Porsche 924

Porsche 924
Porsche 924

Porsche 924

Den Sportwagen Porsche 924 bauen die Stuttgarter von 1976 bis 1988, das Modell ist als Einsteigermodell unter dem berühmten Porsche 911 platziert. Zielgruppe sind seiner Zeit junge Familien und alle, die sich den Porsche 911 nicht leisten konnten. Teilweise sehen Porsche-Fans den Porsche 924 nicht als vollwertigen Porsche an, denn unter anderem stammt der 2-Liter-Motor von Volkswagen . Das Interesse wächst jedoch seit einigen Jahren und der 924er ist als Oldtimer bzw. Youngtimer gefragt. Vorgänger ist der Porsche 914, Nachfolger der Porsche 944.

Das Design aus der Feder von Harm Lagaay
Harm Lagaay hat zahlreiche Serienmodelle von Porsche stilistisch definiert, die Karosserie des 924 unterscheidet sich grundlegend von den vorherigen Modellen wie dem Porsche 911, 914 und 356. Der vorn eingebaute Motor macht eine völlig neue Linienführung möglich. Klappscheinwerfer zieren die lange Front, im ausgeschalteten Zustand schließen diese sauber mit der Motorhaube ab. Blinker und Fernlicht stecken im Stoßfänger, das aerodynamische Design führt zum hervorragenden Strömungswiderstandskoeffizienten von 0,34 (Cw-Wert). Typisch Coupé hat der Porsche 924 zwei Türen und ist ein 2+2-Sitzer, wobei die Rücksitze sich eher für kleine Passagiere eignen. Für einen Sportwagen fällt der Kofferraum mit seinem Fassungsvermögen von 340 Litern groß aus. Das clevere Design fließt unter anderem in die Entwicklungen des Porsche 944 und Porsche 968 ein.

Technische Details
Das Transaxle-Antriebskonzept mit wassergekühltem Frontmotor löst die luftgekühlten Heckmotoren vorheriger Modelle ab. Bei dieser Technik steckt der Motor in der Front und treibt die Hinterachse an. Getriebe, Achsantrieb und Differential befinden sich einem in einem Gehäuse, die Motorverbindung erfolgt über die Transaxlewelle. Auf diese Weise gelingt den Ingenieuren im Porsche 924 eine bessere Gewichtsverteilung für ein neutrales Fahrverhalten, zudem ist die thermische Getriebebelastung durch die Motorabwärme geringer. Bei einem Frontalaufprall leitet die starre Transaxlewelle Kräfte in den Heckbereich weiter, was die Sicherheit der Passagiere erhöht. Der Vierzylinder-Reihenmotor mit zwei Litern Hubraum und Bosch-K-Jetronic-Benzineinspritzung leistet 92 kW (125 PS). Derselbe Motor treibt in abgewandelter Form auch den Audi 100 und VW LT an. Das geringe Leergewicht ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 204 km/h, zu dieser Zeit ein ansehnlicher Wert. Den Sprint von 0 auf 100 km/h schafft der Sportwagen in 9,6 Sekunden und verbraucht rund 7,7 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Optional sind Stabilisatoren vorn und hinten, die die Straßenlage verbessern. Die Trommelbremsen hinten und das Viergangschaltgetriebe stammen vom Audi 100, von der Kooperation profitierten Porsche und VW. Ohnehin sollte das Auto ursprünglich für Audi entwickelt werden, nach der Ölkrise kaufte Porsche die Rechte aber 1975 zurück. Die Querlenker an der Vorderachse stammen vom VW Golf , die MacPherson-Federbeine stecken auch im VW Käfer 1303. Die Verwendung dieser und weiterer Komponenten ermöglichte den niedrigen Grundpreis von 23.240 Mark im Jahr 1976 - für einen Porsche 911 mussten Käufer zu dieser Zeit mindestens 32.000 Mark auf den Tisch legen.

Umfangreiche Innenausstattung
Die Sportsitze für Fahrer und Beifahrer stammen vom Porsche 911, Sitzflächen und Rückenlehnen ziert ein Karostoff, die Sitzwangen sind mit Kunstleder überzogen. Zur Vergrößerung des Kofferraums lassen sich die Rücksitze umklappen. Das Cockpit integriert drei Instrumente: links die Kühlwassertemperatur, in der Mitte die Geschwindigkeitsanzeige, rechts der Drehzahlmesser. Voltmeter, Quarzuhr und Öldruckanzeige sind in der Mittelkonsole platziert. Hier befindet sich zudem eine Warnanzeige für den Sicherheitsgurt und den Bremsbelagverschleiß. Mögliche Zusatzfeatures: der Heckscheibenwischer, die Reinigungsanlage für die Scheinwerfer, Nebelscheinwerfer und eine Anhängerkupplung. Anstelle des Schiebedachs konnten Käufer den Porsche 924 mit herausnehmbarem Kunststoff-Dachteil kaufen, damit ähnelt das Auto einem Targa. Das ausgebaute Dach passt genau in den Kofferraum.
Ab 1977 bietet Porsche den 924 alternativ mit einer Dreistufen-Automatik an, zudem gehört eine Klimaanlage zur Zusatzausstattung. Weitere Verbesserungen folgen 1978: Auf die jetzt beidseitig feuerverzinkte Karosserie gibt Porsche eine sechsjährige Garantie gegen Durchrostung und die Bosch-K-Jetronic-Einspritzung wird optimiert, die bis zu dieser Veränderung Startschwierigkeiten bei warmem Motor zeigt. Möglich ist zudem die Ausrüstung mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe von ZF. Diese Modelle lassen sich am neuen Bezugsstoff der Sitze mit Fischgrätenmuster erkennen, drei alternative Stoffvarianten folgen dann 1980. Zu den technischen Aufwertungen für das Sportpaket gehören innen belüftete Bremsscheiben, Koni-Stoßdämpfer sowie Stabilisatoren an der Vorder- und Hinterachse. Optisch fällt das Sportpaket durch den Heckspoiler auf, der auch im Porsche 924 Turbo zum Einsatz kommt. Den Schutz vor Langfingern erhöht eine optional erhältliche Alarmanlage.
1981 tauscht Porsche das herausnehmbare Dachteil aus Kunststoff gegen eine Variante aus Stahlblech, anstelle der Trommelbremsen an der Hinterachse verbauen die Ingenieure Scheibenbremsen. Mit dem synchronisierten Rückwärtsgang folgt noch eine letzte Aufwertung. Insgesamt haben 130.000 Einheiten vom Porsche 924 das Werksgelände verlassen.

