Peugeot 306

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Peugeot 306

Den Peugeot 306 baut der französische Automobilhersteller von 1993 bis 2001, den Kombi und das Cabriolet bis 2002. Das Auto der Kompaktklasse ist Nachfolger des Peugeot 309 und Vorgänger des Peugeot 307 . Auf der gleichen Plattform baut auch der Citroën ZX auf. Insgesamt produzieren die Franzosen drei Millionen Exemplare, in Deutschland konkurriert das Auto mit dem Golf III von VW um die Gunst der Kunden, ist jedoch weniger erfolgreich als in seinem Heimatmarkt - hier avanciert der Kleinwagen zum Verkaufsschlager.

Die Benzin- und Dieselmotoren für den Peugeot 306
Bei seiner Markteinführung bietet Peugeot den 306 mit Ottomotoren mit einer Leistung von 40 bis 89 kW (55 bis 121 PS) und Selbstzündern mit 44 bis 68 kW (60 bis 92 PS) an. Es folgen Varianten mit bis zu 120 kW. Die Leistungsdaten der Benzinmotoren im Überblick:

• Peugeot 306 1.1i mit 40 kW und max. 155 km/h bei kombiniertem Kraftstoffverbrauch von 6,9 l/100km
• Peugeot 306 1.4i mit 55 kW und max. 165 km/h bei kombiniertem Verbrauch von 6,8 l/100 km
• Peugeot 306 1.6i mit 65 kW und max. 179 km/h bei 7,7 l/100 km
• Peugeot 306 1.8i mit 74 kW und max. 185 km/h bei 7,0 l/100 km
• Peugeot 306 2.0i mit 89 kW und max. 197 km/h bei 7,5 l/100 km
• Peugeot 306 2.0i 16V (S16) mit 112 kW und max. 215 km/h bei 7,8 l/100 km
• Peugeot 306 2.0i 16V (GTi6) mit 120 kW und max. 220 km/h bei 9,4 l/100 km

Alternativ zum manuellen Fünf-Gang-Schaltgetriebe sind die Varianten 1.6i, 1.8i und 2.0i mit der Vier-Stufen-Automatik erhältlich. Für Autos dieser Kategorie ist das Sechs-Gang-Getriebe im Peugeot 306 S16 eine Seltenheit. Mit den Dieselmotoren bietet Peugeot folgende Versionen an:

• Peugeot 306 1.8 D mit 44 kW und kombiniertem Kraftstoffverbrauch von 6,1 l/100 km
• Peugeot 306 1.9 D mit 50 kW (oder 51 kW) und max. 162 km/h bei einem Verbrauch von 6,3 l/100 km
• Peugeot 306 1.9 TD mit 68 kW (oder 66 kW) und max. 180 km/h bei 6,2-6,6 l/100 km

Abgesehen vom Cabrio bietet der Hersteller das Auto ab Juni 1999 auch mit einem Common-Rail-Diesel an (die Version mit 66 kW). Im selben Jahr kommen zudem Seitenairbags zur Ausstattung hinzu. Als Sondermodelle gibt es die Varianten Roland Garros und St. Tropez.

Die Karosserieversionen des Peugeot 306: Limousine, Kombi oder Cabrio?
Anfangs nur als Schräghecklimousine mit drei oder fünf Türen im Angebot, bietet Peugeot das Fahrzeug ab April 1994 auch als Cabrio mit zwei Türen und vier Sitzen an. Das Stoffdach verschwindet vollständig in einem Verdeckkasten, die Verdeckbetätigung erfolgt je nach gewählter Version manuell oder elektrohydraulisch. Das viertürige Stufenheck erweitert die Palette dann ab Oktober 1994 und 1997 vervollständigt Peugeot die erhältlichen Karosserieversionen mit dem Break.

Modellpflege im Mai 1997 mit dezenten Überarbeitungen an Karosserie und Innenraum
Äußerlich lässt sich die Überarbeitung des Peugeot 306 an den veränderten Stoßfängern erkennen, unter anderem an den runden Nebelscheinwerfern. Im Innenraum fällt die Zahlentastatur in der Mittelkonsole weg, über die bis dahin die Wegfahrsperre deaktiviert wurde.

