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NISSAN Leaf

NISSAN Leaf als Gebrauchtwagen oder neuer Kleinwagen

Im Nissan Leaf erfährt die automobile Revolution den fühlbaren Sprung hin zum emissionsfreien Fahren. Mit jedem Meter überzeugt der Elektroantrieb mehr. Man sieht ihm zwar seine innovative und rein elektrische Antriebstechnik an, doch bleibt er dabei ein kompaktes Auto für urbane Abenteuer.

Im Nissan Leaf gewinnt die Elektromobilität an Fahrfreude und Attraktivität
Nissan hat seine Plattform für den Leaf von Grund auf neu konstruiert. Ähnlich wie beim Premium-Konkurrenten BMW i3 oder dem spaßigen Kleinwagen ZOE von Konzernmutter Renault setzt das Antriebskonzept rein auf elektrische Energie. Ende 2009 in Japan der Weltöffentlichkeit präsentiert, spielt Nissan seit dem Produktionsbeginn 2010 eine Vorreiterrolle in Sachen alternativer Antriebe. Bisher ist kaum ein Auto derart nachhaltig unterwegs. Erst nach und nach werden Produktneuheiten anderer Hersteller auf den Markt drängen, die dem Leaf das Wasser abgraben könnten. Mit einem attraktiven Preismodell versucht Nissan seit 2011 seinen Elektro-Sprössling an die Kundschaft zu bringen. So kostet ein recht komplett ausgestatteter Neuwagen in der Finanzierung ähnlich viel wie ein sinnvoll konfigurierter Evergreen VW Golf .

Der Kunde kann sich wie bei Renault für einen Komplettkauf des Fahrzeugs entscheiden oder die Batterie in einer monatlichen Miete dazubuchen. Der Vorteil am zweiten Modell liegt darin, dass Nissan der Eigentümer der Batterie bleibt. Demzufolge muss der Endverbraucher sich nicht davor fürchten, sich mit einem Defekt der komplexen Technik herumschlagen oder gar die Kosten dafür tragen zu müssen.

2013 folgt modellzyklisch die erste Überarbeitung. Der Leaf wird an die gehobenen Ansprüche hinsichtlich Materialauswahl, Lack und Farben europäisiert. Konkret bedeutet das den Einzug eines stimmigeren Cockpits. Das Layout bleibt zwar gleich, doch mit einem feinen Gespür für Oberflächen heben die Nissan-Designer die Wohlfühlatmosphäre spürbar an. Neue Metallic-Lacke, größere Räder und mehr Chromzierrat werten den Auftritt dezent auf. Im Innenraum freuen sich besonders die Fondpassagiere über mehr Bewegungsfreiheit durch stärker konturierte Vordersitze. Beim Kofferraumvolumen gibt es einen satten Sprung um 40 Liter auf nun praxistauglichere 370 Liter. Zusammen mit dem um fast 3.000 Euro gesenkten Preis ergibt sich eine äußerst attraktive Alternative für Pendler.

Nissan – der Wille, etwas Neues und Einzigartiges zu schaffen
Wer sich das erste Mal einem Nissan Leaf nähert, wird ihm die Innovationskraft und die Zukunftsfähigkeit dieses Elektroautos auf den ersten Blick ansehen. Nissan entschied sich im Falle des Leafs für eine komplette Neukonstruktion. Kein Teil eines konventionellen Autos wurde übernommen. Selbst seine Reifen sind energiesparend auf den kleinen Fünfsitzer zugeschnitten. Getankt wird nicht wie üblich am Heck. Die Ladebuchse versteckt sich unter einer Klappe in der Fahrzeugfront. Die Akkus sind im Fahrzeugboden verteilt, was zu einem niedrigen Schwerpunkt und damit zu einem durchaus sportlichen Fahrverhalten führt. Eine Akkuladung dauert je nach Außentemperatur und Elektroanschluss zwischen einer und bis zu 9 Stunden an. Die Konfiguration der heimischen Steckdose oder der Stromladestationen macht hier den Unterschied. Ein Pilotprojekt von Rasthofbetreibern und einem Stromversorger untersucht aktuell die Praxistauglichkeit von sogenannten Schnellladestationen entlang der A1 und A2 . Innerhalb einer halben Stunde schafft der Leaf hier eine Akkukapazität von ca. 80%. Damit lassen sich dann ohne Probleme und Komforteinbußen ca. 110 Kilometer bei einer Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern zurücklegen, um die nächste Ladesäule zu erreichen.

