Suche
Ein Mann mit einem vollgepackten E-Bike
Quelle: Daniel Geiger
Mit einem E-Lastenrad kannst du auch auf zwei Rädern viel transportieren – ein idealer Helfer für den Alltag.

E-Bikes wie E-Lastenräder sind in den vergangenen Jahren ein selbstverständlicher Teil der städtischen und urbanen Verkehrsströme geworden. Allein von 2021 auf 2022 erhöhte sich laut den Marktdaten des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) die Nachfrage nach elektrifizierten Lastenrädern um 37,5 Prozent. Derzeit sind schon drei von vier Cargobikes mit einem Elektromotor ausgestattet – aus gutem Grund. Denn die Hauptaufgabe von Lastenrädern liegt im Transport von Personen, Tieren und sonstigen Lasten.

Rechtlich sind Lastenfahrräder, deren E-Motoren maximal eine Nennleistung von 250 Watt haben und dioe auf 25 km/h begrenzt sind, dem Fahrrad gleichgestellt, doch ist Lastenrad nicht gleich Lastenrad. Mit der gestiegenen Nachfrage und dem Boom von E-Bikes hat sich auch die Produktvielfalt stark vergrößert. Für Interessenten mag der Markt daher oft unübersichtlich erscheinen angesichts der Vielzahl von Marken, Modellen und verschiedenen Lastenradtypen. Doch die gute Nachricht lautet: Für jeden Einsatzzweck und jedes Anforderungsprofil ist das richtige Fahrrad erhältlich. Man muss nur wissen, wonach man suchen soll.

Ein Mann fährt mit einem orangefarbenen Mountainbike über eine Hügelkuppe, während ein kleiner Hund in einem Rucksack auf seinem Rücken sitzt.
Ein Mann fährt mit einem orangefarbenen Mountainbike über eine Hügelkuppe, während ein kleiner Hund in einem Rucksack auf seinem Rücken sitzt.
E-Bikes jetzt auch bei mobile.de

Du freust dich schon auf die Fahrradsaison? Wir uns auch! Denn ab jetzt gibt’s bei mobile.de auch eine riesige Auswahl an E-Bikes.

Stärken und Schwächen der wichtigsten E-Lastenradtypen

Grundsätzlich muss man zwischen einspurigen und mehrspurigen Lastenrädern unterscheiden. Einspurige Lastenräder haben zwei Reifen und müssen wie zum Beispiel ein herkömmliches Trekkingfahrrad oder E-Bike vom Fahrer ausbalanciert werden. Mehrspurige Lastenräder, die auch als Trike-Lastenrad (Dreirad) bezeichnet werden, haben den Vorteil, dass während der Fahrt mehr Stabilität gegeben ist. Manche Modelle wie das Chike punkten sogar mit einer ausgefeilten Neigungstechnik, was das Umkippen in Kurven verhindert. Bauartbedingt sind Trikes sperriger und laufen mit erhöhter Spurbreite auf, was spürbare Nachteile im engen Stadtverkehr mit sich bringt.

Zweispurige Lastenräder müssen anders als Trikes jederzeit ausbalanciert werden. Das ist angesichts des oft recht hohen Eigengewichts der E-Lastenräder von 30 bis 50 Kilogramm kein einfaches Unterfangen und erfordert etwas Übung im Handling. Zu den beliebtesten Modelltypen gehört das sogenannte Long-John-Lastenfahrrad, das häufig mit einer Transportkiste oder -box, manchmal auch nur mit einer Stellfläche zwischen Cockpit und Vorderrad ausgestattet ist. Der Radstand ist dadurch verlängert. Das Fahrverhalten ist sportlicher als beim Trike. Die Balance zu halten erfordert wiederum Übung, ebenso das Ab- und Aufsteigen. Long Johns bieten in der Regel eine sehr hohe Zuladung.

Das zulässige Gesamtgewicht ist definiert als Summe aus Leergewicht und maximaler Zuladung eines Fahrzeugs beziehungsweise Fahrrads. Die maximale Zuladung setzt sich zusammen aus dem Fahrergewicht (inklusive Kleidung) und dem weiteren Gepäck und Gewicht, mit dem das Fahrrad belastet wird.

Anders als beim Long John wird die Fracht beim Longtail-Lastenrad (manchmal firmiert diese Gattung auch unter der Bezeichnung Multifunktions-E-Bike) hauptsächlich auf dem langgezogenen Gepäckträger transportiert. Der Radstand ist oft kürzer als beim E-Cargobike Long John, und auch das Fahrgefühl ist dem eines herkömmlichen 28-Zoll-Fahrrads ähnlicher. Viele Longtails besitzen zusätzlich einen Frontgepäckträger. Nachteil: Mit Blick auf den Personentransport ist man etwas eingeschränkter als beim Long John mit Transportkiste. Zudem muss man nicht selten auf aufpreispflichtiges und teures Spezialzubehör zurückgreifen.

