Der Firma MZ blickt als Hersteller von Motorrädern auf eine lange Firmengeschichte mit vielen Höhen und Tiefen zurück. Mittlerweile hat sich MZ mit seinen Motorrädern im Markt etabliert und fertigt vom Mofa über den Motorroller bis zum Motorrad verschiedenste Zweiräder.
Eine leer stehende Fabrikhalle im Erzgebirgischen Zschopau war die Grundsteinlegung von MZ. Der Däne Jorgen Rasmussen zog gekonnt die Aktivitäten aus denen im Jahre 1917 das Warenzeichen DKW (Abk. für Dampfkraftwagen) hervorging. Bis zu der Produktion von Motorrädern dauerte es noch bis ins Jahr 1922. Durch die Übernahme des Audi Werks in Zwickau im Jahre 1928 war die größte Motorradfabrik der Welt geboren. Noch vor dem 2. Weltkrieg wurde die Auto Union aus der Taufe gehoben, zu denen auch der Vorläufer der MZ-Werke gehörte.
Nach Ende des Krieges begann erst 1950 wieder die Produktion von Motorrädern in Zschopau. Die mittlerweile in IFA (Industrievereinigung Fahrzeugbau) umbenannte Produktionsstätte fertigte mit der RT 125 das erste Motorrad der DDR. Erst im Jahre 1956 wird der heute geläufige Name MZ (Motorradwerk Zschopau) als Marke an die Motorräder angebracht. Besonderes Highlight in der Firmengeschichte war der Gewinn der internationalen 6-Tagefahrt im Jahr 1963 und der erfolgreichen Titelverteidigung in den Jahren 1964 – 1967 sowie noch einmal 1969 auf einer MZ-Motocross-Maschine. Letztmalig gewann MZ 1987 diese Weltmeisterschaft. Auch bei den Bürgern der DDR wurde die MZ aufgrund der einfachen Bauweise sehr beliebt und wurde liebevolle Emmie genannt.
Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde aus MZ durch die Privatisierung die Motorradwerk Zschopau GmbH, die durch die geringe Nachfrage an Motorrädern mit veralteter Technik, kaum ein Jahr später Insolvenz anmelden musste. Auch Umstrukturierungen und ein Modellwechsel brachten von der Auffanggesellschaft nicht den erhofften Erfolg. Erst mit Einstieg des malaiischen Konzerns Hong Leong im Jahre 1996 konnte eine kleine Trendwende der Verkaufszahlen eingeläutet werden.
Leider konnte MZ bis zum Jahr 2005 nicht die angestrebten Verkäufe von Motorrädern generieren. Aufgrund dieser Tatsache wurde Ende 2006 die komplette Einwicklungsabteilung stillgelegt und die Mitarbeiter entlassen. Als Grund wurde ein Defizit von rund 70 Millionen Euro seit der Übernahme durch Hong Leong angegeben. Allein die Produktion läuft noch in geringen Auflagen weiter bis zum Ende des Jahres 2008. Trotz der finanziellen Misere von MZ, stehen viele potenzielle Investoren für eine Übernahme parat, damit im Erzgebirge auch in Zukunft Motorräder der Marke MZ produziert werden können.