Renault Alpine

Renault Mégane
Renault Alpine

Renault Alpine als neuen oder gebrauchten Sportwagen

Renault Alpine

Von 1955 bis 1995 wird der legendäre Sportwagen unter dem Label Renault Alpine gebaut. Bekannt geworden ist das Auto durch den Motorsport. Der 1,6-Liter-Motor hat eine Leistung von 140 PS und wird als Neuwagen auch in einer Straßenversion angeboten. Für den Entwickler Jean Rédélé ist es das erste Fahrzeug , das in Serie produziert wird. Die erste Generation von 1954 bis 1960 erhält die Modellbezeichnung Renault Alpine A106 Coach Mille Miles in den Handel gebracht. Alle Autos werden in Einzelanfertigung von Hand gebaut, sodass individuelle Kundenwünsche jederzeit berücksichtigt werden konnten. Das Auto ist mit Heckantrieb ausgestattet und hat eine Kunststoffkarosserie. Dieser für die damalige Zeit moderne Baustoff reduziert das Gewicht, eine wichtige Komponente für den Einsatz des Wagens im Rennsport. Der Renault Alpine der ersten Baureihe basiert auf dem Renault 4CV, von dem verschiedene Bauteile wie zum Beispiel der Motor, Teile der Innenausstattung und der Rahmen übernommen werden. 1956 stellt der Hersteller aus Frankreich ein Cabrio des Renault Alpine beim Autosalon in Paris vor. Das Modell bleibt aber ein Einzelstück und geht zunächst nicht in Serie. Ein Jahr später, 1957, erscheint dann eine Kleinserie des Cabriolets , für dessen Design Giovanni Michelotti verantwortlich zeichnet. Ab 1958 ist auch das Renault Alpine A108 Cabrio erhältlich, das sich optisch nur leicht vom Vorgänger unterscheidet, aber in anderen Ausstattungsversionen auf den Markt kommt. Bis 1964 gibt es das Renault Alpine 108 Coupé 2+2 mit kleinen Heckflossen. Dabei handelt es sich um einen eigenständigen Entwurf des Designerunternehmens Chappe et Gessalin, die bereits den Prototypen des ersten Cabrios entwickelt haben.

Der Renault Alpine in den 60er und 70er Jahren
1960 wird der Renault Alpine komplett neu überarbeitet. Die neue Form soll die Optik des Autos bis in die 70er Jahre hinein prägen. Die offene Version erhält nun den Zusatz "Sport" und zeigt eine völlig neu gestaltete Frontpartie. Dabei orientieren sich die Entwickler an der Linienführung des Alfa-Romeo -Coupé. In den Jahren 1962 bis 1969 ist der Renault Alpine GT4 2+2 erhältlich. Es ist die sogenannte "Familienversion", auch als Alpine familiale bekannt, die mehr Komfort und eine bessere Alltagstauglichkeit bietet. Insgesamt werden davon 263 Exemplare gebaut. Von 1960 bis 1964 erhielt der Renault Alpin 108 die Zusatzbezeichnung Berlinette "Tour de France". Dieses Modell wird auch erfolgreich im Motorsport eingesetzt. Die überarbeitete Version Renault Alpine Berlinette A 110 soll später zu einer Legende im Rennsport werden. Sie kommt im Sommer 1971 auf den Markt. Der Beiname Tour de France verschwindet relativ schnell aus der Modellbezeichnung und bis heute ist der Renault Alpine A110 Berlinette das weltweit bekannteste Fahrzeug aller Bauserien dieses Sportwagens. Aus Anlass der Olympiade in Grenoble 1968 kommt ein Sondermodell des Renault Alpine A110 Berlinette als Olympia Grenoble auf den Markt. Der Pkw verfügt über einen 1600er Motor, ist weiß lackiert, unterbrochen von einem mittig aufgesetzten roten Streifen und hat eine rote Innenausstattung. Schon 1968 beginnt die Entwicklungsarbeit für den Renault Alpine A310. Der Motor stammt aus dem Renault 16 und leistet 15 PS. 1971 präsentiert das Unternehmen den Renault Alpine A310 als Prototyp auf dem Internationalen Autosalon in Genf. Ab 1973 ist die Serienversion auch mit einer elektronischen Einspritzanlage und Motoren mit 124 PS lieferbar. 1976 erreicht der PRV-V6-Motor seine Serienreife. Damit erscheint die erste Serie des Renault Alpine A310 V6 im Autohaus. Bis 225 Stundenkilometer ist das Fahrzeug schnell und es wird 1976 und 1977 auch im nationalen Rennsport erfolgreich eingesetzt. Renault wurde damit vor Lancia und Porsche französischer Meister. Ab 1978 wird kein Renault Alpine mehr im Rennsport eingesetzt.

Die Geschichte der von Hand gebauten Autos endet
Auch die zweite Generation des Renault Alpine A310 V6 wird komplett von Hand gebaut. Zusammen mit der ersten Serie sind diese Modelle mit 9.276 Exemplaren die am häufigsten gebauten Fahrzeuge des Modells Alpine. 1985 wird der letzte Renault Alpine vollständig von Hand gebaut. Dann hält auch bei der Produktion dieser Sportwagen die maschinelle Technik Einzug. Von 1983 bis 1985 rollt der Renault Alpin A310 V6 Pack GT über die Straßen Frankreichs, während das Auto in Deutschland als A310 S verkauft wird. Auffälligste Merkmale sind unter anderem:

• eine verbreiterte Karosserie
• deutlich weiter ausgestellte Kotflügel
• geänderte Front- und Heckspoiler
• andere Räder

Aufgrund des höheren Gewichts reduziert sich die mögliche Höchstgeschwindigkeit auf 215 Stundenkilometer. Das Nachfolgemodell erscheint 1984. Bis 1990 ist der Renault Alpine V6 GT lieferbar. Der Motor sitzt im Heck und die Kraftübertragung auf die Hinterachse erfolgt über ein manuelles Getriebe mit fünf Gängen. Die Motorleistung erhöht sich auf 160 PS. 1985 erweitert der Hersteller seine Modellpalette um den Renault Alpine V6 Turbo. Ausgestattet mit einem 2,5-l-V6-Motor mit Benzineinspritzung und Abgasturbolader bringt dieser Wagen beeindruckende 200 PS auf die Straße. Ab 1987 ist diese Version mit Katalysator lieferbar.

