Skodas E-SUV heißt Enyaq

Skoda Enyaq (2020): Marktstart, Preise, Daten zum Elektro-SUV

Der Name steht fest: Skodas zweites Elektroauto heißt Enyaq. Das Kompakt-SUV startet 2020. Es orientiert sich an der Studie Vision IV. Wir haben erste Details.

  • Constantin Bergander
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  • Veröffentlicht am 02/13/2020, 4:11 PM
Zu sehen ist der Skoda Enyaq von vorn
Quelle: Skoda Der Verkauf des Kompakt-SUV startet in diesem Jahr. Der Skoda Enyaq orientiert sich an der „Studie Vision IV“ der VW-Tochter

Bisher gab es nur Andeutungen, dass da etwas kommt. Jetzt nennt Skoda erste offizielle Details: Die tschechische VW-Schwestermarke baut ein Elektro-SUV mit dem Namen Enyaq. Damit folgt das Auto der SUV-Nomenklatur, die bei Skoda üblicherweise mit einem Q endet. Bei konventionell angetriebenen Modellen beginnt sie jedoch eigentlich mit einem K. Das E in Enyaq weist also auf den elektrischen Antrieb des Autos hin.

Darüber hinaus verrät Skoda vorerst nur wenig zum Auto. Das SUV soll auf dem modularen Elektro-Baukasten des VW-Konzerns (MEB) basieren und noch 2020 auf den Markt kommen. Das bedeutet: Viel Zeit bleibt nicht mehr, die Entwicklung ist weit fortgeschritten. Prototypen und die Elektro-Studien Vision E (2017) und Vision iV (2019) kündigen aber an, in welche Richtung sich das Elektro-SUV entwickelt. Wir sagen schon jetzt, was Du erwarten kannst. 


Der Skoda Kodiaq

Das Mittelklasse-SUV ist nach dem, auf einer Insel vor Alaska lebenden, Kodiakbären benannt


Maße: Skoda Enyaq kürzer als Kodiaq 

Die Studien geben einen realistischen Ausblick auf die Maße des Serienmodells. Mit einer Länge von 4,67 Metern würde sich der Enyaq knapp unterhalb des Kodiaq einordnen. Aber das Elektro-SUV scheint deutlich flacher zu werden: Die Studie misst 1,61 Meter in der Höhe, der Kodiaq 1,68 Meter. Voraussichtlich verzichtet Skoda bei dem Elektroauto komplett auf das Thema Geländegängigkeit. Stattdessen steht eine tiefere Dachlinie im Fokus.  

Der konzernweit genutzte Elektro-Baukasten sieht in allen seinen Varianten einen Heckmotor vor. Ein zusätzlicher Frontmotor kommt optional ins Auto, um Allradantrieb zu ermöglichen. Für den Skoda Enyaq bedeutet das gegenüber dem Kodiaq (720 Liter) deutliche Einschränkungen im Kofferraum. Dennoch dürften die beiden Autos im Innenraum vergleichbar viel Platz bieten, abzüglich ein paar Zentimetern über den Köpfen der Passagiere. Das Akkupaket ist in die Bodenplatte eingelassen und kostet Raum. 



Technische Daten: MEB diktiert Leistung und Reichweite 

Skoda wird verschiedene Akkukapazitäten anbieten. Eine kleine Batterie für einen günstigen Einstiegspreis und einen großen Akku für eine bereits angedeutete Reichweite von 500 Kilometern sind mindestens geplant. Zu den genauen Kapazitäten gibt es noch keine Informationen. Wie viele Batteriemodule ins Auto passen, hängt maßgeblich vom Radstand ab. Große Derivate des MEB sollen mehr als 100 Kilowattstunden Strom speichern können. Der Enyaq ordnet sich vermutlich darunter ein. 

