Audi A3 Sportback (2020): Preise, Daten, Bilder, Marktstart

Das ist der neue Audi A3

Audis Kompaktklasse wird größer, sparsamer, digitaler: Audi räumt beim A3 der Generation vier den Innenraum auf. Ein vertrautes Teil verschwindet sogar komplett.

  • Constantin Bergander
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  • Veröffentlicht am 03/03/2020, 1:11 PM
Audi A3 Sportback in der Ansicht von vorne links, fahrend
Quelle: Audi Zum Start stehen für den A3 zwei Diesel- und ein Benzin-Aggregat zur Wahl

Der A3 hat Audi-intern einiges aufzuholen. In den großen Limousinen führt Audi seit 2017 eine neue Bedienlogik und ein frisches Gesicht ein. Die absatzstarke Kompaktklasse ist noch übrig. Bis jetzt, denn 2020 startet ein neuer A3. Er übernimmt den digitalen Innenraum und die kantige Optik der großen Modelle. Zudem hat er einige Features an Bord, die es in den Top-Modellen von Audi noch nicht gibt.

Natürlich bleibt der A3 ein A3. Er behält die Proportionen, die kompakten Maße und sogar den Knick in den Lampen. Trotzdem ändert sich viel. Es gibt ihn vorerst nur als Fünftürer (A3 Sportback). Dreitürer und Cabrio kommen nicht. Die Motoren werden sparsamer und vielfältiger. Gleich zwei Plug-in-Hybride starten in Generation vier. Außerdem können die Assistenten mehr als bisher.


Audi A3 Sportback
Audi A3 Sportback

Mehr als zwei Drittel der A3-Verkäufe entfallen auf die fünftürige Sportback-Variante.


Der neue Audi A3 Sportback in Kürze

  • Audi A3: Vorverkauf im März 2020
  • Ein Benziner, zwei Diesel zum Start
  • MildHybride, Plug-in-Hybride geplant
  • Länger und breiter als der Vorgänger
  • TouchBedienung löst MMI-Dreh-Drücksteller ab
  • Basispreis Audi A3 30 TFSI: 26.800 Euro
  • Ausstattungsvariante zum Start: Audi A3 Sportback „Edition One“

Audi A3 Sportback (2020): Maße und Karosserie

Die Generation vier übernimmt die Plattform des Vorgängers. Es bleibt bei einem Radstand von 2,64 Metern, die Höhe ändert sich nicht. Dennoch verspricht Audi mehr Platz im neuen A3. Drei Zentimeter mehr Breite (1,82 Meter) schaffen zusätzlichen Raum an Ellenbogen (vorn) und Schultern (hinten). Eine tiefere Sitzposition in der ersten Reihe erhöht die Kopffreiheit.

Audi A3 Sportback Frontansicht
Quelle: Audi Gegen Aufpreis baut Audi ein Sportfahrwerk in den A3 ein

Dass der neue A3 drei Zentimeter in die Länge wächst, hat kosmetische und konstruktive Gründe. Die zusätzliche Assistenz benötigt Platz in der Fahrzeugfront. Beinfreiheit oder Kofferraum profitieren davon nicht. Hinter die Luke passen wie gehabt 380 Liter Gepäck. Mit umgeklappten Lehnen werden es 1.200 Liter, 20 Liter weniger als bisher. Optional öffnet die Heckklappe des A3 Sportback elektrisch.

Audi verspricht trotz vieler Kühlungsöffnungen und Kanten ein strömungsgünstiges Design. Der neue A3 schlüpft besser durch den Wind als sein Vorgänger, der cw-Wert liegt ab 2020 bei 0,28. Die Bremsenkühlung wirke sich gar nicht auf den Luftwiderstand aus, sagt der Hersteller. Die Luft strömt durch Motorraum und Radhausschalen zu den Bremsscheiben.



Neues Touch-Infotainment im Audi A3

Im Innenraum erkennt jeder den neuen A3 als neu. Das Armaturenbrett trägt harte Kanten und viele glatten Flächen. Serienmäßig baut Audi ein 10,1-Zoll-Display in die Mittelkonsole. Es steuert die meisten Infotainment-Aufgaben und einige andere Funktionen. Das System verstehe serienmäßig Handschrift und natürliche Sprache, verspricht der Hersteller.

Anders als bei den großen Modellen steuert der A3 das Klima nicht per Touchscreen. Es bleibt bei einer eigenen Konsole mit echten Knöpfen und Tasten. Dafür herrscht auf der Mittelkonsole mehr Ordnung: Der alte Dreh-Drücksteller entfällt im neuen Audi A3 komplett. Das Infotainment arbeitet nach dem neuen Prinzip ohne separaten Taster.

