Opel Agila

Opel Agila
Opel Agila

Opel Agila

Der Name des Opel Agila stammt vom lateinischen Begriff agilis (gewandt, agil). Der Minivan ist gute 3,50 Meter lang und gehört damit in die Klasse der Kleinwagen , genau wie der Opel Corsa . Die Fahrwerkabstimmung ist identisch mit dem Wagon R+ von Suzuki . Produziert wird die erste Baureihe in der polnischen Stadt Gliwice (Gleiwitz). Grundlage für den Opel Agila ist die Studie Concept A, die aus dem Jahr 1999 stammt. Das erste Serienfahrzeug mit der offiziellen Bezeichnung Opel Agila A läuft im Sommer 2000 vom Band und bleibt in den Jahren 2001 und 2002 unverändert. 2003 erfolgt dann ein kleines Facelift, bei dem unter anderem der Kühlergrill eine Chromstrebe erhält. Außerdem wir die Leistung der beiden Benzin Motoren angehoben und es kommt ein 1,3-Liter-Diesel auf den Markt. 2007 endet die erste Generation des Opel Agila.

Der Opel Agila B - der Kleine wird erwachsen
Die erste offizielle Vorstellung erfolgt auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) 2007 in Frankfurt. Auf den Automarkt in Deutschland kommt der Opel Agila B dann im April 2008. Auch hier gibt es wieder eine Kooperation mit dem japanischen Unternehmen Suzuki, deren baugleiches Modell Splash genannt wird. Die Produktion erfolgt im Suzuki-Werk in Ungarn. Der Opel Agila B ist etwa 20 Zentimeter länger und sechs Zentimeter breiter als das Vorgängermodell. Dafür verliert er um sieben Zentimeter an Höhe. Das Design der Karosserie wirkt durch diese Maßveränderungen gestreckter und sehr dynamisch. Der Kofferraum hat ein Volumen von 225 Litern, das sich durch Umklappen der Rückbanklehne auf bis zu 1.050 Liter Fassungsvermögen erweitern lässt. Mit einem Wendekreis von unter zehn Metern macht der Opel Agila seinem Namen alle Ehre. Sogar einen Anhänger darf der kleine Van ziehen. Allerdings ist die zulässige Anhängelast auf 200 Kilogramm (gebremst und ungebremst) beschränkt.

Ausstattung und Technik im Opel Agila
Das Basismodell gibt es ausschließlich mit einem 1,0-Liter-Benziner, der auch im Opel Agila Edition mit gehobener Ausstattung zur Verfügung steht. Die Unterschiede zur Grundversion bestehen in Details wie zum Beispiel:

• Lackierte Türgriffe und Seitenspiegel
• Geteilt umklappbare Rückbank
• Höhenverstellbare Lenksäule
• Klima
• Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung
• Elektrische Fensterheber vorne
• Drehzahlmesser
• Bordcomputer
• Nebelscheinwerfer
• MP3-CD-Radio
• Kopfairbags

Mit den Paketen Comfort und Style kommen Sitzheizung für Fahrer- und Beifahrersitz, Leichtmetallräder, ein Lederlenkrad sowie getönte Scheiben im Fond hinzu. Außerdem ist das besser ausgestattete Fahrzeug auch mit einem 1,2-l-Benzinmotor erhältlich. Serienmäßig ist das manuelle Schaltgetriebe mit fünf Gängen. Optional gibt es für die höhere Ausstattungslinie auch eine Automatik mit vier Stufen. Folgende Features gehören zur Serienausstattung des Opel Agila in der Basisversion:

• Geschwindigkeitsabhängige Servolenkung
• Höhenverstellbarer Fahrer- und Beifahrersitz
• Innen belüftete Scheibenbremsen vorn und Trommelbremsen hinten
• Vorrüstung für ein Radio, sodass auch Anschlussmöglichkeiten für mobile Endgeräte geschaffen werden können
• Deaktivierung des Beifahrerairbags

Darüber hinaus können ab Werk bestimmte Sonderausstattungen bestellt werden. Zusätzlich kaufen kann man für den Opel Agila unter anderem:

• ESP mit Traktionskontrolle TCSS (Traction Control Support System)
• MP3-fähiges Radio

Für die Sicherheit im Opel Agila sorgen unter anderem ABS inklusive Bremsassistent, Front- und Seitenairbags sowie auskuppelnde Sicherheitspedalen. Der baugleiche japanische Splash erreicht 2004 im Euro-NCAP-Crashtest mit 30 Punkten für die Insassensicherheit und 32 Punkten für die Insassensicherheit für Kinder eine gute Bewertung. Seit Anfang 2010 bietet der Hersteller den Opel Agila auch mit Autogas-Antrieb (LPG) an.

Die unterschiedlichen Antriebsarten des Opel Agila im Überblick
Zwei Benziner und ein Diesel stehen für den Opel Agila zur Verfügung. Das Diesel-Aggregat mit Common Rail Technologie und Rußpartikelfilter stammt aus einer Kooperation zwischen Suzuki, General Motors und Fiat . Hier sind die technischen Daten des Opel Agila im Überblick:

