektro-Kleinbus bietet auf Basis der modularen E-GMP.S-Plattform:
- fünf großzügige Sitzplätze
- beidseitige Schiebetüren
- Kofferraumvolumen von bis zu 3.615 Litern
Mit der großen 71,2-kWh-Batterie schafft er bis zu 412 Kilometer Reichweite (WLTP). Der Elektromotor leistet 120 kW (163 PS) und liefert ein Drehmoment von 250 Nm.
Geeignet für
- Familien, Vielfahrer, Gewerbekunden, Umweltbewusste
Weniger geeignet für
- Familien mit mehr als fünf Personen, Langstreckenfahrer ohne Ladeinfrastruktur
Der PV5 Passenger unterstützt bidirektionales Laden (V2L) und kann externe Geräte mit bis zu 3,6 kW versorgen. Das ist praktisch beim Camping oder auf der Baustelle.
Vorteile
- Günstiger Einstiegspreis ab 38.390 Euro
- Umfangreiche Serienausstattung inklusive Navigation, Klimaautomatik und Assistenzsystemen
- Sieben Jahre Herstellergarantie (oder 150.000 km)
Nachteile
- Wendekreis von 11,6 Metern schränkt die Beweglichkeit in der Stadt ein
- Reichweite der kleinen 51,5-kWh-Batterie mit 295 km eher mäßig
- Optisch eher nüchtern und zweckorientiert
Der Kia PV5 Passenger ist ein rein elektrischer Kompaktvan mit Platz für bis zu fünf Personen.
Renault Trafic Combi
Der Renault Trafic Combi ist ein bewährter Transporter mit Pkw-Charakter: Mit bis zu neun Sitzplätzen bietet er viel Platz für wenig Geld.
Auffällig sind die markante Frontgestaltung mit LED-Scheinwerfern und das moderne 8-Zoll-Touchscreen-Cockpit.
Die Dieselmotoren leisten zwischen 81 kW (110 PS) und 125 kW (170 PS). Der Normverbrauch liegt je nach Motorisierung bei 6,7 bis 7,2 Litern auf 100 Kilometern (WLTP).
Geeignet für
- Großfamilien, Shuttledienste, Handwerksbetriebe, Vereine
Weniger geeignet für
- Stadtfahrer, Käufer mit Fokus auf Elektromobilität
Der Trafic Combi ist auch als rollstuhlgerechtes Fahrzeug erhältlich. Das Easy-Access-Paket mit Aluminiumrampen gehört zur Serienausstattung der Basisversion Authentic.
Vorteile
- Bis zu neun Sitzplätze in der Grand-Combi-Version
- Kofferraumvolumen von bis zu 1,8 Kubikmetern
- Einstiegspreis ab 40.329 Euro (inkl. MwSt.) für den Combi Authentic
Nachteile
- Kein Elektroantrieb verfügbar
- Verbrauch und CO2-Emissionen vergleichsweise hoch (CO2-Klasse G)
- Fahrwerk eher nutzfahrzeugtypisch, weniger komfortbetont
Der Renault Trafic Combi ist ein vielseitiger Kombi für Familien und Vielfahrer.
Opel Zafira Electric
Der Opel Zafira Electric ist ein vollwertiger Elektro-Kleinbus mit dem markanten Opel-Vizor-Markengesicht.
In zwei Längen (4,98 und 5,33 Meter) und mit bis zu neun Sitzplätzen tritt er direkt gegen den VW Bus an.
Der Elektromotor leistet 100 kW (136 PS) bei einem Drehmoment von 260 Nm, die große 75-kWh-Batterie ermöglicht eine Reichweite von bis zu 347 Kilometern (WLTP).
Geeignet für
- Shuttledienste, Großfamilien, Stadtpendler, umweltbewusste Käufer
Weniger geeignet für
- Vielfahrer ohne Ladeinfrastruktur, Käufer mit kleinem Budget
Der Zafira Electric ist auf Wunsch mit vier einander gegenüberliegenden Einzelsitzen und elektrischen Schiebetüren bestellbar. Das macht ihn zum VIP-Shuttle.
