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Ferrari Purosangue (F175)

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Fahrzeugeinordnung

Im September 2022 präsentierte Ferrari den Ferrari Purosangue (F175) als erstes Serienfahrzeug der Marke mit vier Türen. Das Luxus-SUV kombiniert einen frontmontierten V12-Motor, erhöhte Sitzposition und vollwertigen Kofferraum und verbindet so Sportwagen-Charakter mit mehr Platz und Komfort.

Im Modellprogramm von Ferrari positioniert sich der Ferrari Purosangue (F175) oberhalb der klassischen Mittelmotor-Coupés und entwickelt frühere viersitzige Gran-Turismos mit vier Türen und stärkerer Alltagstauglichkeit weiter. Im Wettbewerbsumfeld steht das Modell in einer Reihe mit Luxus-SUV wie Lamborghini Urus und Aston Martin DBX, legt im Auftritt jedoch mehr Wert auf zurückhaltende Eleganz und auf hohe Reisegeschwindigkeit bei vier vollwertigen Sitzplätzen.

Stärken
  • Charismatischer V12 mit sehr hoher Leistung
  • Beeindruckende Fahrdynamik trotz erhöhter Karosserie
  • Vier Einzelsitze und nutzbarer Kofferraum
Schwächen
  • Hoher Preis und hohe Betriebskosten
  • Bedienkonzept komplex und wenig intuitiv
  • Fondplatz und Variabilität nur durchschnittlich

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Motoren

Im Ferrari Purosangue (F175) arbeitet ein frei atmender Zwölfzylindermotor mit 6,5 Litern Hubraum. Er leistet 533 kW (725 PS) und dreht sehr hoch aus, was gut zur Rolle als Sportwagen im SUV-Format passt. Das maximale Drehmoment von 716 Nm liegt bereits bei mittleren Drehzahlen an und sorgt trotz hohem Fahrzeuggewicht für spontane Beschleunigung.

Der Allradantrieb verteilt die Kraft je nach Bedarf auf alle vier Räder. Das Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe sitzt in Transaxle-Bauweise an der Hinterachse, verbessert so die Gewichtsverteilung und bietet im höchsten Gang eine drehzahlsenkende Overdrive-Stufe. Ein separates Vorderachsgetriebe schaltet bei Bedarf die Vorderräder zu und steigert die Traktion auf nasser oder verschneiter Fahrbahn. Laut Werksangaben beschleunigt der Wagen in 3,3 Sekunden auf 100 km/h und erreicht über 310 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Der WLTP-Verbrauch liegt bei 17,1 Liter pro 100 Kilometer, der CO2-Ausstoß bei 389 Gramm pro Kilometer und zeigt deutlich, dass Effizienz hier keine zentrale Rolle spielt. Dank 100 Liter Tank sind auf der Autobahn dennoch Reichweiten um 500 Kilometer möglich, solange die Höchstgeschwindigkeit nicht dauerhaft ausgenutzt wird.

Sicherheit

Die Sicherheitsbasis des Purosangue bilden eine steife Karosseriestruktur und mehrere Airbags, die Front- und Seitenaufprälle abmildern. Trotz gegenläufig öffnender Fondtüren bleibt eine ausgeprägte B-Säule erhalten und stabilisiert die Fahrgastzelle. Definierte Deformationszonen und aufprallfreundliche Bereiche an Front und Motorhaube erhöhen die passive Sicherheit und mindern Verletzungsrisiken für Insassen und Fußgänger.

Zur aktiven Sicherheit tragen eine adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Abstandsüberwachung und ein Notbremsassistent bei, die Auffahrunfälle frühzeitig verhindern sollen. Spurhalteassistent und Spurverlassenswarner unterstützen auf längeren Autobahnstrecken, während Totwinkelassistent und Querverkehrswarnung das Rangieren in unübersichtlichen Bereichen erleichtern. Eine Einparkkamera mit Parksensoren verbessert das Manövrieren in engen Parkhäusern.

