Das ist der beste VW Golf 7

Kaufberatung: VW Golf 7 (2012 – 2019)

Den VW Golf gibt es in unzähligen Kombinationen und Varianten. Allein fünf verschiedene Antriebsarten sind verfügbar. Das ist die Empfehlung der Redaktion.

  • Constantin Bergander
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  • Veröffentlicht am 09/19/2019, 12:00 AM
  • Aktualisiert am 10/24/2019, 12:08 PM
Der Golf 7 ist europaweit das erfolgreichste Modell im Segment der Kompaktwagen
Quelle: Volkswagen Der Golf 7 ist europaweit das erfolgreichste Modell im Segment der Kompaktwagen

In der Kompaktklasse kommt man am VW Golf nicht vorbei. Er ist nicht nur das erfolgreichste Modell in seinem Segment, sondern europaweit das meistverkaufte Auto. Oft dient er deshalb als Referenz und häufig als mögliche Kaufoption. Seine Wertstabilität ist für Neu- und Gebrauchtwagenkäufer ein wichtiges Argument.

Der Golf hat sich als solider Allrounder etabliert. Er ist vergleichsweise kompakt und bietet dennoch viel Platz für vier Erwachsene plus Gepäck. Dabei fährt er komfortabel und ist praktisch. Seine größte Stärke ist die Vielfalt, es gibt ihn in unzähligen Varianten. Aber zwischen allen Ausstattungsvarianten und Antrieben geht die Übersicht verloren. Hier ist unsere Empfehlung für den besten VW Golf der siebten Generation.

Karosserieformen: Golf, Golf Variant und Golf Variant Allroad

VW bietet den Golf als klassisches Schrägheck oder als größeren Kombi an, alternativ in der Variante „Allroad“ mit Offroad-Technik. Ein Cabriolet ist in Generation sieben nicht mehr verfügbar, eine technisch vergleichbare Limousine hat VW in Deutschland ebenfalls nicht im Programm. Das gleichzeitig angebotene Schwestermodell Jetta (2010 - 2018) basiert noch auf der Technik des Vorgängers. Seit dem Facelift (Ende 2016) gibt es den Golf 7 nur noch als Fünftürer.

Der beste Allrounder ist der Golf in seiner klassischen Form. Mit rund 4,25 Metern Länge passt er problemlos in Städte. Trotzdem lädt er 380 Liter Gepäck in seinen Kofferraum, hinten sitzen selbst große Menschen gut. Wenn es unbedingt mehr Laderaum sein muss: Der Golf 7 Variant bietet 605 Liter, ist aber 30 Zentimeter länger.

Ausstattungslinien: Golf Trendline, Comfortline, Highline

Grundsätzlich schnürt VW drei Ausstattungspakete. Die karge Trendline-Version kommt mit Stahlfelgen und Halogen-Scheinwerfern, aber immerhin mit sechs Airbags, elektrischen Fensterhebern, einer Klimaanlage und einem Radio. Mehr Extras gibt es in der Comfortline, zum Beispiel Alufelgen, Komfortsitze und eine Fußgängererkennung. Die Highline-Ausstattung wirkt vergleichsweise luxuriös, hier sind LED-Lampen und eine Klimaautomatik dabei.

Drei Ausstattungspakete gibt es für den Golf 7. Trendline, Highline und Comfortline. Wir empfehlen Letztere
Quelle: Volkswagen Drei Ausstattungspakete gibt es für den Golf 7. Trendline, Highline (Abbildung) und Comfortline. Wir empfehlen Letztere

Wir empfehlen die Ausstattung Comfortline. Viele Assistenzsysteme und weitere Extras gibt es unterhalb dieser Linie nicht, wichtige und schöne Extras sind bereits dabei. Damit steht die Basis für eine angenehme Ausstattung im Golf 7. Praktisch: Die meisten Neuwagenkäufer sehen das genauso. Das vergrößert die Auswahl.

Ausstattung: Was sollte, was darf, was nicht muss

Die Aufpreisliste des Golf ist lang, die Auswahl groß – vor allem nach dem Facelift. Einige Extras müssen unbedingt in das Auto, andere sind weniger wichtig. Hier unsere Empfehlung für angenehmen Komfort und einen guten Wiederverkaufswert.

  • Nötige Extras: Sitzheizung, Klimaautomatik („Climatronic“), Parkpiepser, Tempomat, Xenon- oder LED-Lampen und der Lichtassistent gehören in jeden Golf. Selbst wenn darauf verzichtet werden kann: Fehlt diese Ausstattung, wird es mit einem guten Wiederverkaufspreis schwer. Zudem sollte eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung an Bord sein, bei neueren Modellen gern in Verbindung mit Android Auto sowie Apple CarPlay. So kommt auf günstige Art ein Navi in den Golf.
  • Schöne Extras: Ein fest eingebautes Navi darf gern im Auto sein. Es funktioniert auch dort, wo Handys nach Netz suchen. Bei alten Modellen ist es die einzige Alternative. Außerdem lohnt sich ein Blick zu den Fahrassistenten. Ein adaptiver Tempomat hilft auf langen Strecken, ein Notbremsassistent in Gefahrensituationen. Oft werden sie in Paketen kombiniert.
  • Verzichtbare Extras: Ein Golf braucht nicht unbedingt eine Lederausstattung. Ebenfalls nicht nötig: Der Anhängerassistent „Trailer Assist“ fällt in die Kategorie Luxus, steigert aber nicht unbedingt den Wert.

