Ford Puma 2019: Neuvorstellung

Der Ford Puma wird das neue Fiesta-Van-SUV

Ford bringt den Puma zurück - dem Namen nach. Als SUV-Van-Kreuzung auf Fiesta-Basis. Mit viel Platz und Mildhybrid-Antrieb. Alles zum neuen Ford-SUV.

  • Björn Tolksdorf
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  • Veröffentlicht am 07/16/2019, 12:00 AM
  • Aktualisiert am 09/30/2019, 3:19 PM
Ford Puma 2019
Quelle: Ford Der Ford Puma startet Anfang 2020 bei den deutschen Ford-Händlern. Hauptkonkurrent in Deutschland wird wohl der Opel Crossland X

Der Puma basiert auf dem Fiesta. Das hat sich beim neuen Modell nicht geändert gegenüber dem gleichnamigen Sportcoupé, das zwischen 1997 und 2001 im Kölner Ford-Werk Seite an Seite mit dem Kleinwagen montiert wurde. Sonst aber ändert sich alles. War der frühere Puma das Fiesta-Coupé, ist der neue Puma das Fiesta-SUV. Da hat Ford zwar schon den Ecosport im Programm. Der trägt für den europäischen Geschmack jedoch recht viel Geländewagen in sich, so dass Ford Raum sah für ein zweites Mini-SUV im Sortiment.

Der neue Ford Puma gerät daher, in Abgrenzung zum Ecosport, eher praktisch als knorrig. Er ist eine Art Minivan im SUV-Gewand – und ist damit sowohl ein inoffizieller Nachfolger für den 2017 eingestellten Ford B-Max als auch ein direkter Konkurrent zu Opels Crossland X. In der Länge misst der neue Ford Puma 4,19 Meter, bei 1,54 Metern Höhe und 1,93 Metern Breite inklusive Außenspiegel – der Puma wird also ein eher schmales und hohes Auto für optimale Raumausnutzung. 

Geräumiger, variabler Innenraum

Ford verspricht, was SUV- wie Van-Fahrer wünschen, nämlich eine erhöhte Sitzposition und eine gute Rundumsicht. Das Cockpit entspricht weitgehend dem des Ford Fiesta: Auf Wunsch gibt es eine voll digitale Instrumententafel sowie eine induktive Ladeschale. Für Konnektivität sorgt Fords sprachgesteuertes Sync-3-System. Besonderes Schmankerl: Ford kündigt serienmäßige Massagesitze an.

Der Kofferraum wird das Prunkstück des neuen Ford Puma. Je nach Stellung des Laderaumbodens fasst er bis zu 456 Liter (Opel Crossland: 410 l). Bei umgelegter Rückbank ergibt sich eine ebene Ladefläche. Unter dem verstellbaren Ladeboden befindet sich ein wasserfestes, abwaschbares Unterbodenfach. 

Motoren und Fahrwerk

Der Ford Puma basiert auf Fords B-Plattform, auf der auch der aktuelle Fiesta steht. Ford betont jedoch: Der höhere, längere und daher wohl schwerere Puma erhält ein komplett neu abgestimmtes Fahrwerk mit größeren Dämpfern, steiferen Lagern und einer strafferen Verbundlenker-Hinterachse. So will Ford auch beim SUV das markentypische dynamische Fahrverhalten herstellen. ST-Line-Modelle erhalten zusätzlich ein straffer abgestimmtes Sportfahrwerk.   

Zum Marktstart bietet Ford den Puma mit zwei Varianten des bewährten 1,0-l-Dreizylinder-Benziners sowie mit einem Diesel an. Der vorläufige Basis-Benziner leistet 125 PS. Darüber rangiert eine Mildhybrid-Variante des Turbomotors mit Riemenstarter-Generator und 48-Volt-Akku. Der Antrieb leistet 155 PS. Der Generator unterstützt bei Bedarf mit zusätzlichem Drehmoment, zum Beispiel beim Anfahren – da also, wo im Stadtverkehr die meiste Energie verbraucht wird. Der 1,5-Liter-Diesel leistet 125 PS.  

Alle Motoren rüstet Ford serienmäßig mit einem Start-Stopp-System aus und koppelt sie an ein manuelles Sechsgang-Getriebe. Für den konventionellen Benziner plant Ford außerdem ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. 

Umfangreiche Ausstattung

Allzu viele mager ausgestattete und damit preiswerte Puma möchte Ford offensichtlich nicht verkaufen. Das zeigt die Motorenauswahl ebenso wie die lange Aufpreisliste, die unter anderem ein Panoramadach und eine sensorgesteuerte Heckklappe umfassen wird. Zum Marktstart wird es keine Ausstattung unterhalb der „Titanium“-Linie geben - beim Fiesta fast das Maximum. Außerdem greift Ford beim Puma tief ins Assistenten-Regal. Teilautonomer Stauasssistent und adaptiver Tempomat, Totwinkel-Warner mit Notbrems-Funktion für Rangiersituationen, aktive Parkunterstützung, Fußgänger-Notbremssystem, Falschfahrer-Warnfunktion, Live-Gefahrenmeldungen über den Kartendienst „Here“ – wer will, kann sich beim Fahren viel Arbeit abnehmen lassen. 

Ford produziert den Puma künftig im Werk Craiova in Rumänien, gemeinsam mit dem Ford Ecosport. Den Marktstart kündigen die Kölner für Anfang 2020 an. Zur Preisgestaltung macht Ford noch keine Angaben. Wir gehen von einem Einstiegs-Listenpreis knapp unter 20.000 Euro aus. Jedoch nicht zum Marktstart, da einfach ausgestattete und mager motorisierte Puma vorerst nicht vorgesehen sind. 

Ford Puma Galerie

  • Ford Puma 2019
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  • In der Länge misst der neue Ford Puma 4,19 Meter
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