Sommer-Trend-Mobile 2013

Sommer-Trend-Mobile 2013

Die coolsten Sommer-Gefährte

Sonne im Gesicht und Wind im Haar, gibt’s was Schöneres? mobile.de hat die coolsten Gefährte für die Sommersause zusammengesucht – vom Segway bis zum Watercar.

Sehen Sie sie auch noch vor sich? Grace Kelly, „Über den Dächern von Nizza“ im Sunbeam Alpine? Die Sonne scheint und das Halstuch flattert im Fahrtwind. Mehr Sommer-Feeling geht kaum. Einen dieser Klassiker, Baujahr 1967, hat beispielsweise die Oldtimer-Vermietung „Classicdepot Berlin“ in ihrem Fundus. Ab 220 Euro kostet das stylische Cabrio pro Tag. Auch nett: ein 78er Alfa Spider (210 Euro/Tag), ein Jaguar E-Type Cabrio von 1965 (ab 300 Euro/Tag) oder – ganz abgefahren – das Elektro-Gold-Caddy aus dem Film „Speed Racer“ (Mietkonditionen auf Anfrage). Also Kopftuch umbinden und los!

 

 
 

Flanieren wie Queen Mum

Auch andere Oldtimer-Vermietungen haben wunderbare Autos im Angebot. Zum Beispiel das Oldtimer-Paradies in Hamburg. Da gibt’s nicht nur ein traumhaft restauriertes Käfer Cabrio von 1977 (249 Euro/Tag), sondern auch echte Exoten wie Daimlers DS 420 Landaulette. Dieses Auto, erzählt Firmeninhaber Christian Winkler stolz, gibt’s nur 220 Mal auf der ganzen Welt, auch Queen Mum geruhte in einem solchen Modell dem Volk zu winken. Er hat sein „Halb-Cabrio“ bei einer Auktion in England ersteigert. Königlich fahren kann man für 899 Euro am Tag – inklusive Chauffeur.

Etwas günstiger ist die moderne Variante des Offen-Fahrens bei herkömmlichen Autovermietungen zu haben. Frischluftvergnügen im Stadtverkehr, frei von lästigen Parkplatzsorgen vor den einschlägigen Szene-Cafes, bietet beispielsweise ein Oben-Ohne-Smart; gibt’s bei Europcar für 80 Euro am Tag. Ein Golf Cabrio oder Mini Cabriolet kostet bei Sixt 173 Euro am Tag, und wer mal richtig Gas geben möchte, kann sich Luxus-Schlitten wie ein BMW M6 Cabrio oder den Aston Martin DB9 Volante holen (400 Euro/Tag). Allerdings sind diese Flitzer meist ausgebucht – eine rechtzeitige telefonische Anfrage ist empfehlenswert.

Haltung bewahren auf einer Achse

Doch es müssen ja nicht immer gleich hunderte von PS unterm Hintern sein. Lässig cruisen lässt es sich auch auf dem Einachser Segway, entweder auf dem „normalen“ Modell durch die Stadt oder mit der Offroad-Variante durchs Gelände. Zu wackelig? Von wegen! Alles eine Frage der Haltung. Nach einer kurzen Einweisung ist Segway fahren kinderleicht. Wer möchte, kann mehrstündige Rundtouren buchen oder sich einfach so ein Gerät mieten.

In der Deggendorfer Konzernzentrale kostet die erste Stunde inklusive Einweisung und Ausrüstung 29 Euro, jede weitere 19 Euro. Wer den knapp fünfzig Kilo schweren, akkubetriebenen Einachser ein ganzes Wochenende behalten möchte, zahlt 119 Euro. Auch Dauermieten sind möglich: Für einen Monat werden 684,25 Euro fällig. Wer den Segway fürs ganze (Sommer-)Halbjahr will, zahlt 505,75 Euro pro Monat.

Biken mit und ohne E-Unterstützung

Ganz banal, aber immer wieder schön: Fahrrad fahren. Viele Autohersteller haben mittlerweile sportliche Zweiräder im Programm. Zum Beispiel Mercedes, BMW oder VW. Peugeot bietet sogar 47 verschiedene Modelle an, vom Citybike bis zum Rennrad. Auch Mini hat einen Drahtesel im Sortiment: zum Falten. Spritzig-witzig in Lime lackiert, zu haben für 559 Euro.

Strampeln in der Sommerhitze strengt natürlich an, da kann elektrische Unterstützung nicht schaden. E-Bikes oder Pedelecs gibt es mittlerweile unter anderem von Smart, Peugeot und BMW, viele andere Hersteller arbeiten an entsprechenden Modellen. Echte Schnäppchen sind die Elektro-Räder freilich nicht. Das Smart electric bike, das für sein schnittiges Design unlängst einen „red dot design award“ erhielt, kostet beispielsweise 2.849 Euro. BMW bietet sein auf 1.000 Stück limitiertes Cruise e-Bike für 2.599 Euro an, Peugeot hat gleich sechs verschiedene Modelle zur Auswahl. Ihre Reichweite beträgt je nach Akku (26 bis 37 Volt) 50 bis 130 Kilometer. Die Preise liegen zwischen 1.499 und 2.999 Euro.

