Die Autofahrt in den Urlaub gut planen

Vorbereitung ist bei Fernfahrten alles

99 Tipps für die Urlaubsfahrt

Es dauert nicht mehr lange bis zum Sommerurlaub – für viele Menschen ist der Weg dahin die längste Autofahrt im Jahr. Das will gut vorbereitet sein. Hier sind die 99 wichtigsten Empfehlungen. 

 
 
  • Eine Urlaubsreise auf 1.000 Kilometer Distanz ist keine Spazierfahrt.
  • Auto und Besatzung müssen für diese Belastung vorbereitet sein.
  • Arbeiten Sie die Liste durch, dann kann (fast) nichts mehr passieren.

Auf Unvorhergesehenes gefasst sein

Noch gibt es keine autonom fahrenden Autos. Und auch, wenn sich viele das bestimmt schon lange wünschen: Vorerst muss jeder Autofahrer die große Tour in den Urlaub buchstäblich mit eigenen Händen am Lenkrad zurücklegen.

Dabei kann viel Unvorhergesehenes passieren. Also tun Sie sich und Ihrer Familie einen Gefallen und bereiten Sie die Ferienfahrt in aller Ruhe vor. Mit diesen 99 Tipps sind Sie auf alle Situationen gefasst.

Schauen Sie sich die Route an

1. Planen Sie die Reise rechtzeitig und sorgfältig (z. B. mit den folgenden 98 Tipps).

2. Schauen Sie sich die Route vorher an. Sicherheitshalber sollten Sie auch schon mal nach Ausweichrouten suchen.

3. Navigationsgeräte sind im Alltag eine große Hilfe. Aber wenn größere Umwege notwendig werden oder anderes Unvorhergesehenes passiert, geht nichts über eine detaillierte Karte.

4. Apropos Navi: Prüfen Sie vor der Abreise, ob die Software aktuell ist und auch das Reiseziel enthält.

5. Beträgt die Streckenlänge mehr als 1.000 Kilometer, sollten Sie schon vor Abreise nach Übernachtungsmöglichkeiten Ausschau halten, falls Sie durch Stau oder andere Verzögerungen in die Nacht geraten. Haben Sie Kinder an Bord? Dann alle zwei bis drei Stunden Pausen und deutlich weniger Gesamtfahrzeit einplanen.

6. Denken Sie an Pendler und Lastverkehr: Legen Sie An- und Abreise nach Möglichkeit auf die verkehrsärmeren Tage Dienstag und Mittwoch.

7. Umgekehrt gilt: Fahren Sie möglichst nie am Freitag oder am Wochenende.

8. Wer gestresst aus dem Büro kommt, fährt eher gegen die Wand als zum Ziel. Stress ist kein guter Beifahrer.

9. Danke, Bitte, Hallo, Ich brauche Hilfe: Es schadet nie, ein paar Wörter oder Sätze auf Kroatisch, Spanisch, Italienisch usw. zu kennen. Also: Bei Auslandsfahrten Wörterbuch und/oder Reiseführer mitnehmen.

10. Das Zuhause sollen Sie in Sicherheit wissen. Also übergeben Sie einer Vertrauensperson die Schlüssel für gelegentliche Kontrollgänge und die Pflege der Pflanzen und Haustiere. Auch das sorgt für eine entspannte Fahrt.

11. Check direkt vor der Abfahrt: Ist der Herd ausgeschaltet, die Waschmaschine leer, der Fernseher von der Steckdose getrennt?

12. Vorbeugung gegen böse Überraschungen: Türen und Fenster zu Hause gut verschließen.

13. Wenn Sie den Euro-Raum verlassen: Es ist gut, etwas Bargeld in der Währung des Ziellandes und der zu durchquerenden Länder dabei zu haben. Das ist im Ernstfall praktisch und spart Geld, wenn man auf einen günstigen Wechselkurs achtet.

14. Wessen Auto die besten Zeiten hinter sich hat, dem kann vor dem Urlaub das Abschließen einer Autoclub-Mitgliedschaft („Schutzbrief“) nützlich sein. Damit wird man auch aus dem Ausland für relativ geringe Kosten sicher heimgebracht.

Andere Länder, andere...

15. Verkehrsregeln und Gesetze der bereisten Länder sollte man vor dem Urlaub zur Kenntnis nehmen und die Besonderheiten einprägen.

16. In fast allen Ländern Europas gibt es auch tagsüber eine Lichtpflicht: Beispielweise in Dänemark, Italien, Bulgarien, Norwegen, Schweden u. a.

