Tesla Roadster

Tesla Roadster

Es war eine geschlossene Veranstaltung auf dem Santa Monica Airport in Kalifornien, auf der Tesla Motors den Tesla Roadster 2006 zum ersten Mal präsentierte. Es dauerte dann noch bis 2008, bis eine erste Kleinserienproduktion aufgenommen wurde. Der Tesla Roadster war der erste, vollständig elektrisch betriebene Zweisitzer, der auf dem Automarkt weltweit erhältlich war.

Die Geschichte von Tesla Motors - wichtige Details
Die Historie von Tesla Motors ist verknüpft mit einem Mann, der am 28. Juni 1971 in Pretoria in Südafrika geboren wurde. Sein Name ist Elon Musk. In den USA hat er ein Unternehmen als Internetdienstanbieter gegründet. Die bekannteste Dienstleistung, die er anbietet, ist der international erfolgreiche Bezahldienst Paypal. Mit den Einnahmen aus diesen Unternehmungen hat sich der junge Unternehmer maßgeblich an der Gründung und Finanzierung von Tesla Motors beteiligt. Dass die Fahrzeuge heute nach höchstem Wissen und neuestem Stand der Entwicklung zu bestellen sind, verdanken die Tesla-Fans also einem Südafrikaner mit Visionen, für den "Elektro" und "Fahren" eine perfekte Symbiose einzugehen schienen.

Der Tesla Roadster - vom Konzept bis zur Serienreife
Dass man die Begriffe "Sport" und "Elektroauto" sehr wohl miteinander vereinbaren kann, hat das US-amerikanische Unternehmen Tesla im Juli 2008 einer ausgewählten Schar von Journalisten und Kunden bewiesen. Teslas Roadster, der auf dem Flughafen von Santa Monica seine Premierenfahrt hinter sich brachte, hat nicht nur die Presse begeistert. Ursprünglich waren die Prototypen mit einem Zweiganggetriebe an der Hinterachse geplant worden. Diese Variante erwies sich jedoch als ungenügend. Den Tesla Roadster gab es also mit einem Einganggetriebe und einem starken Elektromotor am Heck. Die Leistung lag bei 292 PS und einem maximalen Drehmoment von 370 Newtonmetern zwischen 0 und 5.400 Umdrehungen pro Minute, der in der Sportausstattung auf 400 Newtonmeter erweitert wurde. Von null auf einhundert Kilometer pro Stunde beschleunigte der elektrische Sportwagen in etwa 3,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wurde zugunsten der Reichweite bei 201 km/h werkseitig begrenzt.


Entwicklung mit Hilfestellung anderer Hersteller
Das Design und die Karosserie erinnern an den Elise von Lotus . Der britische Hersteller, in dessen Werk in Hethel der Tesla Roadster serienmäßig vom Band lief, war maßgeblich an der Entwicklung beteiligt. Viele Bauteile werden in beiden Typen gleichermaßen verbaut. Der Rahmen ist aus Aluminium gefertigt und wiegt gerade einmal 65 Kilogramm. Den Rahmen des dänischen Zulieferers Hydro Aluminium hat auch Opel bei der Konstruktion des Speedsters verwendet. Darüber hinaus besteht die Karosserie aus kohlenstoffverstärktem Kunststoff, um das Gewicht so gering wie möglich zu halten. Der Tesla Roadster weist durch diese Komponente ein Gesamtgewicht von etwa 1.240 Kilo und Abmessungen von 1,87 Metern Breite sowie 3,94 Metern Länge auf. Das Auto ist von Beginn an mit einem Stoffverdeck ausgestattet, kann aber mit einem Hardtop optional nachgerüstet werden.

