Jaguar S-Type

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Die britische Automobilmarke Jaguar steht für klassische Eleganz, moderne Modelle kombinieren eine beeindruckende Performance mit spektakulärem Design. Der S type ist 1999 das neue Einstiegsmodell, bis 2002 mit dem X type ein kleineres Modell präsentiert wurde. Die Designer spielen mit den Linien der glorreichen Vergangenheit und sprechen luxusorientierte Fahrer an - ein echtes Auto für Aristokraten. Mit seinen runden Formen erntet der Jaguar wohlwollende Blicke am Straßenrand, der Wagen kommt lässig rüber und bewegt sich nahe der Neidschwelle. Im Segment der oberen Mittelklasse produziert der Hersteller diesen edlen Straßenkreuzer als viertürige Limousine von 1999 bis 2007. Heute locken die Gebrauchtwagen mit einem günstigen Preis, Käufer müssen jedoch ein paar Macken in Kauf nehmen.

Der erste Jaguar S type beim TÜV
Jaguar ist für den Bau exklusiver Autos bekannt, die regelmäßige Besucher in Werkstätten sind. Gegenüber den Fahrzeugen aus den Siebzigern ist der S type zwar deutlich zuverlässiger, aber noch immer reparaturanfällig. Stoßdämpfer, Bremsbeläge und Stabilisatorgestänge sind wenig langlebig - ein Wechsel ist teilweise bei weniger als 50.000 Kilometern nötig. Ende 2000 verstärkt Jaguar die Kugelpfannen an den Schwenklagern, was die Stabilität erhöht und eine klapperfreie Fahrt ermöglicht. Der Jaguar S type mit Fünfgang-Automatik, drei Liter Hubraum und 238 PS ist die meistverkaufte Version der ersten Jahre. Der V6 zeigt sich unter realistischen Bedingungen mit einem Verbrauch 13 l/100 km recht durstig. Als bessere Empfehlung gilt der V8 mit vier Liter Hubraum und 276 PS; er ist wesentlich durchzugsstärker und kaum teurer. Die Scheinwerfer der ersten Modelle leuchten die Straße schlecht aus, Besserung erzielen Käufer mit optionalem Xenonlicht, das ab Ende 2000 angeboten wurde. Ein Rubbeln der Bremsanlage bei hohem Tempo hat häufig verzogene hintere Bremsscheiben als Ursache, dann ist ein Austausch notwendig.

Modellpflege 2002: hochwertigerer Innenraum und verbesserte Technik
Im Rahmen der Modellpflege überarbeitet Jaguar das Auto an zahlreichen Ecken und Kanten sowie den Innenraum. Das hochwertigere Armaturenbrett begeistert Fahrer und Beifahrer sowohl optisch als auch aufgrund wertigerer Materialien. Mit neuer Vorderradaufhängung mit Doppeldreiecklenkern aus Aluminium und einer überarbeiteten Hinterachse will der Hersteller die Zuverlässigkeit erhöhen. Und? Der Aufwand hat sich gelohnt! Der überarbeitete Jaguar S type umrundet Kurven souveräner, läuft bei hohem Tempo stabil geradeaus und neigt sich bei schnellen Kurvenfahrten weniger stark zur Seite. Insgesamt fährt der Jaguar S type damit wesentlich entspannter, auch die überarbeitete Lenkung reagiert schneller und direkter. Die Ingenieure haben ganze Arbeit geleistet, die Straßenlage ist jetzt herausragend, gegenüber der Mercedes E-Klasse durchfährt der Jaguar Kurven agiler und macht mehr Spaß. Positiv fällt zudem das neue 6-Stufen-Automatikgetriebe von ZF auf, die Automatik schaltet butterweich und ist ein deutlicher Fortschritt. Das Topmodell Jaguar S type R ist jetzt mit Kompressoraufladung erhältlich. Gleichzeitig vergrößern die Ingenieure beim V8 den Hubraum von vier auf 4,2 Liter.

2004: weitere Überarbeitung mit verändertem Heck und neuem Dieselmotor
Die Designer modernisieren die Heckform und verpassen dem Jaguar S type neue Rückleuchten. Die Motorhaube ist jetzt nicht länger aus Stahl sondern aus Aluminium - das optimiert die Gewichtsverteilung. Bessere Spaltmaße erhöhen zudem die Verarbeitungsqualität. Interessante Veränderung ist der neu eingeführte Dieselmotor mit 2,7 Litern Hubraum. Der Motor ist eine Gemeinschaftsproduktion von Peugeot , Ford und Jaguar und passt überraschend gut zum Auto. Sein Säuseln ist so angenehm leise, dass der Fahrer anfangs noch auf den Drehzahlmesser schielt, um sicherzustellen, dass der Diesel tatsächlich läuft. Bei Bedarf zeigt der Jaguar mit Dieselmotor seine Krallen: 207 PS bei 4000 U/min und einem Drehmoment von 435 Nm bei 1900 Touren zeugen von der potenziellen Kraft. Damit beschleunigt die Limousine in 8,5 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht ihre Höchstgeschwindigkeit bei rund 225 km/h. Tester empfehlen den lebendigen Dieselmotor in Kombination mit der sanften und hellwachen Automatik, damit lässt sich das 4,90 Meter lange Auto zügig, souverän und sanft fahren. Die Modellpflege sorgt zudem für eine präzisere Straßenlage - dem Feintuning am Fahrwerk sei Dank.