Ein Nachteil beim Fahren mit elektrischem Strom ist die Abhängigkeit von Außenbedingungen. Die Akkus benötigen ein gewisses Temperaturfenster, in dem sie optimalerweise operieren können. Bei winterlicher Eiseskälte geht die Reichweite des Nissan Leafs schnell in die Knie. Das Abschalten zusätzlicher Verbraucher wie Sitzheizung und Klimaanlage kann diesen Reichweitenverlust zum Teil ausgleichen. Ein wenig Leidensfähigkeit mit Beginn der Wintermonate im Oktober / November oder auf langen Fahrten wird von den Insassen also schon gefordert. Hier hat Nissan ein cleveres Angebot in der Hinterhand. Mit der sogenannten „Mobi Card” bleibt der Leaf-Fahrer überall mobil. Sie beinhaltet kostenloses Laden beim Nissan-Händler und die Möglichkeit, 14 Tage im Jahr einen Nissan Qashquai zum Nulltarif zu mieten. Mit diesem Paket wird der Leaf zum umfassenden Pendler-Tool, das mit jeder Menge Fahrspaß und einem reinen Ökogewissen ein Lächeln auf das Gesicht seiner Fahrer zaubert.
Einen großen Anteil daran hat der Wechselstrom-Synchronmotor. Er stellt 80 kW zur Verfügung. Nach alter Rechnung sind das rund 109 Pferdestärken, was für ein flottes Vorankommen im täglichen Pendlerstress sorgt. Besonders beeindruckend ist aber die Art und Weise, mit der die Kraft der 254 Newtonmeter Drehmoment die Vorderräder in Bewegung setzt. Ab der ersten Umdrehung steht das Drehmoment zur Verfügung. Da ein Getriebe in klassischer Bauform mit mehreren Fahrstufen nicht mehr notwendig ist, entfallen auch lästige Gangwechsel. In Verbindung mit der zwar straffen aber immer noch komfortablen Fahrwerksauslegung ergibt sich ein sehr gleitender Fahrstil, der sehr zum Ressourcenschonen und zu stoischer Gelassenheit verführt. Einzig bei der zuweilen indirekten Lenkung könnte Nissan auch nach dem Facelift noch einmal Hand anlegen.

Dass die Japaner gute Lenkungen bauen können, beweisen sie mit der Straßenrakete GT-R oder im Premium- Geländewagen Murano . Sie lassen sich wunderbar direkt steuern und vermitteln ein optimales Gefühl für die Straße. Der Leaf untersteuert bei schnellen Richtungswechseln recht schnell und schiebt zwar fahrsicher aber linienuntreu über die Vorderräder. Bei den Bremsen hingegen gibt sich der Stromer keine Blöße. Trotz der relativ schmalen Energiesparreifen mit wenig Rollwiderstand steht der Stromer in guten 38 Metern. Im Alltag muss der Fahrer seltener bremsen als in einem konventionellen Auto. Der Grund hierfür ist die Rekuperation. So nennt sich der Vorgang, bei dem der Elektromotor kinetische Energie wieder in elektrische umwandelt und in die Akkus zurückspeist. Geht man vom Gas, verzögert der Leaf merklich und der Bordcomputer informiert über die zurückgewonnene Reichweite. Hier zeigt sich das clevere Zusammenspiel der E-Komponenten am deutlichsten und der Fahrer freut sich über die umweltschonende Fahrweise als unmittelbare Belohnung durch ein deutliches Plus an Reichweite. So macht stromern Spaß.

Innencheck: Ein sachlicher Technokrat ohne prunkvolles Premiumgehabe
Auch im Innern setzt sich die konsequente Reduzierung auf das Wesentliche fort. Der Nissan Leaf verfügt über ausreichend Platz für vier Personen. Fünf dürfen zwar laut Zulassung mitfahren, für den Platz in der Mitte der Rückbank sollte man als Fahrer aber abwägen, mit wem man es sich verscherzen möchte. Die volle Transport-Kapazität dürfte auch eher selten voll ausgenutzt werden. Die meiste Zeit wird der Fahrer alleine im Leaf verbringen, um die tägliche Pendler-Strecke zu bewältigen. Auf den beiden Vordersitzen gibt sich das Elektro-Auto kaum eine Blöße. Die Sitze sind ausreichend bequem aber straff gepolstert. Der Seitenhalt könnte besser sein, aber ein Kurvenräuber ist der Leaf ohnehin nicht. Groß gewachsene stören sich an der Kompaktheit der Karosserie insgesamt und stoßen schnell an den Dachhimmel. Seine täglichen praktischen Qualitäten überzeugen aber genauso wie die Stille im Innenraum. Sobald die Tür ins Schloss fällt, wird die städtische Soundkulisse zu einem sanften Flüstern. Einmal am Volant Platz genommen, fällt sofort das volldigitale Display ins Auge. Hier werden alle relevanten Daten zum Fahren, Navigieren und zum Fahrzeugzustand eingeblendet. Die zentrale Bedieneinheit in der Mittelkonsole ist in edlem Klavierlack eingefasst und umschließt das Klima-Bedienelement und das Multimediasystem, wo sich der Fahrer per Touchscreen und Direktwahltasten zahlreichen Bedienmöglichkeiten gegenübersieht. An die etwas verschachtelte Menü-Struktur kann man sich gewöhnen, nicht aber an die Trägheit des Systems. Das können aktuelle Smartphones flinker.