Motor und Getriebe des Golf 7 und Golf 7 Facelift

Die wohl schwierigste Entscheidung beim Golf 7 ist der passende Motor. Im Laufe seiner Bauzeit streckt sich die Leistungsspanne von 85 bis 310 PS. Es gibt Front- und Allradantrieb, automatische und manuelle Getriebe. Außerdem Benzin, Diesel und Erdgas, einen Plug-in-Hybrid und eine rein elektrische Version. Die sportlichen Varianten heißen VW Golf GTI und VW Golf R.

Antriebsseitig ist der 1,5-Liter-Benziner mit 130 PS für den Golf 7 die beste Wahl 
Quelle: Volkswagen Antriebsseitig ist der 1,5-Liter-Benziner mit 130 PS für den Golf 7 die beste Wahl

Am besten fühlt sich im Golf 7 der 1,5-Liter-Benziner mit 130 PS an. Er bietet eine sehr gute Kombination aus Spritzigkeit und niedrigem Verbrauch. Den Antrieb gibt es seit 2017. Die Vorgänger mit 1,4 Litern Hubraum sind etwas schwächer und kaum durstiger. Wir empfehlen dazu ein manuelles Getriebe. Das optionale DSG nervt manchmal mit Unsicherheiten beim Lastwechsel. Insgesamt erhöht es aber den Komfort.

VW Golf 7: Typische Mängel

Insgesamt melden viele Besitzer Ärger mit dem DSG. In der Regel sind das vor allem technisch unbedenkliche Komfortprobleme, zum Beispiel Ruckeln oder Klappern. Abgesehen davon meldet der TÜV einen verhältnismäßig hohen Verschleiß der Bremsen und mäßige Haltbarkeit von Federn und Stoßdämpfern. Beim Kauf eines älteren Exemplars mit hoher Laufleistung sollten diese Teile unbedingt genau begutachtet werden.

Abgesehen davon gilt der Golf 7 als solide. Achsen, Lenkung, Licht, Abgasanlage und Motoren machen bisher keinen Ärger. Ein gut gewartetes Fahrzeug minimiert das Risiko häufiger Mängel zusätzlich. Langzeiterfahrungen existieren bisher allerdings nicht – das Modell gibt es erst 2012.

Der Golf 7 gebraucht: Marktlage auf mobile.de

Unser bester Golf 7 ist also ein Golf 1.5 TSI Comfortline mit manuellem Getriebe und solider Ausstattung, gebaut 2017 oder danach. Der Einstiegspreis für junge Gebrauchte liegt auf mobile.de bei ungefähr 17.000 Euro (Stand: Herbst 2019). Ältere Modelle mit 1,4 Litern Hubraum und marginal weniger Leistung gibt es für weniger Geld.



Alternativen zum VW Golf 7

Der Golf ist nicht das richtige Auto für Dich? Kein Problem, denn die Konkurrenz hat ebenfalls feine Modelle im Angebot. Audi verkauft den A3 mit gleicher Technik, aber höherem Anspruch. Ford konzentriert sich beim Focus auf sportliche Fahreigenschaften, den Opel Astra gibt es oft für weniger Geld. Tipp für die Stadt: Der Toyota Auris (mittlerweile: Toyota Corolla) ist mit einem ausgereiften und sehr sparsamen Hybridantrieb verfügbar.

VW Golf 7 1.5 TSI: Technische Daten

  • Motor: 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner
  • Leistung: 130 PS (96 kW) bei 5.000 – 6.000 U/min
  • Drehmoment: 200 Nm bei 1.400 – 4.000 U/min
  • Getriebe: Sechsgang-Handschalter
  • Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
  • 0 – 100 km/h: 9,2 s
  • Verbrauch: 5,0 l/100 km (WLTP)
  • CO2-Emissionen: 115 g/km
  • Länge: 4.258 mm
  • Breite: 1.790 mm
  • Höhe: 1.492 mm
  • Radstand: 2.620 mm
  • Leergewicht: 1.310 kg
  • Kofferraum: 380 – 1.270 Liter
  • Listenpreis VW Golf 7 1.5 TSI Comfortline: 25.310 Euro (Herbst 2019)

Der Golf 7 in Bildern

  • Im Kofferraum stehen im Golf der siebten Generation 380 Liter zur Verfügung
    Quelle: Volkswagen Das Kofferraumvolumen des Golf 7 beträgt 380 Liter
  • Der Golf 7 ist europaweit das erfolgreichste Modell im Segment der Kompaktwagen
    Quelle: Volkswagen Der Golf 7 ist europaweit das erfolgreichste Modell im Segment der Kompaktwagen
  • Antriebsseitig ist der 1,5-Liter-Benziner mit 130 PS für den Golf 7 die beste Wahl 
    Quelle: Volkswagen Antriebsseitig ist der 1,5-Liter-Benziner mit 130 PS für den Golf 7 die beste Wahl
  • Auf 4,25 Metern Länge bietet der Golf 7 ausreichend Platz für vier Erwachsene
    Quelle: Volkswagen Auf 4,25 Meter Länge bietet der Golf 7 ausreichend Platz für vier Erwachsene
  • Drei Ausstattungspakete gibt es für den Golf 7. Trendline, Highline und Comfortline. Wir empfehlen Letztere
    Quelle: Volkswagen Drei Ausstattungspakete gibt es für den Golf 7. Trendline, Highline (Abbildung) und Comfortline. Wir empfehlen Letztere