VW Arteon Facelift und Shooting Brake (2020): Preise, Daten, Bilder, Marktstart

Der VW Arteon wird zum Facelift eigenständig

Der VW Arteon steht kurz vor dem Update: Der elegante Passat-Zwilling kommt als Shooting Brake und verbessert seinen größten Fehler. Erste Details.

  • Constantin Bergander
  • Veröffentlicht am 03/09/2020, 12:38 PM
Zu sehen ist der VW Arteon Shooting Brake
Quelle: Stefan Baldauf | SB-Medien Das Facelift beinhaltet zwei neue Antriebsstränge für den VW Arteon. Ein Top-Modell mit einem 400 PS starken VR-6-Motor sowie eine Plug-In-Hybrid Variante mit einem 1,4-Liter-Benziner und Elektromotor

Er hatte keinen leichten Start. Als der VW Arteon 2017 auf den Markt kommt, ist er kaum mehr als ein hübscher Zwilling des Passat. VW presst ihm eine eigenständige Karosserie mit hübschem Dach und markantem Gesicht. Dennoch finden sich zu viele Parallelen zur gewöhnlichen Mittelklasse. Besonders im Innenraum gleichen sich die Modelle zu sehr. Der Arteon wirkt wie ein Passat-Derivat. Obwohl er genau das nicht mehr sein soll.

Zum Facelift steckt VW deshalb viel Aufwand in den Arteon. Einerseits mit einer neuen Karosserieform: Der Shooting Brake ergänzt das viertürige Coupé. Zum anderen bekommt die Modellreihe endlich einen eigenständigen Innenraum. Das beweisen Fotos eines kaum getarnten Prototyps.

Das Arteon Facelift (2020) in Kürze

  • VW Arteon: Facelift startet Ende 2020
  • Arteon Shooting Brake ergänzt Coupé
  • Eigenständiges Cockpit mit echtem Headup-Display
  • VW Arteon R mit dem Antrieb des VW Golf R
  • Arteon GTE (Plugin-Hybrid) geplant


VW Arteon
Der VW Arteon

Erst kaum beachtet, jetzt ganz oben: Aus dem VW CC wurde der Arteon.


Sparsame Motoren im Arteon Facelift

Wie bisher übernimmt der Passat den vernünftigen Teil der VW-Mittelklasse. Der Arteon spielt die hübsche Rolle mit weitestgehend identischer Technik. Die vorhandenen Leistungsstufen bleiben voraussichtlich bestehen, aber der Arteon bekommt zum Facelift einige Upgrades. Die Basismotorisierung (1.5 TSI) könnte in der Variante mit Doppelkupplungsgetriebe zum Mild-Hybrid werden.

Den Antriebsstrang übernimmt er aus dem VW Golf 8. Ein Riemen-Startergenerator unterstützt den Verbrenner bei niedrigen Drehzahlen und erweitert die Start-Stopp-Automatik. Der Benziner steht still, wenn er nicht unbedingt gebraucht wird. Dieser Umbau senkt den Verbrauch. Stoppen und Anlassen werden komfortabler, der Fahrer spürt davon fast nichts.

Die Selbstzünder in Arteon Facelift und Arteon Shooting Brake stammen ebenfalls aus der aktuellen Motorengeneration. Sie reinigen ihre Abgase mit zwei SCR-Katalysatoren und stoßen nur noch wenig Stickoxide aus. Gut möglich, dass mit der Umstellung der 240 PS starke Spitzendiesel aus dem Programm fällt. Leistungsstufen mit 150 und 200 PS gelten als gesetzt.



Wie bisher treibt der Arteon in der Basis die Vorderräder an. Ob es überhaupt noch Varianten mit manuellem Getriebe gibt, ist nicht bekannt. Doppelkuppler ermöglichen den Einsatz von zusätzlichen Assistenten. Stärkere Varianten sind mit Allradantrieb verfügbar.

VW Arteon R und Arteon GTE: Top-Modell und Plug-in-Hybrid

VW plant außerdem mindestens zwei neue Antriebe im Arteon Facelift. Schon vor der Markteinführung deutet der Hersteller einen Arteon R an. Erste Prototypen fuhren mit aufgeladenen VR6-Motoren. Die aufgeladenen 2,5- bzw. 3,0-Liter-Benziner leisteten 400 PS. Die CO2-Flottenziele torpedieren diesen Antrieb. VW baut einen Vierzylinder in die Sport-Variante.