Eine Bergabfahrhilfe hält auf steilen Gefällstrecken ein gleichmäßiges Tempo und entlastet den Fahrer. Insgesamt wirkt das Sicherheitskonzept sowohl im sportlichen Einsatz als auch im Alltagsbetrieb langstreckentauglich und gut kontrollierbar.

Ausstattung

Der Ferrari Purosangue (F175) ist ein 2022 vorgestelltes V12-SUV mit auf Komfort und Sportlichkeit ausgerichteter Ausstattung. Im Innenraum prägen hochwertige Lederbezüge, sauber verarbeitete Zierleisten und ein Doppelcockpit mit separatem Beifahrer-Display den Eindruck. Die vorderen Sitze lassen sich serienmäßig vielfach elektrisch verstellen und sind beheizbar, was längere Etappen angenehmer macht. Im Fond sitzen zwei Personen auf Einzelsitzen mit zahlreichen Einstellmöglichkeiten und eigenem Bedienfeld für Klima- und Komfortfunktionen.

Das Infotainmentsystem verzichtet auf einen zentralen Touchscreen. Viele Anzeigen wandern in die Instrumenteneinheit und auf den Bildschirm vor dem Beifahrer. Das wirkt aufgeräumt, erfordert in der Bedienung aber etwas Gewöhnung. Navigation und Medienzugriff laufen im Alltag häufig über Smartphone-Spiegelung.

Zur Serienausstattung gehören eine Klimaautomatik und eine elektrische Heckklappe. Optional bietet Ferrari unter anderem ein Dach aus Carbon, eine Bremsanlage mit Keramikscheiben sowie höherwertige Audioanlagen. Der Kofferraum fasst 473 Liter. Umklappbare Rücksitze und auf Wunsch erhältliche Schutzmatten erhöhen den Nutzwert und erleichtern längere Reisen mit mehr Gepäck im Vergleich zu klassischen Ferrari-Coupés.

Modellbeschreibung

Der Ferrari Purosangue (F175) erschien 2022 als erstes SUV der Marke. Das viertürige Modell bietet eine erhöhte Sitzposition und einen V12-Motor. Es verbindet hohe Fahrleistungen mit komfortabler Abstimmung. Vier Einzelsitze und ein vollwertiger Kofferraum erhöhen die Alltagstauglichkeit. Der Charakter liegt zwischen Gran Turismo und leistungsorientiertem Luxus-SUV.


V12-SUV fährt wie Supersportwagen, schwächelt im Alltag

Konzept und Positionierung

Der Ferrari Purosangue (F175) überträgt die Sportwagen-DNA der Marke in ein viertüriges Fahrzeug mit erhöhter Karosserie. Technisch orientiert er sich stärker an viersitzigen Gran-Turismo-Modellen als an klassischen Geländewagen. Vier Einzelsitze, hoher Fahrkomfort und ausgeprägte Fahrdynamik stehen im Vordergrund, während Variabilität und Laderaumflexibilität eine untergeordnete Rolle spielen. Das bewusst begrenzte Produktionsvolumen und der im Vergleich zu Lamborghini Urus oder Aston Martin DBX zurückhaltende Auftritt positionieren ihn als besonders exklusives Angebot für Kunden, die sehr hohe Leistung mit diskreter Optik verbinden.

Design und Raumgefühl

Mit knapp fünf Metern Länge und relativ geringer Höhe wirkt der Purosangue deutlich flacher als viele andere SUV dieser Leistungsklasse. Die lange Motorhaube, schmalen Scheinwerfer und die stark geneigte Heckscheibe nehmen klare Anleihen bei den Sportwagen der Marke und erzeugen eine coupéhafte Silhouette. Gegenläufig öffnende Fondtüren erleichtern den Einstieg zu den hinteren Einzelsitzen und setzen einen eigenständigen gestalterischen Akzent. Trotz der großzügigen Außenabmessungen fällt der Knieraum im Fond eher knapp aus. Der Kofferraum fasst 473 Liter und besitzt eine elektrische Heckklappe, was den Alltagsnutzen gegenüber den zweitürigen Ferrari-Coupés deutlich erhöht. Umklappbare Rücklehnen schaffen zusätzlichen Stauraum, die feste Trennwand macht das Beladen in der Praxis jedoch etwas umständlicher.

