Abmeldung & TÜV vor dem Autoverkauf | mobile.de

Auto abmelden? TÜV erneuern? - Ratgeber

Anmeldung, Abmeldung und TÜV beim Autoverkauf

Dein Auto muss in regelmäßigen Abständen einer Hauptuntersuchung (HU) unterzogen werden, um sicherzustellen, dass alle notwendigen, gesetzlichen Sicherheitsanforderungen erfüllt sind. Ist alles in Ordnung, erhältst Du eine gültige TÜV-Plakette. Wenn Dein Auto diese Prüfung nicht mehr besteht, musst Du abwägen, ob sich die notwendigen Reparaturen noch lohnen oder ob Du Dein Auto ohne TÜV verkaufen möchtest.

Theoretisch ist dies möglich, aber Du musst Folgendes bedenken: Ein Fahrzeug ohne gültige TÜV-Plakette wirkt eher abschreckend, weil der potentielle Käufer von gravierenden Mängeln ausgehen muss, die teure Reparaturen zur Folge haben, bevor er das Fahrzeug nutzen kann. Außerdem darf das Fahrzeug ohne gültige Plakette nicht gefahren werden, d.h. eine Probefahrt ist nicht möglich und für den Transport des Autos ist ein Anhänger erforderlich.

Auto mit oder ohne TÜV verkaufen

Investierst Du noch ein letztes Mal in die Instandsetzung Deines alten Autos bevor Du es verkaufst und erhältst die TÜV-Plakette, dann steigt der Restwert Deines Wagens und Du kannst ihn zu einem höheren Preis verkaufen. Den Restwert kannst Du ganz einfach auf mobile.de online bestimmen, indem Du einige Eckdaten Deines Fahrzeugs in den Preisbewertungsrechner eingibst. Dazu gehören Erstzulassung, Marke, Modell und Kilometerstand. Nach Abgleich mit unserer Datenbank wird Dir blitzschnell ein Schätzwert für Dein Auto angegeben, sodass Du weißt, was Du für Deinen Wagen noch verlangen kannst.

Auto an- oder abgemeldet verkaufen

Generell liegt es an jedem selbst, ob er sein Auto vor dem Verkauf abmeldet oder es angemeldet verkauft. Wenn Du Dein Auto abgemeldet zum Verkauf anbieten möchtest, hat das den Nachteil, dass das Fahrzeug dann nicht mehr auf öffentlichem Grund bewegt oder geparkt werden darf. Das erschwert Probefahrten mit potentiellen Käufern und auch die Überführung des Autos. Abhilfe kann ein Kurzzeitkennzeichen (gelbes Nummernschild) schaffen, das maximal fünf Tage für Probefahrten und Überführungen gilt. Um das Kurzzeitkennzeichen zu erhalten braucht man allerdings außer den Fahrzeugpapieren auch eine gültige TÜV-Plakette, da sonst Fahrten in der Regel nur stark eingeschränkt (zum Beispiel auf kürzestem Weg zur Prüfstelle und zur Werkstatt) erlaubt sind. Der Vorteil ein abgemeldetes Fahrzeug zu verkaufen liegt darin, dass Du kein Risiko eingehst, weil Zulassungsstelle und Versicherung darüber informiert sind, dass Du nicht mehr der Fahrzeughalter bist.

Auto angemeldet verkaufen

Wenn Du Dein Auto angemeldet verkaufen möchtest, weil Du vielleicht noch bis zuletzt damit fahren willst, besteht ein gewisses Risiko. Denn es gibt eine Übergangsphase, in der der neue Besitzer Zeit hat das Fahrzeug umzumelden. Passiert etwas in dieser Zeit, bevor das Auto umgemeldet ist, dann giltst Du für Deine Versicherung und die Zulassungsstelle immer noch als Fahrzeughalter und kannst für verursachte Schäden und Bußgelder des neuen Besitzers zur Verantwortung gezogen werden. Bei einem Unfall des neuen Besitzers kann es eventuell passieren, dass Dich Deine Versicherung höher einstuft. Informiere Deine Versicherung deshalb frühzeitig über den bevorstehenden Verkauf.

Was brauchst Du zur Ummeldung?

Wenn Du Dein Auto angemeldet verkaufen möchtest, dann fahre nach dem Verkauf am besten direkt zusammen mit dem neuen Besitzer zur Zulassungsbehörde, um das Fahrzeug umzumelden. Bleibt das Auto im gleichen Zulassungsbezirk, ist es möglich, dass der neue Halter die alten Kennzeichen übernimmt. Zur Ummeldung benötigst Du die Zulassungsbescheinigungen Teil I (Fahrzeugschein) und Teil II (Fahrzeugbrief) sowie gültige Ausweispapiere mit aktueller Anschrift. Ist die Ummeldung mit einem Zulassungsbezirkswechsel verbunden, dann werden zusätzlich noch Autokennzeichen, eine elektronische Versicherungsbestätigung und der letzte HU-Bericht verlangt. Eine Ummeldung ist auch durch bevollmächtigte Dritte möglich.
Erkundige Dich am besten vorher, ob in der Zulassungsstelle Termine zum Ummelden vergeben werden. Das ist in vielen Städten üblich und erspart Dir lange Wartezeiten. Um ein Kurzzeitkennzeichen zu beantragen braucht man meistens keinen Termin, sondern zieht eine Wartenummer.