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Ferrari 488 (F142M)

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179.000 €
Fahrzeugeinordnung

Im März 2015 kam der Ferrari 488 GTB (F142M) als Mittelmotor-Supersportwagen mit V8-Turbo auf den Markt und löste den 458 ab. Das zweisitzige Coupé positioniert sich im Modellprogramm unter den größeren V12-Modellen der Marke und markiert den Einstieg in die klassische V8-Mittelmotor-Baureihe.

Mit klar gezeichneter Karosserie und auf Effizienz getrimmter Aerodynamik knüpft das Design eng an den 458 an, wirkt aber technischer und fokussierter. Typische Käufer sind sportlich orientierte Fahrer, die Einsätze auf der Rennstrecke mit schnellen Landstraßenfahrten verbinden, neben Kunden, für die Marke und Auftritt im Vordergrund stehen. Im Wettbewerbsumfeld trifft der 488 GTB auf Modelle wie Lamborghini Huracán, McLaren 675LT oder Porsche 911 Turbo S.

Stärken
  • Kräftiger V8 mit spontaner Kraftentfaltung
  • Präzises Fahrverhalten und hohe Kurvengeschwindigkeiten
  • Hochwertiger Innenraum mit großer Individualisierbarkeit
Schwächen
  • Sehr hohe Anschaffungs- und Unterhaltskosten
  • Geringes Kofferraumvolumen und kaum Ablagen
  • Straffes Fahrwerk
  • wenig Komfort auf schlechten Straßen

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Motoren

Im Ferrari 488 (F142M) arbeitet hinter den Sitzen ein 3,9 Liter großer V8 mit Biturboaufladung. Der Achtzylinder leistet 492 kW (670 PS) und baut sein Drehmoment früh auf, sodass der Sportwagen kräftig anschiebt und viele Zwischenspurts ohne Gangwechsel gelingen. Die beiden Turbolader sprechen schnell an, der Motor dreht leicht bis in hohe Bereiche und behält dabei einen klaren, sportlichen Klang. Das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe wechselt die Gänge nahezu ohne Zugkraftunterbrechung und verbindet den Komfort einer Automatik mit sehr kurzen Schaltzeiten. Es hält den V8 fast ständig im passenden Drehzahlbereich, was vor allem bei schnellen Beschleunigungen auffällt. Der Motor treibt ausschließlich die Hinterräder an, der Hinterradantrieb betont den agilen Charakter und verlangt bei Regen eine feinfühlige Fahrweise. Im Normzyklus verbraucht der Ferrari 488 etwa 12 Liter je 100 Kilometer, im Alltag liegt der Wert je nach Tempo meist höher, bleibt für einen Supersportwagen mit dieser Leistung aber noch akzeptabel.

Sicherheit

Ein Euro-NCAP-Crashtest liegt für den 488 nicht vor, da solche Sportwagen meist nicht geprüft werden. Bei der Sicherheit orientiert sich der 488 am hohen Tempo, das das Auto erreichen kann. Eine steife Fahrgastzelle mit definierten Knautschzonen und mehrere Airbags schützen die Insassen bei einem Unfall möglichst gut. Die Karosseriestruktur berücksichtigt auch den Fußgängerschutz mit gezielten Verformungsbereichen an Front und Haube. Aktiv regeln Antiblockiersystem und Stabilitätskontrolle den Bremsvorgang und verhindern ein Ausbrechen des Fahrzeugs. Ein Fahrdynamiksystem steuert das elektronische Sperrdifferenzial und hält den Wagen auch im Grenzbereich berechenbar. Adaptive Dämpfer passen die Härte der Federung ständig an und stabilisieren das Fahrzeug bei schnellen Richtungswechseln. Traktionskontrolle und Bremskraftverteilung unterstützen besonders beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven. Im Alltag vermittelt diese Sicherheitsausstattung viel Vertrauen in die Fahrstabilität, auch wenn nur zwei Personen und wenig Gepäck Platz finden.

Ausstattung

Im Ferrari 488 (F142M, präsentiert 2015) orientiert sich die Ausstattung deutlich am Einsatz als Sportwagen, bleibt aber alltagstauglich. Serienmäßig arbeiten eine Klimaautomatik und ein Infotainmentsystem, die längere Strecken angenehmer machen. Das vom Rennsport inspirierte Lenkrad mit Manettino bündelt viele Bedienfunktionen und ermöglicht einen schnellen Wechsel der Fahrmodi.

Die stark konturierten Sportsitze geben im Grenzbereich Halt und lassen sich je nach Ausführung elektrisch verstellen. Lederbezüge und Sichtcarbon prägen den Innenraum, gegen Aufpreis ergänzen Alcantara-Pakete oder farbige Nähte die Gestaltung. Optional bietet Ferrari Leichtbau-Schalensitze an, die das Gewicht senken, dafür den Einstieg etwas erschweren. Ein aufpreispflichtiges HiFi-System verbessert den Musikklang auch bei hohem Fahrgeräusch. Parksensoren und Rückfahrkamera erleichtern das Rangieren, ein Front-Liftsystem schützt die Spoilerlippe im Alltag vor Bodenkontakt. Der Kofferraum im Bug fasst rund 230 Liter und nimmt vor allem Gepäck für kurze Reisen auf.

