Das ist der Toyota Yaris für 2020

Toyota Yaris Hybrid (4. Generation, 2020): Vorstellung

Der Toyota Yaris wird kleiner, stärker und angenehmer: Die vierte Generation des Kleinwagens kommt mit neuer Plattform und sparsamem Hybrid.

  • Constantin Bergander
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  • Veröffentlicht am 10/17/2019, 8:30 AM
  • Aktualisiert am 10/24/2019, 12:09 PM
Neue Plattform, altes Konzept. 2020 schickt Toyota seinen Hybrid-Kleinwagen Yaris in vierter Generation auf die Straßen
Quelle: Toyota Neue Plattform, altes Konzept. 2020 schickt Toyota seinen Hybrid-Kleinwagen Yaris in vierter Generation auf die Straßen

Der Yaris hat lange durchgehalten. Seit fast neun Jahren ist der Kleinwagen in Japan auf dem Markt, im Herbst 2011 kam er nach Deutschland. Er ist der einzige Hybrid-Kleinwagen in Europa. Nach zwei Modellpflegen läuft jetzt Generation drei aus, denn der Nachfolger steht bereit: Toyota zeigt auf der Tokio Motor Show den neuen Toyota Yaris.

Der macht sich erstaunlich klein. Im Vergleich zum Vorgänger wird er ein bisschen kürzer (5 mm) und flacher (4 cm), dafür aber spürbar breiter (5 cm). Damit gehört er zu den wenigen Kleinwagen, die noch nicht das Vier-Meter-Maß knacken. Dennoch soll es im Innenraum des Yaris gemütlich sein: Der neue Yaris bietet so viel Kopffreiheit wie der alte.

Toyota Yaris 4 auf neuer Plattform

Um das flachere Dach auszugleichen, senkt Toyota auf allen Plätzen die Sitzposition. Insgesamt liegt der Schwerpunkt niedriger. Der Radstand wächst um fünf Zentimeter, A-Säule und die vorderen Sitze rücken nach hinten. Eine neue Architektur ermöglicht dieses Layout: Der Yaris basiert auf Toyotas globaler TNGA-Plattform in der GA-B-Ausführung für kompakte Fahrzeuge.

Der Yaris in vierter Generation kneift die Augen zusammen. Im Vergleich zum Yaris III gestaltet Toyota die Scheinwerfer schmaler
Quelle: Toyota Der Yaris in vierter Generation kneift die Augen zusammen. Im Vergleich zum Yaris III gestaltet Toyota die Scheinwerfer schmaler

Toyota sagt „kompakt“, meint aber Kleinwagen. Wichtiger als die Einordnung in ein Segment sind die Fortschritte des Baukastens. Das Chassis des Yaris wird steifer und soll die Wank- und Nickbewegungen der Karosserie minimieren. Obwohl weichere Fahrwerksfedern zum Einsatz kommen, verspricht Toyota eine reduzierte Rollneigung.

Zudem soll sich das Fahrverhalten des Yaris verbessern. Toyota sagt, der Kleinwagen fahre präzise und agil, liefere eine bessere Rückmeldung und eine angenehmere Sitzposition als bisher. Ob der Yaris diese Versprechen halten kann, wird die erste Fahrprobe in einigen Monaten zeigen.



Neuer Dreizylinder im Yaris Hybrid

Unter der Haube bleibt Toyota bei der bekannten Taktik. Dieselmotoren sind seit 2017 nicht mehr im Yaris verfügbar. Die Japaner konzentrieren sich lieber auf den Vollhybrid, basierend auf einem Benzinmotor. Im Yaris kommt ein Hybridantrieb der vierten Generation zum Einsatz. Toyota leitet ihn von den Antrieben der Hybrid-Modelle Corolla, Rav4 und Camry ab.