17. Tempolimits variieren von Land zu Land: Nur in Deutschland gibt es streckenweise freie Fahrt auf Autobahnen.

18. Polnisch rechts abbiegen: In Polen ist der Grünpfeil an Ampeln nicht aus Blech, sondern leuchtet. Ist also neben dem normalen roten Ampellicht ein weiterer leuchtender grüner Pfeil, dann heißt es: anhalten und nur bei freier Bahn abbiegen. In den meisten Bundesstaaten der USA und vielen Provinzen in Kanada ist das Rechtsabbiegen an einer roten Ampel generell erlaubt, sofern nicht die Warntafel „No Right on Red“ oder „No Turn on Red“ dort angebracht ist.

19. Als Fahrer ein Handy im Auto zu nutzen, ist nahezu überall verboten. Das bezieht sich nicht nur aufs Telefonieren, sondern auch auf SMS schreiben, Wetter checken etc.

20. Informieren Sie sich, ob in Ihrem Reiseland eine Freisprechanlage zum Telefonieren im Auto benötigt wird oder ob Headsets/Kopfhörer ausreichen. In Spanien darf man z. B. keine Kopfhörer benutzen. Da muss es eine Freisprechanlage sein.

21. Für manche Länder benötigt man ein Visum: beispielsweise Russland.

22. In vielen Ländern gibt es eine Warnwestenpflicht, wie in Deutschland, Belgien, Bulgarien, Frankreich. Die gilt dann oft auch für Motorräder (wie in Belgien, Luxemburg und Kroatien), manchmal aber auch nicht (wie in Frankreich). Motorradfahrer müssen also noch einmal genauer hinschauen.

23. In bestimmten Ländern muss die Anzahl der Warnwesten der Anzahl der Insassen entsprechen. Frankreich, Italien, Luxemburg und viele osteuropäische Länder gehören dazu. Die Westen gehören nicht in den Kofferraum, sondern in die Fahrgastzelle.

24. Feuerlöscher sind im Baltikum, in Bulgarien, Griechenland, Moldawien, Rumänien, Russland, der Türkei, der Ukraine und in Weißrussland Pflicht im Auto. In Belgien und Polen gehören sie in dort zugelassene Autos, also auch in Mietwagen. In Deutschland besteht keine Feuerlöscher-Pflicht.

25. Apropos Mietwagen im Ausland, hier gilt besondere Vorsicht. Der Autovermieter ist nicht verpflichtet, diese auch mit allen Utensilien auszustatten. Der Fahrer schon. Notfalls muss das Mietauto mit allen für das Reiseland geltenden Ausstattungen nachgerüstet werden.

26. Ein Reserverad oder ein Reparaturset bzw. Reparaturspray muss in Bosnien-Herzegowina, Serbien und Spanien an Bord sein.

27. Achtung bei Wohnanhängern: In Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Slowenien müssen für Gespanne zwei Warndreiecke mitgeführt werden. In der Türkei und Zypern gilt das sogar für alle Pkw. Und: In der Schweiz muss das Warndreieck griffbereit in der Fahrgastzelle liegen, nicht im Kofferraum.

28. Für Reisemobile und Gespanne gelten unterschiedliche Höchstgeschwindigkeiten, abhängig von Gewicht, Straßenart und Wetter. In Frankreich müssen z. B. Fahranfänger innerhalb der ersten drei Jahre nach bestandener Fahrprüfung langsamer fahren – dann ist auf Autobahnen nur Tempo 100 statt 130 erlaubt, auf Landstraßen nur 80 km/h.

29. Haben Sie ein mobiles Navi, sollte es so angebracht werden, dass es den Blick auf die Straße nicht behindert.

30. Ein Ersatzglühlampen-Set gehört in Russland, Spanien, Kroatien und Serbien mit an Bord.

31. In Serbien und Mazedonien sowie Bosnien-Herzegowina muss ein Abschleppseil im Auto sein.

32. Privates Abschleppen ist in Italien auf Autobahnen gänzlich verboten. In Deutschland ist es bis zur nächsten Ausfahrt erlaubt.

33. Ladungen wie Fahrradträger müssen in Italien mit einer rot-weiß-schraffierten, 50 x 50 cm großen Warntafel versehen werden.

