Fiat 500L

Fiat 500L

Vom Design her erinnert der Fiat 500L an den historischen Fiat 500 Giardinera, der heute nur noch als Oldtimer Gebrauchtwagen auf dem Automarkt vertreten ist und fast schon ein Liebhaberfahrzeug für Sammler ist. Mit der offiziellen Vorstellung des Fiat 500L beim Genfer Autosalon 2012 startete der Vertrieb in Europa.

Vorn quer eingebaute Motoren schaffen Platz im Fiat 500L
Wer einen erfolgreichen Minivan auf den Markt bringen will, muss mit dem zur Verfügung stehenden Platz sparsam umgehen. Die Plattform des Fiat Panda , auf der der neue Fiat 500L aufgebaut ist, bietet nicht viel Raum für Spekulationen. Der italienische Hersteller setzt deshalb auf vorn quer eingebaute Motoren, die in verschiedenen Versionen erhältlich sind. Damit bleibt genügend Platz, um den Innenraum vernünftig und komfortabel auszustatten. Die Markteinführung in Europa und damit auch in Deutschland fand im Oktober 2012 statt. Der Fiat 500L versteht sich selbst als Alternative zum Ford B-Max oder zum Citroën C3 Picasso.

Die Motoren im Fiat 500L
Drei Benziner (Twinair) und drei Dieselmotoren stehen für die aktuellen Fahrzeuge 2014 zur Verfügung. Die technischen Daten der Motoren lauten wie folgt:

• 0,9 8V Natural Power, Reihenzweizylinder, 875 Kubikzentimeter Hubraum, 80 PS Leistung, maximales Drehmoment 140 Newtonmeter bei 2.500 Umdrehungen pro Minute, Frontantrieb, Sechsgang-Schaltgetriebe, Höchstgeschwindigkeit 167 kmh, Beschleunigung von null auf hundert Stundenkilometer in 14,8 Sekunden, Verbrauch 14,8 Liter Benzin, co2-Emissionen 137 gkm. Diese Motorvariante steht auch mit Erdgasunterstützung zur Verfügung. Der Schadstoffausstoß verringert sich dabei auf nur fünf Gramm pro Kilometer bei einem Erdgasverbrauch von 4,1 kg. Wird der Benzinmotor gefahren, liegt der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch kombiniert bei 5,9 l100. Mit der Erdgasvariante zeigt der Hersteller sein Verantwortungsbewusstsein für den Schutz von Umwelt und Klima.
• 0,9 8V Turbo (Start & Stopp), Reihenzweizylinder mit 105 PS und 145 Newtonmetern maximalem Drehmoment bei 2.000 Umdrehungen pro Minute, Sechsgang-Schaltung, Höchstgeschwindigkeit 180 km/h, Beschleunigung aus dem Stand auf 100 Kilometer pro Stunde in 12,3 Sekunden, Benzinverbrauch im Durchschnitt 4,8 l und Schadstoffe von 112 Gramm pro Kilometer.
• 1.4 16 V, Reihenvierzylinder, 1.368 Kubikzentimeter Hubraum, 178 PS Leistung, 127 nM bei 4.500 Umdrehungen/Minute, Sechsgangschaltung, Beschleunigung auf 100 Stundenkilometer in 12,8 Sekunden, Benzinverbrauch etwa 6,2 Liter und Emissionen von 145 g/km.

Alle Benzinmotoren in diesem Personenkraftwagen entsprechen der Schadstoffnorm Euro 6.
Bei den drei Dieselmotoren handelt es sich um einen 1.3 16V Multijet (Start & Stopp) sowie zwei 1.6 16V Multijet (Start & Stopp) mit Common-Rail-Direkteinspritzung. Der 1,2-Liter-Motor hat 85 PS und wird sowohl mit einer Fünfgangschaltung als auch mit 5-Gang-Dualogic (Automatik) angeboten. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 165 kmh bei einem Durchschnittsverbrauch von 4,2 Litern Diesel. Die beiden 1,6-Liter-Diesel haben 105 beziehungsweise 120 PS, eine Sechsgangschaltung, Höchstgeschwindigkeiten von 180 beziehungsweise 182 Stundenkilometer und einen durchschnittlichen Dieselverbrauch von 4,5 Litern. Diese Motoren entsprechen mit einem Schadstoffausstoß zwischen 110 und 120 Gramm pro Kilometer der Schadstoffnorm Euro 5.

Das Jahr 2013 brachte gleich zwei neue Versionen des Fiat 500L
Im Frühsommer startet der Vertrieb für den Fiat 500L Trekking. Der kleine SUV hatte 13 Millimeter mehr Bodenfreiheit und eine elektronische Traktionskontrolle. Markante Stoßfänger und 17-Zoll-M+S-Reifen gaben dem Fahrzeug ein eigenes Gesicht. Eine spezielle Kratzschutzverkleidung an Radläufen und Schwellern machten deutlich, dass man mit diesem Auto auch auf unbefestigten Wegen sicher unterwegs war. Zur Auswahl standen alle Motoren, die auch in der normalen Modellpalette des Fiat 500L verwendet wurden. Der Einstiegspreis lag bei 19.950 Euro. Im Herbst des Jahres feierte der Fiat 500L Living seine Premiere. Er ist 20 Zentimeter länger als der normale Wagen. Sieben Sitzplätze und ein um 138 Liter gewachsener Kofferraum waren die spezifischen Veränderungen gegenüber den bisherigen Fahrzeugen.

