Mazda 323

Mazda 323F
Mazda 323

Mazda 323

Die interne Werksbezeichnung für das erste Modell des Mazda 323 lautet FA4. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um den Nachfolger für den über zehn Jahre produzierten Mazda 1000/1300. Im Gegensatz zum Vorgänger ist der Mazda 323 eine Kompaktlimousine mit Schrägheck. Zunächst gibt es das Auto ab Januar 1977 als Drei- und Fünftürer. Im September des Jahres folgt der Kombi, der den Namen Mazda 323 Variabel trägt. Ausgestattet mit Heckantrieb stehen Vierzylindermotoren mit einem Hubraum zwischen einem und 1,4 Litern zur Verfügung, deren Leistung zwischen 33 kW (45 PS) und 60,5 kW (82 PS) liegt. Die Markteinführung in Deutschland erfolgt im Februar 1977. Der Mazda 323 SP, die Version Sport, ist ausschließlich mit drei Türen und einem 70 PS starken Benzinmotor erhältlich. Seine optischen Erkennungszeichen sind gelb-rote Rallye-Streifen, mattschwarze Stoßstangen und bunt karierte Sitzstoffe. Im Sommer 1979 erhält der Mazda 323 ein Facelift. Die Überarbeitung bringt eine Neugestaltung von Scheinwerfern und Rückleuchten, Veloursitze anstelle von Kunstleder sowie verstellbare Kopfstützen vorne. In Japan heißt der Mazda 323 Familia, in den USA wird der Pkw als GLC (Great Little Car) angeboten.

Die zweite Baureihe des Mazda 323
Der November 1980 bringt einen ganz neuen Mazda 323 zu den Händlern. Der Typ BD ist ab 1981 auch als Limousine mit Stufenheck verfügbar. Nur der Kombi des Mazda 323 wird in der Form des Vorgängermodells weitergebaut. Insgesamt ist das Design des neuen Mazda 323 kantiger, glattflächiger und moderner geworden. Erstmals wird das Fahrzeug nun mit Frontantrieb ausgestattet. Dieser Mazda 323 ist während seiner Bauzeit bis 1985 auf dem deutschen Markt das am meisten verkaufte Kfz aus japanischer Produktion.

Die Erfolgsgeschichte geht weiter
Mit dem internen Typencode BF präsentiert sich die nächste Version des Mazda 323 ab Juli 1985. Das Basisdesign des Vorgängermodells wird beibehalten. Allerdings erhalten die Fahrzeuge eine flachere Linie und schmalere Scheinwerfer. Dadurch wirken sie weniger kantig. Der neue Kombi kommt im Mai 1986 und basiert auf dem aktuellen Mazda 323. Neu hinzu kommt ein 1,7-l-Diesel mit 40 kW (54 PS). 1987 steigt der Hersteller mit dem Mazda 323 in den Ralley-Sport ein. Zu diesem Zweck wird ein dreitüriges Modell mit Allradantrieb auf den Markt gebracht, der von einem 1,6-l-Turbomotor mit zwei oben liegenden Nockenwellen und Benzineinspritzung mit 110 kW (150 PS) angetrieben wird. Ebenfalls in diesem Jahr werden auch die bisher vorhanden Motoren mit einer Einspritzung versehen und der Mazda 323 bekommt einen geregelten Katalysator. In Südafrika wird der Mazda 323 dieser Generation noch bis in die 90er Jahre gebaut. Vermarktet wird er als Sting und als Ford Laser. Außerdem steht er dort als Pickup Rustler oder Ford Bantam zur Verfügung.

Eine neue Version des Mazda 323
Die Baujahre 1989 bis 1994 zeigen die überarbeitete Version des Autos der Kompaktklasse. Das Design des Mazda 323 ist konsequent weiterentwickelt worden. Mit dem Modellnamen Mazda 323F kommt eine an ein Coupé erinnernde Variante ins Autohaus. Der 5-Türer hat Klappscheinwerfer, die ihm eine sportliche Optik bescheren. Der Kombi dieser Serie ist nun auch mit Allradantrieb erhältlich. Die Allrad-Baureihe trägt die interne Modellbezeichnung BG-8. Folgende Motoren sind dafür vorgesehen:

• 1,8 l SOHC Benziner mit 76 kW (103 PS) mit manueller Mitteldifferenzialsperre
• 1,8 l DOHC Turbo Benziner mit 120 kW (163 PS) mit Mittel- und Hinterachsdifferenzialsperre
• 1,8 l DOHC 16V Turbo-Benzinmotor mit 136 kW (185 PS), ausgestattet mit :
Schmiedekolben mit integrierter Kolbenboden- und Ring-Kühlung
verstärkter Kurbelwelle
hochfestem Pleuel
Ölpumpe mit mehr Durchsatz
größeren Bremsen inklusive Sport-ABS
größerem kugelgelagerten Turbolader
größerem Ladeluftkühler
weit ausladender Frontstoßfänger-/Frontschürzen-Kombination
verbessertem Fahrwerk mit härteren Dämpfern und geänderten Stabilisatoren

Für den deutschen Markt gibt es zwei Versionen des BG-8. Die preiswerte Variante Mazda 323 TXS 4WD und die teurere Version als TXL 4WD mit 163 PS werden von 1989 bis 1992 gebaut. Der Mazda 323 GT-R mit 185 PS läuft noch ein weiteres Jahr vom Band. Dieses Modell ist optional mit einer Volllederausstattung und mit einer Klimaautomatik erhältlich.