Großer Honda-Spaß auf kleinen Rädern

Lager. Neu in der Modellpalette ist das Zweisitzer-Funbike MSX125. Die Abkürzung MSX steht für „Mini Street X-treme“, und der Name ist Programm. Mit seinen knuffigen 12-Zoll-Breitreifen und dem auffälligen Design soll der geistige Nachfolger von Honda Dax bzw. Monkey vor allem Jugendliche und Junggebliebene ansprechen. Kostenpunkt des 100 Kilo leichten 10-PS-Hinguckers: 3.175 Euro.

Sommer, Sonne, was fehlt? Genau: Strand. Der liegt zuhauf in St. Peter-Ording rum, und dort gibt es auch Strandsegler, eine Art Kajak mit drei Rädern und einem Segel. Wenn es richtig bläst, und das tut es oben an der Nordsee ja gerne, dann gehen diese Teile ab wie Schmidts Katze. Riesenspaß garantiert! Für 99 Euro bietet beispielsweise Nordwind Wassersport einen vierstündigen Schnupperkurs an.

Mit Schmackes raus aufs Wasser

Wer aufs statt ans Wasser möchte, und das mit einem richtig coolen Gerät, der sollte sich mal das Panther Watercar näher ansehen. Fast 15 Jahre lang haben die kalifornischen Jungs von Fountain Valley Bodyworks am ultimativen Amphibienfahrzeug gebastelt, seit 1. Juli 2013 ist das sensationelle Ergebnis auf dem Markt.

Optisch erinnert das Gefährt ein wenig an einen Jeep, technisch ist es ein ganz anderer Schnack. Ob Straße, Strand oder auf dem Wasser: Das Panther Watercar sei das schnellste Amphibienfahrzeug der Welt, behauptet der Hersteller. Auf der Straße sollen dank des 3,7-Liter-Motors von Honda bis zu 130 km/h möglich sein.

Auf dem Wasser peitscht der Jet-Wasserstrahlantrieb die Amphibie mit bis zu 70 km/h dahin – da kann manche Motoryacht nicht mithalten. Gerade einmal 15 Sekunden soll die Verwandlung vom Auto zum Boot dauern: Gang raus, Räder hochfahren, Jet starten. Bestellt werden kann ab sofort, wenn man es hat. Die Preise liegen je nach Ausstattung zwischen 56.500 und 100.000 Euro.

Über Stock und Stein mit dem Can-Am Maverick

Auch BRP setzt auf dem Wasser auf Jetantrieb. Die bis zu 260 PS (!) starken Sea-Doos beschleunigen wie Dragster beim Viertelmeile-Rennen – und sind dabei kinderleicht zu bedienen. Rechts am Lenker Gas geben – mit dem Daumen. Lässt man den Gasdrücker los, verlieren die Sea-Doos schlagartig an Fahrt. Die Preise starten bei rund 10.000 Euro (GTS 130).

Gut das Doppelte kostet das neue „Side-by-Side“-Vehicle (SSV) Can-Am Maverick, das stärkste SSV weltweit. 101 PS, 110 km/h Spitze. Zwei Fahrstufen (High/Low), Rückwärtsgang, zuschaltbarer Allradantrieb. Gigantische Federwege (fast 36 cm), mächtige Stoßdämpfer, hüfthohe Kotflügel. Schiere Technik auf Rädern. Das Rotax-V2-Triebwerk schreit und röhrt und rasselt. Aber nur bei Zulassung als „landwirtschaftliche Zugmaschine“ (LOF). Andernfalls sind in Deutschland alle ATV (Quads) und SSV auf 15 kW (20 PS) gedrosselt – so will es der Gesetzgeber.

Caterham legt neue Fahrmaschinen auf

Noch ein Schmankerl zum Schluss: Caterham. Die Briten stellen für den Sommer zwei brandneue Flitzer bereit, den Seven 485 und den Seven 620R. Letzterer hat just auf dem Goodwood Festival of Speed debütiert und ist der stärkste Sportler, den Caterham je gebaut hat. In nur 2,79 Sekunden soll der 545 Kilo leichte Briten-Brenner auf Tempo 100 sein, das reicht wohl für eine ordentliche Abkühlung.

Leider ist der 620R in Deutschland noch nicht lieferbar. Dafür kommt am 15. August 2013 sein kleiner Bruder Seven 485 zu uns. Auch nicht übel: 241 PS, 525 Kilo, von null auf hundert in drei Sekunden. Preis: 51.500 Euro. Zu teuer? Kleiner Tipp: Für 499 Euro kann man den Caterham Seven 485 für ein Wochenende mieten. Ein Anfang.

Text: hh/fayvels büro