Der Nissan Qashqai ist der Vorreiter der kompakten Sport Utility Vehicles und seit 2006 auf dem Markt. Das in England entwickelte und gebaute Crossover-Modell bietet Platz und die Optik eines SUV, 90 Prozent der Käufer verzichten aber auf den Allradantrieb. Der inzwischen seit 2014 in zweiter Generation gebaute Qashqai ist der mit Abstand gefragteste Nissan in Deutschland und insgesamt die Nummer vier im Segment der SUV und Geländewagen.

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Daten

Nissan bietet den Qashqai mit zwei Dieselmotoren mit 110 und 130 PS sowie zwei Benzinmotoren mit 115 und 163 PS an. Leistungsstärkere Triebwerke mit bis zu 218 PS wie im Nissan Juke sind nicht verfügbar. Alle Qashqai-Modelle verfügen serienmäßig über Sechsgang-Schaltgetriebe und Frontantrieb. Den Einstiegsbenziner und den stärkeren Diesel gibt es auch mit einer Nissan-typischen stufenlosen Automatik; für den 130-PS-Diesel ist statt der Automatik auch Allrad wählbar.

  • Knappes Motorenprogramm von 110 bis 163 PS
  • Optionaler Allradantrieb für Top-Diesel
  • Automatikgetriebe auf Wunsch
Tachometer eines Autos bei Nacht. Links Drehzahlmesser, rechts Geschwindigkeitsmesser und in der Mitte ein digitaler Bildschirm.
Zwei Autos fahren auf einer kurvigen Rennstrecke. Das vordere Auto ist weiß, das hintere schwarz. Wolkiger Himmel, Bäume im Hintergrund.

Test

In Autotests erntet der Nissan Qashqai viel Lob für sein gutes Platzangebot für Passagiere und 430 bis maximal fast 1.600 Liter Gepäck, sichere Fahreigenschaften, niedrigen Benzinverbrauch und vor allem seine Zuverlässigkeit. So absolvierte er beispielsweise einen 100.000-Kilometer-Dauertest ohne einen einzigen Fehler. Allerdings gibt es auch Kritik an einer unkomfortablen Federung und den teilweise billig anmutenden Materialien und Kunststoffen im Innenraum.

  • Viel Platz für Passagiere und Gepäck
  • Hohe Zuverlässigkeit
  • Unkomfortable Federung

Preise

Der Einstiegspreis beim Qashqai liegt knapp unter der 20.000-Euro-Marke, die aber nur der Einstiegsbenziner 1,2 DIG-T um 10 Euro unterbietet. Der Basis-Diesel kostet 1.900 Euro mehr. Die stärkeren Motoren gibt es erst ab der 3.900 Euro teureren Ausstattungslinie Acenta; der 1,6-Liter-Benziner mit 163 PS kostet dann mindestens 26.000 Euro, der 130-PS-Diesel fast 28.000 Euro, in der Allrad-Variante knapp 30.000 Euro. Für die Automatik verlangt Nissan 1.650 Euro Aufpreis. In der Top-Ausstattung Tekna kommt der Qashqai an die Marke von 35.000 Euro heran.

  • Günstige Einstiegspreise
  • Gute Ausstattung
  • Moderater Aufpreis für Allrad-Version
Sechs bunte Autos, darunter rot, blau und grau, parken nebeneinander in einer geräumigen, weißen Halle.

Serienbeschreibung

Als Nissan 2006 seinen neuen Crossover vorstellt, ist nicht absehbar, welche Erfolgsgeschichte damit für den japanischen Automobilbauer in Europa beginnen würde. Von Beginn an ist der Qashqai einer der Vorreiter im Segment der kompakten SUV, obwohl oder vielleicht sogar gerade weil er konsequent auf Frontantrieb setzt.


