Ferrari F40

Ferrari F40

Zum 40-jährigen Firmenjubiläum des Herstellers im Jahr 1987 will Enzo Ferrari sich selbst und dem Unternehmen ein Denkmal setzen. Der Ferrari F40 ist die letzte Neuentwicklung, die er selbst angestoßen hat. Der Ferrari F40 ist das schnellste und stärkste Modell, das Ferrari für den Einsatz im normalen Straßenverkehr entwickelt hat. Zu seiner Zeit befindet sich das Auto auf dem neuesten Stand der Technik. Insgesamt 19 Fahrzeuge sind von Michelotto zwischen 1989 und 1994 unter der Bezeichnung F40 LM für den Renneinsatz umgebaut worden. Dafür wird das Leergewicht auf 1.050 Kilogramm reduziert. Außerdem steigert sich die Leistung auf 537 kW (730 PS). Durch eine kurzzeitige Ladedruckerhöhung lassen sich diese Werte auf 669 kW (910 PS) anheben. Die Beschleunigung von null auf 100 km/h liegt bei 3,1 Sekunden und das Fahrzeug erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 367 Stundenkilometern.

Der erste Auftritt des legendären Sportwagens
Seinen offiziellen Markteintritt feiert der Ferrari F40 im Sommer 1987. Die Basis bildet das Chassis des GTO Evoluzione, der für den Rennsport entwickelt worden ist. Die Motorleistung liegt bei 351,5 kW (478 PS) mit einer Höchstgeschwindigkeit von 324 Stundenkilometern. Das Design der Karosserie stammt von Pininfarina. Der Pkw wirkt mit über den ganzen Wagen verteilten Ein- und Auslasskanälen und einem großen Heckflügel fast wie ein Rennwagen. Klappscheinwerfer dominieren die Front und für Blinker und Lichthupe zeigt die Karosserie links und rechts große verglaste Bereiche. Angetrieben wird der Sportwagen mit einem V8-Turbo-Motor mit 2.936 Kubikzentimetern Hubraum, der komplett aus Aluminium hergestellt ist. Der Preis für einen Neuwagen liegt zu dieser Zeit bei 444.000 D-Mark, also etwa 380.000 Euro. Verkauft wird das Modell nur an ausgewählte Kunden. Geplant sind zunächst 450 Exemplare, aber aufgrund der großen Nachfrage laufen allein schon im ersten Produktionsjahr 900 Ferrari F40 vom Band. Insgesamt beträgt die Produktionsmenge 1.315 Fahrzeuge.

Besonderheiten des Ferrari F40
Die Serienfahrzeuge sind im typischen Ferrari-Rot produziert worden. Zwei Exemplare erhalten auf besonderen Wunsch die Farbe Schwarz, weniger als zehn weitere die Farbe Gelb. Der Sultan von Brunei hat den Ferrari F40 in Weiß geordert. Eines der Serienmodelle ist nie auf den Markt gelangt, sondern steht als Exponat im Ferrari Museum. Als Enzo Ferrari 1988 verstirbt, erfahren alle Fahrzeuge des Herstellers einen enormen Wertzuwachs. Begründet wird das mit der Ungewissheit, wie es mit dem Unternehmen in Zukunft weitergehen wird. Selbst ältere und kleinere Ferraris erzielen beim Verkauf Rekordsummen. Nahezu utopisch ist allerdings die Wertentwicklung beim Ferrari F40. Bei einer Auktion 1989 in Monaco, durchgeführt vom Auktionshaus Christie's, erzielt ein Ferrari F40 den Rekordpreis von 2,7 Millionen D-Mark, also etwa 2,28 Millionen Euro. Damit solche Spekulationen nicht zur Regel werden, setzt Ferrari neue Kaufverträge auf. Hier wird der Weiterverkauf für Gebrauchtwagen bereits beim Neuwagenkauf geregelt. 1996 kommt mit dem Ferrari F50 der offizielle Nachfolger des Ferrari F40 in den Handel.

