Fiat Seicento

Fiat Seicento
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Fiat Seicento

Technisch basiert das Fahrzeug auf dem Fiat Cinquecento (früher Fiat 500). Das Design ist allerdings moderner geworden und zeigt eine runde und windschnittige Form. Der Fiat Seicento mit der numerischen Bezeichnung Fiat 600 ist der Mitbegründer des Erfolgs von Fiat in Italien und ganz Europa. Außerdem ist er neben dem Fiat Nuova 500 das erste Auto des Konzerns, das eine ovale Form zeigt. Der Grund für dieses Design liegt darin begründet, dass in den 50er und 60er Jahren Blech in Italien knapp und teuer war. Um möglichst wenig davon für die Karosserie zu verbrauchen, entstand diese neue Formgebung. Seinen ersten offiziellen Auftritt in der Kleinwagenklasse feiert der der neue Fiat Seicento dann im März 1998. Zu Beginn gibt es das Auto mit drei verschiedenen Benzinmotoren, deren Leistung zwischen 40 und 55 PS liegt. Der Kofferraum hat ein Ladevolumen von 170 Litern.

Das erste Facelift im Jahr 2001
Eine erste technische und optische Aufwertung des Fiat Seicento erfolgt 2001 für das Modelljahr 2002. In Deutschland ist das Kfz seit Oktober 2000 auf dem Markt. Der Fiat Seicento ist 3,34 Meter lang und verfügt über Frontantrieb. Deutsche Modelle zeigen einen überarbeiteten Motor. Der Fiat Seicento 1108 ist mit einer MPI (Multi Point Injection) Einzeleinspritzung versehen. So erreicht der Hersteller aus Italien eine Verringerung der co2-Emissionen (g/km) und damit eine günstigere Einstufung in der Schadstoffklasse. Serienmäßig sind die deutschen Ausgaben des Fiat Seicento auch mit ABS ausgestattet. Die Modellpflege bringt weiterhin markantere Stoßfänger mit Lamellenluftgitter, Blinkleuchten mit weißer Abdeckung, Seitenschutzleisten und breitere Reifen. Optional stehen integrierte Nebelscheinwerfer zur Verfügung.

Die verschiedenen Modelle des Fiat Seicento
Insgesamt gibt es viele verschiedene Ausstattungsversionen des Fiat Seicento, und zwar unter anderem:

• Fiat Seicento S/Young
• Fiat Seicento Sole/Sound
• Fiat Seicento Citymatic
• Fiat Seicento SX/Suite/ Hobby
• Fiat Seicento Sporting
• Fiat Seicento Sporting - Abarth
• Fiat Seicento Sporting - Schumacher Edition
• Fiat Seicento Turbo
• Fiat Seicento Van
• Fiat Seicento 50th Anniversary Edition

Einige Besonderheiten der verschiedenen Modelle
Der Fiat Seicento S/Young entspricht im Wesentlichen dem Citymatic. Er wird allerdings mit einem kleinen 899-Kubik-Motor angeboten. Schon 1999 verfügt das Auto über Airbags, Gurtstraffer und Servolenkung. Diese Version des Fiat Seicento gibt es nur bis zum Herbst 2000. Die Modelle Sole und Sound sind absolut identisch. Allerdings ist der Sole mit einem Webasto-Faltdach ausgerüstet, sodass er als das Cabrio des Fiat Seicento bezeichnet wird. Der Fiat Seicento Citymatic verfügt über eine automatische Kupplung mit elektronischer Steuerung. Dieses Auto gibt es ebenfalls nur mit dem kleinsten Motor des Fiat Seicento und auch nur bis Ende 2000. SX, Suite und Hobby sind die besseren Ausstattungslinien des Fiat Seicento. Serienmäßig gehören elektrische Fensterheber, ABS, Airbags und Gurtstraffer, lackierte Stoßfänger und Außenspiegel und eine höherwertige Gestaltung im Innenraum zum Serienumfang. In der Version Suite gehört eine Klimaanlage zum Standard. Etwas aufgepeppt zeigt sich die Version Sporting mit Breitreifen, einer modifizierten Front und einem kürzer übersetzten Getriebe. Basierend darauf ist der Fiat Seicento Sporting-Abarth entstanden. Er rollt auf 14-Zoll-Alufelgen. Weitere Merkmale sind unter anderem:

• Verbreiterte Spur
• Heckspoiler
• Seitenschwellerverkleidungen in Wagenfarbe
• Gaspedal in Lochblech-Optik
• Sportlenkrad
• ABS
• Schaltknauf mit roten Steppnähten
• Kopfstützen mit Abarth-Logo

Die Schumacher-Edition des Fiat Seicento ist eine Sonderversion in einer limitierten Auflage von 1.000 Stuck. Auf der Heckklappe befindet sich die Signatur von Michael Schuhmacher. Der Seicento Turbo ist eigentlich kein eigenes Modell, denn Tuning Firmen wie Novitec, G-Tech, Hörmann Motorsport oder Merkur bieten für die Fahrzeuge bis Oktober 2000 spezielle Turbo-Umbausätze an, die eine Straßenzulassung besitzen. Ausgestattet mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe erreicht der Fiat Seicento so eine Höchstgeschwindigkeit von etwa über 200 Stundenkilometern. Der Fiat Seicento Van gleicht außen und auch technisch der Limousine. Anstelle der Rücksitze besitzt er jedoch eine Ladefläche. Gedacht ist der Van als Kleinkurierfahrzeug. Das Sondermodell 50th Anniversary-Edition kommt gegen Ende der Produktionszeit des Fiat Seicento auf den Markt und ist eine Hommage an den Fiat 600 aus den 50er Jahren. Diese Serie ist ausschließlich in Pastelltönen lackiert.

