Bugatti Veyron

Bugatti Veyron

Der Bugatti Veyron 16.4 Super Sport
In der aktuellen Version rollt der Bugatti Veyron seit 2010 vom Band. 2015 war er das schnellste in Serie gefertigte Automobil der Welt. Es gibt kein anderes Auto , das mit so vielen Superlativen aufwarten kann. Dazu gehören unter anderem die 16 Zylinder des Motors, der mit 640 Kilogramm (einschließlich Getriebe) ein echtes Schwergewicht ist. Obwohl der Bugatti Veyron von Volkswagen entwickelt worden ist, handelt es sich nicht um einen echten VW -Motor. Ebenfalls gewichtig kommt das Siebenganggetriebe mit Doppelkupplung mit einem Gewicht von 110 Kilogramm daher. Die maximale Leistung des Bugatti Veyron liegt bei 883 kW (1.200 PS) und bringt damit eine Höchstgeschwindigkeit von 431 km/h auf die Straße. Weitere Besonderheiten sind:

• vier Turbolader
• zwei Motorölkühler
• maximales Drehmoment von 1.500 Newtonmetern
• Beschleunigung von null auf 100 km/h in 2,5 Sekunden

Dass es sich bei dem Supersportwagen nicht um ein Alltagsauto handelt, zeigt auch der Verbrauch, der bis zu 100 Liter Benzin auf 100 Kilometer betragen kann. Ein solches Fahrzeug benötigt starke Bremsen. Der Bugatti Veyron bremst mit Carbon-Keramik-Bremsscheiben und wird in 2,3 Sekunden mit einem Bremsweg von 31,4 Metern aus einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern zum Stehen gebracht. Wie beim Mercedes-Benz SLR McLaren stellt sich der Heckflügel ab einer Geschwindigkeit von 240 Stundenkilometern automatisch steiler und wirkt so als Luftbremse. Der Bugatti Veyron verfügt über drei verschiedene Einstellungen für die Fahrwerkhöhe, und zwar:

• Standard
Für Fahrten im Stadtverkehr und bei Geschwindigkeiten von maximal 220 Stundenkilometern. Steigt die Geschwindigkeit, wechselt das Fahrzeug automatisch in die nächste Einstellungsstufe.
• Handling
Für schnelle Fahrten über Land oder auf der Autobahn. Diese Stufe ist bei Fahrten auf einer Rennstrecke manuell auswählbar, die Klappen der Frontdiffusoren sind dann offen.
• Topspeed
Für Fahrten mit einer Geschwindigkeit von mehr als 375 Stundenkilometern, manuell auswählbar durch einen separaten Schlüssel. Die Klappen der Frontdiffusoren bleiben geschlossen.

Ein Blick zurück in die Geschichte des Bugatti Veyron
1998 hat der Volkswagen -Konzern die Markenrechte an Bugatti übernommen. Seit 1999 wird die Marke durch die Präsentation verschiedener Konzeptfahrzeuge auf internationalen Automobilmessen wiederbelebt. Auf der IAA in Frankfurt war zunächst das Sportwagen -Konzept Bugatti 18.3 Chrion zu sehen. Optisch ist eine Ähnlichkeit zum heutigen Bugatti Veyron schon durchaus erkennbar. Den ersten "echten" Bugatti Veyron präsentierte das Unternehmen dann auf der Tokio Motorshow, allerdings immer noch als Konzeptfahrzeug (Studie) mit der Bezeichnung Bugatti Veyron EB 18.4. Dieses Modell hat einen 18-Zylindermotor anstelle des heutigen Sechszehnzylinders. 2001 fiel dann die Entscheidung zur Serienproduktion und der erste Prototyp des Bugatti Veyron war im August 2003 fertig. Die Entwicklung bis zur Serienreife zog sich aber noch über zwei Jahre hin, sodass der erste straßentaugliche Bugatti Veyron seinen Auftritt im Jahr 2005 auf dem Genfer Autosalon hatte. Seinen Namen hat der Sportwagen von dem französischen Rennfahrer Pierre Veyron, dessen aktive Zeit zwischen 1933 und 1953 lag. Der Sohn von Ettore Bugatti, einst Unternehmensgründer, hat den Rennfahrer im Jahr 1932 als Testfahrer und Entwicklungsingenieur Bugatti verpflichtet, um die Rennwagen von Bugatti zu optimieren.

Das Design des Bugatti Veyron gestaltet sich schwierig
Zusammen mit dem VW-Designchef entwickelte der später bei Audi und Skoda beschäftigte Nachwuchsdesigner Jozef Kaban die äußere Form des Bugatti Veyron. Er betreut auch die gesamte Serienproduktion. Die technische Umsetzung gestaltete sich kompliziert. Da die Karosserie eher eine runde Form aufweist, erzeugt sie eine Aero-Dynamik, die für die geplante Geschwindigkeit von mehr als 400 Stundenkilometer nicht optimal ist. Der Strömungswiderstandskoeffizient (Cw-Wert) liegt eher im Bereich des Beetle oder Golf von VW. So entstand die Idee, die Stabilisierung durch einen hydraulisch ausfahrbaren Heckflügel zu erreichen. Da dieser Heckflügel aber die Geschwindigkeit abbremst, musste eine neue Idee her. Der so genannte "Speed-Key" wurde für den Bugatti Veyron eingeführt. Links neben dem Fahrersitz steckt eine Art zweiter Zündschlüssel. Er sorgt dafür, dass der Wagen vorne um 65 Millimeter abgesenkt wird, während er hinten eine Bodenfreiheit von 70 Millimetern hat. So entsteht bei einer Stellung des Heckflügels von zwei Grad eine Keilform, die den Luftwiderstand wieder senkt. Trotzdem entspricht der Cw-Wert noch immer dem eines Geländewagens, wie zum Beispiel dem Subaru Forester . Der Wert von 0,36 ist aber in einem engen Zusammenhang mit dem Abtrieb zu sehen, der für einen ausreichenden Anpressdruck benötigt wird. Außerdem kann nur so der Motor ausreichend gekühlt werden. Das verleiht dem Bugatti Veyron die Alltagstauglichkeit, die bei Modellen anderer Supersportwagen, wie zum Beispiel von Ferrari , Lamborghini , Aston Martin oder Bentley fehlt. Ein Vergleich mit den sportlichen Modellen von Porsche , Mercedes (AMG), BMW , Ford , Seat , Suzuki oder Mazda kommt für den Bugatti Veyron ohnehin nicht infrage.