Innenraum und Bedienung

Im Innenraum prägt ein Doppelcockpit mit eigenem Bildschirm für den Beifahrer das Bild. Die Instrumente orientieren sich klar am Fahrer, während feines Leder und sauber verarbeitete Metallapplikationen den luxuriösen Charakter betonen. Recycelte Stoffe für Dachhimmel und Teppiche bringen einen moderneren Nachhaltigkeitsaspekt in den Innenraum. Das Bedienkonzept wirkt dagegen anspruchsvoll. Viele Funktionen laufen über berührungsempfindliche Flächen und verschachtelte Menüs am Lenkrad. Ein zentraler Touchscreen fehlt, daher übernehmen Smartphone-Integration und Beifahrerdisplay häufig Navigation und Mediensteuerung. Im Vergleich zu anderen Luxus-SUV verlangt das System spürbar mehr Eingewöhnung, bevor sich die Funktionen weitgehend intuitiv nutzen lassen.

Fahrverhalten und Technik

Der frei atmende V12-Saugmotor mit 6,5 Litern Hubraum zeichnet sich durch direkte Gasannahme und hohe Drehfreude aus. In Verbindung mit dem heckbetonten Allradantrieb wirkt der Purosangue für seine Größe agil und bleibt bei schlechtem Grip gut kontrollierbar. Eine Allradlenkung verbessert das Einlenkverhalten auf Landstraßen und erhöht die Stabilität bei höherem Tempo. Das Fahrwerk nutzt elektrisch geregelte Aktivdämpfer mit 48-Volt-Versorgung. Sie reduzieren Wankbewegungen in schnellen Kurven und erhalten dennoch einen hohen Federungskomfort. Große Räder und eine kräftige Bremsanlage unterstützen das sportliche Fahrgefühl, verstärken auf schlechten Fahrbahnen jedoch die Abroll- und Abrollgeräusche. Insgesamt fährt der Purosangue eher wie ein hoch bauender Gran Turismo als wie ein klassischer Offroader.

Alltag, Effizienz und Kosten

Im Alltag profitieren Insassen von bequemen Einstiegen und vier vollwertigen Einzelsitzen. Der Kofferraum mit 473 Litern Volumen nimmt auch größeres Reisegepäck auf, umklappbare Lehnen erhöhen den Nutzwert. Die feste Trennwand und empfindliche Bezüge schränken die praktische Nutzung etwas ein. Eine Bergabfahrhilfe unterstützt auf steilen Passstraßen, die verstellbare Bodenfreiheit schafft Reserven auf moderaten Feldwegen. Dem hohen Komfort steht ein sehr hoher Kraftstoffverbrauch gegenüber. Zusammen mit der großen Tankkapazität entstehen zwar ordentliche Reichweiten, die Betriebskosten steigen jedoch deutlich. Auch der Anschaffungspreis liegt klar über vielen anderen Luxus-SUV, was die Zielgruppe stark einschränkt.

Fazit

Der Purosangue verbindet einen emotionalen V12-Antrieb und ausgeprägte Fahrdynamik mit vier Einzelsitzen und alltagstauglichem Kofferraum. Design, Verarbeitung und Technik sprechen Kunden an, die ein sehr schnelles, komfortables und vergleichsweise dezentes Luxus-SUV suchen. Komplexe Bedienung, hoher Verbrauch und extreme Gesamtbetriebskosten bleiben jedoch zentrale Nachteile. Wer diese Punkte akzeptiert, erhält einen exklusiven Gran Turismo mit erhöhter Karosserie und eigenständigem Charakter im Modellprogramm von Ferrari.

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