Der Audi Q3 bekommt als Sportback einen hübschen Rücken

Audi Q3 Sportback: Bilder, Details, Ausstattung

Aus dem Q3 wird eine Modellfamilie: Zum Kompakt-SUV gesellt sich eine Variante mit ähnlicher Größe und flottem Heck. Alle Informationen zum Q3 Sportback.

  • Constantin Bergander
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  • Veröffentlicht am 08/13/2019, 12:00 AM
  • Aktualisiert am 10/24/2019, 12:07 PM
Der Audi Q3 soll als Sportback sportlicher wirken
Quelle: Audi Der Audi Q3 soll als Sportback sportlicher wirken

Als dieses Auto noch ein Gerücht war, nannte die Presse ihn Audi Q4. So läuft es schließlich in der Ingolstädter Nomenklatur: Wenn aus einer Limousine ein Coupé wird, steigt die Nummer um einen Zähler an. Aus Q7 wird Q8, aus A6 wird A7. Nur logisch, dass ein SUV-Coupé im Q3-Format dieses Schema wiederholt.

Oder doch nicht? Der Q3 Sportback ist ein Q3, deswegen heißt er auch so. Er bekommt keine wirklich eigenständige Optik, nur insgesamt ein flottes Auftreten. Die wichtigsten Unterschiede sind sein hübsches Heck sowie feine Modernisierungen in Innen- und Motorraum.

Vor allem auf seinen Rücken kommt es an. Die abfallende Dachlinie bei einem SUV ist moderner Luxus. Sie kostet meist mehr, bietet letztendlich weniger – sieht aber hübscher aus. Ein wichtiges Kaufargument. Genuss spielt eine Rolle, egal ob SUV-Coupé oder normales Coupé. Wein trinkt man ja auch nicht gegen den Durst.



Der Q3 Sportback soll sportlicher wirken

Audi gibt sich Mühe, die vielen Gemeinsamkeiten zwischen Q3 und Q3 Sportback zu vertuschen. Die Proportionen der Seitenansicht verändern sich: Der Q3 Sportback ist drei Zentimeter flacher und eineinhalb Zentimeter länger. Serienmäßig schraubt Audi 18-Zöller an die Achsen, an den normalen Q3 nur 17-Zoll-Räder. Das SUV-Coupé sieht also sportlicher aus.

Audi unterstreicht das mit dem Stoßfänger aus der Sport-Ausstattung des Q3. Den gibt es beim Sportback serienmäßig. Außerdem bekommt er einen eigenständigen Grill und das „Glanzpaket“. Es enthält Zierrat aus Aluminium und schwarzem Lack an Dach, Fenstern und Säulen. Ein Sportfahrwerk gibt es im Sportback ohne Aufpreis. Dann ist er flacher, aber auch weniger komfortabel.

Zusätzlich bekommt der Sportback eine erweiterte Basisausstattung. Progressivlenkung, Kontrastlackierung und Fahrprogramme gibt es serienmäßig. Beim Basisbenziner kommt außerdem ein zweites Bordnetz mit 48 Volt zum Einsatz. Amazons Sprachassistent Alexa ist gegen Aufpreis verfügbar. Beide Details sind im normalen Q3 (noch) nicht erhältlich.

Der Basisbenziner ist ein Mild-Hybrid

Zunächst bietet Audi im Q3 Sportback vier Motoren an. Zwei Selbstzünder leisten 150 und 190 PS (35 TDI und 40 TDI), die Benziner sind 150 PS (35 TFSI) und 230 PS (45 TFSI) stark. Die Basis fährt jeweils mit manuellem Sechsganggetriebe und Frontantrieb, optional mit Doppelkupplungsgetriebe. Die starken Modelle schalten generell automatisch. Allradantrieb gibt es optional beim kleinen Diesel und serienmäßig bei den großen Motoren.

Im Q3 Sportback 35 TFSI sitzt ein Riemen-Startergenerator, der Lichtmaschine (immer) und Anlasser (nach dem Kaltstart) ersetzt. Er arbeitet mit einer Spannung von 48 Volt und generiert beim Bremsen besonders viel Strom. Zudem lässt er den Motor besonders komfortabel an. Deshalb steht der Verbrenner beim Segeln und Rollen still. Das soll im Alltag fast einen halben Liter Sprit auf 100 Kilometer sparen. Beim Anfahren steuert der Elektromotor 7,5 kW Leistung zu.

