Vorbereitung auf den Urlaub

Vorbereitung auf den Urlaub

Reiseplanung: Packen wir's!

Die großen Ferien stehen bevor, und für Millionen ist das Auto der sichere Begleiter. Aber bitte nicht vergessen: Planung ist alles – das spart Geld, Zeit und Nerven.

Im Auto verreisen? Nichts schöner als das – aber einige wichtige Punkte sollten Sie vorher abhaken. An erster Stelle stehen der Staukalender und die Langzeitbaustellen-Übersicht – auf diesen Autobahnen ist (auch) in den Sommerferien mit Engpässen zu rechnen:

 

  • A1 Hamburg Billstedt/Öjendorf (Baustelle bis März 2014)
  • A1 Remscheid (Brückeninstandsetzung bis März 2016)
  • A1 Münster-Nord (Baustelle bis Ende September 2013)
  • A6 Dreieck Kaiserslautern (bis September 2013)
  • A8 Schweinbach (Baustelle bis Juni 2014)
  • A10 Berlin-Höhenschönhausen (bis Ende 2013)
  • A11 Dreieck Schwanebeck (bis Ende 2013)
  • A19 Waren (bis Ende 2013)
  • A24 Hornbeck/Zarrentin (bis Ende August 2013)

 

Wichtiger Tipp: Vermeiden Sie für An- und Abreise nach Möglichkeit die Zeit zwischen 31. Juli und 3. August. In dieses Zeitfenster fällt die größtmögliche Überschneidung der Sommerferien.

 

 
 

Technischer Dienst für Ihr Auto

Einfach losfahren ist vielleicht spontan und romantisch, von einer wartungsbedingten Panne mit anschließender Zwangspause auf dem Standstreifen kann man das eher nicht sagen. Prüfen Sie also die wichtigsten Details an Ihrem Auto, bevor es 1.000 Kilometer und mehr klaglos für sie zurücklegen soll.

 

  • Batterie: Schauen Sie nach, ob die Klemmkontakte wirklich fest auf den Elektroden sitzen. Bei der Gelegenheit auch gleich den Säurestand überprüfen.
  • Betriebsflüssigkeiten: Kontrollieren Sie auch die vorhandene Menge an Motoröl, Kühlwasser und Wischwasser. Gegebenenfalls nachfüllen.
  • Machen Sie den Bremstest: Ziehen die Bremsen ungleichmäßig oder machen sie Geräusche, sollten sie unbedingt von einem Profi gewartet werden.
  • Reifen: Wissen Sie, wie tief Ihr Profil ist? Hand aufs Herz: Einmal nachschauen dauert zwei Sekunden. Drei Millimeter sollten es sein, damit sie auch bei einem Gewitterschauer nicht ins Schwimmen kommen. 1,6 mm schreibt der Gesetzgeber vor.
  • Spur: Wenn Sie ohnehin schon nach den Reifen schauen – vergleichen Sie doch bitte die Profile untereinander. Sind sie unterschiedlich stark oder ungleichmäßig abgefahren, muss die Spur eingestellt werden. Und zwar vor der Langstreckenfahrt!
  • Überblick: Spähen Sie in den Motorraum; sitzt alles an seinem Platz? Wenn Kabel wirr herumhängen oder Verkleidungen nicht fest verschraubt sind, kann sich das auf einer langen Fahrt losrütteln.
  • Reserve- oder Notrad: Besuchen Sie zum Schluss mal das Reserverad im Kofferraum, das hat sicher lange kein Licht gesehen. Stimmt der Luftdruck? Nichts ist ärgerlicher, als bei einer Reifenpanne im Nirgendwo feststellen zu müssen, dass das Reserverad ebenfalls platt ist. Oder das ersatzweise mitgeführte „Tyre-Fit“-Set seit Jahren abgelaufen ist und vermutlich den Dienst versagen wird, wenn es darauf ankommt.

 

Guter Rat zum Schluss: Stimmt was nicht, lassen Sie den Profi ran. Das gilt vor allem für die Bremsanlage, denn hier kann ein Fehler schnell lebensgefährlich werden.

Packen für Profis

Mit zu viel Reisegepäck im Kofferraum und auf dem Dach verändern sich die Fahreigenschaften eines Autos erheblich. Die Fahrt in den Urlaub wird dann schnell zum Sicherheitsrisiko. Der ADAC hat kürzlich bei Tests herausgefunden, dass ein um 80 Kilogramm überladenes Mittelklasseauto beim Ausweichmanöver mit 90 km/h nicht mehr beherrschbar ist; es läuft aus dem Ruder und wird auch vom Schleuderschutz ESP nicht mehr eingefangen.

Daraus folgt:

  • Beachten Sie unbedingt das zulässige Gesamtgewicht (Angaben in der Zulassungsbescheinigung bzw. im Fahrzeugbrief). Vergessen Sie das Gewicht der Insassen dabei nicht!
  • Laden Sie schwere Gegenstände zuunterst, um einen möglichst niedrigen Schwerpunkt zu erhalten.
  • Wenn vorhanden: Fixieren Sie große Gepäckstücke mit Sicherheitsgurten, Spanngurten oder Bändern an den im Gepäckraum zumeist vorgesehenen Ösen.
  • Stößt das voll beladene Fahrzeug an die Gewichtsgrenze, fahren Sie besonders vorsichtig. 
Text: Roland Wildberg