34. In einigen Ländern, wie z. B. Griechenland, Luxemburg und Kroatien, ist das Mitführen von Kraftstoff in einem Reservekanister nicht erlaubt. Andere Länder begrenzen die Menge an Reservekraftstoff aus zollrechtlichen Gründen auf 10 Liter (Frankreich, Belgien, Dänemark, Niederlande, Slowenien, Tschechien, Ungarn), 20 Liter (wie Litauen, Estland, Slowakei) oder 25 Liter (Schweiz, Liechtenstein, Türkei). In Deutschland sind bis zu 60 Liter in einem geeigneten (also dafür gesetzlich zugelassenen) Kanister zugelassen, der Sprit kann auch auf mehrere verteilt sein. Der ADAC empfiehlt allerdings, nicht mehr als zehn Liter mitzunehmen. Das reicht in unseren Breiten garantiert bis zur nächsten Tankstelle.

35. Das Parken in Frankreich ist bei gelber Markierung am Fahrbahnrand verboten.

36. Der Kreisverkehr in anderen Ländern folgt ebenfalls häufig anderen Regeln als in Deutschland. Lesen Sie vorher nach, was Vorschrift ist. In Frankreich oder Österreich haben die Fahrzeuge, die in einen Kreisverkehr einfahren, Vorfahrt (rechts vor links). Oft besagen Schilder hier aber, dass die Fahrzeuge im Kreisel dennoch Vorrang haben.

37. Bei Regen darf in Italien und Frankreich außerhalb von Ortschaften maximal 80 km/h (Frankreich) bzw. 90 km/h (Italien) gefahren werden. Auf Autobahnen gelten 110 km/h (Frankreich und Italien).

38. Viele französische Tankautomaten akzeptieren keine deutschen Kreditkarten, auch wenn diese über einen Mikrochip verfügen.

Promillegrenzen

39. Die Null-Promille-Grenze haben: Rumänien, Slowakei, Tschechien und Ungarn.

40. Ab 0,2 Promille wird es in Estland, Norwegen, Polen und Schweden eng.

41. Maximal 0,5 Promille darf der Autofahrer in Deutschland im Blut haben, die gleiche Grenze gilt in Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Irland, Kroatien, Lettland, Luxemburg, Mazedonien, Niederlande, Österreich, Portugal, der Schweiz, Serbien, Slowenien, Spanien, der Türkei und in Zypern.

42. Mit bis zu 0,8 Promille darf man nur noch in Großbritannien und Malta fahren.

43. Achtung: Für Fahranfänger, Führer eines Gespanns und Motorradfahrer gelten oft abweichende, wesentlich niedrigere Werte.

44. Wer in Italien betrunken fährt, muss sich das leisten können: Die Strafen liegen zwischen 530 und 6.000 Euro. Und der Führerschein ist danach für mindestens sechs Monate bis maximal zwei Jahre weg. Bei mehr als 1,5 Promille kann sogar das Auto beschlagnahmt werden, in Dänemark wird diese Maßnahme ab 2,0 Promille möglich. Die Höhe der Geldbußen können auch verdoppelt werden, wenn unter Alkoholeinfluss ein Unfall gebaut wird.

Maut

45 . In vielen Ländern gibt es inzwischen eine Maut. Die gilt je nach Land für unterschiedliche Straßen, Strecken oder Zeiträume. Zum Beispiel müssen für Österreich, Ungarn, die Slowakei, Slowenien, Tschechien, Bulgarien und die Schweiz Autobahnvignetten besorgt werden, die zur Nutzung des gesamten Autobahnnetzes während einer bestimmten Frist berechtigen. In anderen Ländern wird eine streckenbezogene Maut fällig, wie in Frankreich, Italien, Griechenland, Großbritannien oder Spanien.

46. In Norwegen gibt es vereinzelte Mautstraßen und City-Maut-Zonen.

47. Auch in Polen ist auf Teilen der A1, A2 und A4 eine Streckenmaut zu entrichten.

48. In Spanien existiert zu jeder mautpflichtigen Autobahnverbindung in der Regel auch eine kostenlose Strecke, auf der naturgemäß die Verkehrsbelastung höher und das Tempolimit niedriger liegen. Die iberischen Gratis-Autobahnen sind auch zumeist in schlechterem Zustand.

49. Kroatien hat eine entfernungsabhängige Maut.

50. In der Türkei sind bisher lediglich ausgewählte Autobahnstrecken mautpflichtig.

Für den Notfall

51. Die Notrufnummer 112 gilt international.

52. Der Zentralruf der Autoversicherer (0800-250 26 00 oder +49 40-300 330 300) kann die zuständige Versicherung des Unfallgegners ermitteln. Der ADAC hilft unter der Telefonnummer 0180 2 22 22 22 bzw. +49 89 22 22 22 (international), der AvD unter 0800-9909909 bzw. +49 69 6606-600 (international). Aus dem Ausland lässt sich die verlorene Kreditkarte über die Telefonnummer +49116 116 oder (besser erreichbar) +49 30 4050 4050 sperren.