Noch mal eine Nummer kleiner und handlicher ist das sogenannte E-Kompakt-Lastenrad. Anders als beim klassischen E-Kompakt- beziehungsweise E-Faltrad liegt der Fokus der kleinen Raumwunder auf Transport, gepaart mit hoher Alltagstauglichkeit. Daher überrascht es kaum, dass das Baumaß dieser Lastenräder reduziert ist. Die Traglast liegt trotzdem meistens auf einem ansprechenden Niveau, womit sich diese Räder vor allem für den Transport von Einkäufen qualifizieren. Mit dem entsprechenden Zubehör lassen sich auch Kinder von A nach B bringen, allerdings ist das weder für die Kids noch für ihre Eltern immer so richtig komfortabel.

3 verschiedene Lastenräder
Quelle: Hersteller, Montage: SuperPlus
Es gibt verschiedene Arten von E-Lastenrädern. Wir zeigen dir, welche.

1. Long John: Der Klassiker unter den E-Lastenrädern

1. Ca Go FS200 Vario

Das E-Cargobike Ca Go
Quelle: Ca Go
Das E-Cargobike Ca Go wirkt wertig und stabil und fährt sich auch so. Mit 50 Kilogramm Eigengewicht ist es allerdings alles andere als ein Leichtgewicht.

Hinter diesem E-Lastenrad steht die namhafte Firma RTI Sports aus Koblenz, die viele qualitativ hochwertige Zubehörprodukte unter den Marken Ergon oder Topeak vertreibt. Die ausgewiesene Branchenerfahrung hat man dem E-Lastenrad, Ca Go genannt, von Beginn an positiv angemerkt. Im Jahr 2024 ist das Ca Go seinen Kinderschuhen entwachsen und die Modellfamilie größer geworden. Das FS200 ist mittlerweile in sieben Ausführungen erhältlich, vier Modelle sind für Familienbedürfnisse (genannt: Life) konzipiert, drei weitere für den Lastentransport (genannt: Vario). Die Zuladung lässt in jedem Fall keine Wünsche offen: Mit 225 Kilogramm maximal zulässigem Gewicht sind auch angesichts des extrem hohen Eigengewichts von rund 50 Kilogramm in jedem Fall mehr als 150 Kilogramm für Gepäck, Fahrer und weitere Personen drin. Das Ausstattungspaket unterstreicht den Premiumanspruch bei Ca Go: Nicht nur, dass Boschs bester Lastenradantrieb Cargo Line mit 85 Newtonmeter Spitzendrehmoment verbaut wurde. Auch die Automatikschaltung von Enviolo sowie die kräftig zupackenden Scheibenbremsen von Magura werden den Fahrspaß in die Höhe treiben. Wer mehr Reichweite wünscht, kann per Aufpreis die Akkuleistung auf 1.250 Wattstunden verdoppeln. So viel Güte hat ihren Preis: Die Life-Serie beginnt ab 7.290 Euro, die Vario-Modelle starten bei 7.490 Euro.

Pro

  • Automatikschaltung
  • Fahrverhalten und Stabilität
  • Ansprechende Zuladung
  • Durchdachte Modellpalette

Kontra

  • Gewicht
  • Preis

2. Carqon Classic

Carqon Classic
Quelle: Cargon
Eintreten leicht gemacht: Die Kindertür des Carqon Classic bietet Kindern und Tieren einen unkomplizierten und schnellen Einstieg ins Cargovergnügen.

Das für 6.399 Euro erhältliche Carqon Classic weist nicht nur optisch viel Ähnlichkeit zum Ca Go auf. Mit Blick aufs Fahrverhalten befinden sich beide E-Lastenräder nahezu auf Augenhöhe und punkten mit beispielhafter Stabilität. Weitere Gemeinsamkeit: Verbaut wurde auch beim Carqon der Bosch-Antrieb Cargo Line, ein Garant für Leistung, Verlässlichkeit sowie ein hohes Drehmoment von 85 Newtonmetern bei niedrigen Kadenzen. Besonders interessant ist die Transportkiste mit integrierter Kindertür, die für bis zu zwei Kinder Platz bietet. Das Classic-Modell ist explizit auf den Transport von Personen ausgelegt, während das Modell Cruise auf die Kindertür verzichtet. Leider ist das Carqon von Haus aus nur mit einem 400 Wattstunden großen Akku ausgestattet, was für ein E-Lastenrad dieses Kalibers und der Größe und Schwere allein nicht ausreichend ist. Zum Glück gibt es die Option, einen zweiten Akku zu kaufen. Das ist bei E-Cargobikes ohnehin angebracht. Das maximal zulässige Gesamtgewicht liegt bei 225 Kilogramm, was ordentlich Spielraum für den Transport von Lasten lässt. Allerdings ist auch das üppige Eigengewicht mit über 50 Kilogramm ähnlich hoch wie beim Ca Go.