Nissan Qashqai (Vorderansicht - schräg)
Der Bestseller von Nissan wurde in England entwickelt und produziert.
Nissan Qashqai (Seitenansicht)

Die Vorteile eines SUV wie Platzangebot, höhere Sitzposition und Optik wurden von den Nachteilen eines höheren Verbrauchs durch Allradantrieb abgekoppelt, der Qashqai vor allem als "City-SUV" positioniert. Bislang wurden in zehn Jahren seit seiner Premiere europaweit mehr als 2,3 Millionen Qashqai verkauft, in Deutschland ist der Nissan 2016 mit mehr als 28.000 Neuzulassungen der viertbeliebteste SUV hinter VW Tiguan, Ford Kuga und Opel Mokka, aber noch vor Audi Q3 oder BMW X1. Fast 40 Prozent aller in Deutschland verkauften Nissan-Fahrzeuge sind Qashqais.

Der Nissan Qashqai, dessen Name auf das im Iran ansässige Nomadenvolk der Kaschgai anspielt, ist das erste Modell, das im europäischen Design Center des Konzerns in London entwickelt wird. Zwei Jahre nach einer in Genf präsentierten ersten Studie wird im Oktober 2006 auf dem Pariser Automobilsalon das Serienmodell vorgestellt und in Deutschland ab Februar 2007 verkauft. Produziert wird der Qashqai im englischen Nissan-Werk bei Washington.

Die Motorenpalette des schon serienmäßig unter anderem mit Klimaanlage, Zentralverriegelung und einem CD-Radio mit Freisprechanlage ausgerüsteten Qashqai umfasst zunächst zwei Benzin- und zwei Dieselmotoren. Der kleinere 1,6-Liter-Benziner hat 114, später 117 PS, das 2-Liter-Modell kommt auf 141 PS. Ein 1,5-Liter-Diesel startet mit 106 PS, die dann nach der Einführung eines Diesel-Partikelfilters zunächst auf 103 PS zurückgehen und später wieder auf 110 PS ansteigen.

Ein 2-Liter-Diesel entwickelt 150 PS, 2011 ergänzt ein neuer 1,6-Liter-Diesel mit 130 PS das Programm. Schon von Beginn an gibt es Allradantrieb nur auf Wunsch, aber ausschließlich für die leistungsstärksten Modelle.

Siebensitzer Qashqai +2 erweitert 2008 das Angebot

2008 erweitert Nissan sein Angebot um den Qashqai +2. Mit einem um 13 Zentimeter verlängertem Radstand und einer um 21 Zentimeter längeren und 4 Zentimeter höheren Karosserie bietet dieses Modell – dank zweier im Fahrzeugboden versenkbarer Sitze in der dritten Reihe – Platz für bis zu sieben Passagiere oder einen um 90 Liter größeren Kofferraum bei Belegung mit fünf Personen.

Technik und Ausstattungslinien werden vom "normalen" Qashqai übernommen. Im Laufe der Modellpflege werden auch die Ausstattungsumfänge verbessert, ab 2012 gibt es optional 360-Grad-Kameras, die dem Fahrer auch das Umfeld seines Fahrzeuges anzeigen.

Ende 2013 stellt Nissan in London die optisch nur behutsam veränderte zweite Generation seines weiterhin in England gebauten Bestsellers vor, die ab Februar 2014 in Deutschland verkauft wird. Der Qashqai +2 bekommt im Zuge dieses Modellwechsels keinen Nachfolger. Neu im Crossover sind seitdem die beiden Benzin-Direkteinspritzer 1,2 DIG-T und 1,6 DIG-T.

Das Einstiegsmodell hat dank Turboaufladung 115 PS und ein maximales Drehmoment von 190 Newtonmetern (Nm). Damit erreicht der Qashqai in 10,6 Sekunden aus dem Stand Tempo 100 und eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h. Der Normverbrauch beträgt 5,6 bis 5,8 l/100 km, auch in der im Drehmoment auf 165 Nm reduzierten Automatikversion, die für den Sprint von 0 auf 100 km/h 12,9 Sekunden benötigt und eine Höchstgeschwindigkeit von 173 km/h erreicht.