Modellbeschreibung

Der Ferrari 488 (F142M, vorgestellt 2015) führt die Tradition der mittelmotorigen Achtzylinder-Sportwagen der Marke fort. Er positioniert sich oberhalb der Frontmotor-Coupés. Der 488 löst den Ferrari 458 ab, steigert Leistung und Effizienz und bleibt streng zweisitzig. Seine Stärke liegt in Dynamik und Präzision, seine Schwäche im kleinen Kofferraum, den hohen Kosten und der begrenzten Alltagstauglichkeit.


Turbo-V8-Ferrari beschleunigt kräftig und lenkt agil und präzise

Design und Aerodynamik

Der Ferrari 488 (F142M, vorgestellt 2015) knüpft optisch klar an den 458 an, wirkt aber deutlich stärker von der Aerodynamik geprägt. Große seitliche Lufteinlässe, die markant modellierte Front und ein offener Diffusor am Heck erzeugen hohen Abtrieb, ohne den Luftwiderstand spürbar zu erhöhen. Im Vergleich zum Vorgänger erscheint der 488 kantiger und technischer, bleibt jedoch als klassischer Mittelmotor-Ferrari sofort erkennbar.

Innenraum und Ergonomie

Im Cockpit bündelt Ferrari fast alle wesentlichen Funktionen am Lenkrad. Blinker, Fahrmodi und Motorstart sitzen direkt dort, was aus dem Rennsport stammt. Diese Bedienlogik ermöglicht schnelle Eingaben, verlangt anfangs aber etwas Umstellung, weil klassische Hebel an Lenksäule und Mittelkonsole nur noch eine Nebenrolle spielen. Der Blick bleibt so konsequent auf Straße und Instrumente gerichtet, die Hände bleiben am Lenkrad.

Eine Kombination aus Leder, Alcantara und sichtbaren Carbonteilen prägt den Innenraum und wirkt je nach gewählter Farb- und Materialkombination eher dezent oder sehr auffällig. Der niedrige Sitzpunkt zusammen mit der großen Verstellmöglichkeit des Lenkrads schafft auch für größere Personen eine passende Sitzposition. Stauraum im Innenraum bleibt dagegen knapp, die wenigen Ablagen fallen klein aus.

Antrieb und Fahrverhalten

Den 488 treibt ein 3,9 Liter großer V8-Motor mit Biturbo-Aufladung an. Im Vergleich zum frei saugenden Achtzylinder des 458 legt der Motor sein Drehmoment deutlich früher an und beschleunigt den Wagen sehr energisch aus mittleren Drehzahlen, während der Klang etwas zurückhaltender wirkt. Das siebengängige Doppelkupplungsgetriebe wechselt die Gänge nahezu ohne Zugkraftunterbrechung und unterstützt beim Herausbeschleunigen aus Kurven spürbar.

Traktionskontrolle und elektronisch geregeltes Sperrdifferenzial arbeiten fein abgestimmt und halten den 488 im Grenzbereich lange neutral. Die Lenkung spricht sehr direkt an und vermittelt klar, wie viel Haftung an der Vorderachse noch zur Verfügung steht. So entsteht ein sehr präzises Fahrgefühl, das sowohl auf der Landstraße als auch auf abgesperrter Strecke überzeugt.

Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit

Im Alltag bleibt der 488 ein klarer Zweisitzer mit begrenztem Stauraum. Der Frontkofferraum fasst rund 230 Liter und nimmt damit höchstens leichtes Gepäck oder zwei kleinere Reisetaschen auf. Hinter den Sitzen steht nur wenig zusätzlicher Platz zur Verfügung.

Die Federung wirkt straff, filtert kurze Stöße jedoch dank adaptiver Dämpfersteuerung im weicheren Programm etwas besser heraus. Auf längeren Etappen hilft die ordentliche Geräuschdämmung, obwohl breite Reifen und Motorakustik stets präsent bleiben. Der Kraftstoffverbrauch liegt in der Praxis deutlich über dem Normwert, bewegt sich aber im Rahmen dessen, was bei der gebotenen Leistung zu erwarten ist. Anschaffung, Wartung und Versicherung fallen sehr teuer aus, dafür zeigt der 488 erfahrungsgemäß eine stabile Wertentwicklung.

Fazit

Der Ferrari 488 (F142M) tritt als fokussierter Mittelmotor-Sportwagen auf und ordnet die Alltagstauglichkeit konsequent der Fahrdynamik unter. Der aufgeladene V8-Motor und das schnelle Doppelkupplungsgetriebe liefern ein sehr intensives Fahrerlebnis, das sich auch im Umfeld von Konkurrenten wie Lamborghini Huracán oder Porsche 911 Turbo behauptet. Das knappe Platzangebot, hohe laufende Kosten und der im Vergleich zum 458 etwas gefilterte Motorsound gehören zur Kehrseite dieses Konzepts. Insgesamt präsentiert sich der 488 als technisch moderner Ferrari mit klarer Linie, starkem Charakter und großem Reiz für Fahrer, die ein sehr direktes, präzises Sportgerät schätzen.

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