Bilder, Daten und Preise des Skoda Kamiq

Der Skoda Kamiq ist ein Scala-SUV

Kaum ein Skoda-SUV ordnet sich so deutlich ins Markenprogramm ein wie der Kamiq: Das kleine SUV übernimmt Formen, Größe und Technik vom Scala. Alle Details.

  • Constantin Bergander
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  • Veröffentlicht am 07/22/2019, 12:16 PM
Skoda Kamiq von schräg-vorn
Quelle: Skoda Die technische Basis teilt sich der Kamiq mit dem Skoda Scala

Das SUV-Programm baut Skoda von oben nach unten. Der große Kodiaq machte den Anfang mit 4,70 Meter Länge und bis zu sieben Sitzplätzen. Er fährt ungefähr auf Superb-Niveau. Im Bereich des Octavia führten die Tschechen wenig später den Karoq ein. Jetzt folgt der Kamiq mit Kleinwagen-Plattform und Kompaktwagen-Maßen.

In welche Ebene der Skoda-Palette er sich einordnet, sieht man sofort. Der Kamiq übernimmt viele Elemente des Scala: Die Rückleuchten beider Autos sehen beinahe identisch aus, die Falz oberhalb der Türgriffe ebenfalls. Armaturenbrett und Infotainment-System wirken, als hätten sie dieselben Teilenummern.

Kein Wunder: Kamiq und Scala basieren auf derselben Plattform („MQB A0“) und folgen dem gleichen Ziel. Sie sollen auf kleiner Basis viel Platz bieten. In Radstand (2,65 Meter) und Breite (1,79 m) sind Kompakter und SUV gleichauf. Der Scala ist 10 Zentimeter länger, der Kamiq dafür 6 Zentimeter höher. In beiden Fällen bleibt innen viel Raum.

Skoda Kamiq mit großem Innenraum

400 Liter Gepäck lädt der Kamiq hinter die Rücksitze. Bei umgelegten Lehnen wächst der Stauraum auf 1.395 Liter. Damit bietet er bei ähnlichen Maßen deutlich mehr Platz als ein VW Golf. Optional lässt sich die Lehne des Beifahrersitzes nach vorn umklappen. Skoda verspricht viel Beinfreiheit auf der Rückbank sowie eine bequeme Sitzposition.

Wie im Scala gleicht eine schlanke Mittelkonsole die vergleichsweise schmale Fahrzeugbreite aus. Der Fahrer blickt optional auf digitale Instrumente. Einen freistehenden Touchscreen auf dem Armaturenbrett und eine Internetverbindung gibt es serienmäßig im Kamiq. Gegen Aufpreis installiert Skoda ein Navigationssystem und einen Bildschirm mit bis zu 9,2 Zoll Diagonale.

Alle Modelle blicken mit einer Kamera vor das Auto und erkennen Gefahren. Droht eine Kollision, bremst der Kamiq selbstständig. Zudem hält er serienmäßig die Fahrspur. Optional bekommt er einen adaptiven Tempomat (bis 210 km/h), einen Assistenten für den toten Winkel sowie Parkhilfen. Smartphone-Apps können das Auto überwachen und ent- oder verriegeln. Nicht neu, aber klug: optional fährt beim Öffnen der Türen ein Kantenschutz aus, der Lackschäden vermeidet.

Skoda Kamiq von schräg-hinten
Quelle: Skoda Weitere Parallelen zum Skoda Scala: Die Form der Heckleuchten und die Sicke in der Flanke

Drei- und Vierzylinder mit 90 bis 150 PS

Die Antriebe übernimmt der Kamiq aus dem Scala. Skoda bietet das SUV mit drei Turbobenzinern, einem Diesel und einem Erdgas-Motor an. In der Basis arbeitet ein 1,0-Liter-Dreiyzlinder mit 175 Newtonmeter Drehmoment und 95 PS, gekoppelt an ein manuelles Fünfgang-Getriebe. Eine Automatik ist für den Einstiegsmotor nicht vorgesehen.

Ein zweiter Dreizylinder-Benziner mit identischem Hubraum leistet 115 PS, der Topmotor holt 150 PS aus vier Zylindern und 1,5 Litern Hubraum. Die mittlere Leistungsstufe gibt es alternativ als Diesel mit 1,6 Litern Hubraum. Alle Antriebe kommen serienmäßig mit Partikelfiltern, der Selbstzünder bekommt außerdem einen SCR-Katalysator.

Die stärkeren Motoren koppelt Skoda mit einem manuellen Sechsganggetriebe, optional mit einem Siebengang-DSG. Frontantrieb ist die einzige Option im Kamiq, Allrad ist in der Plattform nicht vorgesehen. Der Erdgas-Kamiq mit 90 PS und der starke Benziner folgen etwas später, aktuell lassen sie sich noch nicht konfigurieren.

Skoda Kamiq: 600 Euro teurer als der Scala

In seiner nackten Basis kostet der Skoda Kamiq 17.950 Euro. Damit ist er 600 Euro teurer als ein vergleichbarer Skoda Scala. Als Diesel kostet er mindestens 22.100 Euro laut Liste, der Abstand zum Scala bleibt gleich. Das Doppelkupplungsgetriebe kostet 1.800 Euro Aufpreis. Das SUV ist ab sofort bestellbar.

Skoda Kamiq: Bildergalerie

  • Skoda Kamiq von schräg-vorn
    Quelle: Skoda Das kleinste SUV ist neu im Skoda-Programm: Der Kamiq ist die SUV-Version des Scala
  • Skoda Kamiq von schräg-hinten
    Quelle: Skoda Weitere Parallelen zum Skoda Scala: Die Form der Heckleuchten und die Sicke in der Flanke
  • Skoda Kamiq von schräg-hinten
    Quelle: Skoda Der Skoda Kamiq basiert auf dem Baukasten MQB A0 für Kleinwagen
  • Skoda Kamiq: Front
    Quelle: Skoda Der Kamiq hat ungefähr zwei Finger mehr Bodenfreiheit als ein normaler Pkw
  • Skoda Kamiq: Heck
    Quelle: Skoda Kamiq-Heck mit großem Skoda-Schriftzug auf der Heckklappe
  • Skoda Kamiq von schräg-vorn
    Quelle: Skoda Die technische Basis teilt sich der Kamiq mit dem Skoda Scala
  • Skoda Kamiq mit geöffneter Heckklappe
    Quelle: Skoda Der Kofferraum des Skoda Kamiq fasst 400 Liter Gepäck. Mit umgeklappten Rücksitzlehen werden es fast 1.400 Liter
  • Skoda Kamiq: Innenraum
    Quelle: Skoda Der Kamiq ist vergleichsweise schmal. Skoda baut deshalb eine schlanke Mittelkonsole ein
  • Skoda Kamiq: Rückbank
    Quelle: Skoda Skoda verspricht ordentlich Kniefreiheit auf der Rückbank
  • Die Maße des Skoda Kamiq
    Quelle: Skoda Die Maße des Skoda Kamiq entsprechen ungefähr denen des VW Golf. Radstand und Breite teilt er sich mit dem Skoda Scala