Opel Monza

Opel Monza

Auf der Internationalen Automobilausstellung 1977 präsentiert der deutsche Automobilhersteller den Opel Monza gemeinsam mit dem Opel Senator . Beide Autos kommen im Februar 1978 auf den Markt. Während der Senator als Stufenhecklimousine über vier Türen verfügt, ist der Opel Monza ein 3-türiges Coupé mit einer großen Heckklappe. Die Bodengruppe, die einen um 25 Millimeter verkürzten Radstand aufweist, wird auch im Rekord E und im Commodore C verwendet. Die erste Version des Opel Monza läuft bis April 1981 nahezu unverändert vom Band. Dann erfolgt eine Modellpflege, bei der die Außenspiegel strömungsgünstiger gestaltet werden. Außerdem erhält das Kfz neue Stoffbezüge und ein modifiziertes Armaturenbrett. Markant ist die B-Säule des Opel Monza, die als Überrollbügel ausgelegt ist.

Der Opel Monza in den Jahren 1982 bis 1986
Es ist keine neue Generation des Opel Monza, die im November 1982 in den Handel kommt. Vielmehr handelt es sich um ein groß angelegtes Facelift. Die Änderungen am Design betreffen die Motorhaube, die Scheinwerfer und die Stoßstangen. Auch die Technik erhält eine Überarbeitung. Wie beim Senator wird der Opel Monza nun auch mit Vierzylindermotoren angeboten. Den 2,0 E Motor mit 85 kW (115 PS) gibt es von März 1983 bis Oktober 1984. Dann wird er durch den 2,2 i ersetzt, der eine identische Antriebsstärke hat.
Im August 1983 präsentiert das Unternehmen aus Deutschland mit dem Opel Monza GSE die höchste Ausstattungslinie dieses Pkws . Die Unterschiede zur Ausstattung im Opel Senator sind gravierend. Diese Version des Opel Monza ist ausschließlich mit einem 3,0-Liter-Sechszylindermotor mit Einspritzung und einer Leistung von 180 PS erhältlich. Zur serienmäßigen Ausstattung im Innenraum gehören unter anderem ein Bordcomputer, ein Lederlenkrad und Recaro-Sportsitze. Eine Sitzheizung ist in dieser Version nicht verfügbar. Das Fahrwerk ist sportlich abgestimmt. Gegen Aufpreis kann die Drei-Stufen-Automatik durch ein Automatikgetriebe mit vier Stufen ersetzt werden. Ein Novum sind Ende 1983 die digitalen Anzeigeinstrumente im Opel Monza GSE. Später gab es diese von VDO Automotive produzierten Instrumente in gleicher Form, aber mit einem kleineren Gehäuse, serienmäßig im Opel Kadett GSI.
Im Sommer 1985 entfallen beim Opel Monza C und beim Opel Monza GSE die letzten Chromteile im Innenbereich. Sie werden durch farbige Kunststoffelemente ersetzt. Die neue Innenleuchte ist größer und stammt aus den Modellen Kadett E oder Ascona C. Ab dem Herbst desselben Jahres ist der Opel Monza mit geregeltem Katalysator ausgestattet. Der Dreiliter-Benziner wird überarbeitet und leistet nun 24 PS weniger. In abgeänderter Form verwendet Opel diese Maschine auch im Omega A und im Senator B.

Einige Besonderheiten beim Opel Monza
In einer limitierten Auflage von 144 Fahrzeugen baut die Firma Keinath den Opel Monza A2 zum Cabrio um. Einige dieser Exemplare sind die Grundlage für das Bitter SC Cabrio. Neben Südafrika, wo der Opel Monza ebenfalls verkauft wird, gibt es von 1974 bis 1980 den Chevrolet Monza, der als Nachfolger des Chevrolet Vega auf den Markt kommt.

Die Motoren im Opel Monza
Das gesamte Motorenprogramm für den Opel Monza ist identisch zu dem des Senators. Allerdings wird für den Opel Monza kein Diesel angeboten. Hier sind die technischen Details in der Übersicht:

• 2.0 E, Bauzeitraum 1982 bis 84, Reihenvierzylinder, Benzin, 1.979 Kubikzentimeter Hubraum, 85 kW (115 PS) bei 5.600 Umdrehungen pro Minute, maximales Drehmoment 160 Newtonmeter bei 4.200 Umdrehungen pro Minute
• 2.2 i, Bauzeitraum 84 und 19, Reihenvierzylinder, 2.197 Kubikzentimeter Hubraum, identische Leistung wie der 2.0 E bei 4.800 Umdrehungen pro Minute, maximales Drehmoment 182 Newtonmeter bei 2.600 Umdrehungen pro Minute
• 2.5 E, Bauzeitraum 1981 bis 84, Reihensechszylinder, 2.490 Kubikzentimeter Hubraum, 100 kW (136 PS) bei 5.600 Umdrehungen pro Minute, maximales Drehmoment 185 Newtonmeter bei 4.600 Umdrehungen pro Minute
• 2.5 i, Bauzeitraum 1984 bis 86, Reihensechszylinder, 2.490 Kubikzentimeter Hubraum, 103 kW (140 PS) bei 5.200 Umdrehungen pro Minute, maximales Drehmoment 205 Newtonmeter bei 4.000 Umdrehungen pro Minute
• 2.8 S, Bauzeitraum 78 bis 81, 2.784 Kubikzentimeter Hubraum, 103 kW (140 PS) bei 5.200 Umdrehungen pro Minute, maximales Drehmoment 218 Newtonmeter bei 3.500 Umdrehungen pro Minute
• 3.0 S, Bauzeitraum 1978 bis 1981, Reihensechszylinder, 2.969 Kubikzentimeter Hubraum, 110 kW (150 PS) bei 5.200 Umdrehungen pro Minute, maximales Drehmoment 230 Newtonmeter bei 3.400 Umdrehungen pro Minute
• 3.0 E, Bauzeitraum 78 bis 86, Reihensechszylinder, 2.969 Kubikzentimeter Hubraum, 132 kW (180 PS) bei 5.800 Umdrehungen pro Minute, maximales Drehmoment 243 Newtonmeter bei 4.500 Umdrehungen pro Minute
• 3.0 i, Bauzeitraum 1985 und 1986, Reihensechszylinder, 2.969 Kubikzentimeter Hubraum, 156 PS bei 5.600 Umdrehungen pro Minute, maximales Drehmoment 225 Newtonmeter bei 4.200 Umdrehungen pro Minute