Motor und Getriebe brauchen im Bugatti Veyron viel Platz
Auch das Platzproblem stellt die Entwickler vor Herausforderungen. Ursprünglich sollte der Bugatti Veyron einen 18-Zylindermotor mit drei Reihensechszylinderbänken erhalten. Dieses Konzept konnte aber nicht umgesetzt werden. So erhielt das Auto einen V-Motor mit zwei VR-Zylinderbänken und vier Turboladern. Dafür werden zehn Kühler und zwei Wasserkreisläufe benötigt, damit der Antrieb im Stop-and-go-Verkehr nicht überhitzt. Alle diese Komponenten machen den Bugatti Veyron so schwer und sorgen auch für einen erhöhten Kraftstoffverbrauch. Der Bugatti Veyron Super Sport mit 1.200 PS hat 2010 mit 431,082 Kilometern pro Stunde einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt. Die neue Version des Autos soll mit derselben Technik ausgestattet werden. Allerdings wird bei dem Modell für den Automarkt die Geschwindigkeit elektronisch auf 415 Stundenkilometer begrenzt. Die Wartezeit für einen Neuwagen beträgt mehr als ein halbes Jahr. Bis zum Sommer 2011 sind 300 Exemplare produziert worden. Die jährliche Produktion soll im Schnitt etwa 70 Fahrzeuge in den Verkauf bringen.

Die zweite Generation des Bugatti Veyron
Die neue Version soll die technischen Superlative deutlich in den Schatten stellen. Die Motorleistung wird auf 919 kW (1.250 PS) angehoben. Auch das maximale Drehmoment wird sich steigern. Den zu erwartenden Kraftstoffverbrauch gibt der Hersteller mit unter 20 Litern pro 100 Kilometer an und die CO2-Emissionen sollen bei 450 g/km liegen. Für die Auslieferung der neuen Version ist 2017 vorgesehen. Möglicherweise wird man aber bereits früher einen Prototypen auf dem übernächsten Genfer Autosalon zu sehen bekommen.

Der Bugatti Veyron Grand Sport Vitesse

Auf der Automobilausstellung in Genf 2012 präsentierte der Hersteller die Letzte von insgesamt vier verschiedenen Modellvarianten des Bugatti Veyron. Die anderen Bezeichnungen lauteten Pur Sang mit einer optisch interessanten Karosserie, Pegaso mit 1001 PS und Nocturne mit dem absoluten Höchstpreis von 2,4 Millionen US-Dollar. Hinzu kamen einige Sondermodelle, von denen jeweils aber oft nur Einzelstücke angefertigt wurden. Beim Bugatti Grand Sport Vitesse handelt es sich nicht um ein Coupé, sondern um einen Roadster , der mit einer Spitzengeschwindigkeit von 375 km/h das schnellste Cabrio der Welt ist. Der Preis liegt bei 1,74 Millionen, denn auch hier handelt es sich um eine limitierte Edition.

Der Fahrbericht - ein Erlebnis für die Tester
Die Zeitschrift Autobild durfte mit dem PS- Monster auf die Straße. Der unverwechselbare Sound des Bugatti Veyron dröhnt über die gefahrene Teststrecke. Hält man sich vor Augen, dass die Kosten für dieses Fahrzeug in etwa denen von 47 Golf GTI entsprechen und der Tank bei Dauervollgas schon nach 21 Minuten trocken ist, weiß man, dass der Bugatti Veyron ein absolutes Spitzenmodell ist, das nur wenigen Käufern vorbehalten bleibt. Fest steht, der Bugatti Veyron liebt Rennstrecken mit Kurven und Geraden. Spurrillen und Randsteine, wie sie im Alltagsverkehr häufig vorzufinden sind, mag er hingegen nicht. Mit einem Wendekreis von etwa zwölf Metern und seinen gewaltigen Abmessungen hat man mit dem Auto durchaus auch ein Parkproblem. Die Klimaautomatik arbeitet hervorragend, sodass der Bugatti Veyron in seiner geschlossenen Version einfach ein Traum ist. Als genial bezeichnen die Tester die Bremsen und die schnell ansprechende, aber sehr gefühlvolle Lenkung.

Fazit:
Der Bugatti Veyron ist ein absolutes Traumauto. Inzwischen liegen laut Herstellerangaben 110 feste Bestellungen vor, von denen bisher aber nur 16 ausgeliefert worden sind. Wer also einen Bugatti Veyron kaufen möchte, braucht neben dem notwendigen Geld auch viel Geduld. Selbst als Gebrauchtwagen ist dieser Renner kaum unter einer Million zu finden. Ein vergleichbares Fahrzeug gibt es derzeit nicht auf dem Markt und das liegt nicht nur daran, dass der Bugatti Veyron das schnellste Serienauto der Welt ist.

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer PKW können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer PKW' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

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