• ecoFLEX, Dreizylinder-Reihenmotor, 12 Ventile, 996 Kubikzentimeter Hubraum, Leistung 50 kW (68 PS), maximales Drehmoment 90 Newtonmeter bei 4.800 Umdrehungen pro Minute, Höchstgeschwindigkeit 160 km/h, Beschleunigung von 0 auf 100 Stundenkilometer in 14,7 Sekunden, Kraftstoffverbrauch kombiniert 4,7 l100, co2-Emissionen 109 g/km
• 1.2 ecoFLEX, Vierzylinder-Reihenmotor, 16 Ventile, 1.242 Kubikzentimeter Hubraum, Leistung 69 kW (94 PS), maximales Drehmoment 118 Newtonmeter bei 4.800 Umdrehungen pro Minute, Höchstgeschwindigkeit 175 Stundenkilometer, Beschleunigung von null auf einhundert Stundenkilometer in 12 Sekunden, durchschnittlicher Verbrauch 5 Liter auf 100 Kilometer, Schadstoffausstoß 116 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer,
• 1.3 CDTi ecoFLEX, Vierzylinder-Reihenmotor, 16V, 1-248 Kubikzentimeter Hubraum, Leistung 55 kW (75 PS), maximales Drehmoment 190 Newtonmeter bei 1.750 Umdrehungen pro Minute, Höchstgeschwindigkeit 165 Stundenkilometer, Beschleunigung von null auf einhundert Stundenkilometer in 13,9 Sekunden, durchschnittlich 4,5 l auf 100 km, Kohlendioxidausstoß 120 Gramm pro Kilometer

Ende 2014 wird die Produktion des Opel Agila eingestellt. Sein Nachfolger, der Opel Karl, kommt 2015 in den Handel.

Der Opel Agila im Test
Im Qualitätstest des TÜV belegt der Opel Agila 2004 bei den ein- bis dreijährigen Fahrzeugen den dritten Platz. Sieben Jahre später hat die Zeitschrift Auto Bild einen Vergleich vorgenommen und dazu neben dem Opel Agila den Ford Ka ins Rennen geschickt. Auch der Ford ist keine reine Eigenentwicklung, sondern nutzt die Plattform des Fiat 500. Der Opel Agila punktet zunächst durch sein Platzangebot im Fond. In seinem Innenraum finden vier Erwachsene bequem Platz, während die Fahrt auf den Rücksitzen des Ka sehr unbequem ist. Auch in der Bedienung ist der Opel Agila übersichtlicher und einfacher gestaltet. Dafür bietet der Ka mit seinem Vierzylindermotor etwas mehr Temperament. Im Ort kommt das nicht so zum Tragen, auf der Autobahn hingegen schon. Allerdings verbraucht das Auto dann auch deutlich mehr als der Opel Agila. Während der Ford Ka mit mehr Fahrdynamik und besseren Bremswerten punktet, ist der Opel Agila wesentlich quirliger, verfügt über eine resolute Schaltung und eine ausgezeichnete Federung. Am Ende sind sich die Tester einig: Der Opel Agila ist die bessere Wahl bei der Suche nach einem günstigen kleinen Pkw mit viel Platz für Mitfahrer und Gepäck. Er ist im Jahr 2011 für den Preis von 10.400 Euro zu haben.

Der Opel Agila als Gebrauchtwagen
Wer Autos gebraucht kauft, findet zahlreiche Angebote. Um herauszufinden, ob die Realität mit den Erwartungen übereinstimmt, sind Test- und Fahrberichte eine gute Hilfe. Auch der Opel Agila ist geprüft worden und zeigt Langzeitqualitäten. Seine große Stärke ist sein Platzangebot trotz der relativ kleinen äußeren Abmessungen. Selbst voll besetzt passen in den Kofferraum immer noch ein klappbarer Kinderwagen oder die Wochenendeinkäufe für die Familie. Der Motor im Opel Agila ist relativ anspruchslos. Als Diesel eignet sich das Automobil aber eher für Gewerbekunden. Die ersten Modelle aus der Anfangszeit zeigen im Test gelegentlich Probleme bei der Elektronik. Wer seinen Opel Agila aber aus 1. oder 2. Hand und aus der zweiten Generation kauft, wird hier keine Schwierigkeiten mehr haben. Die Kinderkrankheiten des Opel Agila hat der Hersteller komplett ausgemerzt. Der Wertverlust liegt bei dreijährigen Autos bei rund 42 Prozent. Danach verliert der Opel Agila rund 600 Euro Wert pro Jahr.

Fazit:
Der Opel Agila ist der perfekte Familienzweitwagen. Aber auch Singles oder Paare, die keine allzu langen Strecken fahren, sind mit dem Kleinwagen gut bedient. Bewährte Technologie und das Vertrauen in die Marke Opel sorgen dafür, dass sich das Kfz, das seit 2014 als Neuwagen nicht mehr zur Verfügung steht, gut verkauft. In der gehobenen Ausstattung mit Klima und CD-Radio ist man komfortabel und flott unterwegs. Der Preis für gute gebrauchte Modelle des Opel Agila hängt vom Baujahr, dem Tag der Zulassung und der Frage ab, aus welcher Hand das Fahrzeug übernommen wird.

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* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer PKW können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer PKW' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

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GEBRAUCHTWAGENREPORTbereitgestellt vom DEKRA
Im Rahmen der DEKRA Hauptuntersuchung werden Fahrzeugtypen beurteilt. Die Tabelle zeigt Stärken und Schwächen der geprüften Fahrzeugtypen, abweichend vom Durchschnitt aller untersuchten Fahrzeuge. (Fahrzeugtypen > 1000 Untersuchungen in zwei Jahren)
  • Fahrwerk, Lenkung
  • Motor, Umwelt
  • Karosserie, Rahmen, Innenraum
  • Bremsanlage
  • Elektrik, Licht, Elektronik
Kommentar des Sachverständigen
Der seit 2008 gebaute Agila macht bei DEKRA keine schlechte Figur. Die großen Probleme des Vorgängers an der Bremsanlage und Elektrik/Elektronik scheint der Agila B hinter sich gelassen zu haben. Allerdings verhindert eine erhöhte Anzahl an Fahrzeugen mit veröltem Getriebe ein besseres Abschneiden des Agila in der Baugruppe Motor/Umwelt.
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