Audi A3 Sportback Cockpitansicht
Quelle: Audi Analoge Instrumente gibt es im A3 Sportback nicht mehr. Die notwendigen Fahrdaten werden auf einem 10,25 Zoll großen Monitor dargestellt

Analoge Instrumente mustert Audi ebenfalls aus. Serienmäßig ersetzt ein Monitor mit 10,25-Zoll- Diagonale die mechanischen Anzeigen. Optional vergrößern ihn die Ingolstätter zum „Virtual Cockpit“ mit 12,3-Zoll-Display. Ebenfalls gegen Aufpreis baut Audi ein Navi mit Internetverbindung ein und installiert ein Head-up-Display. Das projiziert die Fahrdaten auf die Frontscheibe – mittlerweile üblich in der Kompaktklasse.

Das große Infotainmentsystem im Audi erhält seine Verkehrsdaten aus dem Internet. Es lernt aus den Gewohnheiten des Fahrers und schlägt automatisch Umwege vor, wenn es ein Hindernis gibt. Audi ergänzt den Amazon-Sprachassistenten Alexa in der Jahresmitte 2020. Die Smartphone-Standards Apple CarPlay und Android Auto sind bereits verfügbar, eine kabellose Variante will der Hersteller nachreichen.

Erweiterte Assistenz mit Car2X

Über den Standard „Car2X“ kommuniziert der neue Audi A3 serienmäßig mit anderen Fahrzeugen und der Umgebung – vorausgesetzt, sie unterstützen die Technik. Langfristig soll der A3 damit Parkplätze finden, die grüne Ampelwelle erwischen und vor nahenden Staus oder Rettungswagen warnen. Diese Art der Kommunikation ist noch neu in Fahrzeugen.

Bereits etabliert sind Funktionen, die Smartphone und Auto verbinden. Das Handy kann aus der Ferne Türen öffnen und schließen, den Standort übermitteln, Navigationsziele ins Auto laden, die Standheizung starten oder das Auto orten. Android-Telefone können den Fahrzeugschlüssel sogar ganz ersetzen.

Audi A3 Sportback in der Seitenansicht, fahrend
Quelle: Audi Audi drückt den cw-Wert auf 0,28. Damit ist der neue Kompakte windschlüpfiger als sein Vorgänger

Audi erweitert zudem den Umfang der Assistenz im neuen A3 Sportback. Serienmäßig erkennt er Autos, Fußgänger sowie Radfahrer und bremst im Notfall. Zudem warnt er beim Verlassen der Fahrspur und unterstützt beim Ausweichen. Optional überwacht der A3 beim Öffnen der Türen den toten Winkel, warnt vor Querverkehr beim Ausparken und assistiert umfangreich beim Fahren. Er bremst mit allen Getriebevarianten bis zum Stillstand ab.

Der neue Audi A3 leuchtet serienmäßig mit LED-Lampen. Gegen Aufpreis handelt es sich dabei um LED-Matrix-Scheinwerfer, die den Gegenverkehr maskieren oder Hindernisse hervorheben. Das Tagfahrlicht leuchtet entsprechend der gewählten Ausstattungslinie horizontal oder vertikal in den Hauptscheinwerfern.

Motoren und Getriebe im Audi A3 Sportback (2020)

Unter der Haube des neuen Audi A3 Sportback stecken nach der erfolgten Premiere des Plattformbruders VW Golf 8 im Grunde keine Überraschungen. Zum Start kommt der Kompakte mit drei verschiedenen Motoren: einem 1,5-Liter-Benziner mit 150 PS sowie zwei 2,0-Liter-Diesel mit 116 oder 150 PS. Sie übertragen ihre Kraft über ein manuelles Sechsganggetriebe (Serie) oder ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (S-Tronic, Option) an die Vorderräder.

Später folgen weitere Antriebe. Dazu gehören zwei Mild-Hybrid-Benziner mit 110 und 130 PS. Sie bekommen Hilfe (maximal 9 kW bzw. 50 Nm) von einem Riemen-Startergenerator. Audi erhöht den Betriebsbereich der Start-Stopp-Automatik und schaltet den Verbrenner ab, wenn er nicht gebraucht wird. Das soll fast einen halben Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer sparen. Diese Technik gibt es nur in Verbindung mit einem Doppelkupplungsgetriebe.

Audi A3 Sportback in der Ansicht von hinten rechts, fahrend
Quelle: Audi Der Vorverkauf für den neuen Audi A3 Sportback startet im März 2020

Außerdem plant Audi zwei Plug-in-Hybride. Konkrete Leistungsdaten gibt es noch nicht. Der A3 wird sich die Technik mit dem technisch eng verwandten VW Golf teilen. Dort leisten die Antriebe 204 bzw. 245 PS und fahren 60 Kilometer weit rein elektrisch. Ein Erdgas-Motor ist ebenfalls geplant, voraussichtlich 1,5 Liter groß und 130 PS stark.

Audi deutet weitere Antriebe an, wird aber noch nicht konkret. Voraussichtlich starten ein starker Diesel (200 PS), mindestens ein kräftiger Benziner (190 PS) sowie die Sport-Varianten Audi S3 (310 PS) und Audi RS3 (400 PS). Die sportliche Spitze bekommt wieder einen Fünfzylinder. Allradantrieb gibt es in den stärkeren Varianten teilweise serienmäßig, bei anderen Motoren optional.


