Das kann der neue Mini mit Elektromotor

Alle Details zum elektrischen Mini Cooper SE

Der Mini wird elektrifiziert. Ende 2019 kommt der Cooper SE mit 184 PS und bis zu 270 Kilometern Reichweite. Erfahre alle Details in unserer Neuvorstellung.

  • Heiko Dilk
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  • Veröffentlicht am 08/28/2019, 12:00 AM
  • Aktualisiert am 09/30/2019, 4:42 PM
Mini elektrifiziert den dreitürigen Cooper. Marktstart ist Ende 2019
Quelle: Mini Mini elektrifiziert den dreitürigen Cooper. Marktstart ist Ende 2019

Ein paar Embleme in Steckerform und ein geschlossener Kühlergrill - viel mehr unterscheidet den neuesten Mini optisch nicht von seinen Brüdern. Wer mag, kann gegen Aufpreis ein paar gelbe Akzente am Kühlergrill und auf den Außenspiegelkappen setzen. Kein offensiver Umgang mit der neuen Technik unter dem bekannten Blech. Elektrische Normalität im Fahrzeugangebot, könnte man sagen. Zumal: Auch beim Preis orientiert der Mini Electric sich nah am sportlichen Benziner.

Mini Cooper SE nennt die BMW-Marke ihr jüngstes Modell. Was insofern etwas verwirrend ist, weil es bereits einen Mini Countryman mit demselben Kürzel gibt. Der fährt allerdings mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb.

Beim elektrischen Mini Cooper SE fällt der Verbrenner weg. Dort wo er sonst sitzt - unter der Motorhaube - befindet sich eine Elektromaschine. Die leistet 135 kW (184 PS) und schickt 270 Newtonmeter Drehmoment Richtung Vorderräder. Wem diese Werte bekannt vorkommen: Der Motor kommt bereits im BMW i3s zum Einsatz.

Damit liegt der Cooper SE knapp hinter dem Cooper S mit konventionellem Antrieb. Der leistet 141 kW (192 PS) und verfügt über 280 Nm. Mit Overboost sind es sogar 300 Nm. Weil der SE mit 1.365 Kilo 145 Kilo schwerer ist als der normale Cooper S mit automatischem Getriebe, fährt er etwas hinterher. Von 0-100 km/h vergehen 7,3 Sekunden, der Cooper S braucht 6,7 s. Von 0 auf 60 km/h soll er nur 3,9 Sekunden brauchen - vermutlich dürfte der konventionelle Mini hier Probleme haben, zu folgen.

Mini Cooper SE: Hoher Aufbau, niedriger Schwerpunkt

Zumal: Der elektrische Mini verfügt über das gleiche System zur Reduzierung von Schlupf an den Vorderrädern wie der i3s. Das System berechnet direkt im Antriebssteuergerät, wieviel Kraft beim Beschleunigen an die Vorderräder gelangt und soll so deutlich schneller arbeiten und durchdrehende Räder komplett verhindern.

An der Länge ändert sich beim Cooper Se nichts, die Höhe wächst um 18 Millimeter
Quelle: Mini An der Länge ändert sich beim Cooper Se nichts, die Höhe wächst um 18 Millimeter

Mini verspricht eine ähnliche Agilität wie im konventionellen Modell. Helfen sollen der niedrige Schwerpunkt und die bessere Gewichtsverteilung. Der Elektromotor bringt weniger Gewicht auf die Vorderachse, die Akkus liegen im Unterboden. Dadurch sinke der Schwerpunkt um 30 Millimeter, obwohl die Karosserie um 18 Millimeter nach oben wandert, um den Akkus mehr Raum zu geben. Das Kofferraumvolumen schränken sie nicht ein. Es liegt weiterhin bei 211 bis 731 Litern.

Mini bringt 12 Module mit einem Brutto-Energiegehalt von 32,6 kWh unter. Wie viel davon nutzbar sind, verrät Mini nicht. Beim i3s bleiben von 33,2 kWh Bruttokapazität 27,2 kWh nutzbar. Der Mini Cooper Se dürfte auf einen ähnlichen Wert kommen. Das soll für eine Reichweite von 235 bis 270 Kilometer genügen. Den Verbrauch gibt Mini mit im Bestfall 13,2 kWh auf 100 Kilometern an, im ungünstigsten Fall nimmt der Motor im Normzyklus im Schnitt 15 kWh.

Geladen wird wahlweise an der Haushaltsteckdose, über eine Wallbox von Mini oder an öffentlichen Ladesäulen. Per Wallbox und an öffentlichen Ladesäulen mit Wechselstrom wird mit maximal 11 kW geladen, in 2,5 Stunden füllt sich der Akku so auf 80 Prozent. Für eine Komplettladung gibt Mini 3,5 Stunden an. An Schnellladepunkten mit Gleichstrom sind bis zu 50 kW möglich. Von 0 bis 80 Prozent dauert der Ladevorgang dann 35 Minuten.