Die Performance ist beeindruckend
Der Tesla Roadster verfügt über einen Energiespeicher, der aus 6.831 Zellen von Lithium-Ionen-Akkus besteht, die handelsüblich zum Beispiel auch für Laptops verwendet werden. Die Batterie besteht dabei aus elf Platten, die in Serie geschaltet sind und die jeweils neun einzelne, ebenfalls in Serie geschaltete, Blocks enthalten. Jeder Block besteht wiederum aus 69 Einzelzellen, die parallel verbunden werden. Das Gesamtgewicht beträgt 408 Kilogramm und mit einer Ladung können 56 Kilowattstunden gespeichert werden. Da es bei der Ladung zu Verlusten kommt, müssen für das Aufladen 70 Kilowattstunden verfügbar sein. An den Elektromotor werden 375 Volt abgegeben. Damit der Speicher nicht überhitzt, verwendet der Hersteller eine Kühlmischung aus Wasser und Glykol. Laut Herstellerangaben soll die Reichweite mit einer Ladung etwa 350 Kilometer betragen. In der Praxis zeigte sich, dass der Tesla Roadster - je nach Fahrweise - mit einer Batterieladung eine Strecke zwischen 200 und etwa 500 Kilometern zurücklegen kann. Dies liegt unter anderem daran, dass ein Elektromotor einen wesentlich höheren Wirkungsgrad hat, als ein herkömmlicher Motor, der mit Benzin angetrieben wird. Durch das Rekuperationsverfahren wird bei Bremsvorgängen außerdem Energie zurückgewonnen, sodass sich der Speicher während der Fahrt immer wieder aufladen kann. Die Ladezeit beträgt zwischen 1,5 und 2 Stunden bei einem 440-Volt-Drehstromanschluss mit 63 Ampere. Sinkt die Amperezahl des Ladeanschlusses, verlängert sich die Zeit entsprechend. Sie kann an einer haushaltsüblichen Steckdose bis zu 20 Stunden betragen. Die Kosten einer Ladung nach nordamerikanischen Verhältnissen liegen bei etwa zwei bis drei US-Dollar. Diese Daten haben sich in Langzeittests bestätigt.

Lebensdauer und Energieumsatz - eine wichtige Komponente für elektrische Autos
Einer Umfrage in den USA 2010 zufolge sind Lebensdauer und Zyklenfestigkeit der Akkus im Tesla Roadster ausgezeichnet. Selbst nach einer Fahrtstrecke von mehr als 160.000 Kilometern wiesen die Akkus eine Restkapazität von 80 bis 85 Prozent auf und mussten noch nicht erneuert werden. Klimatische Bedingungen haben dabei keinen Einfluss auf die Langlebigkeit des Energiespeichers. Auf 100 gefahrenen Kilometern verbraucht der Tesla Roadster etwa 12,7 Kilowattstunden Energie. Das entspricht in etwa 1,5 Litern herkömmlichen Benzins und es fallen keine Abgase an. Berücksichtigen sollte man allerdings, dass - je nachdem, wie der Strom für die Aufladung gewonnen wird - hier bereits Belastungen durch CO2 und andere Schadstoffe anfallen. Es empfiehlt sich im Sinne von Umwelt- und Klimaschutz, auf erneuerbare Energien auszuweichen. Bei einem Strommix, wie er in Deutschland überwiegend auch bei den Stromtankstellen angeboten wird, rechnet man für die Erzeugung und Bereitstellung von Strom mit etwa 33 kWh Primärenergie. Dies entspricht etwas mehr als drei Litern Heizöl oder Diesel.

Produktion und Kosten des Tesla Roadsters
Geplant war für den Tesla Roadster eine Kleinserie von 2.000 Exemplaren jährlich, die zunächst nur in Nordamerika angeboten wurde. Das erste Fahrzeug lief am 17. März 2008 vom Band. In der Grundausstattung wurde der elektrische Zweisitzer zum Preis von 109.000 US-Dollar angeboten. Die Nachfrage war so groß, dass der Hersteller auf seiner Webseite den Service einräumte, sich gegen eine Anzahlung von 60.000 US-Dollar auf die Warteliste setzen zu lassen. Dies war in jedem Land möglich, wo der Tesla Roadster vertrieben werden sollte. Im Mai 2009 folgte dann der Verkaufsstart in Europa, der allerdings einige Modifikationen am Fahrzeug aufwies. Es entstand eine limitierte Sonderserie mit der Bezeichnung "Signature Edition" unter anderem mit:

• Einem stärkeren Motor
• Einem veränderten Getriebe
• Speziellen Dämpfern
• Sonderfelgen

Der Einstiegspreis für dieses Modell lag bei 117.810 Euro. 2011 fiel die Entscheidung, dass Ende 2012 die Produktion des Roadsters eingestellt wird, sodass er heute nur noch als Gebrauchtwagen zu kaufen ist. An seine Stelle trat der Tesla Model S. Zweifellos hat der Hersteller mit dem Tesla Roadster jedoch Geschichte geschrieben.