Pro

  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Sicheres Fahrverhalten
  • Ergonomisches Cockpit

Kontra

  • Standardmäßig nur 400 Wattstunden Akku
  • Gewicht

3. Riese & Müller Load

Weißes elektrisches Lastenfahrrad mit stabilem Rahmen, langem Gepäckträger und Frontladefläche. Vollgefedert, mit Mittelmotor und Akku.
Quelle: Riese & Müller
Das Load von Riese & Müller ist dank Vollfederung (Dämpfer am Heck plus Federgabel) eines der komfortabelsten E-Lastenräder auf dem Markt.

Das Riese & Müller Load ist unzweifelhaft eines der besten Elektro-Lastenräder auf dem Markt und keinesfalls nur in noblen Stadtteilen anzutreffen. Grund hierfür ist der nicht hohe Startpreis von 5.689 Euro für das Einstiegsmodell Load 60. Am Ende der Fahnenstange liegt das für drei Kinder ausgelegte neue Load4 75 für 7.499 Euro (mit weiterem Zubehör kann der Kaufpreis auf fast 10.000 Euro anschwellen). Allen Modellen ist eine Vollfederung gemeinsam, also eine Federgabel in der Front, gepaart mit einem weiteren Dämpfungselement im Rahmen. Das ist extrem ungewöhnlich bei Lastenrädern, zahlt sich aber am Ende aus, denn in puncto Komfort ist das Riese & Müller Load nicht zu schlagen. Viele Fahrradhersteller verzichten trotzdem auf die Vollfederung, weil dadurch die Stabilität leiden könnte. Beim Load spürt man davon nichts, und auch das reduzierte Höchstgewicht von 200 Kilogramm spielt keine Rolle, da das Load unter 40 Kilogramm bleibt und damit in etwa genauso viel Zuladung ermöglicht wie Ca Go und Carqon. Das Zubehörangebot für das Load ist vielfältig und bietet von der Transportbox mit niedrigen Seitenwänden und Hardcover bis zur Box mit Kinderverdeck und Kindersitzen alles, was das Cargo-Herz begehrt. Der Konfigurator eröffnet dem Kunden weitere Möglichkeiten, das Load zu optimieren: Je nach Ausstattungslinie wird auf Boschs Performance- oder Cargo-Line-Motor gesetzt, auf Ketten- oder Riemenantrieb, auf eine stufenlose Enviolo-Nabenschaltung oder eine begehrte Rohloff-Nabenschaltung mit 14 Gängen.

Pro

  • Komfortabelstes E-Lastenrad auf dem Markt
  • Qualitätskomponenten
  • Tiefer Schwerpunkt, gute Straßenlage

Kontra

  • Kaufpreis
  • Aufpreispolitik

4. Urban Arrow Family

Urban Arrow
Quelle: Urban Arrow
Die Stilikone unter den urbanen E-Lastenrädern ist sich optisch in den letzten Jahren treu geblieben. Die geräumige Transportkiste bietet viel Platz.

Das Urban Arrow Family gehört zu den beliebtesten E-Lastenrädern auf dem Markt. Der niederländische Hersteller hat es von Beginn an verstanden, ein stabiles und gleichzeitig optisch ansprechendes E-Lastenrad anzubieten, das den Nerv junger Familien trifft. Der Trendsetter von damals ist in die Jahre gekommen, aber im besten Sinne gereift wie ein guter Rotwein, von dem man in der Ladebox gerne 70 Flaschen transportieren könnte. Heute stehen neben der Einstiegskonfiguration für 4.999 Euro mit dem zahnlosen Bosch Active Line Plus drei weitere Ausführungen zur Wahl. Wer Antrieb, Motor und Steuerung upgraden will, kann den Basispreis auf 6.690 Euro hochjazzen. In der teuersten Variante winken dann Magura-Scheibenbremsen, Gates-Riemenantrieb und Boschs stärkster Antrieb mit 85 Newtonmeter Drehmoment. Die Qual der Wahl hat man anschließend beim Zubehör: Zum Beispiel kann man sich ein Regenverdeck für 379 Euro oder eine zweite Sitzbank für 209 Euro gönnen. Wozu wir allerdings wirklich raten, ist der zweite Akkupack, um die Wattstunden auf 1.000 zu verdoppeln. Angesichts der 50 Kilogramm, die das Urban Arrow Family in etwa auf die Waage bringt, sind beim maximal zulässigen Gesamtgewicht von 250 Kilogramm rund 200 Kilogramm Zuladung möglich.

