Heute stehen im Fahrzeugmuseum von Simson u.a. viele Exponate von Zweirädern, mit deren Produktion die Suhler Firma 1896 begann. Mit Stolz präsentiert man den Besuchern eine stattliche Sammlung von Kleinkrafträdern. Die komplette „Vogelserie“ von Star, Sperber, Habicht, Schwalbe und Spatz beschreibt einen über zwanzigjährigen Produktionszeitraum. Der Spatz war neben der Schwalbe eines der ersten Produkte in dieser Serie. 1964 war die Entwicklung eines geeigneten Rahmens mit motorradähnlicher Anordnung von Tank und Sitzbank abgeschlossen. Die übrigen Komponenten wurden vom Erfolgsmoped SR2 (Motor und Vorderradgabel) und der ersten Schwalbe (Beleuchtung und Lenker) übernommen. Damit war der „Spatz“ ein echtes, modernes Einsitzer-Moped mit einer 6-V-Elektrik, die 33 W leistet: 15 W für den Frontscheinwerfer und 18 W für das Bremslicht. Der bewährte 50 ccm-Motor M 52KH leistet 2,3 PS (1,7kW), dreht maximal 5250 U/min und kann in zwei Gängen geschaltet werden. Der Simson Spatz ist ausreichend dimensioniert, um bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 180kg das Tempo von 50 km/h zu erreichen. Ein Durchschnittsverbrauch von 2,3l/100 sorgt für genügend weite Fahrstrecken mit einem Tankinhalt (8,5l).
Der Simson Spatz lief bis 1971 in den Versionen SR4-1 P (Tretkurbel/ Pedal) und K (Mokick) in Suhl von Band - auch als „Devisenbringer“ für den Versandhandel (Neckermann) in die „BRD“. Bei mobile.de finden Sie Mofas wie die Simson Spatz gebraucht und neu als günstiges Online-Schnäppchen.