Mit diesen Tricks bekommst Du den besten Preis

Autoverkauf: Wertgutachten für Dein Auto erstellen

Wie viel ist Dein Gebrauchtwagen wert? Lies hier, wie Du das herausfinden kannst: von kostenloser Preis-Ermittlung bis hin zum umfangreichen Profi-Gutachten.

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  • Veröffentlicht am 11/27/2019, 11:42 AM
Dekra-Prüfer und Mann im Anzug schauen auf ein Auto.
Quelle: Picture Alliance Bei Old- oder Youngtimern verlangen Versicherungen häufig vor Vertragsabschluss ein Wertgutachten

Hinter einem Wert-Gutachten können unterschiedliche Motive stecken: Vielleicht interessiert den Besitzer der Wert seines Autos ganz allgemein, seine Versicherung verlangt ein Gutachten oder er will sein Auto verkaufen und einen Anhaltspunkt haben, was der Gebrauchtwagen wert ist. Das hilft beim Schalten des Inserats und bei den Vertragsverhandlungen. Denn nur, wer den Zeitwert seines Autos genau kennt, kann sicher und souverän verhandeln.

Auch nach einem Unfall bewertet oft ein Gutachter das Auto. Damit stellt er fest, wie hoch der Schaden ist und ob sich eine Reparatur überhaupt lohnt. Die Summe ist wichtig für die Entschädigungszahlung des Unfallverursachers und dessen Versicherung. Übersteigen die Reparaturkosten den Wert des Autos, liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden vor. Dann lohnt es sich in der Regel nicht mehr, das Auto reparieren zu lassen. Auch bei Leasing-Fahrzeugen wird am Ende der Laufzeit das Auto bewertet. Ein Gutachter bestimmt den Restwert des Fahrzeugs – und damit eventuelle Nachzahlungen.

Wertgutachten für Oldtimer

Wenn Du einen Young- oder Oldtimer fährst, also ein Auto, das mindestens 20 oder mindestens 30 Jahre alt ist, verlangen die meisten Kfz-Versicherungen vor dem Abschluss ein Kurzgutachten, das rund 150 Euro kostet. Darin soll bestätigt werden, dass sich das Auto in einem erhaltenswerten Zustand befindet, also gepflegt ist. Bei Fahrzeugen mit einem Wert von mehr als 60.000 Euro genügt das Kurzgutachten oft nicht mehr, einige Versicherungen verlangen ein umfangreicheres Gutachten, das um die 500 Euro kosten kann.



Wo kann man ein Auto bewerten lassen?

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Auto bewerten zu lassen. Am bekanntesten ist die Schwacke-Liste, auch DAT Schwacke genannt. Sie verrät Dir grob den Wert Deines Autos. Berücksichtigt werden unter anderem Marke, Modell, Baujahr, Laufleistung und der genaue Typ. Jedoch lässt sich der Autowert nur schätzen. Wenn Du den genauen Autowert ermitteln willst, muss ein Gutachter das Fahrzeug ansehen. Gutachter gibt es bei ADAC, Dekra, TÜV, GTÜ und bei verschiedenen Kfz-Sachverständigen, ebenso bei Classic Analytics und Classic Data. Auch manche Werkstätten bieten Gutachten von privaten und unabhängigen Sachverständigen an.

Was steht im Auto-Gutachten?

Der Kfz-Gutachter beschreibt den tatsächlichen Zustand des Autos, meist nach einem bestimmten Schema, geordnet nach Baugruppen. Das sind in der Regel Motor/Getriebe, Fahrwerk, Karosserie, Lack und Innenraum. Bei einer Probefahrt könnten Auto-Gutachter zudem das Fahrverhalten des Autos ermitteln und mögliche Schäden aufdecken.

Prüfer mit einem Lackdicken-Messgerät misst die Schichtdicke am Kotflügel eines Autos.
Quelle: Picture Alliance Die Prüfer schauen sich das Fahrzeug gründlich an

Alle Details und Hinweise notiert der Gutachter und macht Fotos von sämtlichen Teilen. Die Infos sammelt er in seinem mehrseitigen Gutachten. Dazu gehören auch alle technischen Daten des Fahrzeugs wie Motorleistung, Laufleistung, Kilometerstand, Sonderzubehör, Reifen, eventuelle Vorschäden und die Farbe der Lackierung. Dazu gibt der Gutachter eine Einschätzung zum Zustand der einzelnen Bauteile ab. Am Ende des Gutachtens wird der Sachverständige einen Preis ermitteln, und ihn auch meist begründen. Bei klassischen Fahrzeugen wird zudem eine Schulnote (1-6) genannt, um den Oldtimer einfach bewerten zu können.

Wie sich der Autowert berechnen lässt

Was Dein Auto wert ist, ermittelt der Gutachter. Dabei kommt es nicht unbedingt auf das Alter und die Laufleistung an, sondern auf das Modell und den Zustand. Auch der Fahrzeugmarkt spielt eine große Rolle. Wenn Du ein seltenes, gesuchtes und gepflegtes Modell besitzt, liegt der Preis deutlich über dem eines runtergerockten Massenautos.

Wenn Letzteres der Fall sein sollte, gibt es eine einfache und günstige Alternative, den Wert des Autos grob zu ermitteln. Du kannst Dein Auto in der Suchmaske von mobile.de exakt beschreiben und schauen, welche ähnliche Fahrzeuge derzeit angeboten werden. Allerdings sind die Preise nur Angebotspreise und nicht der tatsächliche Verkaufspreis. Der kann deutlich darunter liegen. Oder Du nutzt die kostenlose Fahrzeugbewertung von mobile.de. Dazu brauchst Du nur einige Daten des Wagens, wie Modell, Marke, Kilometerstand und Erstzulassung online in den Preisrechner eingeben.

Prüfer zeigt mit einem Stift auf eine Stelle am Fahrzeug.
Quelle: Picture Alliance Ein kurzer Check beim ADAC kostet rund 30 Euro, ein umfangreiches Gutachten mehr als 100 Euro

Was kostet ein Auto-Gutachter?

Der Preis für einen Kfz-Gutachter oder Kfz-Sachverständigen variiert stark, je nachdem, wie groß der Umfang des Gutachtens ist, ob es ein Standard-Gutachten oder ein Unfallgutachten ist. Ein günstiger Gebrauchtwagen-Check kostet beim ADAC rund 30 Euro, ein umfangreiches Gutachten mehr als 100 Euro. Ein umfassendes Unfallgutachten kann mehr als 1.000 Euro kosten. Wie hoch die Kosten eines Wertgutachtens fürs Auto liegen, erfährst Du bei einem Gutachter vor Ort, am besten vergleichst Du zwei oder drei Anbieter miteinander – nicht nur beim Preis, sondern auch bei der Leistung.

Wer zahlt die Autobewertung oder das Gutachten?

Nach einem Unfall trägt die Versicherung des Verursachers die Kosten für das Kfz-Gutachten. Interessierst Du Dich für den Zeitwert des Autos, dann zahlst Du das Gutachten. Du musst natürlich für Dich abwägen, ob sich ein teures Gutachten lohnt. Wenn der Wert Deines Autos eher gering ist, kann ein Gutachten von einem Kfz-Sachverständigen schnell den Gewinn beim Verkauf auffressen.


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