VW Caddy 5 (2020): Preis, Daten, Bilder, Marktstart

Neue Skizzen vom nächsten Caddy

Der VW Caddy wird endlich modern: Im Februar 2020 startet die neue Generation ohne Blattfederung. Nun zeigt Volkswagen Nutzfahrzeuge neue Skizzen.

  • Constantin Bergander
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  • Veröffentlicht am 12/21/2019, 8:30 AM
  • Aktualisiert am 01/28/2020, 12:17 PM
VW Caddy neue Skizzen2
Quelle: Volkswagen Der neue Caddy soll auch als Nutzfahrzeug sportlichen Charakter transportieren

Nutzfahrzeuge haben einen anderen, langsameren Lebenszyklus als normale Pkw. Der aktuelle VW Caddy ist seit 2003 auf dem Markt. Der Hersteller findet: Das große Facelift im Jahr 2015 reicht, um eine neue Caddy-Generation auszurufen. Tatsächlich sind diese Autos technisch moderner. Karosserie und Plattform bleiben aber gleich.

2020 jedoch ändert sich Grundlegendes. 17 Jahre nach dem Debüt des aktuellen Caddy startet ein technisch und optisch deutlich modernisierter Nachfolger. VWs Nutzfahrzeug-Tochter VWN will das neue Auto bereits im Februar 2020 vorstellen. Jetzt zeigt die Marke erstmals Skizzen des komplett neuen Fahrzeugs. Sie deuten an, in welche Richtung sich der VW Caddy entwickelt. VW verspricht Sportlichkeit – nichts, das der Caddy unbedingt braucht. Für Caddy-Kunden interessanter: Am großen Laderaum wird VW festhalten.  


Mercedes GLA 45 AMG in der Ansicht von vorne-links, fahrend
Stuttgarter Kompakt-SUV

• Modell: GLA 45 AMG
• Motor: Zweiliter-Vierzylinder-Turbo
• Leistung: 360 PS
• 0-100 km/h: 4,8 s


VW Caddy mit MQB und modernem Fahrwerk 

Die Technik des VW Caddy bedurfte dringend einer technischen Überholung. Der VW ist der letzte Hochdachkombi auf dem Markt, der an der Hinterachse mit Starrachse und Blattfedern fährt. Das erlaubt hohe Zuladungen, bringt aber deutliche Komfortnachteile. Das alte Caddy-Chassis mit den Blattfedern an der Hinterachse hat nun ausgedient. Der VW-Utility basiert fortan auf der modernen Konzern-Architektur für Fahrzeuge mit Quermotor („MQB“). VWN modifiziert den Baukasten jedoch, damit der Caddy weiterhin sehr hohe Zuladungen erlaubt und eine breite Ladefläche bietet. Erste Erlkönig-Bilder deuten an, dass zu diesem Zweck eine Verbundlenker-Hinterachse zum Einsatz kommt. 

VW Caddy neue Skizzen
Quelle: Volkswagen Laut Volkswagen blieb keine Schraube im Caddy unangetastet. Die alten Stärken soll der Caddy aber behalten

Der neue Caddy wird mit dieser Achskonstruktion deutlich mehr Fahrkomfort bieten. Gut so, denn selbst die Pkw-Version federt aktuell etwas rustikal. Der Nachfolger wird sich ein gutes Stück in Richtung Pkw bewegen und den Komfort bieten, den die meisten Konkurrenten dem Caddy inzwischen voraushaben. Davon profitieren Familien und Lieferwagen-Fahrer gleichermaßen, denn der Komfort wird in beiden Caddy-Varianten ankommen.



Neue Motoren im VW Caddy 

Der neue Baukasten bringt auch neue Motoren in den VW Caddy. Dazu gehören die Benziner und Diesel, die kürzlich im VW Golf debütierten. Das sind derzeit Diesel mit 2,0 Litern Hubraum in den Leistungsstufen 115 PS und 150 PS. Gut möglich, dass VW im Caddy eine kleinere Variante ergänzt. 

Zu sehen ist der VW Caddy Erlkönig, stehend
Quelle: Stefan Baldauf / SB-Medien Die Heckklappe des VW Caddy wird sich, je nach Version, klassisch oben angeschlagen oder als Doppeltür jeweils seitlich öffnen

Die Benziner mit drei oder vier Zylindern leisten 90 bis 150 PS. Einige von ihnen sind als Mild-Hybrid ausgelegt. Sie fahren nicht rein elektrisch, unterstützen den Verbrenner aber mit Strom. Zudem bekommen sie eine erweiterte, besonders komfortable Start-Stopp-Automatik. Der Spritverbrauch sinkt spürbar. 



Zum ersten Mal wird es den VW Caddy außerdem als Plug-in-Hybrid geben. Mit einer elektrischen Reichweite von rund 50 Kilometern schafft diese Variante einen besonders guten Normverbrauch. Eine rein elektrische Version ist ebenfalls möglich. Bringt VW einen E-Caddy, könnte er rund 300 Kilometer weit fahren und eignet sich vor allem für den Einsatz in Städten und Gemeinden. 

