Die österreichische Firma KTM produziert seit 1954 Motorräder, Fahrräder und Mokicks. Trotz einer Insolvenz der KTM KG im Jahr 1991 hat sich die Firma mittlerweile wieder finanziell etabliert und ist als Hersteller besonders im Bereich der Motocross-Motorräder sehr erfolgreich.
Bereits 1934 wurde durch Hans Trunkenpolz der Vorläufer von KTM als Reparaturwerkstatt für Automobile und Motorräder gegründet. Aus der Zusammenarbeit mit der Firma Moser & Co entstand 1952 das erste Motorrad, die Moser KTM 100, die allerdings ein Unikat blieb. Erst durch den Eintritt von Ernst Kronreif zu dem Konsortium begann 1954 die Kronreif & Trunkenpolz aus Mattigkofen oder kurz KTM mit der Produktion von Motorrädern. Alle Teile der Motorräder wurden in Eigenregie konstruiert und gefertigt, einzig die Motoren wurden damals von Puch sowie Fichtel & Sachs importiert.
Die ersten eigens konzipierten Motorräder entstammten der Tarzan-Baureihe. Auch im Straßenrennsport versuchte man sich, jedoch nicht sehr erfolgreich. Nach dem Ableben des Mitgründers Ernst Kronreif, nannte sich die Firma in Krafträder Trunkenpolz Mattighofen um. So konnte das erfolgreiche Firmenkürzel erhalten bleiben. Anfang der 70er Jahre berief sich KTM auf den Bau von Motocross-Maschinen und konnte recht schnell damit gute Verkaufszahlen erlangen. Die Motorräder aus der österreichischen Schmiede galten als sehr robust und extrem zuverlässig. Zur finanziellen Unterstützung der Firma wurden auch Motorroller und hochwertige Fahrräder hergestellt. Die Produktion von Motorrädern und Mopeds konnte bis zum Ende 80er Jahre rasant erhöht werden, was das Unternehmen KTM aber nicht vor einer Insolvenz schützte, die 1991 eintrat und zur Aufteilung führte. Mit der KTM Sportmotorcycles GmbH blieb man sich aber der Linie treu, hochwertige Offroad-Motorräder zu bauen.
Schon seit geraumer Zeit sind KTM Motorräder aus dem Enduro und Motorcross Rennsport nicht mehr wegzudenken. Erstmals gewann der Russe Moiseev im Jahre 1974 die Weltmeisterschaft im Gelände auf einer KTM in der Viertelliterklasse. Es dauerte dann 10 lange Jahre, bevor der österreichische Lokalmatador Heinz Kinigadner die Motocross Weltmeisterschaften der Jahre 1984 und 1985 für sich entscheiden konnte.
Durch die exakte Bauweise und die hervorragenden Fahrleistungen werden KTM Motorräder auf der ganzen Welt geschätzt und konnten diverse Weltmeister im Motocross, Supermoto und Endurosport hervorbringen. Auch in Trial-Wettbewerben kommen die zuverlässigen KTM Motorräder sehr oft zum Einsatz. Für private Fahrer, die sich im Geländesport engagieren, gehört eine KTM mit zur besten Ausstattung für diesen Sport.