Keine Blöße gibt sich Nissan hinsichtlich der Ausstattungsmöglichkeiten für den Leaf. Drei Linien erfüllen verschiedenste Ansprüche. Schon in der „Visia” genannten Basis kommt der Elektro-Nissan überdurchschnittlich gut ausstaffiert zum Händler. Ein Radio mit CD-Spieler, Klimaautomatik, Servolenkung, Zentralverriegelung, Regensensor und LED-Rückleuchten lassen den Leaf durchaus hochwertig erscheinen. Die zweite Komfortstufe zündet in der mittleren Ausstattungslinie, „Acenta” genannt. Sie kostet 3.000 Euro mehr als die Basis, rechtfertigt diesen Aufschlag aber mit einer Liste an Optionen, die kaum Wünsche an einen Kompaktwagen offen lässt. In Wagenfarbe lackierte Außenspiegel und abgedunkelte Seiten- und Rückscheiben lassen die Hochwertigkeit auf den ersten Blick erkennen. Innen setzt sich der Komfort mit der automatischen Fahrlichtregelung, elektrischen Außenspiegeln und einem Tempomaten fort.

Als zentrales Multimediaelement kommt außerdem noch das Nissan-Navigationssystem mit 7-Zoll Touchscreen zum Einsatz. Bluetooth und iPod-Kompatibilität holen dieses Infotainment-Flaggschiff in das 21. Jahrhundert. Optional kann zum Acenta noch das Winter-Paket hinzugebucht werden. Die Passagiere genießen hier den Komfort von Sitzheizung, eisfreien Außenspiegeln und warmen Händen am elektrisch beheizbaren Lenkrad. In der höchsten Ausstattungslinie „Tekna” ist das Winterpaket bereits serienmäßig. Zusätzlich betten sich die Fahrer auf und Voll-LED-Scheinwerfer erhellen die Nacht. Diese beiden Features sind exklusiv der Luxus -Linie vorbehalten und weder für Geld noch gute Worte in den günstigeren Varianten erhältlich. Insgesamt bekommt der Käufer eines Nissan Leaf ein vollständig ausgestattetes Auto mit viel Platz auf wenig Raum. Der Kofferraum ist nicht kleiner als bei konventionellen Autos und glänzt mit guter Variabilität durch umklappbare Rücksitze und eine breite Ladeöffnung. So steht dem elektrisierenden Alltag nichts im Weg.

Fazit: Nissan beweist Mut und Innovationskraft
Der Nissan Leaf überzeugt auf ganzer Linie. Er ist ein Auto wie viele andere moderne Kompakt-Autos mit herausragenden Stärken und wenigen Schwächen. Seine konzeptbedingte Reichweiteneinschränkung macht er mit einem linearen und gutmütigen Fahrverhalten wieder wett. Wer es hinbekommt, sein Smartphone jeden Abend an der Steckdose fit für den nächsten Tag zu machen, kann sich auch an die Eigenheiten eines Elektroantriebs gewöhnen. Der Nissan Leaf macht es seinen Nutzern sehr einfach, im täglichen Einsatz ökologisch nachhaltig unterwegs zu sein. Mit dem kostenlosen Mietwagen für lange Urlaubsreisen o. ä. über den Nissan-Händler werden auch die letzten Schrecken vor dem Liegenbleiben genommen. In der Praxis bewährt sich der Leaf insbesondere in Kalifornien, Norwegen und Japan, wo er zu den bestverkauften Nissan-Modellen zählt. Den Mut zur Innovation hat Nissan bewiesen. Jetzt kommt es auf den Mut der Autofahrer an.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer PKW können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer PKW' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

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