53. Die Grüne Versicherungskarte kann die Verhandlungen im Falles eines Unfalls vereinfachen und ist in manchen Ländern noch heute Pflicht. Dazu zählen unter anderem Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Moldawien, Russland, Ukraine, Serbien und Montenegro, Weißrussland, Marokko, Tunesien, und die Türkei. Die Mitnahme in Italien wird nach wie vor empfohlen.

54. Der EU-Unfallbericht ist eine gute Grundlage für die spätere Klärung des Unfalls und der Schuldfrage.

55. Stau auf der Autobahn: Auch wenn Sie zu gern sehen möchten, was da eigentlich los ist: Lassen Sie unbedingt eine Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge frei. So kommen die Rettungskräfte schnell zum Unfallort. Auch hier gibt es Besonderheiten. In Deutschland und Österreich bei zwei Spuren die Mitte freilassen, bei drei Spuren zwischen ganz linker und der Spur daneben. In Tschechien ist die freie Spur zwischen rechter und der nächsten Spur. Eigentlich selbstverständlich: Das grundlose Anhalten am Unfallort oder gar das Fotografieren der Unfallszene ist verboten.

56. Wird auch international verstanden: Klemmen Sie eine Rettungskarte unter die Fahrersonnenblende und weisen Sie mit dem dazugehörigen Aufkleber auf der Frontscheibe darauf hin.

Wichtige Dokumente

57. Wer am Steuer sitzt, braucht einen Führerschein. Nehmen Sie ihn unbedingt mit – und natürlich auch Ihre Beifahrer bzw. Beifahrerinnen, falls diese auch fahren werden.

58. Trotz Schengener Abkommen: Packen Sie Ihren gültigen Personalausweis oder Reisepass ins Gepäck.

59. Fertigen Sie vor Abreise eine Kopie des Fahrzeugscheins an, die Sie ebenfalls mitnehmen.

60. Grundsätzlich hilft es, ein Foto aller wichtigen Dokumente abzulegen. Also jede Karte, jeden Ausweis einmal fotografieren und sicher ablegen. Zum Beispiel im E-Mail-Postfach. Wird etwas geklaut, haben Sie so alle Nummern schnell griffbereit.

61. Die Karte der Krankenversicherung sollte für den Notfall ebenfalls mitgeführt werden. Falls notwendig, Auslandskrankenversicherung abschließen.

Rund ums Auto

62. Werfen Sie einen Blick auf Ihre HU-Plakette. Sie muss auch im Urlaub noch gültig sein.

63. Ölstand? Check. Vor der Fahrt in Ruhe kontrollieren (auf ebenem Untergrund). Und nach der Zielankunft noch mal.

64. Auch moderne Autos verbrauchen Öl. Ein 1-Liter-Kanister reicht zum Nachfüllen und ist im Baumarkt erheblich billiger als an der Tankstelle.

65. Batterie? Check.

66. Genug Kühlflüssigkeit? Check.

67. Ausreichend Wischwasser? Check.

68. Genug Bremsflüssigkeit? Check.

69. Bremsscheiben und -beläge sollten noch genug Substanz haben.

70. Wischerblätter prüfen und ggf. erneuern.

71. Luftdruck? Check. Und zwar bei kalten Reifen.

72. Bei schwer beladenen Pkw den Luftdruck anpassen. Angaben finden sich im Tankdeckel oder an der Innenseite der B-Säule, definitiv aber in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs.

73. Die Reifen sollten auf Schäden, ihr Alter (zu erkennen an der DOT-Nr.) und die Profiltiefe geprüft werden. 1,6 mm sind gesetzlich vorgeschrieben, doch das genügt nicht: Empfohlen werden z. B. vom ADAC 3,0 mm bei Sommer, 4,0 mm bei Winterreifen.

74. Die Beleuchtungsanlage des Autos muss voll funktionsfähig sein. Vorher testen!

75. Ist das Auto hinten voll beladen, sollten Sie die Leuchtweitenregelung des Abblendlichts regulieren.

76. Lässt die Technik noch einen selbstständigen Wechsel der Leuchtmittel (Glühlampen etc.) zu, sollten Sie die gängigsten für den Notfall mitnehmen.

77. Wer sein Auto regelmäßig zur Inspektion bringt, wirft besser vor der Fahrt einen Blick ins Serviceheft – insbesondere die Wechselintervalle für den Zahnriemen dürfen nicht überschritten werden. Ansonsten: Auf die Kontrollleuchten im Auto achten.