Die Ausstattung des Fiat 500L
Drei verschiedene Ausstattungslinien bietet der italienische Hersteller für den Fiat 500L an. Zur Serienausstattung aller drei Versionen gehören ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und Bremsassistent. Außerdem gehören ESP mit Antischlupfregelung (ASR), eine Motorschleppmomentregelung (MSR) sowie eine Berganfahrhilfe zum Standard. Weitere Serienkomponenten sind:

• Airbags für Fahrer und Beifahrer plus Seitenairbag vorne und Kopfairbags für die Vorder- und Rücksitze
• Isofix-Kindersitzbefestigung auf den äußeren hinteren Sitzen
• Elektrische Servolenkung mit City-Funktion
• Höhenverstellbares Lenkrad
• Höhenverstellbarer Fahrersitz und
• Stoßfänger in Wagenfarbe

Die Technik und das Ausstattungsangebot bei diesem Kleinwagen sind überdurchschnittlich gut und müssen den Vergleich mit einer Limousine nicht scheuen. Mitbewerber wie Hyundai , Seat oder Renault muss das Modell Fiat 500L nicht fürchten.
Zusätzlich im Fiat 500L Pop enthalten sind eine Vorbereitung für den Einbau eines Autoradios mit Antenne und vier Lautsprechern. Darüber hinaus bietet diese Ausstattungsvariante elektrische Fensterheber vorne, eine in zwei Stufen in der höhe verstellbare Laderaumabdeckung, 15-Zoll-Stahlfelgen, Tagfahrlicht und eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung. Die Beifahrersitze lassen sich zu einem Tisch umklappen und die Rücksitzbank ist im Verhältnis 40-60 teilbar. Darüber hinaus sind die Rücksitze verschiebbar und die praktische "Fold & Tumble"-Ausstattung funktioniert sie durch Umklappen in einen Wickeltisch um.

Wenn es ein wenig mehr Luxus sein darf
Bei den Modellen Pop Star und Pop Lounge sind zunächst alle serienmäßigen plus die Ausstattungskomponenten des Fiat 500L Pop enthalten. Im Pop Star erwarten den Käufer zusätzlich:

• Klimaanlage mit Pollenfilter
• Leder-Multifunktionslenkrad
• Lederschaltknauf
• Das Fünf-Zoll-Touchscreen-Radio im Sichtbereich des Fahrers zeigt alle Informationen gut sichtbar an.
• Bluetooth- und USB/AUX-Anschlüsse
• Tempomat
• Elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel in Wagenfarbe sowie
• Seitenschutzleiste mit Chrom-Applikationen

In der höchsten Ausstattungsstufe der Modelle wird die Klimaanlage durch eine Klimaautomatik ersetzt. Es gibt ein festes Glasdach mit elektrischem Sonnenrollo, elektrische Fensterheber auch hinten und Nebelscheinwerfer mit Abbiegelichtfunktion. An der Rückseite der Vordersitze befinden sich Klapptische. Regen- und Lichtsensor sorgen für sichere Fahrt bei jedem Wetter und die Parksensoren hinten erleichtern das Einparken.

Der Fiat 500L im optischen Test
Optisch wirkt der Fiat 500L zunächst einmal relativ wuchtig. Das relativiert sich aber, wenn man eine Zweifarben-Lackierung wählt und das Dach zum Beispiel in Schwarz lackiert wird. Diese Variation gibt es zum Aufpreis von etwa 800 Euro. Von seiner Höhe her überragt der Fiat 500L geringfügig sowohl die Modelle Punto , Sedici, Ducato oder Freemont aus dem eigenen Haus als auch die Mitbewerber Opel Meria oder Citroen C3 Picasso. Etwas höher präsentieren sich hier nur die reinen Transporter wie der Fiat Doblò oder der Qubo. Der technische Vergleich zum Beispiel mit dem Kia Venga ist der Fiat 500L deutlich härter gefedert und zeigt auch eine etwas größere Geräuschentwicklung bei der Fahrt. Viel gemeinsam hat er mit dem Mini Countryman von BMW . Variationsreich ist das Farbangebot. Beim Neuwagen kann zwischen 333 unterschiedlichen Farben und Farbkombinationen gewählt werden. Auch die inneren Werte sprechen für den Fiat 500L im Vergleich mit anderen Marken. Das Platzangebot ist üppig und der Kofferraum durch den höhenverstellbaren Ladeboden sehr flexibel. Die Sitze sind bequem und das Cockpit ist nach ergonomischen Gesichtspunkten gestaltet. Das Armaturenbrett mit seinen lackierten Einsätzen ist dem Fiat Panda entnommen und das Fahrwerk ist so gut abgestimmt, dass Fahrkomfort und Fahrspaß im Fiat 500L selbstverständlich sind.