Der große Bruder mit 1,6 Litern Hubraum kommt auf 163 PS und ein maximales Drehmoment von 240 Nm. Damit erreicht er in 8,9 Sekunden 100 km/h und in der Spitze Tempo 200, der Normverbrauch liegt bei 5,8 bis 6,0 l/100 km.

Noch sparsamer sind die beiden Dieselmotoren. Der 110-PS-starke 1,5-Liter-Motor, der bereits 260 Nm maximales Drehmoment bietet, bringt den Qashqai in 11,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 182 km/h, der Normverbrauch bei 3,8 bis 4,0 l/100 km. Die 130-PS-Version mit 1,6 Litern Hubraum erreicht beeindruckende 320 Nm Drehmoment und beschleunigt den Crossover in 9,9 Sekunden auf 100 km/h (Allrad 10,5 Sekunden, Automatik 11,1 Sekunden) und 190 km/h Spitze (Automatik 183 km/h).

Der Normverbrauch liegt bei 4,4 bis 4,6 l/100 km (Automatik 4,7 bis 4,9 l/100 km, Allrad 4,9 bis 5,1 l/100 km).

In der Grundausstattung Visia bietet der Qashqai bereits elektrisch einstellbare Spiegel und Fensterheber, Klimaanlage, Multifunktionslenkrad, Radio mit Freisprecheinrichtung Tempomat und Zentralverriegelung. Ab der Linie Acenta kommen Klimaautomatik, Leichtmetallräder, Licht- und Regensensor, Parksensoren, Sitzheizung und ein Paket aus Spurhalte-Assistent, Notbrems-Assistent, Fernlicht-Assistent und Verkehrszeichenerkennung (für Visia 750 Euro) dazu.

Die Linie N-Connecta bietet neben anklappbaren Außenspiegeln vor allem ein Navigationssystem inklusive 360-Grad-Kameras (für Acenta 1.130 Euro), N-Vision und zusätzlich elektrisch verstellbare Leder-Alcantara-Sitze. Die Top-Ausstattung Tekna hat schließlich Ledersitze und LED-Scheinwerfer an Bord sowie exklusiv für 800 Euro Aufpreis einen aktiven Einpark-Assistenten, einen Totwinkel-Assistenten sowie Müdigkeitserkennung und Bewegungserkennung.

Die sonstige Aufpreisliste ist kurz. Ab Acenta gibt es für 800 Euro ein Panorama-Glasschiebedach (Tekna 650 Euro), ab N-Connecta eine beheizbare Frontscheibe (250 Euro). Sonder- und Metallic-Lackierungen schlagen mit 210 bis 650 Euro zu Buche. Im Sommer 2017 spendiert Nissan dem Qashqai ein Facelift, das neben leichten optischen Änderungen und Assistenzsystemen mit erweiterten Funktionsumfängen vor allem hochwertigere Materialien im Innenraum bieten wird. Dazu kommt die neue Top-Ausstattungslinie Tekna+ mit Nappaleder-Sitzen und Bose-Soundsystem.