Pro

  • Über die Jahre bewährt
  • Ansprechendes Design
  • Geräumige Transportkiste

Kontra

  • Komfort ist ausbaufähig
  • Zubehör teils überteuert

2. Longtail: Das Multifunktionswerkzeug unter den Cargobikes

1. Bergamont E-Cargoville LT

 Bergamont E-Cargoville LT
Quelle: Bergamont
Der Hinterbau des Bergamont E-Cargoville LT verträgt maximal 54 Kilogramm. Mit dem richtigen Zubehör können Kinder problemlos Platz nehmen.

Der deutsche Fahrradhersteller Bergamont hat in den letzten Jahren seine Lastenrad-Linie ausgebaut. Mit dem E-Cargoville LT, das auf 26-Zöllern anrollt, haben die Hamburger nun auch ein Longtail-Fahrrad im Sortiment. Das 4.399 Euro teure E-Lastenrad zeichnet sich nicht nur durch seinen attraktiven Preis aus. Mit einem maximalen Systemgewicht von 190 Kilogramm lässt es auch Spielraum für allerhand Gepäck – bis hin zum Personentransport. Die beiden Trägersysteme (maximale Traglast hinten 54 Kilogramm und vorne 15 Kilogramm) sind modular erweiterbar, sodass bis zu zwei Kinder Platz finden können. Voll beladen wird der Motor allerdings gut zu tun haben, denn der verbaute Bosch Performance Line Cruise liefert nur ein maximales Drehmoment von 65 Newtonmetern. Auch wenn 500 Wattstunden für die meisten Radfahrer im Alltag ausreichend erscheinen, hätte es dem E-Cargoville sehr gut zu Gesicht gestanden, mit 600 oder sogar 700 Wattstunden aufzuwarten. Zum Glück kann ein zweiter Akku – gegen Aufpreis natürlich – nachgerüstet werden. Die Stärken des Bergamont E-Cargoville LT liegen im flotten Fahrverhalten, der Rahmenstabilität und in den vielfältigen Möglichkeiten, das Front- und Heckträgersystem nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten.

Pro

  • Attraktiver Preis
  • Bremsperformance
  • Modularer Hinterbau

Kontra

  • Motorleistung
  • Akkugröße

2. Car.los C.1

Das Car.los C1
Quelle: Car.los
Dürfen wir vorstellen, hier kommt der Shootingstar der Longtail-Lastenräder. Das Car.los C1 gibt es serienmäßig mit zwei Akkus, wovon sich einer hinter dem Kettenschutz versteckt.

Das Car.los C.1 ist so etwas wie der Shootingstar unter den Longtail-Lastenrädern. Nachdem es vor zwei Jahren auf der Fahrradfachmesse Eurobike erfolgreich seine Premiere feierte, wurde es schnell zum Publikumsliebling und fuhr viele positive Testergebnisse von Fachmedien ein. Das C.1 rollt anders als das Bergamont E-Cargoville auf 20-Zoll-Laufrädern zum Kunden, bietet aber ein ebenso vertrauenswürdiges Systemgewicht von 205 Kilogramm und ist daneben mit einer komfortablen Federgabel, perfekt zupackenden Scheibenbremsen von Magura und einer stufenlosen Enviolo-Nabenschaltung ausgestattet. Während viele Hersteller mit Blick auf die Motorauswahl Bosch vertrauen, hat man bei Car.los einen Brose-Antrieb verbaut, was in der Praxis weder Vor- noch Nachteil ist. Der Drive T, made in Deutschland, arbeitet zwar merklich leiser, ist aber auch weniger präsent, wenn man mit niedriger Kadenz anfährt, weil man zum Beispiel nicht rechtzeitig den richtigen Gang gefunden hat. Von Haus aus sind beim C.1 direkt zwei Akkus mit insgesamt 1.044 Wattstunden verbaut – perfekt für Vielfahrer! Zudem ist das Zubehör wie Heckreling und Frontgepäckträger im Kaufpreis ab 5.999 Euro inklusive, Taschen müssen aber extra erworben werden; Seitentaschen zum Beispiel kosten zusätzlich 269 Euro.

Pro

  • Serienmäßig viel Zubehör
  • Fahrverhalten
  • Zwei Akkus ab Werk

Kontra

  • Junge Marke

3. Riese & Müller Multitinker

Das Riese & Müller Multitinker
Quelle: Riese-&-Müller
Technisch super, optisch ansprechend: Das Riese & Müller Multitinker gibt keinen Anlass zur Kritik, wäre da nur nicht die teure Aufpreispolitik für Zubehör und Komponenten.