VW Golf 7
Der Golf 7

Der Klassenprimus unter den Kompakten: Der VW Golf VII.


Zwei verschiedene Hinterachsen, drei Fahrwerke

Ab einer Leistung von 150 PS fährt der Audi A3 (bzw. S3, RS3) mit einer aufwendig konstruierten Mehrlenker-Hinterachse. Schwächere Antriebe bekommen die einfachere Verbundlenkerachse. Beim Vorgänger lag die Grenze bei 122 PS.

Mechanisch ändert sich am Fahrwerk wenig. Audi stimmt den A3 aber neu ab. Optional baut der Hersteller adaptive Stoßdämpfer ein. Sie stellen sich auf den Fahrbahnbelag ein und können über Fahrprofile ihre Charakteristik verändern. Eine Tieferlegung von einem Zentimeter gehört zum Verstellfahrwerk.

Ebenfalls gegen Aufpreis baut Audi ein Sportfahrwerk in den A3. Es legt die Karosserie um eineinhalb Zentimeter tiefer und ist deutlich straffer abgestimmt. In der Ausstattungslinie S-Line gehört das Sportfahrwerk zum Serienumfang. Weiterhin sind je drei Designlinien für Exterieur und Innenraum im A3 verfügbar. Sie lassen sich beliebig miteinander kombinieren.



Marktstart Audi A3: März 2020

Der Vorverkauf des neuen Audi A3 beginnt noch im März 2020. Zunächst verkauft Audi den Kompaktwagen nur in der gehobenen „Edition One“-Variante mit besserer Ausstattung. Etwas später kostet die Basisausstattung mit 150 Benzin-PS (A3 Sportback 35 TSI) 28.900 Euro. Der kleine Diesel (A3 Sportback 30 TDI) wird mit mindestens 29.900 Euro zu Buche schlagen. Der 110-PS-Benziner im A3 Sportback 30 TSI startet bei 26.800 Euro.

Damit steigt der Preis gegenüber dem Vorgänger in der Basis um 1.000 Euro, der A3 35 TSI wird 1.100 Euro teurer. Dafür gibt es eine bessere Ausstattung, mehr moderne Funktionen und ein etwas üppigeres Platzangebot. Und Audis aktuellen technischen Stand.

Der Audi A3 Sportback in Bildern

  • Audi A3 Sportback in der Ansicht von vorne links, stehend
    Quelle: Audi Serienmäßig erkennt der neue A3 Autos, Fußgänger, sowie Radfahrer und bremst im Notfall
  • Audi A3 Sportback Innenraum-Ansicht
    Quelle: Audi Gegen Aufpreis bietet Audi für den A3 ein Head-up-Display
  • Audi A3 Sportback Cockpitansicht
    Quelle: Audi Analoge Instrumente gibt es im A3 Sportback nicht mehr. Die notwendigen Fahrdaten werden auf einem 10,25 Zoll großen Monitor dargestellt
  • Audi A3 Sportback Ansicht der Rückbank
    Quelle: Audi Um drei Zentimeter bewegt sich der A3 in die Breite. Das schafft auf der Rückbank mehr Platz an den Schultern
  • Audi A3 Sportback Innenraum-Ansicht
    Quelle: Audi Den Innenraum im neuen A3 hat Audi gründlich überarbeitet
  • Audi A3 Sportback in der Ansicht von hinten links, stehend
    Quelle: Audi Im Audi A3 Sportback mit der Ausstattung "S-Line" gehört das Sportfahrwerk zum Serienumfang
  • Audi A3 Sportback in der Ansicht von vorne links, stehend
    Quelle: Audi Serienmäßig leuchtet der neue A3 mit LED-Scheinwerfern. Matrix-Licht gibt es gegen Aufpreis
  • Audi A3 Sportback Heckansicht, fahrend
    Quelle: Audi Dreitürer und Cabrio werden aussortiert. Der A3 Sportback als Fünftürer bleibt vorerst das einzige Modell
  • Audi A3 Sportback Heckansicht
    Quelle: Audi Die Plattform übernimmt der neue A3 von der vorherigen, dritten Generation
  • Audi A3 Sportback Frontansicht
    Quelle: Audi Gegen Aufpreis baut Audi ein Sportfahrwerk in den A3 ein
  • Audi A3 Sportback in der Ansicht von hinten rechts, fahrend
    Quelle: Audi Der Vorverkauf für den neuen Audi A3 Sportback startet im März 2020
  • Audi A3 Sportback in der Ansicht von vorne links, fahrend
    Quelle: Audi Zum Start stehen für den A3 zwei Diesel- und ein Benzin-Aggregat zur Wahl
  • Audi A3 Sportback in der Seitenansicht, fahrend
    Quelle: Audi Audi drückt den cw-Wert auf 0,28. Damit ist der neue Kompakte windschlüpfiger als sein Vorgänger