Kundenbewertungen
4.3
4.333333333333333 Sterne
(30 Bewertungen)
Sicherheit
1 Stern
0.0
Verbrauch
3.6 Sterne
3.6
Preis-Leistung
3.7 Sterne
3.7
Laurin B. am 19. August 2025
4 Sterne
Solider Allrounder mit kleinen Schwächen
Der Wagen bietet eine erhöhte Sitzposition, viel Übersicht und ein angenehmes Fahrgefühl – gerade in der Stadt und auf Landstraßen. Platz ist vorne wie hinten ausreichend, und der Kofferraum ist für den Alltag absolut praktikabel. Auch nach über zehn Jahren wirkt die Verarbeitung im Innenraum noch ordentlich. Klar, die Materialien sind nicht überall Premium, aber robust und pflegeleicht. Technisch ist er bislang zuverlässig, und die Unterhaltskosten halten sich im Rahmen. Besonders positiv finde ich die gute Rundumsicht und den komfortablen Einstieg. Natürlich gibt es auch ein paar Punkte, die besser sein könnten: Der Motor ist eher gemütlich unterwegs, auf der Autobahn fehlt manchmal etwas Durchzug.
mehr
Sicherheit
4 Sterne
4.0
Verbrauch
4 Sterne
4.0
Preis-Leistung
4 Sterne
4.0
Axel R. am 28. Juni 2025
4 Sterne
Alltagstauglich mit Übersicht
Ich bin mit dem Qashqai insgesamt sehr zufrieden. Der Wagen fährt sich angenehm ruhig, das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt und Unebenheiten werden gut abgefangen. Besonders gut gefällt mir die erhöhte Sitzposition, die für einen guten Überblick im Stadtverkehr sorgt. Der Innenraum wirkt modern, die Materialien sind in Ordnung, auch wenn manche Flächen etwas einfacher ausfallen. Das Platzangebot vorne ist gut, hinten wird es bei großen Mitfahrern aber etwas eng. Der Motor läuft zuverlässig und der Verbrauch ist für die Größe akzeptabel. Kleinigkeiten wie das etwas träger reagierende Infotainment trüben den positiven Gesamteindruck nur leicht.
mehr
Sicherheit
5 Sterne
5.0
Verbrauch
4 Sterne
4.0
Preis-Leistung
4 Sterne
4.0
Timo T. am 22. Juni 2025
4 Sterne
Guter zuverlässiger SUV
Ich fahre den Qashqai jetzt seit ein paar Jahren und bin insgesamt sehr zufrieden. Er fährt sich angenehm ruhig, das Fahrwerk ist komfortabel und die erhöhte Sitzposition gefällt mir super im Stadtverkehr. Der Verbrauch liegt für die Größe im Rahmen. Innen ist genug Platz, auch für längere Strecken mit Familie. Einzig das Infotainmentsystem wirkt etwas altbacken und reagiert manchmal träge. Trotzdem ein zuverlässiger und solider Alltagsbegleiter.
mehr
Sicherheit
5 Sterne
5.0
Verbrauch
4 Sterne
4.0
Preis-Leistung
4 Sterne
4.0
Janine H. am 20. Juni 2025
3 Sterne
Bewertung Fahrzeug
Ich nutze das Fahrzeug dienstlich. Es ist mit diversen Sicherheitsassistenten ausgestattet, wodurch man auch ein sicheres Fahrgefühl hat. Des Weiteren ist die Verarbeitung des Materials ganz gut. Als einzigen Makel habe ich festgestellt, dass der Schalthebel zu hoch eingebaut wurde. Das macht das Fahren bei mehreren Schaltvorgängen etwas unbequem. Bei einem Automatikfahrzeug wäre es wiederum egal.
mehr
Sicherheit
4 Sterne
4.0
Verbrauch
3 Sterne
3.0
Preis-Leistung
3 Sterne
3.0
David S. am 11. April 2025
5 Sterne
Raumwunder auf 4 Rädern
Dieses Auto nutze ich hauptsächlich für längere Dienstreisen. Es liegt trotz der Größe sehr gut auf der Straße. Insbesondere auf der Autobahn gibt mir das Fahrzeug ein Gefühl von Sicherheit. Es ist zudem sehr modern ausgestattet und bietet unter anderem auch die Schnittstelle zu Android Auto, was ich persönlich sehr viel nutze. Das Auto ist im Innenraum sehr hochwertig verarbeitet. Leider nur etwas teuer in der Anschaffung.
mehr
Sicherheit
5 Sterne
5.0
Verbrauch
4 Sterne
4.0
Preis-Leistung
3 Sterne
3.0