Autowert - Rest-, Verkaufs- & Zeitwert des Autos | mobile.de

Autowerte: Wo liegt der Unterschied?

Was ist mein Auto wert?

Die Frage nach dem Autowert sollte beantwortet sein, bevor Du inserierst und in die Verhandlungen gehst – egal ob an Privatinteressenten oder professionelle Autohändler. Denn Autos verkaufen ist eine Kunst für sich.

Wenn Du Dein Auto nicht unter Wert, sondern zu einem fairen Marktpreis loswerden möchtest, musst Du die verschiedenen Wertarten des Autos berücksichtigen. Welche das sind und anhand welcher Wertkategorien sich der Preis orientiert, erfährst Du bei uns.

Verkaufswert des Autos

Unter dem Verkaufswert versteht man den sogenannten gemeinen Wert oder Marktwert der Autos. Dieser Wiederverkaufswert orientiert sich an den Preisen, die auf dem aktuellen Automarkt für den Gebrauchtwagen gezahlt werden würden. Der Verkaufswert ist also der Betrag, zu dem eine Veräußerung Deines Autos möglich wäre. In diesem Verkaufs- beziehungsweise Marktwert werden alle preisbeeinflussenden Umstände des Autos berücksichtigt. In erster Linie sind das beispielsweise Faktoren wie Marke und Modell, Laufleistung, datierte Zulassung und Schäden. Weitere individuelle Faktoren wie Lackzustand, Innenraum und Ausstattung fließen ebenfalls wertsteigernd oder –mindernd in den Verkaufs- und Marktwert eines Autos ein.

Restwert des Autos

Der Restwert eines Autos, oder auch bezeichnenderweise Wrackwert genannt, ist der monetäre Wert, den ein Auto nach einem Unfall im nicht reparierten Zustand besitzt. Um den Restwert zu berechnen, wird ein Kfz-Sachverständiger herangezogen. Für die Ermittlung sind weder der Verkaufswert dienlich noch Datenbanken für Gebrauchtwagen, denn dieser Preis muss individuell vom Fachmann ermittelt werden. Auto-Restwertbörsen im Internet geben nur wenig Orientierung bei der Berechnung des Wrackwertes. Wenn ein Haftpflichtschadensfall vorliegt und Du für den Schadensfall nicht zur Verantwortung gezogen wirst, kannst Du für gewöhnlich den Sachverständigen frei wählen und für die Restwert-Berechnung beauftragen. Der Wert richtet sich nach der aktuellen Brauchbarkeit des Autos oder aber dem Wert der wiederverwendbaren Reste bei der Ausschlachtung. Die Beurteilung über den Restwert kann, auch abhängig von Interessenschwerpunkten, extrem schwanken und ist häufig ein Streitpunkt. Denn er wird benötigt, um den Schadenersatz bei Versicherungsangelegenheiten zu bestimmen.

Wiederbeschaffungswert und Restwert

Im Schadensfall muss der Wiederbeschaffungswert ermittelt werden. Das ist der Wert, den das Auto zu dem Zeitpunkt vor dem Unfall hatte oder aber der Verkaufswert des gleichen oder vergleichbaren Gebrauchtwagens. Es ist also der Betrag, den der Geschädigte braucht, um sich ein gleichwertiges Fahrzeug wiederzubeschaffen, dazu gehören auch gegebenenfalls Gewinnmargen des Händlers sowie anfallende Steuern. Liegen die Reparaturkosten bis zu 110 Prozent über dem Wiederbeschaffungswert, handelt es sich um einen Totalschaden – die Reparatur lohnt sich nicht mehr. In diesem Fall kann der Versicherte nun den Differenzwert zwischen Wiederbeschaffungswert und dem Restwert des Autos verlangen. Anders als bei der Restwert-Berechnung, für die es einen Sachverständigen braucht, können Gebrauchtwagenrechner wie der von mobile.de für den Wiederbeschaffungswert eine erste Orientierung bieten.

Verkehrswert

Der Verkehrswert eines Autos ist die konkrete Wertermittlung des Wagens. Neben allgemeinen werden hier konkrete Faktoren einbezogen. Insgesamt über 100 Merkmale werden abgeklopft, um den Verkehrswert zu berechnen. Für diese konkrete Aufgabe musst Du anerkannte Prüforganisationen und Sachverständige hinzuziehen. Für gewöhnlich wird Dir sogar ein Gutachten über den aktuellen Verkehrswert des Autos ausgestellt. Das lohnt sich vor allem für Fahrzeuge aus hochpreisigen Segmenten oder Oldtimer. Achte dabei darauf, dass der Verkehrswert immer nur eine zeitlich punktuelle Wertbestimmung ist zu dem Moment der Einschätzung. Zukünftige Kilometer auf dem Tacho oder kleine Kratzer im Lack können den Verkehrswert schnell ändern.

Zeitwert des Autos

 Wird der Zeitwert vom Auto berechnet, spielt wie der Name schon sagt der Faktor Zeit eine grundlegende Rolle in der Wertbestimmung. Es handelt sich zum einen um die Beurteilung zu einem bestimmten Zeitpunkt und zum anderen um eine Beurteilung zum Alter des Autos. Insbesondere im ersten Jahr verliert ein Neuwagen erheblich an Wert. Als grobe Orientierung: Nach drei Jahren hat sich der ursprüngliche Kaufpreis halbiert. Allerdings kannst Du aus der Vergangenheit lernen: Es gibt sogenannte wertstabile Modelle, die im Gegensatz zu anderen Autos einen höheren Zeitwert haben. Ganz anders sieht es natürlich bei Oldtimern aus: Hier wird die Zeit als Wertsteigerung gewertet. Um den Zeitwert zu berechnen, gehen Sachverständige vom Neupreis aus. Davon werden dann alle wertmindernden Faktoren abgezogen. Der Zeitwert kann auch anhand von Daten und Zeitwertlisten ermittelt werden.

Bei der Wertermittlung spielen also unterschiedlichste Autowerte eine Rolle. Sie sind die Grundlage, nach welchen Kriterien die Preise von Gebrauchtwagen oder auch Unfallwagen berechnet werden. Bei einigen Autowerten können Online-Portale wie das von mobile.de für eine erste Orientierung sorgen. Bei der Berechnung des Restwertes oder auch des Verkehrswertes hingegen brauchst Du die Unterstützung vom Fachmann. Auch hier kann mobile.de helfen und Dich mit einem Profi in Deiner Nähe zusammenbringen!