Aufbruch in ein neues Jahrzehnt
Von 1989 bis 1992 baut Renault die beiden Prototypen Renault Alpine A710 und A410. Beide sollen wieder an die ursprüngliche Idee, ein kleines, leichtes Fahrzeug mit hoher Leistung zu bauen, anknüpfen. Zur Serienreife gelangen die beiden Versionen jedoch nicht. Dafür präsentiert der Automobilbauer 1990 und 1991 den Renault Alpine V6 Turbo Le Mans in einer Auflage von 300 Fahrzeugen. Den A610 baut man von 1991 bis 1995 als technisch völlig neu entwickeltes Fahrzeug. Er verfügt über einen Dreiliter-Motor aus Aluminium und beschleunigt von null auf einhundert Stundenkilometer in 5,7 Sekunden. Der Antrieb wird gemeinsam mit dem britischen Tuning Werk von Caterham entwickelt. Der Preis liegt bei 105.000 D-Mark, umgerechnet also gut 50.000 Euro. Zur Serienausstattung gehören eine Klimaanlage und ABS. Weitere Sondermodelle und Prototypen sind unter anderem:

• Renault Alpine A610 Albertville 92 anlässlich der Olympischen Winterspiele von 1992. Es werden nur zwei Fahrzeuge gebaut.
• Renault Alpine A610 Magny-Cours in Anlehnung an die berühmte Rennstrecke, Auflage 31 Stück
• Renault Alpine A110-50 Prototyp zum 50jährigen Jubiläum der A110 Berlinette im Jahr 2012. Präsentiert wird dieses besondere Modell beim Formel 1 Grand Prix in Monaco.
• Renault Alpine Celebration Prototyp zum 60-jährigen Jubiläum der Marke Alpine 2015.

Der Renault Alpine A110 im Test
Das Fahrverhalten ist sensationell, der Motor hat einen herrlichen Klang, aber der Platz hinter dem Steuer ist sehr begrenzt. Trotzdem präsentiert sich der Renault Alpine A110 als hochkarätiger Sportwagen. In weniger als zehn Sekunden beschleunigt er von 0 auf 100 Stundenkilometer. Hier die technischen Daten des Testfahrzeugs im Überblick:

• Vierzylinder-Heckmotor mit acht Ventilen und 1.289 Kubikzentimetern Hubraum
• Leistung 55 kW (75 PS)
• maximales Drehmoment 97 Newtonmeter bei 3.500 Umdrehungen pro Minute
• Höchstgeschwindigkeit 180 km/h
• Heckantrieb und Scheibenbremsen vorne und hinten
• Kraftstoffverbrauch kombiniert: 8,2 Liter Benzin auf 100 Kilometer
• Wendekreis 9,9 Meter
• CO2-Emissionen 218 g/km

Seit 2016 wieder ein Renault Alpine Neuwagen
Mit der Neuauflage des Sportwagens mit Kultcharakter wurde der Renault Alpine Mitte 2016 wieder verfügbar. Neben der Version mit Ottomotor wurde der Sportwagen auch als Plug-In Hybrid verfügbar,
der so sportliche Fahrleistungen mit betont guten Verbrauchswerten verbindet.

Die Gewichtsverteilung ist günstig und so zeigt der Renault Alpine ein gutes Kurvenverhalten. Die Tester bescheinigen dem Renault Alpine in ihrem Artikel, dass der kleine Sportflitzer hält, was er verspricht. Auch als Gebrauchtwagen ist der Renault Alpine also eine gute Wahl und kann sich mit Modellen von Toyota , Mazda , Audi oder Nissan durchaus messen. Wer allerdings neben der Sportlichkeit auch noch Komfort verlangt, ist mit Sportwagen anderer Marken, wie zum Beispiel Mercedes, Lotus oder BMW , sicher etwas besser beraten.

Fazit:
Kaum ein anderes Modell von Renault ist als Oldtimer so begehrt wie der Renault Alpine. Gebraucht schwanken die Angebote - je nach Baujahr und Zustand - zwischen knapp 10.000 bis an die 90.000 Euro und liegen damit im Bereich der ebenso begehrten Muscle Cars aus den USA. Erfreulich ist, dass die Modellgeschichte des Renault Alpine offensichtlich noch nicht zu Ende ist. Für 2016 ist eine Neuauflage geplant. Erste Bilder vom Erlkönig hat die Zeitschrift Auto Bild im Sommer bereits veröffentlicht. Eine Studie als Concept Car ist bereits beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans gezeigt worden. Die Sportwagenfans werden sich freuen, denn dieser Wagen ist eine echte Legende.

27 ANGEBOTE FÜR Renault Alpine GEBRAUCHT ODER NEU




















* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer PKW können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer PKW' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

MOTOR-TALK Testberichte
Hot oder Schrott?
Hier geht es zu den Bewertungen und ausführlichen Testberichten aus der größten Automotive-Community Europas.
Suche
Renault Alpine Gebrauchtwagen und Neuwagensuche
Weitere Renault Angebote auf mobile.de