Vorteile
- Bis zu 18 Fahrerassistenzsysteme serienmäßig verfügbar
- Tiefgaragentauglich dank 1,90 Meter Fahrzeughöhe
- Bis zu 4.900 Liter Ladevolumen bei wenigen Passagieren
Nachteile
- Kein Dieselantrieb mehr erhältlich
- Reichweite mit 50-kWh-Batterie für Langstrecken begrenzt
- Schnellladen dauert rund 38 bis 45 Minuten auf 80 Prozent
Der Zafira Electric ist ein Elektro-Van, der Alltagstauglichkeit mit lokal emissionsfreiem Fahren verbindet.
Hyundai Staria Hybrid
Der Hyundai Staria Hybrid ist optisch eine Klasse für sich: Die breite Leuchtleiste über dem Kühlergrill, die steil abfallende Heckpartie mit markanten LED-Rückleuchten und die charakteristische Fensterlinie machen ihn im Segment unverwechselbar.
Der 1,6-Liter-Vierzylinder-Vollhybrid leistet als Systemleistung 165 kW (225 PS) bei einem Drehmoment von 367 Nm. Er verbraucht laut WLTP 7,6 Liter auf 100 Kilometern.
Geeignet für
- Familien, Vielreisende, Käufer mit Fokus auf Design und Komfort
Weniger geeignet für
- Handwerker, Käufer mit Fokus auf Variabilität und Laderaum
Als Diesel war der Staria mit optionalem Allradantrieb erhältlich. So war er auch für anspruchsvollere Geländepassagen geeignet. In der Hybridversion steht diese Option nicht mehr zur Verfügung.
Vorteile
- Auffälliges Design, das sich von Wettbewerbern abhebt
- Hoher Reisekomfort, besonders in der zweiten Sitzreihe mit elektrisch verstellbaren Sesseln
- Bis zu neun Sitzplätze (Trend/Prime) oder sieben Sitze (Signature)
Nachteile
- Sitze lassen sich nicht ausbauen
- Dritte Sitzreihe nur auf kurzen Schienen verschiebbar
- Kein reiner Elektroantrieb verfügbar
Der Hyundai Staria Hybrid überzeugt mit seinem Design, viel Raumangebot und einem sparsamen Hybridantrieb.
Toyota Proace Verso
Der Toyota Proace Verso ist ein solider Allrounder mit breiter Motorenpalette: Ob 110 kW (150 PS) starker Diesel mit Schaltgetriebe oder 100 kW (136 PS) starker Elektroantrieb – der Proace Verso ist in zwei Längen (L1: 4,98 m, L2: 5,33 m) und mit bis zu neun Sitzplätzen erhältlich.
Das moderne Design mit schmalem Kühlergrill und LED-Scheinwerfern verleiht ihm einen zeitgemäßen Auftritt.
Geeignet für
- Gewerbliche Nutzer, Shuttledienste, Familien, Handwerker
Weniger geeignet für
- Käufer mit Fokus auf Fahrdynamik, Premiumansprüche
Der Proace Verso ist auch als rollstuhlgerechte Variante (Active Mobil) erhältlich. Das erweitert seinen Einsatzbereich deutlich.
Vorteile
- Breite Auswahl an Motorisierungen (Diesel und Elektro)
- Zwei Längen und viele Ausstattungsvarianten
- Bewährte Toyota-Zuverlässigkeit
Nachteile
- Elektrische Reichweite mit 49-kWh-Batterie (218 km WLTP) für längere Strecken knapp
- Einstiegspreis für den Elektro-Proace Verso ab 44.230 Euro
- Innenraum wirkt im Vergleich zu Premiumwettbewerbern eher zweckorientiert
Der Toyota Proace Verso ist ein geräumiger Familienvan mit bis zu neun Sitzplätzen und bewährter Toyota-Zuverlässigkeit.
Nissan eNV200 Kombi
Der Nissan eNV200 Kombi ist ein Gebrauchtwagen-Tipp für alle, die günstig in die Elektromobilität einsteigen wollen.
Der kompakte Elektrokleinbus mit 80 kW (109 PS) und 254 Nm Drehmoment wurde von 2014 bis 2022 gebaut. Heute ist er auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu niedrigeren Preisen erhältlich.