1979 bis 1982: Der Porsche 924 Turbo
Porsche konnte mit den Verkaufszahlen des 924 zufrieden sein, viele Kunden wünschten sich den Sportwagen jedoch mit stärkerem Motor. Im Turbo steckt zwar noch immer der 2-Liter-Vierzylinder, jetzt aber mit neuem Zylinderkopf und KKK-Turbolader. Dadurch steigt die Leistung auf 125 kW (170 PS) und der Motor beschleunigt das Auto in 7,8 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit des Porsche 924 Turbo beträgt 225 km/h. Angepasst am stärkeren Motor verbessern die Ingenieure das Fahrwerk, die Bremsanlage und Radaufhängung. Optisch ist der Unterschied deutlich zu erkennen: Vier zusätzliche Lufteinlässe befinden sich in der Front zwischen den Scheinwerfern, zusätzliche Einlässe gibt es in der Bugschürze auf der linken und rechten Seite. Der Heckspoiler verbessert die Straßenhaftung und die Innenausstattung ist reichhaltiger als beim 924. 1981 erhöhen die Motorenentwickler die Verdichtung von 7,5:1 auf 8,5:1 und entlocken dem Aggregat weitere 5 kW (7 PS) Leistung - die Höchstgeschwindigkeit steigt damit auf 230 km/h. Der 1981 eingeführte Porsche 944 erweist sich als starke Konkurrenz für den 924 Turbo, die Produktion endet im Juni 1982.

1986 bis 1988: Porsche 924 S
Für den US-Markt erfordern strengere Abgas-Vorschriften wesentliche Veränderungen am Motor des Autos . Porsche entscheidet sich für einen Wechsel und verbaut im Porsche 924 S den Vierzylindermotor aus dem Porsche 944 mit 2,5 Liter Hubraum. Der Motor leistet 110 kW (150 PS) und beschleunigt das Auto auf 215 km/h, der Sprint auf Tempo 100 gelingt jetzt in 8,5 Sekunden. Anstelle des serienmäßigen Fünfgang-Schaltgetriebes gibt es den Porsche 924 S mit einem Dreistufen-Automatikgetriebe. Auch das Fahrwerk und die Bremsanlage stammen vom 944 und wurden für den 924er entsprechend angepasst. An der Karosserie gibt es kaum Veränderungen, neu sind nur die Leichtmetallräder, unverändert bleibt die Innenraumausstattung. 1986 kostet das Auto neu 41.950 DM. Kurz vor Ende der Produktion 1988 steigert Porsche die Motorleistung noch auf 118 kW (160 PS) und integriert im Innenraum eine geteilt umlegbare Sitzbank.

Drei Rennwagen-Varianten des Porsche 924 für den Motorsport
Neben den Serienmodellen und weiteren Sondermodellen produzieren die Stuttgarter 1980 den Porsche 924 Carrera GTP. Der Rennwagen baut auf dem Carrera GT mit 2,0-Liter-Turbomotor auf und wurde speziell für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gefertigt. Änderungen am Motor treiben das Modell auf eine Leistung von 235 kW ( 320 PS). 1981 folgen der 924 Carrera GTR und Carrera GTS.

Fazit: 2015 noch ein günstiger Oldtimer
Heute ist der Porsche 924 ein erstklassiger Oldtimer zum Schnäppchenpreis - noch. Der Porsche begeistert Interessenten dabei nicht nur mit seinen Preisen für die Anschaffung, auch der Unterhalt ist bezahlbar und die Versorgung mit Ersatzteilen ist kein Problem. Fahrer dürfen sich auf die Fahreigenschaften freuen: Dank der Transaxle-Bauweise liegt der Porsche in Kurven wie ein Brett auf der Straße. Laut Kraftfahrt-Bundesamt waren 2014 noch knapp 2000 Exemplare zugelassen, besonders die ersten Modellreihen werden selten. Dank der verzinkten Karosserie der Exemplare ab 1981 ist Rost kein Problem, ab 5.000 Euro gibt es bereits ordentliche Porsche 924 zu kaufen.

97 ANGEBOTE FÜR Porsche 924 GEBRAUCHT ODER NEU




















* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer PKW können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer PKW' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

MOTOR-TALK Testberichte
Hot oder Schrott?
Hier geht es zu den Bewertungen und ausführlichen Testberichten aus der größten Automotive-Community Europas.
Suche
Porsche 924 Gebrauchtwagen und Neuwagensuche
Gebrauchtwagen-Check
PORSCHE 924 Bilder

Porsche 924 VARIANTEN

Weitere Porsche 924 Angebote auf mobile.de