Der Porsche Macan GTS bekommt den Turbo-Motor

Porsche Macan GTS (2020): Bilder, Daten, Preise

Der zweitschärfste Porsche Macan bekommt die Mechanik des stärksten: Im Macan GTS arbeitet der Biturbo-V6 des Macan Turbo. Alle Details zum Power-SUV.

  • Constantin Bergander
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  • Veröffentlicht am 12/19/2019, 1:43 PM
Porsche Macan GTS in der Ansicht von vorne-rechts, stehend
Quelle: Porsche Im Porsche Macan GTS verteilt ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe die Kraft an alle vier Räder

Bei Porsche gibt es eine feste Hierarchie. Sie beginnt mit dem Basismodell und steigert sich über die Varianten S und GTS bis hin zum Turbo. Der Hersteller kürzt oder erweitert die Nomenklatur je nach Grundmodell, wendet sie im Prinzip aber bei allen Modellen an. Auch beim Mittelklasse-SUV: Zwischen Macan S und Macan Turbo fährt ab sofort wieder der Macan GTS.

Der GTS erhält zwar nicht die maximal mögliche Leistung, er konzentriert sich aber dennoch auf den Sport. Bisher war er nur eine sanfte Steigerung des Macan S. Nach dem Facelift wird aus ihm ein leicht gedrosselter Macan Turbo. Das bedeutet: mehr Kraft und bessere Fahrwerte als bisher. Zum Top-Modell fehlt nicht mehr viel. Nur beim Preis wächst der Abstand.


Porsche 356 in der Frontansicht, stehend
Mit Käfer-Verwandtschaft

Der Porsche 356 ist technisch und optisch eng mit dem Käfer verwandt. Der Sportwagen lief zwischen 1948 und 1965 vom Band.


Ein kleinerer Motor im Porsche Macan GTS

Bisher steckte im Porsche Macan GTS der 3,0-Liter-V6-Motor des Macan S. Den entwickelte Audi für die S-Modelle in der Mittelklasse, Porsche modifizierte ihn für das SUV. Mit 360 PS bekam der alte Macan GTS die stärkste Ausbaustufe des Aggregats. Mehr Kraft wollte der Konzern dem Turbobenziner generell nicht mit auf den Weg geben.



Seit dem Macan Facelift ist der Macan S aber stärker. Seine 354 PS erlauben beim gleichen Aggregat zu wenig Steigerung. Porsche übernimmt deshalb den nächststärkeren Motor: ebenfalls einen Sechszylinder, wieder von Audi, mit 2,9 Litern Hubraum faktisch sogar etwas kleiner. Dafür sitzen zwei statt einem Turbolader zwischen den Zylinderbänken. Im Macan Turbo leistet dieser Antrieb 440 PS. Im Porsche Macan GTS verbleiben immerhin 380 PS. Laut Norm verbraucht der Verbrenner 9,6 Liter Benzin pro 100 Kilometer.

Es bleibt beim Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe („PDK“) und Allradantrieb. Beide Elemente stammen nicht aus dem großen Konzernbaukasten, sie kommen in dieser Form nur bei Porsche zum Einsatz. Mit dem optionalen „Sport Chrono Paket“ sprintet der Macan GTS in 4,7 Sekunden auf Tempo 100 und rennt 261 km/h Spitze. Zum Turbo fehlen ihm also nur ein Augenzwinkern und 9 km/h.

Optisch kaum Unterschiede zwischen Porsche Macan GTS und Macan Turbo

Zudem baut Porsche eine kleinere Bremse in den Macan GTS. Die Scheiben messen 36 Zentimeter an der Vorderachse und 33 Zentimeter hinten. Der Turbo übertrifft den Durchmesser um drei bzw. 2,6 Zentimeter. Immerhin: Scheiben mit Wolfram-Carbidbeschichtung gibt es für den Macan GTS optional. Damit werden die Bremsen griffiger und stauben weniger. Der Macan Turbo bekommt sie serienmäßig.


Porsche 911 Carrera 4S
Sportwagen und Ikone

• Motor: 3,0-Liter-6-Zylinder-Biturbo
• Leistung: 450 PS
• 0-100 km/h: 3,3 s | Vmax: 306 km/h


Optisch lässt sich nur schwer ein Unterschied zwischen Macan GTS und Macan Turbo ausmachen. Der GTS erhält eine eigene Frontschürze und schwarze Akzente sowie graue Rückleuchten, doch die gleiche Heckschürze mit integriertem Diffusor und vier großen, runden Endrohren. Mit 20-Zöllern und einer sanften Tieferlegung werden beide Autos bedacht.

Eine sportliche Optik und die wichtigste Ausstattung gibt es im Porsche Macan GTS serienmäßig. Optional baut Porsche LED-Lampen, spezielle Lederbezüge für die Sportsitze, Bose-Sound, eine induktive Smartphone-Ladeschale, teilautonome Funktionen, Kameras und eine beheizte Frontscheibe ein.



Positioniert zwischen Macan S und Macan Turbo

Der neue Porsche Macan GTS kann schon bestellt werden. Porsche bietet ihn ab 77.880 Euro an. Damit kostet er rund 12.500 Euro mehr als der Macan S. Allerdings ist er 14.000 Euro günstiger als der Porsche Macan Turbo. Vor dem Facelift lag der Abstand der beiden schnellsten Versionen noch bei rund 10.000 Euro.

Mit Macan, Macan S, Macan GTS und Macan Turbo scheinen nun alle Varianten des Modells im Handel zu sein. Porsche lässt sich dafür Zeit: Das erste Facelift-Modell ist bereits seit eineinhalb Jahren auf dem Markt. Der Porsche Macan basiert technisch auf dem Audi Q5 der ersten Generation, ist aber stark modifiziert. Sein Nachfolger fährt voraussichtlich ohne Verbrenner. Er basiert als erstes Auto auf dem Elektro-Baukasten von Porsche und Audi.

Der Porsche Macan GTS in Bildern

  • Ansicht des linken Vorderreifens vom Porsche Macan GTS
    Quelle: Porsche Mindestens 77.880 Euro verlangt Porsche für das Mittelklasse-SUV
  • Porsche Macan GTS in der Seitenansicht, stehend
    Quelle: Porsche Unter der Motorhaube sitzt ein 2,9-Liter-Biturbo mit 380 PS
  • Porsche Macan GTS in der Ansicht von vorne-rechts, stehend
    Quelle: Porsche Im Porsche Macan GTS verteilt ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe die Kraft an alle vier Räder
  • Porsche Macan GTS in der Heckansicht, stehend
    Quelle: Porsche 4,7 Sekunden vergehen im Sport-SUV bis die Tempo-100-Marke erreicht ist. In der Spitze fährt der Macan GTS 261 km/h
  • Ansicht der Sitze im Porsche Macan GTS
    Quelle: Porsche Sitze, Armauflage und Mittelkonsole überzieht Porsche mit Alcantara
  • Cockpit-Ansicht des Porsche Macan GTS
    Quelle: Porsche Das Multifunktions-Sportlenkrad gibt es im Porsche Macan GTS serienmäßig dazu