Basis für den Antriebsstrang im Toyota Yaris Hybrid ist ein 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner, der im Atkinson-Zyklus arbeitet. Toyota nennt einen Wirkungsgrad von 40 Prozent für den Ottomotor. Er bekommt Unterstützung von einem Elektromotor. Beide treiben gemeinsam oder einzeln die Vorderräder an. Toyota nennt keine konkreten Daten, spricht aber von 15 Prozent mehr Leistung. Der Yaris Hybrid wird also 115 PS stark.

Außerdem soll der Antrieb viel Kraft bei wenig Drehzahl liefern, sparsamer sein und spontaner reagieren. Ein Lithium-Ionen-Akku ersetzt die alte Nickel-Batterie. Er kann höhere Ströme zur Verfügung stellen und wiegt ein Viertel weniger. Weitere Infos folgen später. Gleiches gilt für die weiteren Benzinmotoren mit 1,0 und 1,5 Litern Hubraum.

Toyota Yaris wird innen schöner

Innen soll der neue Toyota Yaris einen großen Schritt nach vorne machen. Toyota baut digitale Instrumente ein, einen Touchscreen für das Infotainment und ein Head-up-Display mit zehn Zoll Diagonale, das direkt auf die Frontscheibe projiziert. Keine Selbstverständlichkeit in einem Kleinwagen – einige Mittelklässler nutzen für dieses Extra eine ausfahrbare Scheibe.

Innenraum des Toyota Yaris mit dunklem Interior. Blaue Lichtakzente beleuchten den Innenraum
Quelle: Toyota Hartes Plastik will Toyota im Innenraum vermeiden. Das Armaturenbrett bekommt eine "Soft-Touch"-Oberfläche

Eine induktive Ladeschale nimmt große Smartphones auf. Insgesamt soll sich der Innenraum besser anfühlen als bisher. Toyota setzt dafür schönere Tasten ein, ordnet sie zweckmäßiger an und verpasst dem Armaturenbrett eine „Soft Touch“-Oberfläche. Die Einsätze in den Türen erhalten eine Verkleidung aus Filz.

Der Yaris startet also mit neuem Anspruch. Ob sich das auf den Preis auswirkt, sagt Toyota noch nicht. Wir gehen davon aus, dass mit steigender Leistung und aufgewertetem Innenraum auch die Kosten steigen. Aktuell startet er bei 18.590 Euro. Der Basispreis laut Liste wird vermutlich auf mehr als 19.000 Euro klettern.

Der Toyota Yaris IV in Bildern

  • Der Toyota Yaris in roter Lackierung, in der Ansicht von hinten-rechts
    Quelle: Toyota Der neue Yaris wird vier Zentimeter flacher als sein Vorgänger. An der Kopffreiheit ändert sich dadurch nichts, denn man sitzt niedriger
  • Neue Plattform, altes Konzept. 2020 schickt Toyota seinen Hybrid-Kleinwagen Yaris in vierter Generation auf die Straßen
    Quelle: Toyota Neue Plattform, altes Konzept. 2020 schickt Toyota seinen Hybrid-Kleinwagen Yaris in vierter Generation auf die Straßen
  • Der Yaris in vierter Generation kneift die Augen zusammen. Im Vergleich zum Yaris III gestaltet Toyota die Scheinwerfer schmaler
    Quelle: Toyota Der Yaris in vierter Generation kneift die Augen zusammen. Im Vergleich zum Yaris III gestaltet Toyota die Scheinwerfer schmaler
  • Innenraum des Toyota Yaris mit dunklem Interior. Blaue Lichtakzente beleuchten den Innenraum
    Quelle: Toyota Hartes Plastik will Toyota im Innenraum vermeiden. Das Armaturenbrett bekommt eine "Soft-Touch"-Oberfläche
  • Bild eines Lithium-Ionen-Akkus auf weißem Hintergrund
    Quelle: Toyota Mehr Leistung, weniger Gewicht: Toyota ersetzt die Nickel-Batterie mit einem Lithium-Ionen-Akku