Peugeot 106

Peugeot 106
Peugeot 106

Peugeot 106

Vom Peugeot 106 gibt es insgesamt zwei Generationen. Die erste Produktionsreihe wird in den Jahren 1991 bis 2003 produziert. Der Kleinstwagen markiert die unterste Grenze der Modellpalette des Automobilkonzerns aus Frankreich. Die erste Generation des Peugeot 106 trägt die interne Bezeichnung S1. Das Auto basiert auf dem Citroën AX, der bereits einige Jahre zuvor auf den Markt kommt. Bei der zweiten Baureihe für den Peugeot 106 ( S2 oder auch Restyl genannt), stand der Citroën Saxo Pate. Im Frühjahr 2005 wird der Peugeot 106 durch den Peugeot 107 abgelöst.

Die Modellgeschichte der ersten Baureihe
Die Fahrzeuge sind besonders leicht, sodass auch mit kleinen Motoren gute Fahrleistungen erzielt werden. Im XSI-Modell des Peugeot 106 mit einem 1,4-Liter-Benzinmotor und 94 PS Leistung sind Höchstgeschwindigkeiten von etwa 200 Stundenkilometern möglich. Die Beschleunigung von null auf einhundert Stundenkilometer schafft der kleine Franzose in weniger als zehn Sekunden. Die Ottomotoren sind zu Beginn mit einer Zentraleinspritzung versehen. Eine Ausnahme bilden von Anfang an die Versionen XSI, Rallye und Sport, die über die später auch in den anderen Serienmodellen verwendete Saugrohreinspritzung verfügen. Die chronologische Geschichte der Technik in Baureihe 1 des Peugeot 106 stellt sich im Überblick wie folgt dar:

• September 1991, Markteinführung des Peugeot 106 mit folgenden Benzinmotoren:

1,1 l mit 40 kW (54 PS)
1,4 l mit 55 kW (75 PS)
1,4 l XSI mit 69 kW (ohne geregelten Katalysator mit 72 kW (98 PS))

• Juli 1992

Einführung des neuen 1,0-Liter-Motors mit 33 kW (45 PS)

• Januar 1993

Es wird eine fünftürige Variante des Peugeot 106 eingeführt. Außerdem stehen ein 1,4-l-Diesel mit 37 kW (50 PS) und ein neuer Benziner mit 65 kW (88 PS) zur Verfügung. Die Ralley-Version ist ab diesem Zeitpunkt mit einem 1,3-l-Ottomotor mit 72 kW (98 PS) ausgestattet.

• November 1994

Technische Änderungen bei den Motoren bieten jetzt einen 1,1-l-Benziner mit 44 kW (60 PS) sowie einen Diesel mit 1,5 Litern und 42 kW (57 PS). Die Peugeot XSI wird von einer 1,6-l-Maschine mit 76 kW (103 PS) angetrieben.

• August 1995

In Verbindung mit dem 1,6-l-Motor mit 65 kW (88 PS) steht eine Automatik zur Verfügung.

• Mai 1996

Es erfolgt eine umfassende Modellpflege. Ab sofort ist ein Fahrerairbag serienmäßig für den Peugeot 106 vorgesehen. Außerdem erscheint die neue GTI-Version mit einem 1,6-l 16V Motor mit 87 kW (118 PS) im Autohaus.

• März 1997

Den 1,6-l-Motor gibt es nur noch für den Peugeot 106 GTI. Das Automatikgetriebe wandert zum 1,4-l-Antrieb.

• Oktober 1999

Einführung des serienmäßigen Beifahrerairbags

• Oktober 2000

Der 1,0-l-Antrieb wird aus dem Programm genommen. Alle übrigen Motoren erfüllen die Ansprüche der Schadstoffnorm Euro 3. Das optionale Automatikgetriebe ist nicht mehr erhältlich.

• Mai 2001

Ab sofort gehören Seitenairbags zur Serienausstattung. In Deutschland sind ab sofort nur noch ein 1,1-l-Benziner und ein 1,5-l-Diesel als Antrieb erhältlich. Der Peugeot 106 wird auf dem deutschen Markt nur noch als Dreitürer vertrieben.

• Dezember 2003

Die erste Baureihe des Peugeot 106 wird eingestellt. Neuzulassungen gibt es noch bis 2004.

Besonderheiten der ersten Serie des Peugeot 106
Bereits 1991 hat der PSA Konzern Versuche mit alternativen Antriebstechnologien gestartet. Ein Elektrofahrzeug von Peugeot, basierend auf dem Peugeot 106, ist als Elektroauto lieferbar. 2002 präsentiert die Firma bemani motorenbau AG einen Peugeot 106 gemeinsam mit dem Citroën Saxo als Sondermodell bemani. Das Auto bringt nach dem Tuning eine Leistung von 163 PS auf die Straße und hat ein maximales Drehmoment von 217 Newtonmetern. Der von den Schweizern neu entwickelte Kompressor sorgt für eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 6,3 Sekunden.

