Opel Rekord

Opel Rekord

Der Opel Rekord läuft von 1953 bis 1986 in insgesamt acht Generationen vom Band. Rund zehn Millionen Mal wird dieses Auto verkauft. Nachfolger in der oberen Mittelklasse wird der Opel Omega , der es bis 2003 aber nur auf zwei Baureihen bringt.

Die erste Generation des Opel Rekord
Als Nachfolgemodell für den Olympia präsentiert der deutsche Automobilbauer im März 1953 den Opel Rekord Olympia. Zahlreiche Stilelemente im Design sind aus den USA übernommen worden. Dazu gehören unter anderem die Pontonkarosserie und die vielen Chrom-Teile sowohl außen als auch im Innenraum des Fahrzeugs. Der US-amerikanische Mutterkonzern General Motors nimmt in jedem neuen Modelljahr einige Retuschen an der Karosserie vor. Dadurch erleiden die Modelle des Vorjahres einen höheren Wertverlust. Modellkonstanz wird beim Opel Rekord erst später erreicht.

Der Opel Rekord P1 ab 1957
Optisch fällt an diesem Pkw vor allen Dingen das große Panoramaschiebedach auf. Der Opel Rekord P1 ist ein großer Verkaufserfolg sowohl im Inland als auch beim Export. Rund eine halbe Million Autos dieser Baureihe werden weltweit ausgeliefert. Hinzu kommen weitere knapp 70.000 Einheiten des Sondermodells Opel 1200. Den Opel Rekord P1 gibt es als Limousine, Kombi und Lieferwagen . Zunächst wird der Opel Rekord nur zweitürig angeboten. 1958 gibt es ein Facelift. Die bisher aus Metall bestehenden Sonnenblendenhalter und Kleiderhaken bestehen nun aus Kunststoff. Ab diesem Jahr steht auch das Modell Opel Rekord CarAVan zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Schnelllieferwagen, der hinten keine Seitenfenster hat. So wird eine entsprechend hohe Zulademöglichkeit geschaffen, die den Opel Rekord zu einem beliebten Handwerkerfahrzeug macht. Heute sind von dieser Version nur noch sehr wenige Fahrzeuge erhalten und gelten inzwischen als beliebte Sammlerobjekte. Ab dem Sommer 1959 kommt der erste viertürige Opel Rekord als Limousine ins Autohaus. Der Kombi bleibt weiterhin zweitürig. Auch technisch wird der Opel Rekord überarbeitet. Der neue 1,5-Liter-Motor leistet jetzt 50 PS. Die Tuning Firma Autenrieth aus Darmstadt bietet für den Opel Rekord Umbauten zum Coupé und zum Cabrio an. Das sind aber Raritäten, von denen heute als Coupé nur noch zwei, als Cabrio nur noch vier Exemplare weltweit bekannt sind.

Die Geschichte geht erfolgreich weiter
Die erste Neuerung der dritten Baureihe ist eine werkseigene Coupé-Version. Technisch orientiert sich dieser Opel Rekord am Vorgängerfahrzeug. Der neue Opel Rekord 1500 verfügt über ein voll synchronisiertes Dreiganggetriebe. Optional steht für die 1700er-Modelle ein manuelles Schaltgetriebe mit vier Gängen zur Verfügung. Grundsätzlich handelt es sich dabei um eine Lenkradschaltung. Die Kraftübertragung auf die starre Hinterachse erfolgt über eine einteilige Kardanwelle. Die Version Opel Rekord 1700 L mit Vierganggetriebe ist auf Wunsch auch mit einer halb automatischen Kupplung von Fichtel & Sachs ausgestattet, die den Namen Olymat erhält. Dieser Kupplungsautomat funktioniert im Grunde wie der Hydrak, den Mercedes für seinen Sechszylinder-Ponton W105 einsetzt. Dieser ist aber technisch aufwendiger, weil er mit einer hydraulischen Anfahrkupplung arbeitet.

Mit dem Opel Rekord A beginnt eine neue Ära
Im März 1963 präsentiert das deutsch-amerikanische Unternehmen mit dem Opel Rekord A den Nachfolger des P2. Ab diesem Zeitpunkt sind alle Modelle, also nicht nur die der oberen Mittelklasse, mit fortlaufenden Buchstaben des Alphabets gekennzeichnet. Das gilt unter anderem auch für den Opel Kadett , den Opel Manta oder für den Opel Ascona . In einem Oldtimer kann sich, je nach Tag der Zulassung, auch die Modellbezeichnung Opel Rekord R3 befinden. Dabei handelt es sich dann um die ganz frühen Fahrzeuge aus der A-Serie. Die Karosserie ist moderner geworden und wird als zwei- und viertürige Stufenhecklimousine, als dreitüriger Kombi, als Coupé und als Lieferwagen mit drei Türen gebaut. Ab 1964 ist der Opel Rekord L-6 lieferbar, der über eine 2,6-Liter-Reihensechszylinder Benzin Motor verfügt. Dieses Fahrzeug gilt als Vorläufer für den Opel Commodore, der jedoch in die Oberklasse eingeordnet wird.