Wem das Riese-&-Müller-E-Lastenrad Load zu groß und sperrig erscheint, der bekommt mit dem Multitinker eine gute Alternative von dem deutschen E-Bike-Hersteller angeboten. Wobei zur Wahrheit auch gehört, dass das Multifunktions-E-Bike mit Zubehör und Taschen auch rund 40 Kilogramm auf die Waage bringt. Die vielfältigen Transport- und Einstellmöglichkeiten des Multitinker sind Programm: Bis zu zwei Kinder oder ein Großeinkauf können mit dem Fahrrad problemlos und komfortabel durch die Gegend bewegt werden. Das Heck kann dazu mit bis zu 65 Kilogramm belastet und beladen werden – insgesamt ist das Fahrrad für ein Gesamtgewicht von 200 Kilogramm freigegeben. Wie immer lässt sich der deutsche Premiumhersteller sein weiteres Zubehör, zum Beispiel Taschen (für 199,90 Euro) oder Kindertransportmöglichkeiten (Sitzfläche mit Schaumstoff und Außenstreben für 169,90 Euro), sehr gut bezahlen. Der Listenpreis des Multitinker Vario startet zwar bei 6.199 Euro, doch für denjenigen, der für sich Upgrades und Zubehör kauft, wird er um einiges höher ausfallen. Qualität hat in diesem Fall leider ihren Preis, doch darin inbegriffen sind immerhin kräftig zupackende Scheibenbremsen von Magura, Boschs starker Antrieb Performance Line CX, eine stufenlose Enviolo-Nabenschaltung mit Riemen, eine komfortable Federgabel sowie die verlässliche Service-Infrastruktur des Herstellers.

Pro

  • Attraktives Ausstattungspaket
  • Tadellose Verarbeitung
  • Service-Infrastruktur

Kontra

  • Aufpreispolitik

4. Tern GSD

Das Tern GSD
Quelle: Tern
Das Tern GSD war Trendsetter und ist immer noch gefragt wie eh und je. Die Zubehörwelt lässt keine Wünsche offen. Der Preis ist allerdings ins Astronomische gestiegen.

Das Modell GSD des Kompaktrad-Spezialisten Tern hat die Sparte der Multifunktionsbikes beziehungsweise Longtail-E-Lastenräder mehr oder weniger begründet, mindestens aber extrem geprägt und vorangetrieben. Das Besondere war auch, dass man das GSD mit nur zwei Handgriffen so einklappen konnte, dass es in einen Pkw-Kombi passte. Trotzdem ließ sich mit ihm so viel Gewicht (200 Kilogramm) und Volumen bewegen wie sonst nur mit wesentlich größeren Cargobikes. Jahre später gibt es das Modell in seinem Grundaufbau immer noch, auch wenn der Preis mittlerweile dem eines Pkw recht nahekommt. Das Modell GSD S00 kostet zum Beispiel in der Basisversion schon 7.299 Euro. In dieser Version lässt das 20-Zoll-E-Lastenrad bis auf die eingeschränkte Akkukapazität von 500 Wattstunden allerdings auch keine Wünsche offen und punktet mit Boschs Cargo-Line-Motor, Scheibenbremsen von Magura, Riemenantrieb und Bremslicht. Ebenfalls zu loben sind der klappbare Lenker sowie die prämierte Fahr- und Rahmenstabilität. In der großen Zubehörwelt findet jeder das passende Equipment für seine Bedürfnisse, vom wetterfesten Verdeck bis zur Hunde-Transportbox.

Pro

  • Trendsetter und Qualitätsgarant
  • Umfangreiche Zubehörliste
  • Tolle Fahreigenschaften

Kontra

  • Preis

3. Kompakte E-Lastenräder: Klein, wendig und praktisch

1. E-Muli

Das E-Muli
Quelle: E-Muli
Das Herzstück des E-Muli ist sein klappbarer Transportkorb. Die Breite schrumpft so von 60 Zentimetern auf nur noch 27,6 Zentimeter.