Die anfangs verbaute 24-kWh-Batterie erlaubt eine Reichweite von rund 170 Kilometern (NEFZ, Herstellerangabe), was für den Stadtbetrieb ausreicht. Spätere Modelle (ab 2018) waren mit einer 40-kWh-Batterie ausgestattet. Laut Hersteller reichte dies für eine Reichweite von 275 km im Stadtverkehr.
Geeignet für
- Stadtfahrer, Kleinunternehmer, Käufer mit kleinem Budget
Weniger geeignet für
- Langstreckenfahrer, Käufer mit hohem Platzanspruch
Der eNV200 Kombi war ursprünglich mit einem Batteriemietmodell erhältlich. Käufer sollten beim Gebrauchtwagenkauf auf den Batteriezustand bzw. das Batteriezertifikat achten.
Vorteile
- Günstiger Einstieg in die Elektromobilität als Gebrauchtwagen
- Kompakte Abmessungen (4,56 m Länge) für die Stadt
- Bis zu sieben Sitzplätze
Nachteile
- Produktion eingestellt (kein Neuwagen mehr erhältlich)
- Reichweite von rund 170 km (NEFZ, Herstellerangabe) für Langstrecken nicht geeignet
- Veraltete Technologie und Infotainment
Der Nissan eNV200 Kombi zeichnet sich durch niedrige Betriebskosten und praktischen Nutzwert im Stadtverkehr aus.
Mercedes-Benz V-Klasse V220d
Die Mercedes-Benz V-Klasse V220d ist die Premiumoption unter den Kleinbussen: Mit dem 2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel (120 kW/163 PS, 380 Nm) und dem 9-Gang-Automatikgetriebe fährt sie ruhig und komfortabel.
Der Normverbrauch liegt bei 7,1 Litern auf 100 Kilometern. Das 2025 überarbeitete Modell mit neuem Cockpit und verbesserter Vernetzung richtet sich klar an ein anspruchsvolles Publikum.
Geeignet für
- Geschäftsreisende, Chauffeurdienste, Käufer mit Premiumanspruch
Weniger geeignet für
- Käufer mit kleinem Budget, Stadtfahrer
Die V-Klasse ist auch als Allradversion und in verschiedenen Sonderausstattungen erhältlich. Sie eignet sich damit auch als Firmenfahrzeug mit Premiumanmutung.
Vorteile
- Hohe Verarbeitungsqualität und Premiumanmutung
- In drei Längen und mit bis zu acht Sitzplätzen erhältlich
Nachteile
- Kein reiner Elektroantrieb in der V-Klasse (nur als EQV separat)
- Hohe Unterhaltskosten
Die Mercedes-Benz V-Klasse V220d punktet mit hochwertiger Verarbeitung, viel Komfort und effizientem Dieselantrieb.
Technische Daten im Überblick
| Modell | Antrieb | Leistung (kW/PS) | Drehmoment | Normverbrauch | Reichweite (E) | Neupreis ab |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kia PV5 Passenger | Elektro | 120 kW/163 PS | 250 Nm | 19,3 kWh/100 km | 412 km (WLTP) | 38.390 Euro |
| Renault Trafic Combi | Diesel | 81–125 kW/110–170 PS | k. A. | 6,7–7,2 l/100 km | – | 40.329 Euro |
| Opel Zafira Electric | Elektro | 100 kW/136 PS | 260 Nm | 23,7–24,8 kWh/100 km | bis 347 km (WLTP) | 46.250 Euro |
| Hyundai Staria Hybrid | Vollhybrid | 165 kW/225 PS (System) | 367 Nm | 7,6 l/100 km | – | 58.950 Euro |
| Toyota Proace Verso | Diesel/Elektro | 110–132 kW/150–180 PS (D), 100 kW/136 PS (E) | k. A. | 6,4–7,1 l/100 km (D)/24,0–24,8 kWh/100 km (E) | bis 346 km (WLTP, E) | 36.825 Euro (D)/44.230 Euro (E) |
| Nissan eNV200 Kombi | Elektro | 80 kW/109 PS | 254 Nm | 16,5 kWh/100 km | ca. 170 km bzw. 275 km (NEFZ) | nur gebraucht (Neupreis 2014: 34.877 Euro) |
| Mercedes-Benz V220d | Diesel | 120 kW/163 PS | 380 Nm | 7,1 l/100 km | – | 61.350 Euro |
Was kostet ein günstiger Bus als Alternative zum VW Multivan?
