Die amerikanische Firma Harley-Davidson ist ein Hersteller von Motorrädern, die vor allem durch ein voluminöses Aussehen, gewaltigen Hubraum und einen einzigartigen Sound auf sich aufmerksam machen. Besonders bei Filmen „Made in Hollywood“ ist ein Harley-Davidson Motorrad ein gern genutztes Requisit.
Bereits im Jahre 1903 beginnt der Siegeszug der auf der ganzen Welt bekannten Motorräder. Die Brüder William, Arthur und Walter Davidson bauen mit ihrem Kumpel William S. Harley die ersten drei Motorräder mit dem satten Sound in einer kleinen Garage in Milwaukee. Im Jahr 1907 folgt dann die Firmengründung des Unternehmens. Zu den ersten Motorrädern, die Harley-Davidson fertigt, gehört die „Silent Gray Fellow“, die mit einem 1-Zylindermotor und 350 cm³ unterwegs ist. Bereits 1909 kommt die Harley-Davidson 5D auf den amerikanischen Markt. Sie war das erste Modell mit einem V2 Motor und dem daraus resultierendem unregelmäßigen Lauf des Motors, mit dem so typischen Sound einer Harley. In den folgenden Jahren wurden viele weitere Motorräder, basierend auf V2 Motoren gebaut und der Hubraum der Harley-Davidson sukzessive erhöht.
Mit seinen Produktionsstätten in Amerika und Italien ging die Firma Harley-Davidson Anfang der 60er Jahre an die Börse. Durch die nicht mehr zeitgemäßen Motorräder gab es enorme Umsatzeinbußen und man wollte mit einer AG neues Kapital generieren. Bis 1966 finanzierte der Börsengang die Geschäfte von Harley-Davidson, doch eine Stagnation der Verkäufe (1968 mit nur 26.000 Motorrädern) brachte Harley-Davidson in tiefrote Zahlen. Durch den Einstieg von AMF (American Machine & Foundry Company) sollte ein Konkurs abgewendet werden, dies gelang den Managern des Konzerns trotz erheblicher Investitionen aber nicht. Im Zuge der Verluste wurden die italienischen Werke 1978 an Gagiva verkauft, auch um sich wieder auf die Produktion der ureigensten Chopper Motorräder zu konzentrieren. Die Philosophie von AMF, insbesondere die schlechte Modellpolitik, bereiteten den Mitarbeitern Sorgen, so dass es zu langwierigen Streiks kam.
Im Juli 1981 wurde durch ein Konsortium aus Mitarbeitern und ehemaligen Managern über einen Kredit von 80 Mio. Dollar Harley-Davidson aus dem Konstrukt der AMF herausgekauft, um das heruntergekommene Unternehmen zu sanieren. Werbetechnisch wurden die Motorräder nun als Lifestyle-Instrumente angesiedelt: „Harley-Davidson = Lebensgefühl“ - das Motorrad gibt es umsonst dazu! Auch Filme wie Easy Rider, The Wild One und die Terminator-Reihe machten aus der Chopper ein echtes Kultobjekt.
…sind noch immer ein „Must Have“. Es gibt kaum einen Biker, der diesen amerikanischen Traum nicht sein Eigen nennen wollte. Sound und die Optik prägen dieses Sinnbild von einem Motorrad. Harley-Davidson wird noch sehr lange viele Fans mit seinen Motorrädern begeistern.