Der Mazda 323 von 1994 bis 2000
Die Modellbezeichnungen sind nun ein Hinweis auf die Karosserieform. Der Mazda 323C bezeichnet das Coupé, der 323S das Stufenheck und 323F steht für die Fließheckversion. Coupé und Fließheck sind sehr sportlich gehalten, aber im Gegensatz zu den Vorgängermodellen eher rund. Zur Serienausstattung gehören nun auch Fahrer- und Beifahrerairbags. Der seit acht Jahren verfügbare Kombi ist mit dem Verkaufsstart der neuen Serie in Deutschland nicht mehr zu kaufen. Die Kombivariante ist also nur noch gebraucht verfügbar. Im Januar 1997 erfolgt eine Modellpflege. Da sich der Mazda 323C nicht gut verkauft, bietet der Hersteller nun ein neues dreitüriges Modell als Mazda 323P an. Hier ist der Innenraum komplett neu gestaltet und auch Teile der Technik sind überarbeitet worden. 1998 erscheinen zwei Sondermodelle des Mazda 323 im Handel, basierend auf der Fließheckvariante, und zwar:

• Mazda 323 Edition Elegant mit einer Sonderlackierung in Borneo-Grün Metallic und einem Interieur aus beigem Leder
• Edition Sportiv in Silber mit einer schwarzen Lederausstattung

Die letzte Generation des Mazda 323
Im September 1998 erscheint die letzte Baureihe des Mazda 323. Es gibt Angebote als viertürige Limousine und als Fünftürer mit Kombiheck. Für die Modelle stehen die drei Ausstattungsversionen Comfort, Exclusive und Sportive zur Verfügung. Im Mai 2000 erfolgt eine Modellpflege, bei der grundlegende Veränderungen der Frontpartie und des Innenraums erfolgen. Außerdem gibt es neue Farben und Stoffe für die Sitze. Nach über 26 Jahren Bauzeit endet die Ära des Mazda 323 im Herbst 2003. Das Nachfolgemodell heißt Mazda3 , da sich die Mazda-Nomenklatur zu diesem Zeitpunkt verändert. Umbenennungen erfolgen nun auch bei den anderen Modellen dieser Marke. Aus dem Mazda 626 wird der Mazda6 , aus dem 525 der Mazda5 und der kleine Bruder des Mazda 323 heißt nun Mazda2 .

Die technischen Daten des Mazda 323 in der Übersicht
Es stehen verschiedene Benzin- und Diesel-Antriebe zur Verfügung, die teilweise nur für ein bestimmtes Modell eingebaut worden sind. Den 1,6-Liter-Benziner gibt es optional mit Automatik und der Diesel ist auch mit Turbolader verfügbar. Den 1,3 Liter Benzinmotor baut Mazda während der gesamten Bauzeit von 1998 bis 2003 ein. Andere Motoren sind nur bis zum Jahr 2000 der ab 2000 verfügbar. Der stärkste Antrieb ist der 2,0-TD-Dieselmotor mit 1.998 Kubikzentimeter Hubraum, 74 kW (101 PS), einem maximalen Drehmoment von 230 Newtonmetern bei 2.000 bis 2.600 Umdrehungen pro Minute, der aber nur im Mazda 323 F zur Anwendung kommt.

Der Mazda 323 im Test
Die Zeitschrift Auto Bild hat 2004 den Mazda 323 als Gebrauchtwagen diversen Tests unterzogen. Das Auto erhält gute Bewertungen vom TÜV und wird als sehr zuverlässig bewertet. Voraussetzung dafür, dass man an einem gebrauchten Mazda 323 lange Freude hat, ist der regelmäßige Service. Im Frühjahr und im Herbst Reifen wechseln, alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung und eine regelmäßige Inspektion, mehr ist da nicht zu tun. Das Testfahrzeug ist ein 88 PS Benziner Baujahr 1998. Laut Werksangabe liegt der Kraftstoffverbrauch komb bei 7,3 Litern Super, der bei der Testfahrt aber leicht überschritten wird. Motor und Getriebe sind auch bei den älteren Modellen des Mazda 323 unproblematisch. Den Wertverlust pro Jahr beziffern die Tester mit etwa 500 Euro.

Fazit:
Den Vergleich mit anderen Modellen seiner Klasse, wie etwa den Kompaktwagen von Suzuki , muss der Mazda 323 nicht scheuen. Gute Ausstattungsversionen mit Klima und Leder haben auch 2015 noch ihren Preis. Bei der Suche nach einem guten gebrauchten Kompaktauto ist der Mazda 323 ohne Fragen eine gute Wahl. Wer es etwas größer mag, hat eine gute Alternative im Kompaktvan Mazda Premacy . Die Motoren im Mazda 323 sind ausreichend dimensioniert und sorgen für viel Fahrspaß auch auf langen Strecken.

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* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer PKW können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer PKW' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

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