Zwei Tuning-Unternehmen bieten weitere Motoren an. Dabei handelt es sich um den 3-Liter-Turbo von Mantzel mit 176 kW (240 PS) und den 3,6 E von Irmscher mit 147 kW (200 PS).

Der Opel Monza im Dauertest
Im Jahr 2015 hat Auto Bild Klassik den Opel Monza nach einem rund 50.000 Kilometer langen Dauertest auf Herz und Nieren geprüft. Das Auto ist ja nur noch gebraucht verfügbar und die ersten Fahrzeuge gelten inzwischen als Oldtimer . Er ist zuverlässig und spult in wenigen Monaten so viele Kilometer ab, die manch andere Klassiker in 20 Jahren nicht schaffen. Dieser Oberklasse-Opel hat die Tester begeistert. Als Neuwagen hat der Opel Monza nicht viel mehr gekostet als ein 250er Mercedes ohne Extras, aber er lief fast so gut wie ein Porsche 911 SC. Der Opel Monza überrascht mit der Präzision seiner Lenkung. Er bewältigt zum Beispiel die Strecke von Hamburg nach Mailand mit vier Insassen und Gepäck ohne Probleme. Leichte Defizite hat der Opel Monza im Bereich der Bremsen. Auch Scheinwerfer und Scheibenwischer zeigen sich etwas schwach. Der Kraftstoffverbrauch hingegen ist für ein Modell aus den 70er Jahren absolut in Ordnung. Der Opel Monza verbraucht auf 100 Kilometer kombiniert etwa 11,2 Liter. In einigen Bereichen übertrifft der alte Opel moderne Testwagen. Er ist nämlich gleichzeitig komfortabel und schnell. Sitzkomfort und Raumgefühl sind gut und die Karosserie in diesem Coupé gewährt eine gute Übersicht. Angebote für das Testauto liegen zu Testbeginn 2013 bei etwa 3.000 Euro. Diesen Wert hat der Opel Monza auch nach 50.000 Kilometern mehr auf dem Tacho noch.

Der Vergleichstest zwischen Opel Monza und BMW 635 CSi
Mit dem Opel Monza will der Hersteller andere Marken das Fürchten lehren, allen voran BMW. In der Fahrleistung gelingt das genauso problemlos wie beim Preis, der beim Opel Monza rund 14.000 D-Mark günstiger ausfällt. Der Konkurrent hat zwar den stärkeren Motor, ist aber auch um etwa 100 Kilogramm schwerer. Beide Coupés haben Gran-Turismo-Charakter und weisen konstruktive Parallelen auf. In der Aerodynamik punktet der Opel Monza auch wieder aufgrund seiner strömungsgünstigeren Karosserie. Allerdings hat der BMW ein überlegeneres Drehvermögen und zeigt sich in der Maximalbelastung etwas souveräner als der Opel Monza. Auch im Verbrauch ist der Mitbewerber aus Bayern etwas günstiger und besitzt mit elektrischem Schiebedach, Klimaanlage und einer Volllederausstattung mehr Luxus . Aber der Opel Monza macht sentimental und erinnert an Zeiten, in denen der Blitz absolut auf Augenhöhe mit den Nobelmarken wie Mercedes, BMW oder Audi gelegen hat. Einen Verlierer hat es in diesem Vergleich definitiv nicht gegeben.

Fazit:
Der Opel Monza ist kein alltägliches Auto wie zum Beispiel der Opel Astra , der Corsa oder auch der kleine Adam. Er ist eben etwas Besonderes, wie zum Beispiel der Opel Manta . Bei der Suche nach einem Gebrauchtwagen , mit dem man relativ günstig in das Oldtimer- Hobby einsteigen kann, ist der Opel Monza die perfekte Wahl. Die Anschaffungskosten für das Fahrzeug sind relativ gering und die Autos haben eine extrem zuverlässige Technik. Das Aufbereiten und Reparieren ist beim Opel Monza nicht ganz so schwierig wie bei selteneren Modellen. Ersatzteile lassen sich relativ leicht beschaffen und zur Not gibt es Hilfe beim Restaurator. Die frühen Modelle sind allerdings inzwischen Raritäten, die auch ihren Preis haben.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer PKW können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer PKW' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

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