Top 7: Günstige, solide Gebrauchtwagen ohne Schnickschnack

Sieben billige Stadtautos bis 5.000 Euro

Einfach und zuverlässig soll das neue Auto sein – und auf keinen Fall zu teuer? Diese sieben Schnäppchen kannst Du getrost Freunden und Familie empfehlen.

  • Markus Schönfeld
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  • Veröffentlicht am 03/27/2020, 10:07 AM
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Quelle: Mazda Unauffällig und gut: Wer gern unter dem Radar fährt, ist mit dem Mazda2 der zweiten Generation bestens beraten

Der durchschnittliche Gebrauchtwagenkäufer in Deutschland mag Jahr für Jahr höhere Summen ausgeben. Das heißt nicht, dass jeder eine fünfstellige Summe für ein Auto aufbringen kann oder will. Viele Autofahrer, die einfach nur von A nach B wollen, sind mit einem günstigen Gebrauchtwagen viel besser beraten. Von denen gibt es hierzulande zum Glück reichlich. Modelle, die vor einigen Jahren in großen Stückzahlen verkauft wurden, sind nach wie vor zahlreich und nun außerdem für fast jeden bezahlbar.

Daher gehört zum Beispiel der VW Golf als meistverkauftes Auto Deutschlands unbedingt in diese Liste: Es gibt einfach so viele davon, dass die Preise stets günstig sind. Längst nicht jeder Gebrauchte ist aufgrund vieler Alltagskilometer runtergerockt. Für nur 4.800 Euro haben wir beispielsweise einen gepflegten Golf 6 aus erster Hand mit 80.000 Kilometern Laufleistung bei einem Händler gefunden. Unsere übrigen Empfehlungen für günstige Stadtwagen zum kleinen Preis findest Du in unserer Kaufberatung.

Mercedes-Benz A-Klasse (W169, 2004 bis 2012)

Mercedes fahren für 3.000 Euro? Das geht, und zwar sogar mit moderner Technik. Die von 2004 bis 2012 gebaute A-Klasse der Baureihe 169 ist obendrein zuverlässig. Das beweisen Auswertungen von Hauptuntersuchungen ebenso wie die ADAC-Pannenstatistik. Wie beim Vorgänger setzt Mercedes bei der zweiten A-Klasse-Generation auf einen Sandwichboden mit hoher Sitzposition. Dies empfiehlt sich nicht nur für ältere Menschen. Übersicht, Abmessungen und Fahrgefühl passen perfekt. Kein Wunder, dass Mercedes mehr als eine Million Exemplare verkauft hat. Lediglich Rost kann über die Jahre zum Problem werden.


Mercedes A-Klasse
Mercedes A-Klasse

Von der A-Klasse entwickelte Mercedes auch eine elektrische Version. In Serie schaffte es allerdings nur der Verbrenner.


Das breite Angebot an Motoren konzentriert sich auf Benziner. Auf das etwas schlappe Einstiegsmodell A 150 mit 95 PS (nach dem Facelift: A 160) folgt der empfehlenswerte A 170 (nach dem Facelift: A 180) mit 116 PS. Die Spitze markieren die Modelle A 200 und A 200 Turbo mit 136 beziehungsweise 193 PS. Die Dieselmotoren (von 82 bis 140 PS) sind für Gebrauchtwagenkäufer aufgrund ihrer Abgasnorm heute kaum noch interessant, dafür aber richtig billig.

Ford Fiesta (siebte Generation, 2008 bis 2017)

Ein spartanischer Kleinwagen ist der Ford Fiesta in siebter Generation längst nicht mehr. Das schicke Design und die oft gute Ausstattung ergänzen sich prima mit der zumindest vorne sehr guten Bewegungsfreiheit. Wer die Rückbank öfter nutzt, sollte unbedingt nach einem Fünftürer Ausschau halten. Bei dem ist die Rundumsicht außerdem besser. Für den Fiesta sprechen neben seiner Zuverlässigkeit das agile Fahrwerk mit der knackigen Lenkung, solide Motoren und die gute Ausstattung. Zudem dürfen sich Schnäppchenjäger über das riesige Gebrauchtwagenangebot freuen.