Der Rekord B mit stärkerer Antriebskraft
Für die Leistung von 55, 60 beziehungsweise 67 PS im Opel Rekord A sorgen Reihen-Vierzylindermotoren, die 1,5 beziehungsweise 1,7 Liter Hubraum haben. Sie basieren nach wie vor auf den Motoren, die schon seit 1937 im Opel Olympia eingesetzt worden sind. Obwohl diese Technik ausgereift und robust ist, entscheidet sich der Hersteller, mit Erscheinen des Opel Rekord B, auf CIH-Motoren mit oben liegender Nockenwelle umzusteigen. Schon zwei Jahre nachdem der erste Opel Rekord A vom Band gelaufen ist, erlebt der Nachfolger seinen offiziellen Eintritt in den Markt. Diese Baureihe dauert aber nur von August 1965 bis Juli 1966, denn es handelt sich um ein von Opel geplantes Übergangsmodell, denn die neue Version ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht serienreif. Zum ersten Mal gibt es den Opel Rekord jetzt mit einer Zweistufen-Automatik. Optische Änderungen waren unter anderem:

• Breitbandscheinwerfer
• Umlaufende Chromrahmen an Front und Heck des Autos
• Ein modifizierter Kühlergrill

Der Opel Rekord C - abwechslungsreiche Modellgeschichte
Der Opel Rekord C wird über einen Zeitraum von sechs Jahren mehr als 1,2 Millionen Mal produziert. Schon ein halbes Jahr nach Markteintritt gibt es im Dezember 1966 den 2,2-Liter-Reihensechszylinder für alle Karosserieversionen. Hier die weiteren Daten des Opel Rekord C in der Übersicht:

• Anfang 1967 erscheint das Rekord C Coupé und im Herbst des Jahres bringt Opel das Sondermodell Spar-Rekord mit einer einfachen Ausstattung und ausschließlich mit grauem Lack in den Handel.
• 1968 wird der Sechszylinder aus dem Programm genommen, weil die Nachfrage zu gering ist. Im November gibt es einen neuen Spar-Rekord mit einer GM-Dreigang-Automatik in Siriusblau.
• 1969 entfällt die Sprint Limousine und auch eine manuelle Schaltung mit drei Gängen wird nicht mehr angeboten.
• Ab 1971 gibt es den Opel Rekord nicht mehr mit einem 1,5-Liter-Motor zu kaufen. Im Sommer erscheint das Sondermodell Holiday mit Zusatzscheinwerfern, beheizbarer Heckscheibe und Schiebedach.

Die Nachfolger - Opel Rekord D und Opel Rekord E
1974 stellt Opel die Ausstattungslinie Berlina für den Opel Rekord D vor. Im September erscheint das Sondermodell Opel Rekord D Millionär heraus. Damit feiert der Hersteller die Produktionszahl von einer Million Exemplaren. 1977 folgen weitere Sonderversionen mit den Bezeichnungen Maharadscha, Hit und Sport. Der Preis für die Basisversion des Opel Rekord D liegt bei 10.500 Euro. Ende des Jahres folgt der Opel Rekord E, die letzte Generation des Opel Rekord. Er wird auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt präsentiert. 1982 erfolgt ein Facelift. Auf der Plattform des Opel Rekord E sind unter anderem auch der Senator A und der Monza A aufgebaut. Es stehen drei Ausstattungsversionen zur Verfügung. Neben dem Grundmodell gibt es den Opel Rekord L als zwei- und viertürige Limousine sowie als fünftürigen Caravan. Die höchste Ausstattungsversion Berlina ist ebenfalls in diesen Karosserieformen erhältlich. Optional bietet der Hersteller das S-Paket an mit sportlichem Zubehör, zu dem unter anderem folgende Details gehören:

• Leichtmetallräder
• Strafferes Fahrwerk
• Niveauregulierung für die Hinterachse

Im Oktober 1982 erfolgt eine Modellpflege. Die Stoßfänger werden modernisiert und bestehen jetzt aus Kunststoff. Überarbeitungen erfolgen auch im Innenraum an der Armaturentafel. Jetzt kommen 1,8-Liter-OHC-Motoren mit Querstrom-Leichtmetall-Zylinderkopf zum Einsatz, zusätzlich zu den bekannten CIH-Motoren. Außerdem steht die überarbeitete Version des Opel Rekord E bei der Limousine nur noch als Fünftürer zur Verfügung. Neben den mit Benzin angetriebenen Motoren ist das Fahrzeug ab 1983 auch mit einem 71-PS-starken Dieselmotor lieferbar. 1984 wird die Motorenpalette durch eine 86 PS starke Turbo-Dieselvariante ergänzt. Ab diesem Jahr ist das Auto mit ABS ausgestattet. 1985 kommt der C18NE-Motor zum Einsatz, der mit Katalysator arbeitet. Damit gilt der Opel Rekord E als eines der ersten abgasgereinigten Fahrzeuge auf dem deutschen Markt. Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch liegt, je nach Leistung und Antriebsart, zwischen 10 und 13,5 Litern.

Fazit:
Der Opel Rekord ist eine Legende, wie zahlreiche Fahrzeuge anderer Hersteller wie BMW , Renault , Audi , Porsche oder Ford auch. Wer 2015 auf der Suche nach einem guten Gebrauchtwagen dieser Marke ist, muss je nach Zustand, Ausstattung und dem ersten Tag der Zulassung zwischen knapp 2.000 und deutlich mehr als 14.000 Euro bezahlen. Die alten Modelle erhalten ein Kennzeichen mit dem Buchstaben "H" für historisch. Das ist unter anderem wichtig für die Versicherung. Fakt ist, dass der Opel Rekord seit vielen Jahren als zuverlässiges Alltagsauto gilt, dessen Fokus auf solider Technik und elegantem Ambiente liegt.

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* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer PKW können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer PKW' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

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