Der Kleinroller (KR) des Herstellers VEB Fahrzeug- und Gerätewerk Simson Suhl zeigt durchaus Ähnlichkeiten mit anderen, westlichen Modellen. Er darf jedoch keineswegs als verkleidete Kopie eines Fahrzeuges der Zweirad Union (Typ 115), einer DKW Hummel oder der Zündapp R50 aus diesen Produktionszeiten bezeichnet werden. Dafür hatte Simson genügend eigene Erfahrungen im Kleinkraftrad-Bau.
Der Simson KR50 ist der Vorgänger der „Schwalbe“, KR51, dem Erfolgsmodell aus der Vogelserie. Das auffälligste Merkmal ist die schmutzabweisende, pflegeleichte Verkleidung des Doppelrohrrahmens. Im Original ist das Metall vom Simson KR50 mit zweifarbigen Hammerschlag-Lackierungen gegen Korrosion geschützt. Der Einsitzer ist mit Kickstart, Schwunglicht-Magnetzündung und einer Zweigang-Handschaltung ausgestattet. Roller der ersten Serien besitzen einen 2,1PS-Motor der Marke Rheinmetall, Fahrzeuge der letzen beiden Produktionsjahre den "stärkeren" 2,3 PS-Motor von Simson. Mit beiden Antrieben erreicht man eine Höchstgeschwindigkeit von 50km/h. Die 6-V-Elektrik leistet insgesamt 30 W, symmetrisch verteilt auf Scheinwerfer und Bremslicht. Die Serienausstattungen besitzen keine Blinker, sind jedoch alle mit einer Batterie (zwei Monozellen) ausgerüstet. In den Jahren 1958 bis 1964, dem offiziellen Produktionszeitraum, war der KR50 ein beliebtes motorisiertes Zweirad - heute ist er ein gesuchter DDR-Oldtimer. Komplette Fahrzeuge sowie Ersatzteile und Literatur für den Simson KR50 gibt es noch genügend. Bei mobile.de finden Sie sowohl neue als auch gebrauchte Mofas von Simson, die Ihren Geldbeutel und die Umwelt schonen.