Hummer H1

Hummer H1

Der Hummer H1 ist mit einem Neuwagenpreis von 140.000 Dollar das Spitzenmodell von AM General und gilt als besonders mächtiges und raues Allradfahrzeug.
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Hummer H1 lautet die Bezeichnung für ein wahrhaft außergewöhnliches Fahrzeug , das von der kleinen Manufaktur AM General unter der Regie von General Motors hergestellt wird. Dieses Allradfahrzeug der Superlative wird gerne mit einem wilden Tier verglichen, das seinen eigenen Charakter hat.

Hummer H1, das Tier von General Motors
Wer einen Hummer H1 fährt, weiß, dass er mit diesem Auto Aufsehen erregt. Allein die Größe dieses Allradfahrzeugs und der Sound seines Motors ziehen die Blicke der Passanten an. Die Bestimmung dieses außergewöhnlich kraftvollen Fahrzeugs ist ursprünglich nicht auf Autobahn- oder Stadtverkehr ausgelegt. Vielmehr handelt es sich bei den Modellen von Hummer zunächst um reine Militärfahrzeuge der US-Army. Internationale Bekanntheit erlangen die Kraftpakete unter ihrer ursprünglichen Modellbezeichnung HMMWV im Rahmen des Golfkriegs mit der Folge, dass auch das Interesse an einer zivilen und privaten Nutzung steigt. Seit 1992 produziert die kleine, ursprünglich allein auf die Herstellung von Militärfahrzeugen spezialisierte Manufaktur AM General in South Bend im US-Bundesstaat Indiana die verschiedenen Modelle des Hummer auch für den zivilen Einsatz in enger Zusammenarbeit mit General Motors.

AM General und die Erfolgsgeschichte des Hummer H1
Die Entwicklung des Hummer H1 geht allein auf das Bestreben zurück, leistungsstarke und sichere Mehrzweckgeländewagen für den militärischen Einsatz zu produzieren. Mit der Absicht, sich ausschließlich der Produktion von Militärfahrzeugen zu widmen, geht im Jahr 1971 das Unternehmen AM General als Tochterunternehmen aus der ursprünglichen American Motors Company AMC hervor. Dieses Unternehmen hat seinen Ursprung in der General Products Division des legendären US-amerikanischen Automobilherstellers Studebaker, der sich bereits 1966 aus der Automobilindustrie zurückzieht. Die Rüstungsaufträge des Unternehmens übernehmen anschließend Kaiser Industries und später die AMC. Mit der Herauslösung des Tochterunternehmens AM General aus dem Konzern soll die notwendige Unabhängigkeit erreicht werden, die für die Herstellung von Militärfahrzeugen im Regierungsauftrag notwendig ist. Eine vollständige Abtrennung vom Mutterkonzern wird notwendig, als die AMC 1982 von Renault übernommen wird. Die Produktion amerikanischer Militärfahrzeuge ist allein US-amerikanischen Unternehmen vorbehalten. Seither ist AM General ein Tochterunternehmen der LTV Aerospace and Defense Company. Neben Geländefahrzeugen für die militärische Nutzung produziert AM General auch Busse und Lastkraftwagen für die Regierung und das Militär. Das erste Geländefahrzeug, das in einer großen Serie gefertigt wird, ist ab 1983 der HMMWV, auch bekannt unter der offiziellen Bezeichnung M998 oder dem liebevollen Namen Humvee.

General Motors übernimmt die zivile Vermarktung
Da die Herstellung von Fahrzeugen für die zivile Verwendung dem Auftrag von AM General widerspricht, gründet das Unternehmen 1999 die Tochterfirma General Engine Products LLC, abgekürzt GEP, die schließlich den HMMWV mit geringfügigen Abweichungen als Hummer H1 für den privaten Fahrzeugmarkt produziert. Da das Unternehmen nicht über ausreichende Möglichkeiten für eine weltweite Vermarktung der sehr speziellen Fahrzeuge verfügt, besteht seit 1999 eine Übereinkunft, die General Motors das weltweit exklusive Recht am Markennamen Hummer und die weltweiten Vermarktungsrechte überträgt. Seither erfolgen Produktion und Vermarktung die Modelle Hummer H1 und H2 bis zur Einstellung der Produktion des H1 im Jahr 2006 durch AM General und General Motors. Bis das SUV Hummer H2 als zweites Modell unter dem Markennamen eingeführt wird, trägt der ursprüngliche Humvee ausschließlich den Modellnamen Hummer. Der Namenszusatz H1 erfolgt schließlich zur Abgrenzung von weiteren Modellen.

Hummer H1 - Autofahren in seiner ursprünglichen Form
Obwohl der Hummer H1 sich in der Zivilversion neben der Einführung verschiedener Lackierungen auch durch eine etwas komfortablere Ausstattung von dem rein militärisch genutzten Humvee unterscheidet, bietet er ein besonders ursprüngliches und intensives Fahrerlebnis. Dieses kommt insbesondere in den Fahrgeräusche und dem Sitzkomfort zum Ausdruck. Die kraftvollen Motoren mit einem Hubraum über sechs Litern erzeugen eine sehr ausdrucksstarke Geräuschkulisse, die auch im Innenraum des Fahrzeugs deutlich wahrnehmbar ist. Es gehört zum Konzept dieses auf das Militärfahrzeug HMMWV zurückgehenden Gelände-Boliden, dass der Innenraum zweckmäßig und nicht luxuriös ausgestattet ist. So sind die sehr sportlichen Sitze zwar auf Fahrten im schweren Gelände ausgelegt, nicht aber zwangsläufig auch auf lange Reisen. Der Hummer H1 ist ein außergewöhnliches Fahrzeug mit unvergleichlichen Eigenschaften im Gelände. Dieser Charakter ist daher nicht mit einem Mittelklassewagen für den Stadtverkehr vergleichbar.

