Bereits im Jahre 1903, fast parallel mit Harley-Davidson, beginnt die Geschichte des schwedischen Herstellers der kraftvollen Enduro – Motorräder, der sich in seinen Anfängen (um das Jahr 1689 herum), noch mit der Konstruktion von Musketen und Nähmaschinen beschäftigte. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde ein bis dato hergestelltes Husqvarna –Fahrrad mit einem Einzylindermotor, der lapidare 1,5 PS leistete, bestückt und brachte eine Geschwindigkeit von 50 km/h auf die Straße. Die erste Husqvarna war geboren.
Die konsequente Weiterentwicklung von Enduros resultierte in dem ersten Erfolgserlebnis für Husqvarna aus dem Jahr 1916 bei einem der bekanntesten Motorradrennen in Schweden. Der Beginn der Serienfertigung folgte 1921 mit einer komplett selbst konstruierten Enduro, die mit einem 550-cm³-2-Zylindermotor angetrieben wurde. Bis zum Ende der Zwanziger Jahre wurde seitens Husqvarna an vielen internationalen Wettbewerben mit wachsendem Erfolg der Enduros teilgenommen, parallel wuchs der Absatz auf über 1.000 Motorrädern pro Jahr. Durch die konsequente Weiterentwicklung von Husqvarna Enduros konnte der Verkauf bis zum Jahr 1954 auf mehr als 60.000 Motorräder gesteigert werden.
Mit dem Ende der 50er Jahre stellte Husqvarna erste Weltmeister in der 250er und 500er Klasse. Der Absatzmarkt florierte daraufhin bis in die USA, was sich bis in 70er Jahre weiter durchsetzte. Auch auf dem amerikanischen Markt konnten sich Rennmaschinen von Husqvarna in den Wettbewerben durchsetzten.
In dieser Zeit wurde Husqvarna durch die Electroluxgruppe übernommen, Konsequenz war ein erster Viertaktmotor der schwedischen Firma, der ab 1938 in Serie gefertigt wurde. Bereits in 1986 verleibte sich die italienische Cagiva-Gruppe Husqvarna ein und brachte neue Entwicklungsansätze in die Produktion. Heraus kam ein 600er 4-Taktmotor, der die Enduro-Weltmeisterschaft im Jahr 1993 gewinnen konnte. 1996 wurde dann Cagiva mitsamt Husqvarna von dem ebenfalls italienischen MV Agusta Konsortium übernommen.
Seit dem Oktober 2007 gehört Husqvarna nun der BMW Motorrad Sparte an. Dieser konsequente Schritt in der Verschmelzung der Kapazitäten brachte neue und begeisternde Enduros hervor, die weltweit Anerkennung fanden. Bekannteste Modelle wie die Husqvarna SM 610 als Supermoto und die Husqvarna TC 250 im Motocross Bereich haben weltweit eine feste Fangemeinde und auch im Motorsport viele Fahrer, die auf das schwedische Motorrad setzen. Unter anderem gewannen Fahrer von Husqvarna Motorrädern die Weltmeistertitel in den Klassen S1 und S2 der Supermoto WM, mitsamt der Konstrukteurstitel sichern. Dies bedeutete schon den 72. WM-Titel in der Firmengeschichte von Husqvarna.