Logistik des kleinen Mannes

78. Beim Packen bedenken: Formbare, weiche Taschen nutzen das Kofferraumvolumen besser als sperrige Koffer.

79. Große und schwere Gepäckstücke gehören im Kofferraum nach unten. Gepäck gut sichern! Das heißt: Schweres nach unten, Leichtes nach oben. Im Kombi Gepäcknetz nutzen und schwere Gegenstände durch Verzurren fixieren.

80. Verbandskasten, Pannenwerkzeug, Warndreieck und -westen sollten schnell erreichbar sein – holen Sie diese also vor dem Packen hervor und legen sie anschließend oben auf den gefüllten Kofferraum.

81. Das Haltbarkeitsdatum des Verbandkastens überprüfen – insbesondere Leukoplast und Heftpflaster verlieren sehr schnell die Haftkraft; prüfen Sie und sorgen Sie rechtzeitig für Ersatz.

82. Bereits auf der Fahrt benötigte Utensilien (Spielsachen für die Kinder, Getränke usw.) sollten ebenfalls gut erreichbar sein.

83. Auf maximale Zuladung achten.

84. Auch Dachgepäckträger, Anhänger und Anhängerkupplung haben eine Belastungsgrenze, die nicht überschritten werden darf. Wollen Sie etwas davon mieten, sollten Sie rechtzeitig bei Vermietern anfragen. Das Manövrieren und Fahren mit Anhänger (oder ungewohntem Mietwagentyp) will geübt sein, unternehmen Sie daher vor der Urlaubsreise eine kurze Probefahrt inklusive Rangieren.

Vierbeiner an Bord

85. Hunden erleichtert der eigene Korb oder die Decke die Reise im Auto. Die Vierbeiner angurten (mit Geschirr) oder in eine große Hundebox setzen (sicherste Lösung). Auch die sollte dann gut gesichert werden.

86. Katzen gehören in eine Transportbox.

87. In vielen Ländern gibt es eigene Impfvorschriften und eine Chip-Pflicht. Prüfen Sie, ob es eine Quarantäneregelung gibt.

88. Ausweispapiere der Tiere prüfen und mitnehmen.

Die anspruchsvollsten Fahrgäste

89. Überlegen Sie gemeinsam mit den Kindern Spiele und Beschäftigungsmöglichkeiten unterwegs. Nichts ist anstrengender für Sie (und frustrierender für den Nachwuchs) als gelangweilte Kinder.

90. Sonnenschutz an den Seitenscheiben sieht meist blöd aus, hilft aber wirklich. Ersatz kann ein Hemd oder Handtuch sein, das in der Scheibe eingeklemmt wird und innen herabhängt. Vergessen Sie bei kleinen Kindern nicht, die Kindersicherung an den Türen zu aktivieren!

91. Wenn selbst Kennzeichen-Raten nicht mehr hilft: MP3-Player, Handheld-Konsole oder Monitore in den Kopfstützen wirken bei Kindern Wunder auf langen Fahrten. Notfalls kann auch das Navi als Ersatz-Spielzeug dienen.

92. Old school sind Spiele, Stofftiere und Bücher oder Ratespiele mit den Eltern.

93. Laute Spiele, die den Fahrer ablenken oder nerven, besser vermeiden.

94. Ist der Fahrer müde, braucht auch er eine Pause. Darum lieber an der Raststätte kurzzeitig die Augen zumachen als auf der rechten (oder linken) Spur.

Essen und Trinken

95. Getränke und leichte Snacks (Obst, Müsliriegel etc.) müssen unbedingt an Bord sein. Der nächste Stau kommt bestimmt. Wer am Steuer sitzt, registriert Unterzuckerung erst sehr spät!

96. Eine kleine Reiseapotheke gehört ins Handschuhfach, (z. B. Kopfschmerzmittel, Pflaster, Mittel gegen Übelkeit/Durchfall, feuchte Tücher)

97. Die gängigsten und die eventuell für das Urlaubsland empfohlenen Impfungen schützen vor Krankheiten.

98. Wird gern vergessen, ist aber wichtig: Sonnenschutz. Im Auto selbst wird man übrigens kaum braun. Nur 10 Prozent der UV-Strahlung dringen durch.

99. Steckdosenadapter aus dem Elektroladen daheim sind günstiger als die Billigware im Touri-Ort.

Unsere Aufzählung ist selbstverständlich nicht vollständig, informieren Sie sich vor der Reise aber über Besonderheiten Ihres Reiselandes. Mit dieser Liste sollte die Fahrt in den wohlverdienten Urlaub entspannter gelingen. mobile.de wünscht gute Fahrt in den Urlaub

Text: Philipp Monse