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Quelle: Ford Wirkt keinesfalls altbacken: Ford gibt dem Fiesta der siebten Generation Langzeitqualitäten mit auf den Weg

Auch wenn die Modelle von vor dem Facelift 2013 günstiger sind, sollte man über das jüngere Modell nachdenken. Das bringt neben dem Kühlergrill im Aston-Martin-Stil auch modernere Motoren mit wie etwa den sparsamen Dreizylinder-Benziner (1.0 EcoBoost) mit 100 PS. Auch der 1.6 Ti-VCT mit 120 PS, der bis 2012 im Angebot ist, steht dem quirligen Fiesta richtig gut. Und den findet man im gut ausgestatteten Titanium-Trim mit 80.000 Kilometern Laufleistung schon für 4.000 Euro.


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Klein und solide

• zuverlässig
• fairer Preis
• sportliches Fahrwerk


Suzuki Swift (fünfte Generation, 2010 bis 2017)

Der nur 3,85 Meter kurze Suzuki Swift ist wie gemacht für den dichten Stadtverkehr. Die Abmessungen des kleinen Japaners lassen sich rundum perfekt einschätzen und sein quirliges Fahrverhalten macht richtig Laune. Im Innenraum finden selbst große Menschen geügend Platz. Viel wichtiger aber ist für Gebrauchtwagenkäufer die hohe Zuverlässigkeit des Swift. Denn Suzuki verzichtet auf anfälligen Schnickschnack ebenso wie auf eine komplizierte Motoren- und Ausstattungspalette. Ärger kann es vor allem mit Verschleißteilen wie Licht und Bremsen geben.


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Der Suzuki Swift

Neue Plattform, neue Optik und eine neue Technik: Der Suzuki Swift in der sechsten Generation.


Abgesehen vom verlockend spritzigen Swift Sport mit 136 PS gibt es nur einen Benziner im Angebot. Mit dem 1,2 Liter kleinen Vierzylinder und seinen 94 PS kann man in diesem eine Tonne leichten Kleinwagen prima leben. Der Verbrauch hält sich mit rund fünf Litern in Grenzen, trotzdem rennt der Kleine problemlos 160 km/h. Nur der Vollständigkeit halber: Es gibt auch ein Dieselmodell, das aber ist auf dem Gebrauchtwagenmarkt kaum zu finden.

Fiat Panda (zweite Generation, 2003 bis 2012)

Quadratisch, praktisch, gut. Das Rezept klingt einfach, wird in der Autowelt allerdings nur selten umgesetzt. Fiat wagt es 2003 und stellt damit einen der erfolgreichsten Kleinwagen seiner Zeit auf die Räder. Der Panda sieht nicht nur sympathisch aus, er bietet auf nur 3,54 Metern Außenlänge auch erstaunlich viel Platz. Dank des hohen Aufbaus entsteht im Innern eine ausgeprägte Luftigkeit. In engen Innenstädten gefällt seine Wendigkeit. Und selbst Werkstattbesuche sind nicht besonders teuer.

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Quelle: Fiat Italienischer Kultkasten: Der Fiat Panda ist praktischer, haltbarer und günstiger als die beliebte Knutschkugel 500

Große Stückzahlen und eine breite Antriebspalette prägen die zweite Panda-Generation. Neben etlichen Benzinern gibt es auch Diesel- sowie Erdgas- und Autogasmodelle. Am häufigsten findet man auf dem Gebrauchtwagenmarkt den 1,2 Liter großen Vierzylinder-Benziner, der rund 70 PS leistet und gut zum pragmatischen Charakter des Italieners passt. Sportliche Sondermodelle wie der 100 HP oder wirklich taugliche Allrad-Kraxler wie der Panda 4x4 Cross frischen das riesige Angebot auf. Exemplare mit 60.000 Kilometern Laufleistung und frischem TÜV gibt es schon für weniger als 3.000 Euro.


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Ein kleiner Klassiker

Der Fiat Panda entstammt der Feder von Design-Ikone Giorgio Giugiaro.


Mazda 2 (zweite Generation, 2007 bis 2014)

Der Mazda 2 fällt unter den Gebrauchtwagen seiner Preisklasse vor allem mit einem auf: der besten Zuverlässigkeit. Das bescheinigen ihm sämtliche HU-Statistiken und auch der ADAC. Dabei wirkt der kleine Japaner optisch eher schüchtern. Dass immer noch zahlreiche Exemplare im Alltagsverkehr unterwegs sind, fällt daher kaum auf. Bei mobile.de sind derzeit knapp 800 Exemplare inseriert. Mehr als die Hälfte davon unterhalb der 5.000-Euro-Marke.