Das 34 Kilogramm schwere E-Muli aus Köln hat sich durch seine Kompaktheit und sportliche Fahrweise bereits viele Freunde gemacht. Für ein waschechtes E-Cargobike ist der Radstand nämlich erstaunlich kurz geraten, und die Gesamtlänge bemisst sich auch nur auf 1,98 Meter. Das Herzstück des Fahrrads ist der klappbare Transportkorb, der sich von 60 Zentimeter Breite auf 27,6 Zentimeter verkleinern lässt. Fährt man mit eingeklappter Box und ohne Beladung, hat man den Eindruck, auf einem herkömmlichen E-Bike ohne Transportbox zu sitzen. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 195 Kilogramm, während der Korb laut dem deutschen Hersteller mit bis zu 70 Kilogramm belastet werden darf. Kleiner Nachteil: Voll beladen verliert das E-Muli nicht nur seine Spritzigkeit, sondern auch etwas an Stabilität. Der Verkaufspreis für das Stahl-E-Cargobike startet ab 4.460 Euro mit dem Pendix-Antrieb eDrive 300. Wer lieber von einem Shimano-Aggregat angetrieben werden will, muss mindestens 5.230 Euro bereithalten. Im Konfigurator können zusätzlich Extras wie Gepäckträger und Kindersitze hinzugebucht werden.

Pro

  • Kompakte Bauweise
  • Elektronische Schaltung (mit Shimano-Motor)
  • Korb platzsparend einklappba

Kontra

  • Beladen etwas wackelig
  • Saftige Preise für Zubehör

2. Tern HSD

Rotes E-Lastenfahrrad mit tiefem Rahmen, Gepäckträger, kleinem Vorderrad und starkem Mittelmotor. Ideal für Stadttransport und Familien.
Quelle: Tern
Der kleine, aber ebenso praktische Bruder HSD des großen Tern GSD ist schon ab 3.199 Euro erhältlich. In dieser Ausstattung lässt die Motorleistung etwas zu wünschen übrig.

Der kleine Bruder HSD des großen Tern GSD ist in allem etwas weniger, dabei aber nicht weniger nützlich. Denn mit diesem Modell schließt Tern die Lücke zwischen Kompaktbike und Lastenrad. Das HSD fährt sich de facto wie ein Kompaktrad, bietet aber eine stattliche Zuladung von rund 140 Kilogramm bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 170 Kilogramm, wobei der Gepäckträger laut Hersteller mit 60 Kilogramm belastet werden kann. Das P9 ist ausgelegt auf Alltag und Stadt und dient gleichzeitig als sehr solides Nutzfahrzeug, ist aber sicher kein Reichweitenwunder. Die breit bereiften 20-Zöller machen vor allem im engen Stadtverkehr viel Spaß. Mit einer Länge von 1,63 Metern muss man lange (vielleicht auch vergebens) suchen, bis man so viel Lastenrad auf so kleinem Raum findet. Die Basisversion P9 Performance ist schon ab 3.199 Euro erhältlich. Dafür gibt es moderate 65 Newtonmeter Drehmoment von Bosch, 500 Wattstunden Akkukapazität und Shimanos Einstiegsschaltung Alivio mit neun Gängen. Wer höherwertige Komponenten wünscht, findet diese bei den teureren GSD-Modellen. Immer wieder Trumpf bei Tern: Interessenten steht eine große Auswahl an Zubehör zur Verfügung. 

Pro

  • Mischung aus Kompaktheit und Transportfähigkeit
  • Große Auswahl an Zubehör
  • Einstiegsmodell für 3.199 Euro

Kontra

  • Dürftiges Drehmoment

3. Kettler Familiano L-N

E-Lastenrad von Kettler
Quelle: Kettler
Das kompakte E-Lastenrad von Kettler bietet serienmäßig eine Vorrichtung für einen zweiten Akku, womit die Kapazität auf 1.000 Wattstunden verdoppelt werden kann.

Das kompakte E-Lastenrad von Kettler steht der etablierten Konkurrenz rund um Tern und Co. in nichts nach. Sehr solide ist das maximal zulässige Gesamtgewicht von 180 Kilogramm. Zieht man das angegebene Eigengewicht von 31 Kilogramm ab, bleiben rund 150 Kilogramm für Fahrer, Gepäck, Kinder und weitere Lasten, was in etwa auf Augenhöhe mit anderen kompakten E-Lastenrädern ist. Für 5.099 Euro bekommt man den spezialisierten Cargo-Line-Antrieb von Bosch mit 85 Newtonmeter Drehmoment. Zudem bietet das Familiano L-N die Möglichkeit, einen zweiten Akku zu montieren, um die Akkukapazität von 500 auf 1.000 Wattstunden zu verdoppeln. Die fehlende Federgabel fällt nicht weiter ins Gewicht, da die voluminösen „Super Moto-X“-Reifen von Schwalbe – ausreichend niedrigen Luftdruck vorausgesetzt – einen Teil der Dämpfungsarbeit übernehmen. Dank des modularen Trägersystems können sowohl Kindersitze als auch Transportkörbe montiert werden.