Die Modelle – drei Ausstattungslinien
Das Auto bietet Jaguar zuletzt in drei Ausstattungslinien an:

• Classic: mit 2,7 Liter Diesel
• Executive: sämtliche Motoren außer 4,2 Liter Kompressor
• S type R mit 4,2 Liter V8 Kompressor

Die verfügbaren Modelle in der Übersicht:

• Jaguar S type 2.5 V6 mit 147 kW (200 PS)
• Jaguar S type 2.7 D V6 mit 152 kW (207 PS)
• Jaguar S type 3.0 V6 mit 175 kW (238 PS)
• Jaguar S type V8 mit 219 kW (298 PS)
• Jaguar S type V8 S/C V8-Kompressor mit 291 kW (396 PS)

Topspeed mit dem Jaguar S type R
Wer sich mit seinem Auto von der breiten Masse abheben möchte, ist mit diesem rassigen Jaguar richtig beraten, die Verkaufszahlen sind gegenüber Audi , BMW und Mercedes deutlich geringer. Äußerlich sind die Rennambitionen kaum zu erkennen, einzig der Kühlergrill mit Maschendraht-Optik verrät etwas Sportliches. Spätestens beim Einsetzen des Kompressors bekommen die Passagiere einen kräftigen Tritt in den Rücken: Die 396 PS katapultieren das Auto in 5,6 Sekunden von 0 auf Tempo 100, die Sechsgang-Automatik überträgt die Kraft zuverlässig. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ist dann allerdings Schluss und die automatische Abriegelung greift ein. Das Fahrwerk ist der Herausforderung gewachsen, die elektronische Dämpferregelung CATS sorgt auch in dynamischen Fahrsituationen für Komfort. Das Sicherheitspaket beinhaltet das Übliche in dieser Klasse: Zur Ausstattung gehören Gurtstraffer, ABS, Front-, Seiten- und Kopfairbags vorn und hinten, Bremsassistent, eine elektronische Handbremse und dynamische Stabilitätskontrolle. Mit luxuriösem Komfort wie elektrischen Ledersportsitzen, Tempomat, Einparkhilfe und Multifunktionslenkrad rundet Jaguar die Ausstattung des S type R ab. Bei dieser Version lässt sich lediglich die Rückbank nicht umklappen und aufgrund der großen Lüftungseinlässe müssen Käufer auf Nebelscheinwerfer verzichten.

Der Jaguar S type als Gebrauchtwagen mit englischem Stil
Im Langzeittest testen die Redakteure der Automobil-Fachzeitschriften die Qualität des Jaguar S type auf Herz und Nieren. Das hohe Gewicht in Kombination mit den starken Motoren fordert seinen Tribut: Bremsbeläge müssen bei sportlicher Fahrt schon nach 30.000 Kilometern erneuert werden, nach rund 45.000 Kilometern können die Lagerbuchsen der Stoßdämpfer ausgeschlagen sein. Auch ein Wechsel der Endschalldämpfer ist häufig nach rund fünf Jahren notwendig. Als Schwachstelle der ersten Jahre zeigt sich das Automatikgetriebe, dass Jaguar im Jahr 2002 gegen die zuverlässigere 6-Stufen-Automatik von ZF ersetzt. Ein Wechsel des Zahnriemens entfällt, dafür arbeitet im Jaguar eine Steuerkette.

Fazit: Edle und schicke Limousine
Mit dem Jaguar S type ist den Ingenieuren und Designern ein Meisterwerk gelungen, was sich auch in den Auszeichnungen widerspiegelt. So haben die Leser der Fachzeitschrift "Auto, Motor und Sport" den Jaguar S type sieben Mal in Folge zum besten Importwagen im Segment der oberen Mittelklasse gewählt. Bei einem Jaguar geht es nicht um technische Perfektion, sondern um ein Auto mit Charisma und Stil. Genau diese Kombination ist den Entwicklern gelungen. Als Gebrauchtwagen empfehlen sich Exemplare ab 2002, bei denen die anfällige Automatik durch das Automatikgetriebe von ZF ersetzt wurde. Die großflächig verzinkte Karosserie rüstet das Auto für ein langes Leben, heute gibt es sogar scheckheftgepflegte Modelle aus Liebhaberhand zum kleinen Preis. Nachfolger des Jaguar S type ist der Jaguar XF. Der Jaguar S type überzeugt insgesamt als rassige Katze, die Diesel-Variante spricht die Sparfüchse an. Mit der Aura des legendären Mark II leben die traditionellen Werte der britischen Marke im Jaguar S type weiter.

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* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer PKW können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer PKW' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

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