Die technischen Daten des Fiat Seicento
Neben den drei Benzinmotoren gibt es von 1998 bis 2005 den Fiat Seicento Elettra mit einem reinen elektrischen Antrieb. Der Kleinwagen ist ab einem Preis von knapp 8.000 D-Mark, also unter 4.000 Euro erhältlich. Die technischen Details der Motoren gestalten sich wie folgt:

• 899 i.e, Bauzeitraum 1998 bis 2000, Reihenvierzylinder Benziner, Ventilsteuerung OHV, Kette, Zentraleinspritzung, 899 Kubikzentimeter Hubraum, Leistung 29 kW (39 PS), maximales Drehmoment 65 Newtonmeter bei 3.000 Umdrehungen pro Minute, Frontantrieb, Höchstgeschwindigkeit 140 Stundenkilometer, Kraftstoffverbrauch kombiniert 6.1 l100, Schadstoffausstoß 145 g/km
• 1.100 i.e, Bauzeitraum 2000 bis 2009, Reihenvierzylinder Benzinmotor, Ventilsteuerung OHC, Zahnriemen, Zentraleinspritzung, 1.108 Kubikzentimeter Hubraum, 40 k W (54 PS), maximales Drehmoment 86 Newtonmeter bei 3.250 Umdrehungen pro Minute, Frontantrieb, Höchstgeschwindigkeit 150 Stundenkilometer, Durchschnittsverbrauch 5,8 Liter, co2-Emissionen 137 g/km
• 1.200 i.e., Bauzeitraum 2007 bis 2009, Reihenvierzylinder Benzinmotor, Ventilsteuerung OHC, Zahnriemen, Saugrohreinspritzung, 1.242 Kubikzentimeter Hubraum, 51 kW (69 PS), maximales Drehmoment 102 Newtonmeter bei 3.000 Umdrehungen pro Minute, Frontantrieb, Höchstgeschwindigkeit 160 km/h, durchschnittlicher Verbrauch 6,0 Liter Super, Schadstoffausstoß 143 Gramm Kohlendioxid pro gefahrenem Kilometer
• Elettra, Bauzeitraum 1998 bis 2005, Elektromotor (Hersteller Siemens), 30 kW (41 PS), Hinterradantrieb, Höchstgeschwindigkeit 100 Stundenkilometer, Stromverbrauch keine Angabe, kein Schadstoffausstoß

Der Fiat Seicento - ein Kleinwagen im Test
Die Zeitschrift Auto Bild hat den Fiat Seicento G-Tech Turbo 1.2 Evo 2 im Jahr 2002 einem Test unterzogen. Der Kleinwagen zeigt, dass Leistung keine Frage der Größe ist. Der Antrieb von 114 PS bietet Fahrspaß pur. Die Beschleunigung von null auf einhundert Stundenkilometer schafft der Zwerg in 8,9 Sekunden. Schon nach 15,4 Sekunden sind 130 Stundenkilometer erreicht. Damit ist er um mehr als ein Drittel schneller als die Serienfahrzeuge des Fiat Seicento. Stämmig wirkt der Pkw und liegt breit auf der Straße. Die tiefer gelegte Karosserie tut ein Übriges. Das Fahrwerk ist hart eingestellt und das aggressive Styling dieses Modells ist ein Hingucker. Der Preis für diesen Testwagen liegt nach dem Komplettumbau allerdings auch bei 18.657 Euro. Trotzdem muss man bei diesen Werten bedauern, dass es den Fiat Seicento als Neuwagen nicht mehr gibt.

Fazit:
Bei der Suche nach einem Gebrauchtwagen , der einen eigenen Charakter hat, stößt man in der Kleinwagenklasse irgendwann unvermeidlich auf den Fiat Seicento. Ob es die Fahrzeuge der Baujahre 2003 und 2004 oder die neueren Modelle der Jahre 2008 und 2009 sind, günstige Preise für diese Autos machen die Entscheidung relativ leicht. In der Pannenstatistik vom TÜV kommen die Autos recht gut weg und reihen sich im Mittelfeld ihrer Klasse ein. Wichtig ist natürlich der Zustand. Wer das Glück hat, ein solches Auto gebraucht in exzellentem Zustand aus erster Hand zu kaufen, wird daran lange Freude haben. Die Sondermodelle, die in limitierter Auflage und oft in einer besonderen Farbe entstanden sind, gehören heute zu den Liebhaberfahrzeugen bei Sammlern. Die spezifischen Motordimensionen stimmen und in puncto Sicherheit ist der Fiat Seicento ebenfalls gut ausgestattet. Einen hohen Stellenwert nehmen die mit Turbolader nachgerüsteten Fahrzeuge ein. Sie sind zwar teurer in der Anschaffung, geben dem Fahrer aber ein Feeling von Sport und Rassigkeit, das man bei einem Automobil dieser Größenordnung eher nicht erwartet. Der Verbrauch an Kraftstoff ist relativ niedrig und die vorhandenen Motoren entsprechen der Schadstoffklasse Euro 4. Während 2014 und 2015 die verschiedenen Versionen des Fiat 500 für Aufsehen sorgen, bleibt der Fiat Seicento für Nostalgiker der optimale Kleinwagen aus dem Hause Fiat.

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* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer PKW können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer PKW' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

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