Ins Jahr 2014 mit der Technologie des 21. Jahrhunderts - der Nachfolger des Tesla Roadsters
Auch wenn sich Name und Optik geändert haben, auch in Zukunft baut Tesla Pkws mit rein elektrischem Antrieb. Mit dem Tesla Model S hat der Roadster einen würdigen Nachfolger gefunden, der viele zusätzliche Features und technische Highlights aufweist. Der neue Wagen ist agil und reaktionsfreudig, wie man es von einem Sportwagen erwartet, und bietet dabei den Fahrkomfort einer Luxuslimousine. Dazu trägt unter anderem die aktive Luftfederung bei, die auch die Lenkung des Zweisitzers erheblich vereinfacht. Das Federungssystem wurde speziell für dieses Auto entwickelt und optimiert die Radführung mithilfe der Mehrlenker-Hinterachse, die reibungslos mit dem Elektromotor harmoniert. Bei schlechten Witterungsbedingungen oder steilen Auffahrten lässt sich das Chassis anheben, gesteuert über die intuitive Bedienung am Touchscreen. Im Gegenzug kann man durch ein Absenken die Aerodynamik verbessern. Servolenkung und Klimaanlage gehören beim Typ S von Tesla zum Standard.

Zwei Zusatzausstattungen für den neuen elektrischen Tesla
Der Tesla S wird mit zwei verschiedenen Zusatzausstattungen angeboten, und zwar:

• Performance und
• Performance Plus.

Die Ausstattung Performance überzeugt durch eine spezielle Innenraumgestaltung aus Alcantara und Carbonfasern. Außerdem verfügen diese Wagen über einen Umrichter, der auf höhere Leistungen ausgelegt ist und über eine Ladekapazität von 85 kWh verfügt. Die Beschleunigung von null auf 100 km/h schafft der Model S Performance in 4,4 Sekunden. Die Ausstattungslinie Performance Plus geht noch einen Schritt weiter. Die besonderen Features sind hier unter anderem:

• eine verbreiterte Spur der Hinterachse
• Michelin PS2 Sport Hochleistungsreifen
• direkteres Lenkverhalten
• erhöhte Traktion

Inzwischen liegt die mit einer Ladung fahrbare Strecke bei beeindruckenden 480 bis 502 Kilometern. Als Limousine mit Panoramaglasdach genießen die Passagiere Cabrio -Flair. Diese Ausstattung ist eine Hommage an den Tesla Roadster, den beeindruckenden Vorgänger. Das neue, über fünf Meter lange Modell wurde von der Zeitschrift Motor Trend einstimmig zum Car of The Year gewählt. Die Zeitschrift Spiegel kommentierte die Premiere des Elektroautos als "rollende Kampfansage an die großen Autokonzerne wie BMW oder Mercedes-Benz ".

Fazit:
Sportlich unterwegs mit einem reinen elektrischen Motor - das ist keine Vision mehr, sondern seit dem Tesla Roadster Realität. Auch wenn der kleine Zweisitzer nicht mehr produziert wird, hält Tesla an dem innovativen Konzept fest und bringt ein neues Modell auf den Markt: modifiziert, mehr Limousine als Rennwagen, aber umwelt- und klimafreundlich. Die Tatsache, dass die Energiespeicher eine lange Lebensdauer haben und das Aufladen auch an haushaltsüblichen Stromquellen funktioniert, macht aus dem Tesla ein Reiseauto. Andere Hersteller setzen bevorzugt im Stadtwagen-Segment auf die Elektroenergie. Der Tesla Roadster ist jedenfalls, obwohl er nicht mehr produziert wird, bereits zur Legende geworden, eben eine wahr gewordene Vision.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer PKW können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer PKW' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

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