Der als "Rivale" des VW Golf III vermarktete Peugeot 306 im Test als Gebrauchtwagen
Zu seinen guten Jahren war das Fahrwerk des Peugeot 306 die Domäne des französischen Kleinwagens. Bei den Gebrauchtwagen bemängeln die Tester jedoch die Verschleißerscheinungen. Wer sich für einen gebrauchten 306 interessiert, sollte die Spurstangenköpfe und Führungsgelenke an der Vorderachse genau untersuchen lassen, diese sind häufig ausgeschlagen und müssen erneuert werden. Die Nadellager der Hinterradschwingen sind ebenfalls häufig auszuwechseln, was besonders in Gegenden mit schmutzigen Straßen notwendig ist. Hier gibt es anscheinend ein Problem mit den Abdichtungen. Der TÜV weist auf die schnell verschleißenden Bremsen hin, deren Wirkung nach fünf Betriebsjahren deutlich nachlässt. Auch zieht die Handbremse dann in vielen Fällen nur noch einseitig. Wer heute einen Peugeot 306 als Gebrauchtwagen erwirbt, sollte auf diese Aspekte besonders Acht geben. Zusätzlich klagen die Fahrer über blockierende Bremsen, die das Auto nach dem Anhalten weiter festhalten. Ursache dieses Problems sind meist klemmende Radzylinder bei den hinteren Trommelbremsen, wobei auch die vorderen Scheibenbremsen die Ursache sein können. Weitere häufige Verschleißteile sind die Zündspüle beim Benziner und die Wegfahrsperre. Hitzeprobleme treten beim ansonsten sehr guten Turbodiesel mit 66 kW auf, diese gehen in der Regel auf einen defekten elektrischen Kühlerlüfter zurück. Solche Probleme sind beim HDi jedoch nicht bekannt. Mit dem Wissen um diese potenziellen Defekte können Gebrauchtwagenkäufer die verfügbaren Modelle genau unter die Lupe nehmen. Sind die betroffenen Teile bereits ausgetauscht, steht dem Fahrvergnügen für ein paar Jahre nichts mehr im Wege. Besonders viel Freude bereiten dann die komfortable Federung und das großzügige Platzangebot im Peugeot 306. Hier sticht besonders der Break heraus. Rost ist ebenso kein Problem des kleinen Flitzers, wobei Käufer hier auf Grund des inzwischen hohen Alters natürlich ebenfalls genauer hinschauen müssen.

Das Cabriolet mit klassischen Proportionen im Test
Mit seinem grazilen Pininfarina-Design macht das Cabrio eine hervorragende Figur, Frauen fällt das knackige Hinterteil schnell ins Auge. Gegenüber dem kompakten Peugeot 306 ist das Heck um beachtliche 15 Zentimeter verlängert, Pininfarina verzichtet auf Schnick-Schnack und designet ein Cabrio wie einst den 404, 504, den 304 und 205. Für die Sicherheit sorgen ABS und Airbags, das Cabrio fährt sich unkompliziert modern und chauffiert seine Passagiere komfortabel durch den Stadtverkehr. Auf Landstraßen gefällt die geringe Geräuschkulisse, wobei das Öffnen des Verdecks bei vielen Exemplaren elektrohydraulisch funktioniert und der Fahrer sitzen bleiben kann. Insgesamt erhalten Interessenten mit dem Peugeot 306 Cabrio heute ein Freiluftauto zum kleinen Preis und mit grüner Feinstaub-Plakette. Aufgrund der vielen Mängel empfiehlt sich der Kauf vom Händler - dann auch gleich mit Anschlussgarantie. Die späteren Baujahre ab 1999 sollen am zuverlässigsten sein, bei den Motoren gibt es grundsätzlich nichts zu beanstanden. Mit seinem eleganten Design ist das Cabriolet ein potenzieller Klassiker von morgen.

Der Break mit gutem Raumangebot und französischer Lebensart
Auch der Kombi kämpft mit den beschriebenen technischen Problemen, dafür ist das Raumangebot im Innern angenehm gut. Beim Grundmodell mit 60 PS hat der Motor ordentlich zu tun, der Vierzylinder wird daher meist am Limit bewegt. Durchgebrannte Zylinderköpfe sind eine mögliche Folge. Die stärkeren Motorisierungen bringen dann schon mehr Fahrfreude mit und weisen alltagstaugliche Fahrleistungen auf. Der 2,0-HDi-Diesel ist dabei die wohl beste Wahl, ruhig und kultiviert beschleunigt das Aggregat den Peugeot 306 Break locker auf 180 km/h. Bei flottem Tempo ist ein Durchschnittsverbrauch von sechs bis sieben Litern drin. Dabei ist auf das Baujahr zu achten: Die 1999er-Modelle des HDi erfüllen nur die Euro-2-Norm, ab Baujahr 2000 liegt der Kombi in der günstigeren Schadstoffklasse Euro-3. Wenn beim Einlegen der Gänge ein Kratzen zu hören ist, liegt dies häufig an den Synchronringen, die getauscht werden müssen. Neben den Mängeln überzeugt die gute Ausstattung, das Kofferraumvolumen ist mit 442 Litern praktisch groß.

Fazit: Ein gut gepflegtes Modell wählen
Käufer eines gebrauchten Peugeot 306 sollten sich für sehr gut gepflegte Modelle entscheiden. Mit seinen verschiedenen Mängeln ist der Käufer andernfalls häufiger Gast in der Werkstatt. Die eleganten Cabrios stehen bereits hoch im Kurs, besonders die Exemplare mit Lederausstattung. Familien wählen gerne den Kombi mit HDi-Motor, am besten ab Baujahr 2000. Besonders günstig sind die Stufenheck-Limousinen zu haben. Optisch zwar ansprechend, hat der Peugeot 306 den Kampf gegen den VW Golf III nicht gewinnen können. Die Zuverlässigkeit ist dafür einer der ausschlaggebenden Gründe.

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