Design und Karosserie
Seit 2015 tritt der Mazda2 deutlich dynamischer auf als seine Vorgänger und verabschiedet sich optisch vom Minivan-Charakter der ersten Generation. Das Kodo-Design mit schmalen Scheinwerfern und betonten Schultern lässt den Kleinwagen erwachsen wirken, ohne die kompakte Grundfläche zu vergrößern. Im Gegensatz zu den frühen Modellen auf Ford-Plattform nutzt die aktuelle Generation eine eigene Skyactiv-Struktur, die konsequent auf Gewichtseinsparung ausgelegt ist. Je nach Ausstattung bleibt das Leergewicht mit rund 970 bis etwa 1.160 kg niedrig, was Agilität und Effizienz unterstützt. In Europa prägt der Fünftürer das Bild und bietet im Alltag einen guten Zugang zur Rückbank.
Innenraum und Platzangebot
Im Innenraum zeigt sich der Mazda2 aufgeräumt und fahrerorientiert, mit übersichtlichen Rundinstrumenten und gut erreichbaren Bedienelementen. Die Materialqualität wirkt im Vergleich zum Vorgänger hochwertiger, mit weniger harten Kunststoffflächen im Sichtbereich. Vorn sitzen auch größere Erwachsene bequem, die leicht sportliche Sitzposition vermittelt engen Kontakt zum Fahrzeug. Auf der Rückbank wird es für groß gewachsene Mitfahrer enger, besonders bei Knie- und Kopffreiheit. Der Kofferraum fasst je nach Rücksitzstellung etwa 250 bis 1.044 Liter. Einkäufe und Wochenendgepäck finden damit problemlos Platz, für den Familienurlaub ist allerdings Planung nötig. Umklappbare Lehnen schaffen eine ebene Ladefläche, die jedoch eine relativ hohe Ladekante aufweist.
Antrieb und Fahrverhalten
Beim Antrieb setzt der Mazda2 bewusst auf frei saugende Benziner statt auf aufgeladene Kleinhubraum-Turbos. Das Ansprechverhalten wirkt natürlich, verlangt aber Drehzahl, wenn zügig beschleunigt werden soll. Im Stadtverkehr harmoniert dieser Charakter gut mit dem geringen Gewicht. Der Kleinwagen wirkt lebendig und reagiert direkt auf Gasbefehle. Auf der Autobahn reicht die Leistung für Reisegeschwindigkeiten, bei voller Beladung und Steigungen geraten Überholmanöver jedoch etwas zäh. Das eher straff abgestimmte Fahrwerk vermittelt viel Rückmeldung, ohne unkomfortabel zu wirken. Auf sehr schlechten Straßen dringen Querfugen aber deutlich in den Innenraum durch. Die präzise Lenkung unterstützt den insgesamt agilen Eindruck und sorgt vor allem auf kurvigen Landstraßen für Fahrspaß.
Alltag, Kosten und Fazit
Im Alltag helfen überschaubare Außenmaße, kleiner Wendekreis und moderater Verbrauch. Wartungs- und Versicherungskosten bleiben meist günstig, was den Mazda2 besonders für Fahranfänger und Pendler interessant macht. Die Sicherheits- und Komfortausstattung fällt je nach Linie sehr unterschiedlich aus. In den oberen Varianten erreicht der Kleinwagen jedoch ein Niveau, das nah an größere Kompaktmodelle heranreicht. Nachteile bleiben das begrenzte Platzangebot im Fond und die deutlich hörbaren Motorgeräusche bei höheren Geschwindigkeiten. Im Umfeld von VW Polo, Ford Fiesta oder Hyundai i20 positioniert sich der Mazda2 als eigenständige Alternative für Fahrer, die Wert auf Zuverlässigkeit, klassisch ausgelegte Benziner und ein charakteristisches Design legen. Dafür akzeptiert dieses Modell beim Raumangebot und beim Langstreckenkomfort kleinere Abstriche, überzeugt aber insgesamt als sparsamer und charakterstarker Kleinwagen für den Alltag.