Technische Vorzüge des Fiat 500L im Test
Die Zeitschrift Autobild hat den neuen Fiat 500L auf Herz und Nieren geprüft. Das ESP sorgt für eine gute Straßenlage. Ausgezeichnet arbeiten die Bremsen. Aus einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometer bekommt man den Fiat 500L nach etwa 36 Metern zum Stillstand. Die Ausstattung ist perfekt aufeinander abgestimmt und das Auto eignet sich auch für längere Fahrten bei voller Besetzung. Hier sollte allerdings ein Motor gewählt werden, der mehr Leistung bringt als das Basismodell. Der Wendekreis liegt mit etwa elf Metern im Rahmen vergleichbarer Autos dieser Klasse.

Variationsreiches Zubehör für den Fiat 500L
Mehr als 1.500 Kombinationen, um den eigenen Fiat 500L zu konfigurieren, stehen beim Kauf zur Verfügung. Dafür sorgen nicht zuletzt auch die umfangreichen Angebote an Zubehör. Ein Dachgepäckträger für Fahrräder oder eine praktische Dachbox für zusätzliches Gepäck oder Sportgeräte sind nur zwei Möglichkeiten, wie aus dem Minivan ein echtes Transportwunder wird. Leichtmetallräder, Radzierblenden und viele weitere Accessoires stehen zur Verfügung und werten das Fahrzeug optisch auf.

Preise und die Garantiebedingungen für den Fiat 500L
Der Preis für den Fiat 500L variiert je nach Ausstattung und Modell zwischen knapp 15.000 und knapp 20.000 Euro. Die Garantie erstreckt sich über zwei Jahre. Eingeschlossen ist der Mobilitätsservice, der rund um die Uhr zur Verfügung steht. Er beinhaltet:

• Notrufnummer (unentgeltlich) bei Pannen rund um die Uhr
• Kostenloses Abschleppen zum nächsten Fiat-Partner
• Ersatzfahrzeug, wenn die Reparatur länger als sechs Stunden dauert
• Unter Umständen Kostenersatz für die Hotelunterbringung

Zusätzlich bietet Fiat für den 500L eine dreijährige Garantie für den Lack und sechs Jahre gegen Durchrostung an.

Fiat 500X seit 2017
Mit dem Mini SUV Fiat 500X wurde die Modellreihe erweitert. Allerdings teilt sich dieses Modell die Plattform nicht mit den anderen 500er Fahrzeugen, sondern basiert auf dem Jeep Renegade. Der Fiat 500X kann mit drei Ottomotoren dem 1.6 E-torQ mit 110 PS und dem 1.4 MultiAir mit 140 oder 170 PS bestückt sein. Drei Diesel, der 1.3 MultiJet mit 95 PS, der 1.6 MultiJet mit 120 PS und der Topdiesel 2.0 MultiJet mit 140 PS runden das SUV motorseitig ab. Ein Facelift im Frühjahr 2017 kam allen Ausführungen zuteil.

Fazit:
Der Fiat 500L ist ein alltagstauglicher Minivan mit viel Potenzial. Er bietet ein überzeugendes Platzangebot und Flexibilität im Innenraum. Die Ausstattungsvarianten ermöglichen eine individuelle Konfiguration und das praktische Zubehör sorgt für zusätzlichen Komfort. Die Technik ist ausgereift und stammt aus bekannten und bewährten Fiat-Fahrzeugen. Im Fahrbericht zeigt sich der kleine Italiener überzeugend, besonders mit den höherwertigen Motoren. Trotz seiner eher geringen äußeren Abmessungen ist der Fiat 500L ein perfektes Familienauto. Der Preis bewegt sich im Rahmen der Mitbewerber und ist aufgrund der guten Ausstattung absolut vertretbar. Die Motoren sind umweltfreundlich mit adäquatem Verbrauch und geringem Emissionsausstoß. Da der Fiat 500L noch nicht lange auf dem Markt ist, ist die Einschätzung, welche Preise er als Gebrauchtwagen erzielt, derzeit kaum möglich. Es ist aber davon auszugehen, dass sein Wiederverkaufswert attraktiv ist.

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* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer PKW können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer PKW' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

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Verbrauch, Umweltdaten & Kostenbereitgestellt vom ADAC
Eco-Daten:
Verbrauch (lt. Hst.)5,9l/100km
Verbrauch (lt. ADAC)--
CO2-Emissionen137g/km
Umweltzone4 (grün)
Kosten-Daten:
Kosten / Monat546€ / Monat 
Kosten / km44ct / km 
Versicherungsklasse18HF/18TK/21VK
KFZ-Steuer38€ / Jahr 
Informationen erhoben und bereitgestellt vom ADAC (Stand: 4/2016). mobile.de kann keine exakte Übereinstimmung mit dem tatsächlich angebotenen Fahrzeug garantieren.Quelle: ADAC e.V.