VW plant ein ganz ähnliches Auto. Auf der Automesse in Frankfurt parkte 2019 ein kompaktes Elektro-SUV, das noch getarnt war und sich hinter Glas versteckte. Der ID.4, so sein Name, startet ebenfalls noch 2020 und wird sich viele Bauteile, womöglich sogar die Maße, mit dem Skoda Enyaq teilen. 


Der Skoda Citigo e iV

Flott und leise rollt er über die Straße: Sein Elektromotor leistet 83 PS. Das Raumangebot des Citigo ist großzügig


Preise auf Kodiaq-Niveau 

Skoda konzentriert sich im VW-Markenkonzert darauf, vor allem möglichst vernünftige Autos mit viel Platz zu bauen. Das wird sich beim Elektroauto nicht ändern und bedeutet, dass die Coupé-Form der Studie Vision iV zunächst nicht in Serie gehen wird. Wir rechnen mit einer klassischen SUV-Form. Der MEB ermöglicht, gemessen an der Fahrzeuglänge, mehr Platz für fünf Personen und Gepäck als ein Verbrenner. Das wird wohl auch bei Skodas E-SUV so sein. In China bietet der Hersteller das große Verbrenner-SUV Kodiaq allerdings mit flotter Coupé-Dachlinie an, als Kodiaq GT. Langfristig wäre ein Skoda Enyaq GT also denkbar. 

Die Plattformstrategie im VW-Konzern soll die Elektromobilität günstig machen. Elementare Bauteile übernimmt der Skoda Enyaq vom VW-Elektroauto ID.3, unter anderem Motoren und Akkupakete. An diesem Auto wird sich außerdem der Preis orientieren: VW verkauft den Kompakten ID.3 in der Basisversion für 30.000 Euro.  



Wir rechnen damit, dass Skoda den Enyaq ohne Zusatzausstattung und mit kleinstem Akku bei ungefähr 36.000 Euro einsortiert. Nach abgezogener Elektro-Prämie wäre er damit ungefähr so teuer wie ein Basis-Kodiaq mit Automatikgetriebe. Und damit preislich eine Alternative zum Verbrenner – was im VW-Konzern die erklärte Strategie ist. 

Der Skoda Enyaq in Bildern

  • Zu sehen ist der Skoda Enyaq
    Quelle: Skoda Der MEB-Baukasten sieht in all seinen Varianten einen Heckmotor vor. Um Allradantrieb zu ermöglichen, könnte Skoda optional einen zusätzlichen Frontmotor für den Enyaq anbieten
  • Zu sehen ist der Skoda Enyaq von vorn
    Quelle: Skoda Der Verkauf des Kompakt-SUV startet in diesem Jahr. Der Skoda Enyaq orientiert sich an der „Studie Vision IV“ der VW-Tochter
  • Zu sehen ist der Skoda Enyaq in seitlicher Position, stehend
    Quelle: Skoda Skodas Studie Vision IV misst 4,67 Meter in der Länge und 1,61 Meter in der Höhe. Bleibt Skoda in diesem Rahmen, würde sich das Modell knapp unterhalb des Kodiaq einsortieren
  • Zu sehen ist der Skoda Enyaq in seitlicher Position
    Quelle: Skoda Ob die Coupé-Form des Skoda Enyaq in Serie gehen wird, ist nicht bekannt. Die klassische SUV-Form ist auf Grund des Raumangebotes die wahrscheinlichere Option
  • Zu sehen ist der Skoda Enyaq auf einer Automesse
    Quelle: Skoda Skoda Vision E von 2017: Die Tschechen zeigen früh ihr geplantes SUV auf MEB-Basis
  • Zu sehen ist eine Skizze des Skoda Enyaq
    Quelle: Skoda Der Skoda Enyaq basiert auf dem modularen Elektro-Baukasten des VW-Konzerns (MEB)
  • Zu sehen ist das "Enyaq" Emblem des Fahrzeuges
    Quelle: Skoda Der Anfangsbuchstabe E des Skoda Enyaq weist auf den elektrischen Antrieb hin. Das Q am Ende gilt als SUV-Nomenklatur des Herstellers