Der Supersportwagen im Test
Trotz seiner 335 Millimeter breiten Hinterreifen hat der Ferrari F40 Traktionsprobleme in den unteren Gängen. Nur so lassen sich die eher mäßigen Beschleunigungswerte erklären, die für ein Kfz seiner Klasse unter anderem deutlich unterhalb vergleichbarer Modelle von zum Beispiel Porsche oder Lamborghini liegen. Hier die Details in der Übersicht:

• Beschleunigung von null auf 80 km/h in 3,8 Sekunden
• Beschleunigung von null auf 100 km/h in 4,6 Sekunden
• Beschleunigung von null auf 120 km/h in 5,6 Sekunden
• Beschleunigung von null auf 160 km/h in 8,1 Sekunden
• Beschleunigung von null auf 180 km/h in 9,3 Sekunden
• Beschleunigung von null auf 200 km/h in 11 Sekunden

Die Entfernung von 1.000 Metern beim stehenden Start legt der Ferrari F40 in 21 Sekunden zurück. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 321 Stundenkilometer, das Gewicht vollgetankt 1.254 Kilogramm. Die Stärken des Supersportwagens liegen eindeutig im oberen Geschwindigkeitsbereich, denn hier kann er sein überlegenes Leistungsgewicht in die Waagschale werfen. Die technischen Daten des Testfahrzeugs lauten wie folgt:

• V8-Benzinmotor mit 2.936 Kubikzentimetern Hubraum
• Leistung: 352 kW (478 PS) bei 7.000 Umdrehungen
• Maximales Drehmoment: 577 Newtonmeter bei 4.000 Umdrehungen pro Minute
• Höchstgeschwindigkeit: 325 km/h
• Manuelles Schaltgetriebe mit fünf Gängen
• Kraftstoffverbrauch kombiniert: 20 l/100km
• Tankinhalt 120: Liter

Der Ferrari F40 - ein Fahrbericht aus 2012
Mit dem Ferrari F40 schenkt der Hersteller der Welt einen straßentauglichen Rennwagen, der kompromisslos ist und eine teuflische Beschleunigung an den Tag legt. Der Innenraum ist eher spartanisch, genau wie die gesamte Ausstattung. Im Ferrari F40 gibt es weder Radio noch Servolenkung. Ein Bremskraftverstärker ist genauso wenig vorhanden wie eine Geräuschdämpfung. Für den Ferrari F40 hingegen haben Kaufinteressierte ein Mehrfaches des Neupreises geboten. Ursprünglich sollte der Ferrari F40 die Modellbezeichnung Le Mans erhalten. In Anlehnung an das 40-jährige Bestehen des Unternehmens Ferrari wird sich letztendlich jedoch für den Namen Ferrari F40 entschieden. Das Auto ist bis heute ein Mythos geblieben. Für Gebrauchtwagen werden immer noch Millionenbeträge verlangt. Die zahlreichen Belüftungs- und Entlüftungsöffnungen für die Bremsen, die Kühlung, den Motor, die Ladeluftkühler oder die Turbolader sind keine Spielerei, sondern notwendig. In den Autos steckt eine Menge Handarbeit. Der Ferrari F40 ist eindeutig für das Schnellfahren gebaut. Schon das Einsteigen ist eine Kunst, denn die Strebe des Rohrrahmens, die hinter einer Kunststoffverkleidung verborgen ist, stellt eine echte Hürde dar. Die Schalensitze sind nicht komfortabel gepolstert, passen aber haargenau. Im Interieur dominiert Kunststoff. Einziger Luxus ist eine Klimaanlage, die bei starker Sonneneinstrahlung und heißem Motor auch unverzichtbar ist. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die Bremsen, die man hart treten muss, damit die entsprechende Verzögerung einsetzt. Der Ferrari F40 ist definitiv ein Auto für erfahrene Schnellfahrer. Fahrspaß ist hier Programm, wenn man den F40 handhaben kann.

Fazit:
Rennwagenfeeling auf der Straße - das verspricht der Ferrari F40 und das hält er aktuell auch 2015 noch. Angebote für gebrauchte Modelle sind rar und die Preise liegen meist jenseits von einer Million Euro. Im Grunde ist der Ferrari F40 nicht nur ein Pkw, sondern auch ein Sammlerobjekt und eine Kapitalanlage. Kein anderes Auto ist schon vor Produktionsbeginn mehr wert gewesen als der vom Produzenten veranschlagte Neupreis. Er schlägt damit auch andere Modelle von Ferrari wie zum Beispiel den legendären Teststarossa. Über die Jahre hinweg hat der Ferrari F40 nichts von seinem Reiz verloren. Ausgestattet mit zwei Turboladern lässt der Ferrari F40 Herzen höher schlagen. Der unverwechselbare Sound, den diese Modelle ertönen lassen, macht Fahrten über Land und auf der Autobahn zum echten Road-Abenteuer.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer PKW können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer PKW' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

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