VW Caddy Erlkönig in der Frontansicht, fahrend über eine verschneite Straße
Quelle: Stefan Baldauf | SB Medien Der VW Caddy für 2020 steht erstmals auf Volkswagens modularem Querbaukausten (MQB)

Neues Infotainment und bekannte Karosserievarianten 

VW wird den Caddy weiterhin mit klassischen Rundinstrumenten anbieten, gegen Aufpreis aber auch modernere Displays ausliefern. Die für den Sicherheitsstandard “eCall” erforderliche Netzwerktechnik erlaubt große Infotainmentsysteme mit umfangreicher Vernetzung. Die Online-Funktionen bieten künftig auch neue Möglichkeiten für Flottenmanager, ihre Fahrzeuge zu verwalten. 

VW unterscheidet auch in Zukunft eine Nutzfahrzeug-Variante (Caddy Cargo) und eine Pkw-Version (Caddy). Außerdem bleibt es aller Voraussicht nach bei verschiedenen Radständen und Fahrzeughöhen – die Variabilität ist eine Stärke des Caddy, die mit dem neuen Baukasten problemlos abzubilden ist. VW verspricht, dass der Caddy ein Caddy bleibt. Einen Caddy Maxi gibt es also weiterhin. Auch einzeln demontierbare Sitze oder Sitzreihen kommen wieder zum Einsatz. Es wird Versionen mit einer klassischen Heckklappe und gegenläufig öffnenden Hecktüren geben.  


Dacia Lodgy in der Seitenansicht, stehend
Viel Platz für wenig Geld

An Platz mangelt es im Dacia Lodgy nicht. Der Van lädt entweder bis zu 2.617 Liter ein, oder transportiert mit dritter Sitzreihe bis zu sieben Passagiere.


Die Beibehaltung des Rezepts bedeutet, dass sich an den Proportionen des VW Caddy nicht viel ändert. Der Kastenwagen wird auch künftig nach Kastenwagen aussehen. VW fängt das mit auffälligen Lichtern an Front und Heck auf, das deuten die Skizzen an. Vermutlich sind diese Lampen den Pkw-Versionen vorbehalten. Der Caddy Cargo dürfte traditioneller aussehen. 

Weitere Details und echte Fotos veröffentlicht VW Nutzfahrzeuge am 20. Februar 2020. Dann erfahren wir außerdem den Preis des neuen Caddy. Die Basis wird weiterhin bei rund 21.000 Euro beginnen. Vermutlich ist die aber erst später verfügbar. Traditionell starten neue Modelle mit den mittleren Motoren und einer besseren Grundausstattung. Das treibt den Preis nach oben.


VW Caddy Erlkönig 2020 | Galerie

  • VW Caddy 2020 Skizze
    Quelle: Volkswagen Nutzfahrzeuge Skizze des neuen VW Caddy: Das Modell zieht auf die Plattform des VW Golf um. Das bedeutet: Schluss mit der Starrachse sowie die Option auf elektrifizierte Antriebe
  • VW Caddy 2020 Skizze
    Quelle: Volkswagen Nutzfahrzeuge Damit der Caddy auch ohne Blattfedern seine hohe Zuladung behält, verstärkt VWN die MQB-Plattform des VW Golf
  • Zu sehen ist der VW Caddy Erlkönig in seitlicher Position, stehend
    Quelle: Stefan Baldauf / SB-Medien Die neue Achskonstruktion des VW Caddy bietet deutlich mehr Fahrkomfort
  • Zu sehen ist der VW Caddy Erlkönig von vorne-rechts, fahrend
    Quelle: Stefan Baldauf | SB Medien Im Moment fahren noch Erlkönige: Im Februar 2020 stellt Volkswagen den neuen VW Caddy ungetarnt der Öffentlichkeit vor
  • VW Caddy Erlkönig in der Frontansicht, fahrend über eine verschneite Straße
    Quelle: Stefan Baldauf | SB Medien Der VW Caddy für 2020 steht erstmals auf Volkswagens modularem Querbaukausten (MQB)
  • VW Caddy Erlkönig in der Heckansicht, fahrend
    Quelle: Stefan Baldauf | SB Medien Der MQB-Baukasten erlaubt den Einzug moderner Assistenzsysteme in den VW Caddy
  • Zu sehen ist der VW Caddy Erlkönig von vorn, stehend
    Quelle: Stefan Baldauf / SB-Medien Der Hersteller verspricht mehr Sportlichkeit. Für den VW Caddy als Nutzfahrzeug weniger bedeutend
  • Zu sehen ist der VW Caddy Erlkönig, stehend
    Quelle: Stefan Baldauf / SB-Medien Die Fugen der Erlkönig-Verkleidung des VW Caddy weisen auf auffällige Lichter an Front und Heck hin
  • Zu sehen ist der VW Caddy Erlkönig, stehend
    Quelle: Stefan Baldauf / SB-Medien Die Heckklappe des VW Caddy wird sich, je nach Version, klassisch oben angeschlagen oder als Doppeltür jeweils seitlich öffnen
  • Zu sehen ist das Heck des VW Caddy Erlkönig
    Quelle: Stefan Baldauf / SB-Medien Am großen Laderaum des VW Caddy ändert der Hersteller nichts
  • Zu sehen ist der Auspuff des VW Caddy Erlkönig
    Quelle: Stefan Baldauf / SB-Medien Der VW Caddy übernimmt die Diesel-und Benzinmotoren des VW Golf 8. Daneben wird es den VW Caddy zum ersten Mal als Plug-In-Hybrid geben