Audi setzt die 48-Volt-Technik zum ersten Mal bei einem Vierzylinder ein. Zudem erstmals in der Kompaktklasse. Bald wird sich das System konzernweit in vielen Modellen des Segments finden. SUVs wie der Q3 Sporback lagern die Hybrid-Batterie im Kofferraum. In flachen Pkw wie Audi A3 und VW Golf sitzen sie unter dem Beifahrersitz.

Weniger Platz im Audi Q3 Sportback

Was man dem Q3 Sportback kaum ansieht: Sein Blech gleicht dem des Q3 nur bis zur A-Säule. Dahinter raubt das flachere Dach etwas Platz am Kopf. Vorn nicht viel, bei einem SUV fällt das nicht sofort auf. In Reihe zwei wird es dennoch spürbar enger. Wenn Die Rückbank ganz hinten steht – sie ist um 13 Zentimeter verschiebbar, die des Q3 um 15 Zentimeter – dann kommen die Haare großer Passagiere den Heckklappenscharnieren nahe. Und ganz generell dem Dachhimmel. Ist beim Q8 aber auch so. Immerhin gibt es mehr Platz als in der A3 Limousine.

Der Kofferraum lädt im kleinsten Zustand (Rückbank ganz hinten) so viel ein wie der des Q3 (530 Liter). Soll mehr Gepäck ins Auto, liegt das klassische SUV vorn: Mit vorgeschobener Rückbank packen die Geschwister 675 bzw. 620 Liter ein, mit umgelegter Lehne 1.530 bzw. 1.400 Liter. Die Differenz liegt am geringeren Verstellbereich und dem flachen Heck.

Weiter vorn liegen die Modelle dann wieder beieinander. Ihre Infotainment-Displays messen abhängig vom Umfang 8,8 oder 10,1 Zoll in der Diagonale. Ein digitales Cockpit gibt es serienmäßig, die aufwändige, konfigurierbare Variante gegen Aufpreis. Im Q3 Sportback arbeitet Apple CarPlay bereits ohne Kabel, außerdem weiß er in einigen Städten, wann die Ampeln umschalten.

Der Q3 Sportback kostet mit dem kleinen Diesel mindestens 40.200 Euro. Damit ist er ungefähr 3.500 Euro teurer als der normale Q3, kommt aber mit einer besseren Basisausstattung. Bereinigt wird trotz kleinerer Nutzfläche ein Mehrpreis übrigbleiben. So ist das eben mit dem Genuss.

Audi Q3 Sportback Neuvorstellung

  • Das Coupé kostet mit 40.200 Euro rund 3.500 mehr als die Limousine
    Quelle: Audi Das Coupé kostet mit 40.200 Euro rund 3.500 Euro mehr als die Limousine
  • Der Audi Q3 soll als Sportback sportlicher wirken
    Quelle: Audi Der Audi Q3 soll als Sportback sportlicher wirken
  • Gutes Aussehen kostet. Die Dachlinie schränkt ein, ist aber schick
    Quelle: Audi Gutes Aussehen kostet. Die Dachlinie schränkt ein, ist aber schick
  • Der Audi Q3 Sportback erhält zusätzlichen Glanz an Dach, Fenster und Säulen dank des schwarzen Lackes
    Quelle: Audi Der Audi Q3 Sportback erhält zusätzlichen Glanz an Dach, Fenster und Säulen dank des schwarzen Lackes
  • Mit einem Kofferraumvolumen von 530 - 1400 Liter büßt der Audi Q3 Sportback Komfort ein
    Quelle: Audi Mit vorgeschobener Rückbank steigt das Kofferraumvolumen (530 - 1400 Liter), gleichzeitig sinkt aber natürlich der Sitzkomfort im Fond
  • Die Konsequenz des niedrigen Daches sind die engen Rücksitze
    Quelle: Audi Die Konsequenz des niedrigen Daches ist weniger Kopffreiheit im Fond
  • Das digitale Cockpit ist der Serienstandart. Die individuelle Anpassung kostet wie üblich mehr
    Quelle: Audi Das digitale Cockpit ist der Serienstandard. Die individuelle Anpassung kostet wie üblich mehr
  • Der Audi Q3 bringt als Sportback ein Upgrade der Räder von 17 zu 18 Zoll 
    Quelle: Audi Der Audi Q3 bringt als Sportback ein Upgrade der Räder von 17 auf18 Zoll