Die Ausstattung im Peugeot 106 der zweiten Generation
Die verschiedenen Ausstattungslinien im Peugeot 106 bieten bereits mehr, als man bei einem Kleinwagen vermuten würde. Zur Ausstattung ab Werk in der Basisversion gehören unter anderem die folgenden Komponenten:

• Ablagen an den Türen und unter dem Beifahrersitz sowie ein Handschuhfach und ein Utensiliennetz an der Mittelkonsole rechts
• abschließbarer Tank
• analoge Uhr und Aschenbecher vorn
• akustische Warnsignale "Licht an"
• von innen verstellbare Außenspiegel
• Chromzierleisten
• Deckenleuchte vorn
• digitale Wartungsanzeige
• Drehzahlmesser
• elektrische Fensterheber vorne
• Front- und Heckschürze in Wagenfarbe lackiert
• hintere Seitenfenster ausstellbar (3-Türer)
• Beleuchteter und mit Stoff ausgekleideter Kofferraum
• Radiovorbereitung inklusive Verkabelung und Dachantenne
• Rücksitzbank 40/60 geteilt umklappbar
• Wegfahrsperre mit Transponder im Schlüssel
• Zentralverriegelung mit Fernbedienung

Der Peugeot 106 Grand Filou beinhaltet darüber hinaus:

• Servolenkung
• elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel
• regulierbare Beleuchtung der Instrumententafel
• Scheibenwischer vorne und hinten inklusive Intervallschaltung
• Zusatzscheinwerfer

Diese Version ist entweder mit einem 1,1-Liter Benzin Motor oder einem 1,5 l Diesel ausgerüstet, die die folgenden technischen Merkmale aufweisen:

• Hubraum 1.124 Kubikzentimeter
• 44,1 kW (60 PS)
• maximales Drehmoment 94 Newtonmeter bei 3.500 Umdrehungen pro Minute
• Beschleunigung von 0 auf 100 Stundenkilometer in 14,9 Sekunden
• Höchstgeschwindigkeit 164 km/h
• Kraftstoffverbrauch komb (Ort, Land, Autobahn) 6,2 l100
• CO2-Emissionen 147 g/km

• Hubraum 1527 Kubikzentimeter
• 58 PS (42 kW)
• maximales Drehmoment 95 Newtonmeter bei 2250 Umdrehungen pro Minute
• Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 18,5 Sekunden
• Höchstgeschwindigkeit 158 km/h
• Verbrauch im Durchschnitt 5,2 Liter auf 100 Kilometer
• Schadstoffausstoß 138 Gramm pro gefahrenem Kilometer

Optional gegen Aufpreis gibt es unter anderem:

• ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung (EBV)
• Glasschiebedach mit Jalousie
• in der Höhe verstellbare Kopfstützen hinten
• Klimaanlage FCKW-frei
• wärmeabweisende Windschutzscheibe

Die Sicherheit im Peugeot 106
Der Peugeot 106 verfügt vorn über Scheiben- und hinten über Trommelbremsen. Außerdem ist er mit einem Bremskraftregler und Bremskraftverstärker ausgestattet. Fahrer- und Beifahrerairbag lassen sich bei Bedarf deaktivieren. Die Dreipunkt-Sicherheitsgurte verfügen vorne über elektronisch gesteuerte pyrotechnische Gurtstraffer. Der hintere mittlere Sitz wird mit einem Nierenbeckengurt abgesichert. Der bügelförmige Dachquerträger dient als Überrollschutz und die Fahrgastzelle ist verstärkt. Ein Lenksäulen-Rückhaltesystem, ein Kurvenstabilisator vorne sowie der Seitenaufprallschutz erhöhen die Fahrsicherheit. Im Fall eines Aufpralls oder Überschlags wird die Kraftstoffzufuhr automatisch unterbrochen.

Der Peugeot 106 - Test und Fahrbericht
Die Zeitschrift Auto Bild hat den Peugeot 106 im Jahr 2002 auf Herz und Nieren geprüft. Dabei kommt Überraschendes zutage, denn der Kleine von Peugeot erweist sich als robust und haltbar. Der Korrosionsschutz ist ausgezeichnet, sodass man diese Autos unbesorgt auch gebraucht kaufen kann. Das zeigt auch die Pannenstatistik vom TÜV. Erfreulich ist das großzügige Platzangebot im Innenraum. Vier erwachsene Personen können problemlos mit dem Peugeot 106 fahren. Wer allerdings ein wenig größer ist, kommt auf den knappen Sitzen nicht so gut zurecht. Hier empfehlen die Tester, auf eine bessere Ausstattungsversion zurückzugreifen, bei der auch die Sitze großzügiger geschnitten sind. Der Federungskomfort ist gut und das Fahrverhalten ist nicht schlechter als bei größeren Modellen, wie etwa dem Peugeot 205 (später 207 ). Bei einem Preis von seinerzeit 17.100 D-Mark (entspricht gut 8.000 Euro) ist der kleine Franzose zwar nicht gerade billig. Aber der Pkw ist günstig im Unterhalt, bei Steuern, Versicherung und bietet eine gute Innenausstattung. Erfreulich ist auch, dass der Preis für eventuell erforderliche Ersatzteile bei einem Gebrauchtwagen oft deutlich unterhalb denen der Mitbewerber wie zum Beispiel Opel , Toyota , VW oder Seat liegen. Aufgrund des geringen Gewichts liegt der durchschnittliche Verbrauch an Kraftstoff relativ niedrig.

Fazit:
Bei der Suche nach einem kleinen Gebrauchtwagen bietet der Peugeot 106 eigentlich alles, was man sich wünscht. Wer einen Wohnwagen ziehen möchte, ist allerdings mit dem Kleinsten von Peugeot nicht gut beraten. Hier sollte es dann schon ein SUV sein. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Kfz verbraucht nur wenig Benzin, kann preiswert mit Sommerreifen und Winterreifen ausgestattet werden und ist wendig und flott unterwegs. Beim Kaufen eines solchen Kleinwagens kann man also nicht viel verkehrt machen. Die Modelle 107 und 108 von Peugeot gelten heute als die offiziellen Nachfolger des Peugeot 106 und der Peugeot 108 steht 2015 auch als Neuwagen zur Verfügung.

204 ANGEBOTE FÜR Peugeot 106 GEBRAUCHT ODER NEU




















* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer PKW können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer PKW' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

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