Der VW Multivan T7 startet 2026 ab rund 57.465 Euro für den Diesel. Das ist für viele Käufer eine hohe Hürde.
Wer weniger ausgeben möchte, wird bei Modellen wie dem Kia PV5 Passenger fündig. Er startet bereits ab 38.390 Euro und bietet dabei eine umfangreiche Serienausstattung.
Auch der Renault Trafic Combi ist mit Preisen ab rund 40.329 Euro eine spürbar günstigere Option. Wer auf Elektroantrieb setzt, findet im Opel Zafira Electric ab 46.250 Euro eine solide Wahl.
Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist der Nissan eNV200 Kombi eine besonders preiswerte Option für den Stadtbetrieb. Wichtig: Beim Gebrauchtwagenkauf sollte man den Batteriezustand prüfen lassen.
Wer ein größeres Budget hat und Wert auf Premiumqualität legt, für den ist die Mercedes-Benz V-Klasse eine naheliegende Wahl. Sie startet ab 61.350 Euro, ist aber auch in einer anderen Liga unterwegs.
Welche Alternative zum VW Bus eignet sich am besten für Familien?
Für Familien zählen vor allem drei Dinge: Platz, Sitzplätze und Variabilität. Hier punkten mehrere Modelle.
Der Renault Trafic Combi bietet in der Grand-Combi-Version bis zu neun Sitzplätze. Das schlägt den VW Multivan, der maximal acht Plätze bietet. Die Sitze der zweiten und dritten Reihe lassen sich herausnehmen, was Flexibilität beim Gepäcktransport schafft.
Auch der Opel Zafira Electric ist familientauglich: In der XL-Version bietet er ebenfalls bis zu neun Plätze und bis zu 4.900 Liter Ladevolumen. Das reicht für den Familienurlaub mit Fahrrädern und Koffern.
Der Hyundai Staria Hybrid bietet einen hohen Reisekomfort. Die elektrisch verstellbaren Einzelsitze der zweiten Reihe mit Armlehnen und ausfahrbaren Fußstützen erinnern an Geschäftsreise-Limousinen. Allerdings lassen sich die Sitze nicht ausbauen. Das begrenzt die Flexibilität beim Gepäcktransport.
Für Familien, die auf Elektromobilität setzen, ist der Kia PV5 Passenger eine interessante Wahl. Er bietet viel Platz, eine gute Ausstattung und einen fairen Preis. Ein Siebensitzer ist bereits angekündigt.
Gibt es eine günstige elektrische Alternative zum VW Bus?
Ja, die gibt es. Wer einen elektrischen Kleinbus sucht, hat 2026 mehrere Optionen.
Der Kia PV5 Passenger ist die günstigste Neuwagenoption: Ab 38.390 Euro bietet er Elektroantrieb, viel Platz und eine gute Ausstattung. Die Reichweite liegt je nach Batterie bei 295 oder 412 Kilometern (WLTP).
Der Opel Zafira Electric startet ab 46.250 Euro und bietet mit der großen 75-kWh-Batterie bis zu 347 Kilometer Reichweite. Er ist tiefgaragentauglich und eignet sich gut als Shuttle.
Der Toyota Proace Verso Electric ist ebenfalls eine Option. Mit der kleinen 49-kWh-Batterie schafft er rund 218 Kilometer, mit der großen 75-kWh-Batterie bis zu 346 Kilometer (WLTP).
Wer einen günstigen Elektrokleinbus als Gebrauchtwagen sucht, sollte den Nissan eNV200 Kombi in Betracht ziehen. Er ist nicht mehr neu erhältlich, aber auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu niedrigeren Preisen zu finden.
Wir nutzen digitale Systeme zur Recherche, prüfen die Inhalte sorgfältig und ergänzen mit unserer langjährigen Expertise. So entsteht ein Beitrag, hinter dem wir voll und ganz stehen. Diesen hier hat André Borbe für dich erstellt.