Zu sehen ist der VW Arteon Shooting Brake von hinten
Quelle: Stefan Baldauf | SB-Medien Die optische und technische Nähe zum Passat ist oft ein großer Kritikpunkt. Das Facelift soll dies nun ändern. Der Markstart des VW Arteon wird für die zweite Jahreshälfte (2020) erwartet

Der 2,0-Liter-Turbobenziner stammt voraussichtlich aus dem VW Golf 8 R und leistet 333 PS. Der Verbrenner (interne Kennung: EA 888 Evo4) kommt ohne elektrische Unterstützung und mit einem Doppelkupplungsgetriebe. Dort flanscht VW einen neu entwickelten Allradantrieb an. Statt eines Haldex-Systems sitzen zwei Kupplungen an der Hinterachse. So lässt sich die Kraft besser verteilen. Der ausgelaufene Ford Focus RS nutzt eine ähnliche Technik.

Des Weiteren dürfte endlich ein Plug-in-Hybrid in VW Arteon und Arteon Shooting Brake starten. Der Konzern hat drei Systeme im Regal. Alle nutzen einen 1,4-Liter-Benziner und einen Elektromotor. Sie leisten im Verbund 204, 218 oder 245 PS. Im Arteon kommt wohl die starke Variante zum Einsatz. Mit dem üblichen 13-kWh-Akku könnten Coupé und Shooting Brake rund 60 Kilometer weit rein elektrisch fahren.


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Marktstart und Preise von Arteon Facelift und Shooting Brake (2020)

Die wichtigsten Änderungen am Arteon sind auf den ersten Erlkönig-Bildern noch nicht eindeutig zu erkennen, doch bereits zu erahnen: Das Modell erhält ein neues Armaturenbrett mit echtem Head-up-Display. Bisher projiziert es auf eine zusätzliche, ausfahrbare Scheibe. Ab dem Facelift fällt sie weg, das System nutzt fortan die Frontscheibe. Das gibt es im Passat noch nicht.

Mit der Umstellung wird VW das Cockpit des Arteon komplett neu gestalten. Die Nähe zum Passat ist oft der größte Kritikpunkt. Den soll es nach dem Facelift nicht mehr geben. Technisch wird sich der Arteon nun am Golf orientieren und viele Knöpfe verlieren. Touch-Flächen ersetzen ihre Funktionen. Der gesamte Innenraum wird digitaler.



Im gleichen Zug verfeinert VW die Assistenz  und ergänzt die Car2X-Kommunikation. Ein Datenaustausch zwischen Autos kann die Sicherheit erheblich verbessern, wenn genügend Autos mit dem Standard ausgerüstet sind. Künftige Modelle werden deshalb serienmäßig damit ausgeliefert.

VW stellt den überarbeiteten Arteon und den Arteon Shooting Brake in den kommenden Monaten vor. Den Marktstart erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte. Mit dem Update kommen neue Funktionen ins Auto, die kleine Preiserhöhungen rechtfertigen. Voraussichtlich steigt der Preis des viertürigen Coupés mit 150 Diesel-PS und Doppelkupplungsgetriebe auf knapp 45.000 Euro. Für den Shooting Brake wird VW rund 1.500 Euro Aufschlag verlangen.

Der VW Arteon Shooting Brake in Bildern

  • Zu sehen ist der VW Arteon Shooting Brake von hinten
    Quelle: Stefan Baldauf | SB-Medien Die optische und technische Nähe zum Passat ist oft ein großer Kritikpunkt. Das Facelift soll dies nun ändern. Der Markstart des VW Arteon wird für die zweite Jahreshälfte (2020) erwartet
  • Zu sehen ist der VW Arteon Shooting Brake von hinten
    Quelle: Stefan Baldauf | SB-Medien Nach Angaben des Herstellers startet die Basisversion des VW Arteon preislich bei circa 45.000 Euro
  • Zu sehen ist der VW Arteon Shooting Brake in seitlicher Position
    Quelle: Stefan Baldauf | SB-Medien Das Basismodell des VW Arteon treibt die Vorderräder an. Ob es noch Varianten mit manuellem Getriebe gibt, weiß man bisher nicht
  • Zu sehen ist der VW Arteon Shooting Brake im Schnee
    Quelle: Stefan Baldauf | SB-Medien Laut Angaben des Herstellers wird die Assistenztechnik des VW Arteon verfeinert. Im Mittelpunkt steht die Car-to-X-Kommunikation, die frühzeitig vor Gefahrenstellen warnt
  • Zu sehen ist der VW Arteon Shooting Brake von vorne
    Quelle: Stefan Baldauf | SB-Medien Der Innenraum des VW Arteon glänzt mit neuer, digitaler Frische. Knöpfe verschwinden, Funktionen werden über Touchflächen gesteuert.
  • Zu sehen ist der VW Arteon Shooting Brake
    Quelle: Stefan Baldauf | SB-Medien Das Facelift beinhaltet zwei neue Antriebsstränge für den VW Arteon. Ein Top-Modell mit einem 400 PS starken VR-6-Motor sowie eine Plug-In-Hybrid Variante mit einem 1,4-Liter-Benziner und Elektromotor