Hummer H1 scheut kein schweres Gelände
Tatsächlich ist der Hummer H1, von seinen Fans immer noch liebevoll Humvee genannt, ein Geländewagen , der seinen Namen vollkommen zu Recht trägt. Bereits die enormen Maße mit einer Länge über 4,6 Metern, einer Breite von knapp 2,2 Metern und einer Höhe, die ebenfalls die Zwei-Meter-Grenze übersteigt, lässt dieses Auto sich nicht so leicht aus der Spur bringen. Die Bodenfreiheit von 41 Zentimetern erlaubt das Durchfahren von 76 Zentimeter tiefem Wasser, das Befahren von Böschungssteigungen bis zu 72 Grad im vorderen und 37,5 Grad im hinteren Bereich und das Erklimmen von 56 Zentimeter hohen Stufen. Diese Leistungen im Offroad-Betrieb sind mit keinem anderen Geländewagen vergleichbar. Mit seinen an den Rädern angebrachten Portal-Getrieben mit Untersetzung sind die Leistungen des H1 vergleichbar mit Nutzfahrzeugen wie dem Unimog . Dank der Reifendruckregelanlage kann der Reifendruck dem jeweiligen Untergrund achsweise angepasst werden. Die Eaton-Differenzialsperren erlauben eine getrennte Sperrung an beiden Achsen und verbessern so zusätzlich die Geländegängigkeit.

Ausstattung und Karosserievarianten des Hummer H1
In den Jahren von 1999 bis 2006 bietet General Motors den Hummer H1 mit fünf verschiedenen Karosserievarianten als

• Open Top
Cabrio mit offener Ladefläche
• geschlossenen Fünftürer
• Fließheckmodell Slantback
Pick-Up

an und grenzt das Auto auf diese Weise vom ursprünglichen Militärfahrzeug ab. Auch die Ausstattung mit einer 12-Volt-Stromanlage sowie das Angebot von Komfort-Zubehör wie

• Klimaanlage
• CD-Player
• elektrischen Fensterhebern

sind dieser Zivilversion vorbehalten.

Motorisierung und technische Daten
Der Schwerpunkt bei der Entwicklung des HMMWV und des Hummer H1 liegt auf der technischen Ausstattung und der Motorisierung. Der H1 ist als Gebrauchtwagen wahlweise mit folgenden Motoren der verschiedenen Modellgenerationen ausgestattet:

• V 8-Zylinder-Diesel mit 6,2 Litern Hubraum und 110 kW (150 PS)
• V 8-Zylinder-Diesel mit 6,5 Litern Hubraum und 125 kW (170 PS)
• V 8-Zylinder-Turbodiesel mit 6,5 Litern Hubraum und 147 kW (200 PS)
• V 8-Zylinder Chevy Small Block Benzinmotor mit 5,7 Litern Hubraum und 147 kW (200 PS)
• V 8-Zylinder-Turbodiesel Duramax-6600 mit 6,6 Litern Hubraum und 221 kW (300 PS).

Das Leergewicht des H1 beträgt 2880 Kilogramm, die maximale Zuladung 1112,66 Kilogramm und die maximale Zuglast 4219,77 Kilogramm. Der Hummer H1 benötigt 16 bis 20 Liter Diesel oder Benzin auf einer Strecke von 100 Kilometern und hat als Neufahrzeug bis 2006 einen Preis ab 60.000 Euro. Die Modelle von Baujahr 1994 bis 2006 sind mit einem vierstufigen Hydra-Matic-Automatikgetriebe ausgestattet, ab 2006 übernimmt ein Fünfstufen-Automatikgetriebe mit Schwerlast- Modus die Schaltung. Der Wendekreis des großen und robusten Fahrzeugs beträgt 15,54 Meter.

Hummer H1 nur gebraucht verfügbar
Da General Motors das Modell H1 Hummer seit 2006 nicht mehr produziert, ist das Fahrzeug nur noch als Gebrauchtwagen verfügbar. Für den russischen Markt produziert seit 2004 das russische Unternehmen Avtotor ein Modell Hummer H1 Alpha über 2006 hinaus. Neuere Modelle sind daher noch als Import aus Russland erhältlich. Inzwischen bietet auch Avtotor keine Neufahrzeuge mehr für den zivilen Markt an. Als Gebrauchtwagen ist der Hummer H1 in den verschiedenen Karosserievarianten außergewöhnlich beliebt wird vorwiegend in Online-Fahrzeugmärkten wie mobile.de zu vergleichsweise hohen Preisen gehandelt. Aufgrund des einzigartigen Charakters wird der Hummer H1 auch zukünftig keine nennenswerten Wertverluste mehr verzeichnen.

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