Pro

  • Starker Cargo-Antrieb
  • Modularer Gepäckträger
  • Zweitakku-Option

Kontra

  • Kein Schnäppchen
Ein Mann fährt mit einem orangefarbenen Mountainbike über eine Hügelkuppe, während ein kleiner Hund in einem Rucksack auf seinem Rücken sitzt.
Ein Mann fährt mit einem orangefarbenen Mountainbike über eine Hügelkuppe, während ein kleiner Hund in einem Rucksack auf seinem Rücken sitzt.
E-Lastenräder jetzt auch bei mobile.de

Du suchst ein Fahrrad mit elektrischer Unterstützung und Platz für Kind und Kegel? Dann bietet dir mobile.de eine große Auswahl an E-Lastenrädern.

4. Yoonit Electric

 E-Lastenrad Yoonit
Quelle: Yoonit
Das kompakte E-Lastenrad lässt sich sportlich und flott durch enge Gassen und Straßen steuern. Beladen verliert der Spaßmacher allerdings an Fahrstabilität.

Viel kleiner und kompakter als das Yoonit Electric kann ein E-Cargobike wirklich nicht mehr werden. Die Länge gibt der Hamburger Hersteller mit 1,78 Metern an, im Zusammenspiel mit den 20-Zoll-Laufrädern entsteht so ein sehr agiles Fahrverhalten. Und trotz leistungsstarkem Elektroantrieb (Shimano EP6, 85 Newtonmeter Drehmoment) bringt das Stahl-Lastenrad keine 30 Kilogramm auf die Waage – bei einem maximal zulässigen Gesamtgewicht von 155 Kilogramm. Der verbaute Lenkungsdämpfer erhöht den Fahrkomfort, indem er durch die automatische Zentrierung unerwünschte Lenkbewegungen verhindert. Zusätzlich nimmt die Konstruktion Vibrationen auf, wodurch sich der Fahrkomfort verbessert. Wie schon beim E-Muli nimmt auch beim Yoonit Electric die Stabilität ab, wenn man es schwer belädt, was einfach der Konstruktion geschuldet ist. Die Ladefläche des Yoonit ist vielseitig einsetzbar, zum Beispiel kann eine Thermobox montiert werden oder auch Kindersitze. Der Preis startet ab 5.230 Euro für die Elektrovariante.

Pro

  • Leicht und stabil
  • Kräftiger Motor
  • Sportliches Fahrwerk

Kontra

  • Kostspielig

4. Trike: Der mehrspurige Spaßmacher

1. Bakfiets E-CargoTrike

 Bakfiets
Quelle: Die Konfigurationsmöglichkeiten bei Bakfiets sind riesig. Das Retrodesign wird viele Lastenradfans ansprechen, die maximale Zuladung von 180 Kilogramm ist vorbildlich.
Bakfiets

Das zweispurige E-Lastenrad E-CargoTrike vom niederländischen Hersteller Bakfiets gibt es ab rund 4.000 Euro und in insgesamt neun Ausführungen. Für die allermeisten Familien und Lastenradenthusiasten werden die Modelle „Narrow“ (Gesamtbreite: 85 Zentimeter) und „Wide“ (Gesamtbreite: 95 Zentimeter) am interessantesten sein. Bei ihnen finden serienmäßig mindestens drei Kinder in der Transportkiste Platz. Viele Komponenten lassen sich konfigurieren, zum Beispiel die Rahmenfarbe, die Schaltung sowie der Motor. Ebenso groß ist die Auswahl an Zubehör für dieses E-Cargobike: Regenverdeck, Kindersitze und sogar eine spezielle Box für Handwerker helfen bei der Individualisierung für Privatpersonen und Gewerbetreibende. Das Retrodesign samt uriger Holzkiste und altbackenem Gepäckträger-Akku muss man mögen, aber den meisten wird es gefallen – stimmig ist es in jedem Fall. Die maximale Zuladung des Bakfiets liegt bei 180 Kilogramm.

Pro

  • Umfangreiches Zubehör
  • Platzangebot
  • Konfigurationsmöglichkeiten

Kontra

  • Sperrig

2. Butchers & Bicycles MK1-E

MK1-E von Butchers & Bicycles
Quelle: Butchers & Bicycles
Für 5.600 Euro bekommt man mit dem MK1-E von Butchers & Bicycles viel Hightech geboten. Die verbaute Achsschenkellenkung braucht relativ viel Eingewöhnungszeit.