Mini Cooper SE: So teuer wie ein Cooper S

Serienmäßig stattet Mini den Cooper SE unter anderem mit einer 2-Zonen-Klimaautomatik und einer Wärmepumpe aus. Per App lässt sich der Innenraum für eine bestimmte Abfahrtzeit vorklimatisieren, außerdem sind Infos über den Ladezustand, die Reichweite und den Energieverbrauch abrufbar. Ein Infotainmentsystem mit Navi und 6,5-Zoll-Bildschirm ist serienmäßig, optional gibt es 8,8 Zoll.

Hinter dem Lenkrad befindet sich zudem ein 5,5-Zoll-Display, auf dem neben der Geschwindigkeit der Ladezustand der Batterie, Reichweite und Antriebsleistung angezeigt werden. Während des Ladens lässt sich hier zudem ablesen, wann der Akku voll ist.

Der Innenraum des Mini Cooper SE unterschiedet sich nur in Details von den konventionell angetriebenen Modellen
Quelle: Mini Der Innenraum des Mini Cooper SE unterschiedet sich nur in Details von den konventionell angetriebenen Modellen

Mini produziert den Cooper SE im Werk in Oxford in Großbritannien. Ab November 2019 geht es los. Zu deutschen Händlern rollen die ersten Exemplare dann kurz danach. Die Preise starten bei 32.500 Euro. Damit liegt der elektrische Cooper S ein gutes Stück über dem konventionellen, der ab 26.000 Euro startet. Rechnet man allerdings Ausstattungspositionen wie eine Automatik (der SE fährt natürlich stufenlos), 2-Zonen-Klima, LED-Scheinwerfer und weitere Kleinigkeiten hinzu, die der SE serienmäßig mitbringt, liegen die beiden fast gleichauf.

Mini Cooper SE (2020): Technische Daten, Preis

  • Motor: Elektro-Synchron-Motor
  • Leistung: 135 kW (184 PS)
  • Drehmoment: 270 Nm
  • Batteriekapazität (brutto): 32,6 kWh
  • Ladezeit (für 80 Prozent): 35 min. (50 kW), 2,5 h (11 kW) ca. 11 h (Haushaltssteckdose)
  • Verbrauch: 15,0-13,2 kWh/100 km
  • Reichweite: 235-270 km (gemessen nach WLTP, zurückgerechnet auf NEFZ)
  • Antrieb: Vorderräder, Eingang-Getriebe
  • 0-100 km/h: 7,3 s
  • 0-60 km/h: 3,9 s
  • Geschwindigkeit: 150 km/h
  • Länge: 3.850 mm
  • Breite: 1.727 mm
  • Höhe: 1.432 mm
  • Radstand: 2.495 mm
  • Gewicht: 1.365 kg
  • Kofferraumvolumen: 21--731 l
  • Marktstart: Ende 2019
  • Preis: ab 32.500 Euro

Alle Details zum elektrischen Mini Cooper SE - Galerie

  • Mini elektrifiziert den dreitürigen Cooper. Marktstart ist Ende 2019
    Quelle: Mini Mini elektrifiziert den dreitürigen Cooper. Marktstart ist Ende 2019
  • Im Zentraldisplay zeigt der Mini Cooper SE die ungefähre Reichweite mit der restlichen Akkuladung an
    Quelle: Mini Im Zentraldisplay zeigt der Mini Cooper SE die ungefähre Reichweite mit der restlichen Akkuladung an
  • Der Mini Cooper SE bekommt einen speziellen digitalen Instrumententräger, der zum Beispiel über die Reichweite informiert
    Quelle: Mini Der Mini Cooper SE bekommt einen speziellen digitalen Instrumententräger, der zum Beispiel über die Reichweite informiert
  • Der Innenraum des Mini Cooper SE unterschiedet sich nur in Details von den konventionell angetriebenen Modellen
    Quelle: Mini Der Innenraum des Mini Cooper SE unterschiedet sich nur in Details von den konventionell angetriebenen Modellen
  • Unter Haube des elektrischen Mini sitzt der Motor aus dem i3s, er leistet 184 PS
    Quelle: Mini Unter Haube des elektrischen Mini sitzt der Motor aus dem i3s, er leistet 184 PS
  • Der Mini lädt mit maximal 50 kW Leistung, dann dauert es 35 Minuten bis der Akku zu 80 Prozent gefüllt ist
    Quelle: Mini Der Mini lädt mit maximal 50 kW Leistung, dann dauert es 35 Minuten bis der Akku zu 80 Prozent gefüllt ist
  • Der Kühlergrill am elektrischen Mini Cooper ist geschlossen, sonst trennt ihn optisch wenig von den Brüdern
    Quelle: Mini Der Kühlergrill am elektrischen Mini Cooper ist geschlossen, sonst trennt ihn optisch wenig von den Brüdern
  • An der Länge ändert sich beim Cooper Se nichts, die Höhe wächst um 18 Millimeter
    Quelle: Mini An der Länge ändert sich beim Cooper Se nichts, die Höhe wächst um 18 Millimeter
  • Produziert wird der Mini Cooper SE im englischen Oxford, auf den Markt kommt er Ende 2019
    Quelle: Mini Produziert wird der Mini Cooper SE im englischen Oxford, auf den Markt kommt er Ende 2019
  • Die Preise für den Mini Cooper SE starten bei 32.500 Euro
    Quelle: Mini Die Preise für den Mini Cooper SE starten bei 32.500 Euro