Häufig findet man den Mazda 2 übrigens als Diesel mit 90 PS (MZ-CD). Kein Wunder – das kräftige Drehmoment von mehr als 200 Newtonmetern passt gut zum ausgereiften Charakter des Japaners. Noch häufiger tauchen aber die Benzinmodelle in der Suche auf, die zwischen 75 und 102 PS leisten. Ein Sportmodell wie beim technisch eng verwandten Ford Fiesta oder Suzuki Swift gibt es nicht.


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Der Mazda2

• solide Technik
• schickes Design
• gute Serienausstattung


Citroën C1 (erste Generation, 2005 bis 2013)

Ein zuverlässiger kleiner Franzose? Ja, die alten Klischees haben ausgedient. Was uns nicht stört, denn sie sorgen beim Citroën C1 der ersten Generation für richtig niedrige Preise. Dabei gilt er als überdurchschnittlich zuverlässig. Kenner dürfte das kaum wundern. Immerhin teilt sich der von 2005 bis 2013 gebaute Kleinstwagen die Technik mit dem Toyota Aygo. Die Japaner waren bei der Entwicklung und bei der Produktion federführend. Einfach und robust gebaut, empfiehlt sich der nur 3,43 Meter lange C1 daher als pragmatischer Gelegenheitswagen. Sein Unterhalt kostet ausgesprochen wenig. Werkstattaufenthalte enden höchst selten in bösen Überraschungen, denn Ersatzteile sind günstig und die Reparaturen an dem simplen Auto leicht durchführbar.


Citroen C1
Der Citroën C1

Der C1 ist eng verwandt mit dem Toyota Aygo und dem Peugeot 107. Alle drei rollen in Kolín (Tschechien) vom Band.


Das geringe Platzangebot lässt sich allerdings nicht wegdiskutieren: Für die große Reise über die Alpen taugt der C1 eher nicht. Wohl aber für den Alltagsverkehr in Stadt und Land. Schließlich gibt es das Fliegengewicht (weniger als 1.000 Kilogramm) auch als Fünftürer. Als Motorisierung kommt in den meisten Fällen der unkomplizierte, aber etwas raue 68 PS starke Einliter-Dreizylinder zum Einsatz. Der Vierzylinder-Diesel mit 54 PS ist selten.

VW Golf (sechste Generation, 2008 bis 2012)

Der Golf 6 hat mittlerweile zwölf Jahre auf dem Buckel. Damit dürfte er bald die preisliche Talsohle erreicht haben, die einige sammelwürdige Vierer-Golf längst verlassen. Gepflegte Modelle mit verhältnismäßig geringer Laufleistung gibt es jedenfalls schon für etwas mehr als 4.000 Euro. Dabei spielt es preislich kaum eine Rolle, ob man sich für das klassische Schrägheck mit drei oder fünf Türen, für den höher aufbauenden Golf Plus oder den Kombi Variant entscheidet.

VW Golf
Quelle: Volkswagen Bei Preis-Leistung unschlagbar: Der Golf darf in keiner Gebrauchtwagen-Empfehlung fehlen – das gilt auch für die sechste Generation

Wie bei praktisch jeder Golf-Generation ist das Angebot an Motoren riesig. Knapp die Hälfte aller auf dem Gebrauchtwagenmarkt verfügbaren Golf 6 sind Diesel. Gerade der 1.6 TDI mit 105 PS ist häufig zu finden. Doch Achtung: Alle Golf 6 erfüllen maximal die Abgasnorm Euro 5. Diesel können daher von Fahrverboten betroffen sein. Innerstädtisch hat man mit den Benzinern dagegen keine Probleme. Der 1.4 mit 80 PS bildet hier die Basis. Kräftiger und moderner laufen die Turbomotoren 1.2 TSI, 1.4 TSI und 1.8 T, die es wahlweise mit Doppelkupplungsgetriebe gibt. Hier aber unbedingt auf Rasseln aus dem Motorraum achten: Bei diesen VW-Motoren können sich nicht selten die Steuerketten dehnen.


Golf 6
VW Golf VI

Der Golf VI kam 2008 auf den Markt und verkaufte sich innerhalb von vier Jahren mehr als 2,8 Millionen Mal.


Die Top 7 unter 5.000 Euro in Bildern

  • Mercedes A-Klasse
    Quelle: Daimler AG Praktisch, solide und mit dem Stern im Grill: Die A-Klasse der zweiten Generation taugt als perfekter Alltagswagen
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    Quelle: Mazda Unauffällig und gut: Wer gern unter dem Radar fährt, ist mit dem Mazda2 der zweiten Generation bestens beraten
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