Das Butchers & Bicycles MK1-E wartet ab einem Preis von 5.600 Euro mit allerhand Technik auf. So wurde neben einer Achsschenkellenkung auch eine Neigetechnik verbaut. Während der Fahrt wirkt es recht nervös und man braucht viel Eingewöhnungszeit. Andererseits überzeugt das zweispurige E-Cargobike aus der Fahrradstadt Kopenhagen mit einer großen Portion skandinavischem Charme. Das zulässige Gesamtgewicht von 250 Kilogramm ist vorbildlich, die Heavy-Duty-Getriebenabe von Enviolofür echte Schwerstarbeit entwickelt. Allerdings hätten die Dänen mal besser zu Boschs Cargo-Line-Antrieb gegriffen. Der liefert zwar dasselbe Drehmoment wie der verbaute Performance Line CX, reagiert aber bei niedriger Kadenz deutlich besser. Der von Haus aus verbaute Akku mit 500 Wattstunden strotzt nicht unbedingt vor Ausdauer. Zum Glück ist das E-Lastenrad für Boschs Dual-Battery-System vorbereitet, sodass man auf 1.000 Wattstunden aufstocken kann.

Pro

  • Ansprechendes Design
  • Hohe maximale Zuladung

Kontra

  • Bosch Cargo Line wäre besser
  • Komfortwerte dürftig

3. Chike

Chike Lastenrad
Quelle: Chike
Wer ein Chike hat, möchte es nicht mehr hergeben. Die funktionierende Neigungstechnik macht Spaß und sorgt für Sicherheit in Kurvenlage.

Das Chike ist in drei Ausführungen erhältlich, die nach ihrem Einsatzzweck benannt wurden: E-Kids, E-Cargo und E-Dog. Allen Modellen gemeinsam ist die ausgeklügelte und perfekt funktionierende Neigungstechnik, mit der sich das Chike positiv von der Konkurrenz abhebt. Das gefederte Neigefahrwerk macht das E-Cargobike zudem wendig und komfortabel. So können selbst Schlangenlinien gefahrlos gefahren werden. Auch gut: Mit einer Länge von unter zwei Metern und einer Breite von 73 Zentimetern ist das Chike alles andere als ein Ungetüm auf drei Rädern und bietet trotzdem mit 200 Kilogramm ein sehr ordentliches zulässiges Gesamtgewicht für ein E-Lastenrad. Shimanos Elektronikschaltung Di2 und der spezielle Cargobike-Antrieb sorgen für noch mehr Fahrspaß. Das Chike E-Cargo kostet ab 6.099 Euro, das Chike E-Kids ab 6.999 Euro.

Pro

  • Top Neigungstechnik
  • Tolles Fahrverhalten (auch beladen!)
  • Durchdachte Ausstattung

Kontra

  • Einzig: teuer

4. Christiania Cargo Electric

Christiania-Lastenrad
Quelle: Christiania
Christiania-Lastenräder sind Kult, den sich die Kopenhagener Manufaktur gut bezahlen lässt. Ruck, zuck werden mit notwendigen Upgrades mehr als 5.000 Euro fällig.

Das Christiania ist jenes Kult-Lastenrad, das vor 30 Jahren in der gleichnamigen Siedlung in Kopenhagen erfunden wurde und dort den Trend zum Transportbike ausgelöst hat. Mittlerweile gibt es das Christiania auch in der Elektrovariante. Das Christiania als Modell Medium startet bei 1.729 Euro – allerdings ohne Motor. Dieser muss anschließend im Konfigurator hinzugefügt werden. Für Shimanos Cargo-Antrieb EP600 werden dann noch mal 2.998 Euro fällig, wodurch man schon bei 4.727 Euro für die Basisversion liegt. Darin nicht eingerechnet sind Upgrades, um die Zuladung von 100 auf 150 Kilogramm zu erhöhen (nur 95 Euro), oder ein zweiter Akku für fast 1.000 Euro. Positiv ist, dass das E-Bike aus Aluminium in der Basisvariante nur rund 37 Kilogramm wiegt. Das Christiania-Modell ist darüber hinaus in den Varianten Straight (hoher Aufbau), Short (20 Zentimeter kürzer) und Long (30 Zentimeter länger) erhältlich. Für jeden Lastenradtypen gibt es also die passende Ausführung. 

Pro

  • Vergleichsweise geringes Gewicht
  • Unterschiedliche Modelle und Varianten
  • Sehr hohe Zuladung (nach Upgrade)

Contra

  • So viel Kult kostet
  • Verstaubtes Design
Teilen
Frau fährt auf einem E-Bike
E-Bikes kaufen: Jetzt auch bei mobile.de.
Du freust Dich schon auf die Fahrrad-Saison? Wir uns auch! Denn ab jetzt gibt’s bei mobile.de auch Elektrofahrräder.
Über die Redaktion
Erfahre, wer hinter den Inhalten steht und lerne unser mobile.de kennen.
Sind diese Informationen hilfreich für Dich?